Probleme beim Gassi-gehen

  • Hallo!

    Vielleicht hat es der eine oder andere schon gelesen,
    seit einer Woche gehe ich mit einer jungen Hündin (6 Monate) aus dem Tierheim regelmäßig spazieren (mo-do 2x täglich, freitag - sonntag 1x täglich)...
    an sich läuft dabei alles recht gut, aber seit einigen Tagen bleibt sie, kaum dass wir 20 Meter gegangen sind, unvermittelt stehen und ist nicht weiter zu bewegen. Die letzten paar Male ist sie erst weiter gelaufen, als ein anderer Hund mit seinem Gassigänger an uns vorbei gegangen ist, da ist sie dann weiter, denen hinterher bzw. auch bereitwillig andere Strecken gelaufen.

    Heute Vormittag dann wieder das gleiche.. wir sind ein Stück weit gekommen, sie bleibt stehen, guckt sich um und ist mit keinen Mitteln weiter zu bewegen.. außer wieder zurück Richtung Tierheim.. alle anderen Richtungen: keine Chance


    Habt ihr vlt. eine Idee, wie man ihr das Weitergehen schmackhaft machen kann??
    Oder wäre es vlt. besser, wenn wir versuchen uns in Zukunft immer gleich an einen anderen Hund "dran zu hängen"??^^

    Bin für alle Anregungen, Tipps, Hinweise etc sehr dankbar =)

    Viele Grüße, juv

  • Hallo

    also ich würde, ja als aller erstes im Tierheim nachfragen, ob irgendetwas vorgefallen oder sich verändert hat.

    Ob z.B. jemand anders mal mit ihr spazieren war?

    (ich weis nicht sehr hilfreich, aber halt das Naheliegenste, da so eine Verhaltensänderung einen Grund haben muss.)

    Wenn nichts war, vielleicht dann wirklich mit einem anderen Gassigeher die Zeiten absprechen und entweder hinter oder mit diesem gemeinsam laufen. Aber auch das würde ich in Absprache mit dem Tierheim machen, schließlich wirds dann beim Vermitteln schwieriger, wenn sie nur noch läuft, wenn ein zweiter Hund dabei ist.

  • Mücke hatte früher solche Anwandlungen auch.

    Eigentlich musst du ihr "nur" signalisieren, dass du alles im Griff hast und dass sie bedenkenlos mit dir gehen kann.
    Das hört sich einfach an, aber ist ein gehöriges Stück Arbeit, vor allem, da ihr euch ja nur sporadisch seht...aber immerhin regelmässig :gut:

    Geh mit ihr zügig und geh ÜBERHAUPT nicht auf ihr Zögern ein. Der Hund merkt im Bruchteil einer Sekunde, ob du auch zögerst oder dir unsicher bist, oder nicht.
    Sei arrogant, selbstsicher, richte dich beim Laufen auf, Brust raus, Bauch rein. :D
    Halte die Leine fest in der Hand ( kann helfen ) und probier einfach nen Bogen, nen Schlenker zu laufen oder einfach die Richtung ganz zu wechseln und einen neuen Anlauf zu starten.

    Ignorier ihre Unsicherheit, merkst du, dass sie sich an dir orientiert ( sie schaut dich kurz an, wendet vielleicht sogar den Kopf zu dir ), lobst du sie und motivierst sie freundlich, mit dir mit zu kommen.

    Viel Erfolg !!

  • Erst einmal Danke für eure Antworten!

    @ angienbg:

    also, die Woche über, bin ich mir eigt ziemlich sicher, das niemand sonst mit ihr Gassi gegangen ist, da ich immer gleich zu Beginn der Gassigeherzeit dort war und sie abgeholt habe. Und sie zeigte das Stehen bleiben und nicht mehr weiterwollen ja auch schon die letzten Tage, auch wenn sie sich da immer irgendwie zu überreden ließ.

    Gestern Nachmittag jedoch scheint jemand anderes mit ihr spazieren gewesen zu sein, da ihre Leine und Geschirr ganz anders aufgehangen wurden (vielleicht zur Info, von Freitag bis Sonntag nachmittags sind in dem Tierheim die normalen Öffnungszeiten, wo eben Besucher bzw. Interessenten relativ freien Zutritt zu den Tieren haben)

    allerdings habe ich heute Morgen noch niemanden dazu gefragt, weil irgendwie keiner der Pfleger in Sichtweite war und das Büro verschlossen war.. (gestern früh auch schon. etwas seltsam :???: ) aber ich werde morgen nochmal versuchen jemanden zu finden und denjenigen mal darauf ansprechen...
    @ muecke:
    Danke für die Tipps! Ich werde es morgen früh mal ausprobieren. Bisher habe ich es ihr immermal gegönnt auch mal stehen zu bleiben, wenn sie z.B. irgendwo geschnuppert hat oder so ähnlich, aber ich werde mal versuchen, zügig und selbstsicher weiterzugehen.


    Habt ihr vlt. noch Tipps, wie man einen Hund zum weitergehen bringen kann, wenn er ersteinmal stehen geblieben ist??
    Oder fallen euch Gründe dafür ein, dass sie so ein Verhalten zeigt??

    Ich hatte überlegt, dass sie vlt. traurig ist und lieber mit den anderen Hunden zusammen sein würde (da läuft sie ja auch ohne Probleme).. allerdings, wenn sie Richtung Tierheim zieht und ich sie zurück bringe, sitzt sie ja auch alleine in ihrem Zwinger... :sad2:

    ach mensch.. vlt ist es auch einfach alles noch ein bisschen viel für sie ist.. sie kam erst irgendwann letzten Monat in das Tierheim und ob sie vorher schon mal Gassi geführt wurde ist eher zweifelhaft :/

  • Ich denke ich würde sie wie nen welpen behandeln.

    Sie is ja schließlich auch erst 6 Monate alt, und mußte schon schlechtes mit Menschen erfahren.

    Nehme dir viele leckerchen mit, und versuche sie zu locken, und zu loben wenn sie geht, immer mal wieder fein sagen und lecker.

    Wenn du merkst sie wird unsicher einfach suverän weiter laufen und ihr zeigen "hey, guck ich habe keine Angst also brauchst du das auch nicht haben, hier ist alles super".
    Dann würde ich vielleicht noch positive sachen ins spazieren gehen einbauen, damit sie merkt spazieren gehen ist was tolles und nicht "odes" rumlaufen. Wie eben ball spielen, schwimmen gehen (falls es sowas gibt) stöckchen spielen ect.

  • Zitat


    Nehme dir viele leckerchen mit, und versuche sie zu locken, und zu loben wenn sie geht, immer mal wieder fein sagen und lecker.

    habe ich getan.. normalerweise steht sie auch total auf die Leckerlies.. und für die ersten 20, 30 Meter war das heute auch eine super Hilfe.. aber irgendwann hatte sie die Leckerlies nicht mehr sonderlich interessiert... ist trotzdem stehen geblieben, wollte nicht mehr weiter. :sad2:

    Zitat


    Dann würde ich vielleicht noch positive sachen ins spazieren gehen einbauen, damit sie merkt spazieren gehen ist was tolles und nicht "odes" rumlaufen. Wie eben ball spielen, schwimmen gehen (falls es sowas gibt) stöckchen spielen ect.

    ja, werde das nächste Mal einen Ball mitnehmen, mal sehen wie sie drauf reagiert... Stöckchen interessieren sie leider bisher gaaar nicht :/

    War heute, nach dem Mini-Spaziergang auch nochmal auf eine eingezäunte Fläche vor dem Tierheim.. fand sie erstmal gar nicht so schlecht.. aber so richtig begeistert war sie auch nicht.. hat immermal hier und dort geguckt, kam zu mir gelaufen und nach wenigen Minuten war sie am Gatter (Tor) und wollte anscheinend schon nicht mehr...

    Bin mal gespannt, wie es morgen läuft.

  • Sehr schwierig. Aber sie scheint sich auf jeden Fall im Tierheim sicher zu fühlen und das ist doch schon mal was positives!

    Vielleicht ist ihr das wirklich draussen alles etwas zu viel für sie und sie muss sich erst ganz langsam an gassi gehen gewöhnen.

    Ich habe seit 11Tagen meinen Hund aus Djerba/Tunesien und für ihn war und ist alles hier fremd (allerdings hat er noch nie schlechte Erfahrungen gemacht) er hatte die ersten drei Tage angst draussen zu laufen, ich habe ihm dann leckerlies auf die Strasse geworfen, nicht damit gelockt oder sie ihm gegeben, sondern hat sie beim laufen gefunden!!! Erst in kurzen Abständen und dann immer weiter auseinander. Ab da hat er angefangen seine Umgebung zu erkunden.

    Er hat dann gemerkt, dass ihm draussen nichts passiert und jetzt läuft er super mit, auch wenn ich ihn immer noch zum rausgehen überreden bzw. einfach raustragen muss, wenn er erstmal draussen ist freut er sich! Die Wege die er kennt läuft er freudig, neue wege erstmal etwas vorsichtig. Beim über die Strasse gehen, gibt es noch probleme, da bleibt er einfach stehen, wenn ein auto kommt, aber das wird auch noch werden.

    Wenn ihm eine Situation zu viel wird, weil zuviele Eindrücke/Menschen/Autos/Geräusche auf ihn einstürmen setzt er sich hin und schaut sich erstmal alles in Ruhe an. Ich gehe dann ein paar Meter weiter und warte ab, bis er soweit ist das er von selber weiterläuft. Nehm mir halt die Zeit, die er braucht.

    Wenn er sich weigert einen neuen Weg zu gehen, dann zieh ich ihn halt auch einmal mit, also nicht Meter weit, aber ich besteh schon darauf das er mitgeht, denn wenn er dann merkt "Oh, da passiert mir ja auch nichts" dann stärkt das sein Vertrauen zum draussen laufen, in mir und sein Selbstvertrauen. Ich merke das richtig, weil er jetzt richtig anfängt herumzuspringen beim laufen, aber auch seine Bindung zu mir stärker wird.

    Ich gehe auch immer nur kurze, neue Strecken. Z.B. Um einen Block erstmal nur ein Stück, dann zurück. Nächstes mal etwas weiter und dann wieder zurück usw. 2* täglich gehe ich die gleiche Strecke und zusätzlich einmal am Tag eine neue.

    Von zuviel Ablenkung, halte ich persönlich jetzt nichts. Also Bälle usw. ich mach mit meinem im Moment nichts anderes als Laufen. Keinen Leinentraining oder sonst was. Mir egal was die Leute sagen, ich geb ihm die Zeit die er braucht und ich denke mal, deine braucht auch erstmal Zeit, ihre Angst vor draussen zu überwinden und wenn das bedeutet, das ihr jeden Tag nur 2Meter weiter kommt als den Tag zuvor, dann ist das ja auch schon ein Erfolg. Würde an deiner Stelle auch immer nur den gleichen Weg gehen.

    Sprech auf jeden Fall mit dem Tierheim, was die meinen und ob da noch jemand mit gassi gegangen ist. Nicht das du Vertrauen aufbaust und irgendjemand macht, den Erfolg wieder kaputt.

    Achja, meiner ist nach positiven Begegnungen mit anderen Hunden, auch jedesmal etwas mutige und zufriedener. Er ist dann zwar immer nach wenigen Minuten spielen und toben, fix und foxi und bricht das Spiel ab und dann geh ich auch sofort mit ihm nach Hause und lass ihn erstmal ausschlafen, aber es tut im sichtbahr gut. Vielleicht solltest, du solche Begegnungen mit einem Hund der sich mit deiner versteht, arrangieren, aber nicht täglich. Alles schön langsam und nicht überfordern.

  • aaalso,

    neuer Tag, neues Glück.

    Und heute hat es auch tatsächlich besser geklappt. Allerdings lag das wiedermal, befürchte ich, an den anderen Hunden :roll:


    Wir sind knapp 20 Meter weit gekommen und dann ging wieder nix mehr. Da half auch kein Locken mit Leckerlies mehr.
    Irgendwann hat uns dann der erste Hund überholt und ab da wollte sie plötzlich und ist hinterher... Auch wenn der Hund sie gar nicht weiter interessiert hat (also, sie haben nicht miteinander gespielt, sich nur kurz beschnuppert und ansonsten ignoriert). Da ging sie trotzdem als hinterher..

    Als wir dann irgendwann in einer andere Richtung abgebogen sind, als der Hund vor uns, kam sie auch ganz breitwillig mit und ließ sich sehr gut von dem Ball locken :D

    Also dankeschön erstmal für die Tipps und wir werden weiter dran arbeiten, vlt. klappts mal ganz ohne die Hilfe der anderen Hundis ;)


    angienbg
    Dankeschön für deinen Post, das hilft mir sie noch besser einzuschätzen. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es bei ihr vlt. auch tatsächlich die Ängstlichkeit oder Unsicherheit ist, die sie nicht weiter gehen lässt. Das übersieht man nur so schnell, weil sie ansonsten eine sehr energiegeladene und neugierige kleine Hundedame ist...

    Ich werde weiter dran bleiben und immer mal berichten ;)
    das ist sie übrigens :liebhab:

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    lg, juval

  • Freut mich das ich hilfreiche Denkanstösse geben konnte. Schätze auch mal das es irgendwann die magischen 20Meter "Sicherheitsnähe" zum Tierheim, ob nun früher oder später, auch ohne Überwindungshilfe durch überholende Hunde überschritten werden :/

    Wenn sie ein paar mal so positive Spaziergänge mit dir hat, wird sich die Angst bzw. Vorsicht geben und vielleicht mag sie Bälle lieber als Leckerlies, jeder Hund ist da zum Glück anders.

    Meiner unterscheidet übringstens sogar zwischen den verschiedenen Bodenbelägen, ändert sich die Gesteigbeflasterung z.B. in nur Teer, läuft er ein paar Schritte wie auf Eiern und dann geht´s wieder :lol: ist schon interessant, worauf son kleiner Kerl alles achtet. Strasse überqueren hat heute das erste Mal super geklappt, ich habs mal mit einem motivierenden "Kommkommkomm...." versucht und das scheint zu helfen. Auch wenn die Leute a bisserl blöd geschaut haben, meinem Hund scheints spass gemacht zu haben :D

    Hübsch die Süsse! Schaut wirklich sehr lieb aus, schätze mal wenn die an den richtigen Halter kommt, der gut auf sie eingeht wird das ein richtig klasse Hund.

    Schönen Sonntag

  • oh, wie süß... ein füchschen.. :smile: :smile: :smile:

    wenn sie den ball mag, dann fang doch vllt vorm tierheim schon an, den zu kullern, und kuller immer weiter weg von der tür... *flöt*

    ich würd auch der tierheimleitung bescheid sagen, dass der hund sich verändert hat.. vllt will der auch nicht so weit weg, weil er mit nem anderen spaziergeher schlechte erfahrungen weiter weg gemacht hat...

    ein süßer fratz, echt!!

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