Patellaluxation unbekannt bei Tierärzten...?
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Hallo,
mir stellt sich seit einiger Zeit diese Frage. Sie kommt immer wieder bei mir auf, zum einen aus eigener Erfahrung und zum anderen durch Postings hier im Forum.
Meine TÄ hat es damals nicht erkannt, obwohl die Symptome eindeutig waren. Ich habe ihr sogar gesagt, daß es im Kniegelenk "fluppt", wenn man es beugt. Sie hat auf Verstauchung behandelt.

Ich lese hier im Forum immer mal wieder von den entsprechenden Symptomen, teilweise handelt es sich sogar um die typischen betroffenen Rassen. Da ist die Rede von eingeschlafenen Beinen und Verstauchungen oder Zerrungen...auf eine springende Kniescheibe kommen die wenigsten Tierärzte.
Ich frage mich, wie das sein kann...??? Gehören insbesondere solche typischen, rassebedingten Erbkrankheiten nicht in jedes tiermedizinische Studium...? Es ist eine erbliche Vorbelastung wie HD und ED und was es noch alles so gibt. Die meisten HH kommen von Pontius zu Pilatus, bekommen Antibiotika und Schmerzmittel, ohne daß sich am Gangbild des Hundes etwas ändert. Meistens kommen sie erst durch's Internet oder Recherche in Foren selbst auf die Idee, daß es die Kniescheibe sein könnte und holen eine zweite Meinung ein oder gehen in eine spezialisierte Klinik. Im schlimmsten Fall lebt der Hund damit ein Leben lang und bekommt Arthrosen und Schmerzen im Alter.

Kommt das bei mir nur so subjektiv an oder ist die Patellaluxation für die "normalen" Tierärzte tatsächlich völlig unbekannt trotz eindeutiger Symptome...? Wer hat Erfahrungen...?
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
- Vor einem Moment
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Hi,
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Weiß nicht, ich war damals mit Les wegen HD röntgen bei einem Orthopäden und der hat die Patella direkt mit untersucht, aber das war ja auch ein Spezialist.
Allerdings hatte ich schon öfter den Eindruck, dass manche TA's ihren Doktor in der Lotterie gewonnen haben. Ich kenne einen TA, der diagnostiziert HD durch Handauflegen!!!! Kein Witz! Warum sollte es bei der Erkennung von PL anders sein?! Ein normaler TA bekommt sowas vielleicht selten zu sehen und ihm fehlt einfach die Erfahrung um zu erkennen welcher Grad es nun ist und wie schlimm.
LG Eva
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Zitat
... und ihm fehlt einfach die Erfahrung um zu erkennen welcher Grad es nun ist und wie schlimm.
LG Eva
Hallo,
DAS kann ich ja vielleicht noch verstehen. Aber daß es gar nicht erkannt oder zumindest mal in Betracht gezogen wird, schockiert mich.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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hallo!
also mein ta hatte die patella-luxation sofort diagnostiziert, auch zum schweregrad konnte er etwas sagen.
mir kommt es hier auch so vor, als ob das oft verharmlost der gar nicht erkannt wird, dass dem hund etwas weh tut..
gruß
barbara
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Hallo Betty,
ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht das es wohl für "normale" TA schwer bis gar nicht diagnostizierbar ist. Mein Hund zeigte erste Symptome schon in der Welpenspielstunde. Wir waren damals immer wieder beim Notdienst und dadurch allein in Aschaffenburg bei 5 verschiedenen TA.
Mir wurden Sachen gesagt wie z.B. der Hund hat Schmerzen aber ich weis nicht warum, der Hund hat nix, Terrierzittern, Muskelübersäuerung, einer kam sogar auf die Idee eine Muskelbiopsie zu machen, dem anderen sollte ich es mit einer Kamera aufnehmen wenn sie Symptome zeigte, ich sollte Tagebuch führen, wann und in welchem Zusammenhang die Symptome auftreten.....es hieß immer abwarten und beobachten. Mein Fehler war das ich zu einigen zu viel Vertrauen hatte und nicht weiter nach Spezialisten gesucht hatte. Jenny musste 3 Jahre alt werden bis ich den richtigen TA gefunden hatte, der dann die richtige Diagnose stellte.Erschreckend finde ich nur manchmal wie das Thema verharmlost wird. Hunde die wissentlich mit einer PL weiterlaufen müssen.....
LG
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Hallo,
der Yorkie von Bekannten hat das auch, mal rechts mal links...aber das wird auch so abgetan "Das hat er schon immer..." ... "Ihm tut ja nix weh...".... "Der ist schon 6...".
PL ist nicht harmlos. Mit Grad 1 muß zwar nicht zwingend operiert werden, aber man sollte was für Muskelaufbau und so tun.
Erschreckend, daß so viele Hundis über längeren Zeitraum leiden müssen, weil an ihnen rumgedoktert wird.
Liebe Grüße und danke für Eure Erfahrungen
BETTY und Ronja
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Viel schlimmer finde ich, dass bei betroffenen Rassen, wo kein Test zur Zuchtzulassung vorgeschrieben ist, genügend Hunde mit PL in die Zucht gehen, weil die Besitzer es noch nicht einmal wissen. Der Hund hüpft halt lustig und der TA sagt, es ist alles ok. Klar haben die schon von PL bei ihrer Rasse gehört, aber ihr Hund kann das ja nicht haben, weil der TA ja sagt, da ist nix und der ja nur ein wenig "lustig hüpft".
LG
das Schnauzermädel -
Leute, ihr wisst hier nicht zufällig einen Thread über Behandlungsmöglichkeiten bei PL?
Berny hat (oder nicht???) PL an beiden Hinterfüssen. Gemerkt haben wir das aber erst als er 12 ist, ist das normal??? Wenn es ein falsch ausgebildetes Kniegelenk ist, hätte er es doch sein Leben lang schon irgendwie haben müssen oder? Hat er es früher durch Muskelmasse kompensiert? Geht das?
Was ich HASSE ist, dass ich darauf angewiesen bin selber so herumzuraten. Kein TA kann mir was dazu sagen!!! Bei meinem Haustierarzt (der hat die PL "diagnosiziert". Sie hat an den Knien rumgefummelt und hat gesagt "Der hat eine PL, Grad 3 rechts und Grad 2 links"; geht das überhaupt??) sagen sie zwar DASS er eine hat, aber nicht was ich tun kann. Ausser operieren, eh klar, bei einem 13jährigen Hund!
Jetzt war ich auf gut Glück bei einem Osteopathen, in der Annahme, dass der ja Spezialist für Muskel und Knochen sein müsste. Er hat den Berny massiert (dem Berny hats gefallen, obwohl er sich normalerweise nicht von fremden Menschen angreifen lasst und TA hasst) und mir dann gesagt, dass Bernys Schmerzen in den Beinen von den Verspannungen im Rücken kommen. Bei den Vorderbeinen leuchtet mir das ja noch ein (Berny dreht die Ellbogen aus wie eine Bulldogge, hab mir schon gedacht, dass das eine Schonhaltung sein könnte).
Aber hallo! Berny setzt sein rechtes Hinterbein morgens wenig bis gar nicht auf, quietscht, wenn ich es angreifen will und schleckt sich seit 2 Monaten dauernd am Knie herum!!!! Und das hab ich dem TA auch gesagt! Und da soll nix sein???
Ich bin genervt bis zum Umfallen und mir tut der Berny sooo Leid, der einfach nur täglich Schmerzen hat.
Fallt euch was ein?
Im Moment kriegt er täglich Muschelpulver + Teufelskralle und bei krassen Arthroseschüben Rimadyl. Seitdem wir beim Osteopathen war kriegt er auch zwei mal am Tag homöopathisch Arnica (D10 oder so) und ein mal am Tag Rhus Toxic... (oder so), D9 glaub ich.Ich geb es zu, ich bin sehr skeptisch bei Homöopathie und der Arbeit mit den Energien, Vitalpunkten und Meridianen. Für mich hört es sich zu sehr nach Hokuspokus an. Aber solange es funktionniert, okay. Der Osteopath hat mir nämlich eine Rede gehalten, von wegen welcher Meridian bei Berny blockiert ist und welche Energien sich wo stauen *ähem*.
Ich geb ihm 2 Wochen. Wenn es dann trotz Behandlung dem Berny nicht besser geht, muss er mir was erklären.
Sorry, wenn das jetzt grad total off-topic ist... Ich glaub ich sollt nen Thread aufmachen...
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Hallo,
Iris...: Nen neuer Threat zu Behandlungsmöglichkeiten wäre doch ne schöne Sache. Viele haben vielleicht diese Diagnose, werden aber bezüglich der Möglichkeiten im Regen stehen gelassen.
Hier geht es mir ja drum, wie die Erfahrungen mit Tä sind und ob die PL überhaupt erkannt wird. Habe den Eindruck, daß es größtenteils gar nicht in den Kenntnisstand der TÄ paßt, es denen auch unbekannt ist. Unglaublich eigentlich...
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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"Meine" PL wurde erkannt, aber... naja. Meine Haustierärztin hat sie durch Abtasten erkannt. Geht das eigentlich?
Der Osteopathe meinte dann, da wäre gar nix

Was aber in Wirklichkeit eine echte Haha-bemerkung war, denn ICH sehe täglich, dass Berny Schmerzen am rechten Hinterbein hat. Das hab ich ihm auch gesagt...
Mich stört das, dass da "einfach so" diagnostiziert wird (durch Abtasten oder auf einem Röntgenbild, das eigentlich ein Hüftröntgen war, die Knie aber auch noch drauf sind weil der Hund so klein ist). Gibts da keine zuverlässige Untersuchung, die sagt ob und wie schwer da eine PL ist?
- Vor einem Moment
- Neu
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