Wenn der Hund die Familie entzweit.

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  • Oh, falsches Forum. Könnte das ein Mod. ggf in Probleme mit dem Hund verschieben?? Danke!


    Hallo,

    wir, das sind Mutter, Vater, 3 erwachsene Töchter (eigene Haushalte) und ein jungendlicher Sohn, haben einen Jack-Russell von 9 Jahren.

    Er kam damals durch Zufall zu uns, eigentlich sollte ich nur ein paar Tage auf ihn aufpassen, da war er wenige Wochen alt. Aber wir haben uns in ihn verguckt und unsere Eltern überredet ihn zu behalten. Da unser letzter Hund einige Zeit vorher gestorben war, haben wir uns alle gefreut.

    Mein kl. Bruder ist sehr lebhaft und schon von Anfang an hat der Hund versucht ihn zu "erziehen". Sobald meine Mutter mit dem Bruder geschimpft hat, hat der Hund angefangen zu bellen. Man muss sagen, er hat den Hund auch provoziert mit an die Glastüren hauen, schreiend wegrennen damit der Hund kleffend hinterher rennt etc. pp. Dass schon von Anfang an einiges schief gelaufen ist und wir in der Erziehung nicht so konsequent waren wie wir hätten sein müssen ist uns bewusst.

    Aber die Jahre veränderten nicht nur den Hund, sondern der Hund auch unsere Familie und das Umfeld. Er fühlt sich permanent unbeachtet, klefft sobald es an der Tür klingelt, bellt die Leute an, knurrt teilweise hört frühestens nach intensivem Streicheln und 20 Minuten absoluter Beachtung auf. Bewegt sich die Person oder läuft einen Schritt, geht alles wieder von vorne los.

    Auch ist er total auf unsere Mutter fixiert, lässt sich nur noch von ihr anleinen, außer man legt ihn mit einem Leckerli oä rein und legt ihm bei kurzer Unachtsamkeit sein Geschirr um. Meinem Vater & Bruder beißt er ständig in den Schuh. Bisher hat er bis auf eine Schwester alle schon gebissen, dass sie geblutet haben. Alle bis auf Mutter und Sohn sind der Meinung, dass der Hund weg muss. Es kann doch nicht sein, dass er so gegen die Familie geht?! Wir haben schon so viel versucht. Haben ihn total beachtet, gerault und gestreichelt, auch ignoriert aber nichts bringt etwas. Im Gegenteil. Je älter er wird, um so schlimmer wird es. Die Freunde der Familie kommen schon nicht mehr, weil der Hund nicht aufhört zu bellen. Aber da sagt meine Mutter dann "Nein, das stimmt nicht. Er verhält sich nur so, weil er spürt dass ihr ihn nicht mögt." Kann ja sein, aber die Nerven liegen seit Jahren blank. Nun kommt dazu, dass Familienzuwachs ins Haus steht. Und dieses Kind wird oft bei unseren Eltern sein. Der Hund ist extrem eifersüchtig und langsam tut sich die Frage auf, was passieren soll. Es kommt nicht infrage, dass wir das Baby einer Gefahr aussetzen die vermeidbar ist. Mutter und Sohn sagen "Abwarten!" Natürlich kann der Hund auch sehr süß und lieb sein, wenn er sich zu einem auf die Couch kuschelt oder sich freut einen zu sehen.

    Zum Tierarzt kann man mit ihm auch nicht. Er dreht komplett durch. Klefft, beißt, speichelt wortwörtlich das Behandlungszimmer sein. Selbst Rescue-Tropfen bringen nichts.

    Wir haben eine Firma, Büro ins Wohnhaus integriert. Mittlerweile können wir ihn nicht mal mehr in der Wohnung lassen, weil er durchgehend bellt und pienzt. Also lassen wir ihn irgendwann ins Büro. Aber wehe es kommt ein Kunde, dann geht das oben beschriebene bellen los. Was natürlich geschäftsschädigend ist.
    Neulichen haben wir einen Tipp mit dem Aboi-Stop Halsband bekommen. Das hat super funktioniert. Hat 2 Wochen gedauert, da hatte er sich daran gewöhnt und jetzt klefft er einfach munter weiter.

    Vorhin habe ich das Thema bei meiner Mutter angesprochen und gefragt wann wir zum Tierarzt gehen. (Er muss geimpft werden) Und von ihr kam dann gleich "Zum Einschläfern??? Ich glaub du spinnst!!! Was wir brauchen ist eine Familientherapie." Nein, hatte nicht zum Einschläfern gemeint, natürlich nicht. (Wobei das mittlerweile für mich leider der einzige Ausweg ist........)

    Der Text liest sich sicher so, als würde ich diesen Hund hassen. Nein, so ist das gewiss nicht. Ich bin nur verzweifelt und weiß keinen Rat mehr. Die Familie kriegt sich beinahe jeden Tag wegen diesem Hund in die Haare, wir erwachsenen Töchter "flüchten" genervt nach Hause, wenn der Hund wieder nicht aufhört zu bellen. Jeder Geburtstag an dem Gäste kommen ist eine Qual, spontan jemanden einzuladen kommt überhaupt nicht mehr in Frage. Dazu kommt, dass meine Mutter zu allem das man ihr vorschlägt erst mal nein sagt. Wir hoffen, die Tierärztin kann uns irgendwie noch helfen, wobei die Wahrscheinlichkeit doch eher gering ist....

    Hat hier denn jemand ähnliche Erfahrungen und kann uns vielleicht den ein oder anderen Tipp geben?

  • hi,
    ich würde einen guten Hundetrainer aufsuchen, der sich das Dilemma zuhause einmal anschaut und dann mit der ganzen (!) Familie und dem Hund arbeitet.
    LG von Julie

  • Vielen Dank für deinen schnelle Antwort.
    Das hatten wir auch schon vorgeschlagen, meine Mutter lehnt dies jedoch kategorisch ab. Aus welchen Gründen auch immer....

  • Zitat

    Vielen Dank für deinen schnelle Antwort.
    Das hatten wir auch schon vorgeschlagen, meine Mutter lehnt dies jedoch kategorisch ab. Aus welchen Gründen auch immer....

    Hi, hört sich echt anstrengend an....

    Also ich würde vermutlich erst mal aufhören, die Eltern zu besuchen (am Besten wäre es, wenn das mehrere machen würden)

    Vielleicht denkt sie dann mal um?

    Ich denke, um einen Hundetrainer wird sie nicht drumrum kommen...

    Ich wünsch euch viel Glück

  • hallo,
    der hund ist 9 jahre alt und euch stört erst jetzt sein verhalten, welches schon so lange besteht? sorry, nur eine verständnisfrage.

    gruß marion

  • Den Hund nach 9 Jahren weggeben finde ich ehrlich gesagt unfair.
    Immerhin so muss man sagen, hat nicht er den Fehler gemacht sondern seine Menschen.
    Überzeugt die Frau Mama das ein Hundetrainer von nöten ist. Ich bin mir sicher das der Hund auch nicht glücklich ist mit der Situation. Auch daran kann eure Mutter denken.
    Ich hoffe ihr bekommt sie umgestimmt!

  • Zitat

    Den Hund nach 9 Jahren weggeben finde ich ehrlich gesagt unfair.
    Immerhin so muss man sagen, hat nicht er den Fehler gemacht sondern seine Menschen.
    Überzeugt die Frau Mama das ein Hundetrainer von nöten ist. Ich bin mir sicher das der Hund auch nicht glücklich ist mit der Situation. Auch daran kann eure Mutter denken.
    Ich hoffe ihr bekommt sie umgestimmt!

    Die TS will ihn nicht abgeben, sondern einschläfern.

    (Zitat: Nein, hatte nicht zum Einschläfern gemeint, natürlich nicht. (Wobei das mittlerweile für mich leider der einzige Ausweg ist........)
    )

    Das ist noch viel schlimmer... der Hund macht, was er kennt... und das schon lange... da MUSS ein Trainer vor Ort, so oder so...

  • Wir kommen aus der Nähe von Heidelberg.

    Nein, das ist leider nicht möglich. Ich arbeite im Familienbetrieb, bin also mind. 5 Tage die Woche hier.

    Nein, uns stört das schon seit Jahren!! Aber da jetzt ein Baby unterwegs ist, begreift auch unsere Mutter langsam, dass sich was ändern muss.
    Wir versuchen wirklich schon seit Jahren, sie in die Richtung mit dem Hundtrainer zu schuppsen. Aber wie gesagt, sie blockt ab und schiebt alle Schuld am Verhalten des Hundes auf die Familie.

    Früher hat sie sich immer über eine ihrer "Frauen" (sie geht morgens immer mit 3-4 Frauen und deren Hunden spazieren) aufgeregt, weil diese für ihren Hund alles tut und ihren Sohn angeblich abstoßt. Sie merkt nicht, dass sie sich mittlerweile mehr für den Hund als für das Wohl ihrer Familie einsetzt. Das ist traurig...

    Oh zu der Trainer-Sache noch: Hat man da noch eine reelle Chance, wenn der Hund schon 9 Jahre alt ist?

    @ Cinderella_S:
    Ich WILL ihn nicht einschläfern lassen. Aber wenn die Entscheidung gefordert ist, ob die Sicherheit des Babys oder der Hund wichtiger sind, dann fällt meine Entscheidung nunmal für das Baby. Den Hund wegzugeben wird nicht möglich sein. Ich kann ihn nicht mal mit zu mir nach Hause nehmen, wenn meine Eltern in Urlaub sind. Er sitzt an der Tür und jammert oder rennt verstört durch die Wohnung. Das heißt, ich muss bei meinen Eltern einziehen, wenn diese woanders übernachten.
    Selbst dann verhält er sich komisch und isst die ersten Tage nur wenig.

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