Wie gute Bindung herstellen?
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Nun möchte ich auch noch antworten.
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du. Ich wußte allerdings worauf ich mich einlasse. Ich möchte dir Mut machen.
Mein Sohn wird im Mai 2 Jahre und im April erwarten wir noch ein Baby d.h. ich bin hochschwanger. Ich möchte dir ein paar Eckdaten von unserem tagesablauf schildern. Vielleicht ist ja was für dich dabei.
Dazu muß ich noch sagen, daß Momo ziemlich schnell unseren tagesablauf gelernt hat. Sie ist seit 5 Wochen bei uns. Am Anfang bin ich alle 1,5 -2 h mit ihr rausgegangen. Meinen Sohn habe ich rechtzeitig angezogen und wir sind immer nur vors Haus auf die Wiese gegangen.
Mittlerweile ist es so :Mein Mann geht mit ihr gegen 6 Uhr raus bis sie groß und klein gemacht hat.
Ich gehe dann wieder gegen halb 9 mit ihr raus. Mein Sohn mag den Kinderwagen auch nicht mehr, aber ich habe ihn mit tollen Büchern ausgestattet. Wir gehen dann Entenfüttern, wo er raus kann. Vorher darf Momo laufen, wir üben verschiedene Kommandos und mein Sohn freut sich mittlerweile mit, wenn ich wegen Momo einen Affentanz aufführe. Er darf auch die leckerlis im Wagen halten. Er gibt mir dann immer ein Paar.
Wenn Arvid dann aus dem Wagen kommt und laufen will, dann binde ich Momo mit der kurzen Leine an den Wagen, daß Arvid meine Hand halten kann. So hat Momo auch gelernt ganz toll neben dem Wagen zu laufen.
Das ist dann unser Heimweg. So halb 10 sind wir wieder zu Hause. Momo schläft dann meist. Tagsüber ist ihr Schlafplatz im Wohnzimmer, welcher für die Kinder absolut tabu ist.
Gegen 11 Uhr gehen wir nur kurz zum Pippimachen runter, da brauch der Arvid auch nicht in den Wagen. Wenn wir wieder oben sind gibt es für alle Essen und ich spiele dann noch etwas mit Momo, während Arvid sich allein beschäftigt oder eben zuschaut. 12 Uhr gehen wir alle ins Schlafzimmer und machen Mittagsschlaf bis meine Tochter von der Schule kommt. Sie geht dann mit Momo runter vor die Tür, während Mama und Arvid den Kaffeetisch decken.
So halb vier gehen wir alle zusammen raus.
Wenn mein Mann dann von der Arbeit kommt, übernimmt er die Abend- und die Spätabendrunde.
Ich denke mal das wird jetzt langsam zu lang, deswegen höre ich jetzt erstmal auf.
Ich möchte dir nur sagen, daß es mit Kleinkind und Welpe zu schaffen ist.Meine Kinder stehen übrigens auch an erster Stelle, aber auch der Hund ist für die nächsten ( hoffentlich ) 18 Jahre ein Familienmitglied, was eine gute Erziehung im Welpenalter benötigt, damit es später nicht zu Problemen kommt. Ich finde es nicht schlimm, wenn der Arvid lernt auf ein anderes Lebewesen Rücksicht zu nehmen, oder sein Spiel unterbrechen muß, weil der hund das bedürfnis hat nach draußen zu gehen.
LG TTnicky mit Momo (* 30.10.08 )
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Zitat
Meine Kinder stehen übrigens auch an erster Stelle, aber auch der Hund ist für die nächsten ( hoffentlich ) 18 Jahre ein Familienmitglied, was eine gute Erziehung im Welpenalter benötigt, damit es später nicht zu Problemen kommt. Ich finde es nicht schlimm, wenn der Arvid lernt auf ein anderes Lebewesen Rücksicht zu nehmen, oder sein Spiel unterbrechen muß, weil der hund das bedürfnis hat nach draußen zu gehen.
LG TTnicky mit Momo (* 30.10.08 )Ich denke, etwas anderes hat Mücke auch gar nicht gemeint. Es geht ja nicht darum, dass du die Bedürfnisse deines Kindes über die des Hundes stellen sollst, sondern einfach nur darum gegenseitig Rücksicht zu nehmen, denn das hat der kleine Hund verdient.
Wenn man ein Tier in die Gemeinschaft der Familie aufnimmt, dann müssen alle ein Stück weit Rücksicht darauf nehmen, auch die kleinsten der Familie. -
Ich möchte dir auch Mut machen! Wenn man es will, schafft man das auch. Ich hab mir meinen jüngeren(jetzt 1 jahr) auch in der denkbar ungünstigsten Zeit angeschafft. Ich hab ihn als Pflegestelle bekommen, weil er ein notfall war, ich war die vierte Pflegestelle, er war damals 3 monate. leider war ich mitten im Abistress, hatte noch 2 monate vor mir. Aber als er bei mir reinkam und auf den küchentisch geklettert ist hat er auch mein Herz erobert
naja, jedenfalls war nach 2 tagen klar, er bleibt. Es war nicht immer einfach, musste ja auch noch meiner großen Hündin gerecht werden.
Ich will nicht sagen, dass alles perfekt ist, einige Dinge kann er halt immer noch nicht perfekt, z. B. platz oder bei-fuß, aber daran arbeiten wir und er wird sie lernen, aber die wichtigesten sachen, wie leinenführigkeit und ohne leine laufen lassen u.s.w. funktionieren super.
Also einfach weitermachen und an euch glauben.Liebe grüße
Jenny -
Zitat
Ich denke, etwas anderes hat Mücke auch gar nicht gemeint.
Ich habe das nicht auf Mücke bezogen, sondern auf kleinerBär.
Sie hat Angst ihr Kind zu vernachlässigen, wenn sie immer den Welpen im Auge behalten soll.LG TTnicky
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Zitat
Ich habe das nicht auf Mücke bezogen, sondern auf kleinerBär.
Sie hat Angst ihr Kind zu vernachlässigen, wenn sie immer den Welpen im Auge behalten soll.LG TTnicky
Vielleicht hätte ich es anders schreiben sollen

Mücke hatte zuvor geschrieben:ZitatDass dein Kind mal warten muss, dass mal zuerst der Hund dran ist, dass sie mal im Wagen bleiben muss, wenn man unterwegs ist, und du vielleicht den Hund mal einfangen muss, diese Dinge gehören dazu.
Und Kleiner Bär hatte es so aufgefasst, dass sie den Hund über das Kind stellen soll, aber so wie ich Mücke kenne, hat sie das nicht so gemeint, sondern sie hat es so gemeint, wie du es geschrieben hast, daher habe ich deinen Post nochmal als Beispiel herangezogen.

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Zitat
aber ich darf ja wohl nach einem Weg fragen der es für alle so angenehm wie möglich macht oder??
So, ich nochmal.
Der Weg heißt "Bombenorganisation", "Flexibilität", "Kreativität" und "Durchhaltevermögen"
Ein paar konkrete Tipps hast du ja bereits bekommen. Ich wollte nicht unhöflich sein, aber scheinbar sind meine Worte so angekommen. Ich versuche meist, auf einer konkreten, realistischen Ebene zu schreiben, da kann es schonmal vorkommen, dass das eine oder andere ein wenig "harsch" rüber kommt, war aber mitnichten so gemeint
Für den Alltag würd ich mir an deiner Stelle ne Gürteltasche mit Leckerchen umhängen, so dass du den Hund quasi jederzeit für erwünschtes Verhalten belohnen kannst. Manche Leute planen ja regelrecht "Erziehungs,- und Übungszeiten " ein, das ist nicht wirklich notwendig .
Im normalen Tagesablauf gibt es eigentlich permanent Zeit zum Üben, zum Motivieren und zum Belohnen.
Aber das setzt natürlich voraus, dass du Hund und Kind gleichzeitig im Auge hast. Dürfte aber als Frau kein Problem sein, bei MÄnnern könntest du das vergessen

Die Sache mit den Spaziergängen hab ich auch immer recht kreativ gestaltet.
Zu Beginn durfte Hund erstmal rumrennen, Kind wurde in den KiWa verbannt, zur NOt mit ner Packung Salzstangen, egal, Hauptsache Kind ist ruhig...und gegen Ende , wenn Hundi müde ist ( geht ja bei nem Welpen schnell ), dann kann er gut das Leine -Laufen üben.
Gerade neben dem KiWa herlaufen klappt bestimmt schnell, weil der Hund sich gut daran orientieren kann.
War bei uns zumindest so.Es ist auch kein Verbrechen, wie bereits beschrieben, wenn du den Hund mal zwischendurch kurz anbindest, wenn das Kind rumlaufen will.
Das hab ich im Tierpark auch gemacht, als meine Tochter anfing zu laufen.
Wenn beides gleichzeitig nunmal nicht geht, muss ein Faktor ( Kind oder Hund ) "fixiert" werden, damit man sich dem anderen widmen kann.So lernt der Hund gleichzeitig mal abzuwarten und kann dafür auch mit hingeworfenen Leckerchen belohnt werden.
Jetzt fällt mir grad nichts mehr ein

viel Erfolg dabei
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Der Weg heißt "Bombenorganisation", "Flexibilität", "Kreativität" und "Durchhaltevermögen"

Ein paar konkrete Tipps hast du ja bereits bekommen. Ich wollte nicht unhöflich sein, aber scheinbar sind meine Worte so angekommen. Ich versuche meist, auf einer konkreten, realistischen Ebene zu schreiben, da kann es schonmal vorkommen, dass das eine oder andere ein wenig "harsch" rüber kommt, war aber mitnichten so gemeint
Für den Alltag würd ich mir an deiner Stelle ne Gürteltasche mit Leckerchen umhängen, so dass du den Hund quasi jederzeit für erwünschtes Verhalten belohnen kannst. Manche Leute planen ja regelrecht "Erziehungs,- und Übungszeiten " ein, das ist nicht wirklich notwendig .
Im normalen Tagesablauf gibt es eigentlich permanent Zeit zum Üben, zum Motivieren und zum Belohnen.
Aber das setzt natürlich voraus, dass du Hund und Kind gleichzeitig im Auge hast. Dürfte aber als Frau kein Problem sein, bei MÄnnern könntest du das vergessen

Die Sache mit den Spaziergängen hab ich auch immer recht kreativ gestaltet.
Zu Beginn durfte Hund erstmal rumrennen, Kind wurde in den KiWa verbannt, zur NOt mit ner Packung Salzstangen, egal, Hauptsache Kind ist ruhig...und gegen Ende , wenn Hundi müde ist ( geht ja bei nem Welpen schnell ), dann kann er gut das Leine -Laufen üben.
Gerade neben dem KiWa herlaufen klappt bestimmt schnell, weil der Hund sich gut daran orientieren kann.
War bei uns zumindest so.Es ist auch kein Verbrechen, wie bereits beschrieben, wenn du den Hund mal zwischendurch kurz anbindest, wenn das Kind rumlaufen will.
Das hab ich im Tierpark auch gemacht, als meine Tochter anfing zu laufen.
Wenn beides gleichzeitig nunmal nicht geht, muss ein Faktor ( Kind oder Hund ) "fixiert" werden, damit man sich dem anderen widmen kann.So lernt der Hund gleichzeitig mal abzuwarten und kann dafür auch mit hingeworfenen Leckerchen belohnt werden.
Jetzt fällt mir grad nichts mehr ein

viel Erfolg dabei[/quote]
Genau so

Leckerlis habe ich auch in jeder Hosen- und Jackentasche.
LG TTnicky
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Ok dann wären ja jetzt alle Missverständnisse bereinigt, puuh!
Ja, da waren wirklich ein paar gute Tips dabei!
Ab heute können wir endlich ins Haus und anfangen einzuziehen. Es war auch gleich viel einfacher Iwo (so heisst er übrigens) beim kleinsten Anzeichen zum Schnüffeln im Kreis, zu schnappen und runter auf die Wiese zu setzen! Hat prima geklappt! Er ist auch richtig fröhlich mit uns allen im Garten rumgesprungen und wollte rein wenn wir auch rein gegangen sind.
Meine Tochter hat heute ohne Mittagsschlaf durchgehalten. Ich werde jetzt testen ob das nur heute so war oder ob sie das schon schafft, denn dann wäre ich noch flexibler.
In spätesten drei Wochen sind wir dann fest im Haus und dann wird es ein ganzes Stück besser. das habe ich heute gemerkt. Kann ich ihm dann eigentlich beibringen immer die selbe Stelle zu benutzen? Das sollte ich bestimmt gleich schon machen oder?
Nun habe ich ein Ende der jetzigen Situation in Sicht und so lässt es sich schon leichter leben!
Sein liebstes Spielzeug ist übrigens der Handfeger! Der wird durch die Gegend geschleift und zerkaut. Lecker...
Jetzt wisst Ihr ja schon einiges über unsere Situation. Könnte ich die Leine auf dem freien Feld auch schon mal abmachen? Heute im Garten hat er ja auch keine dran gehabt. Er wusste zwar nicht, dass er sowieso nicht weg kommt, aber er hats auch nicht probiert.
Werde jetzt versuchen mal ein Foto von unserem Knuddel hochzuladen!Bis dann!
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Der Verlauf ist zwar alt aber ich bin gerade daruf gestoßen.
Also zuerstmal finde ich es schade das früher Hunde vor der 10. Woche (natürlich ist 12. Woche perfekt!) genommen werden. Selbst wenn es ein "Notfall" ist finde ich es nicht gerechtfertigt den Welpen (wenn er gut sozialisiert werden soll) vor der 12. Woche aus seiner Familie zu reißen.
Das verwirrt die kleinen Würmer.
Da ist es auch verständlich das er nicht den Drang hatte der netten Dame, welche den Verlauf eröffnet hat, zu folgen.Leider habe ich meinen ersten Hund auch schon mit 10 Wochen bekommen, er hat fast nur geschlafen aber damals hatte ich zu mindestens die Chance seine Familie mit ihm zu besuchen. Aber da hatte er bereits eine riesige Bindung zu mir weil ich ihn kannte seit er auf die Welt gekommen ist. Heute, wo ich meinen Kleinen Kowalski (13 Wochen) sehe und er mir hinterher rennt wie ein bester Freund es tut weiß ich das es ihm gut getan hat noch eine ganze Weile bei seiner Familie zu bleiben.
Aber einen Bär und ein Kind in diesem Alter, auf einem Wege zu erziehen, finde ich verantwortungslos. Nicht nur das Kind (an erster Stelle) sondern auch der Hund der ja ebenfalls noch ein Baby ist, brauchen den ganzen Tag ein waches Auge.
Mir wäre es nichts in den ersten Jahren (bin Kinderbetreuerin) die Bindung zu meinem Kind zu verlieren weil ich mich um einen Welpen kümmern musste und ebenfalls nichts einen unerzogenen Hund zu haben der vor lauter Langerweile nur noch Unsinn macht.Außerdem versteh ich den Gedankengang nicht. Ich würde doch erstmal schauen wie es mit dem Kleinkind voran geht eh ich mir einen Welpen hole, weil man muss ja auch bedenken das ein Kind sehr viel Zeit, Geld und Verantwortung mit sich bringt. Und irgendwie steht dort auch nur "Mein Mann liebt Hunde" aber das er sich dann um den Hund kümmert kann ich nicht heraus lesen.
Auch der erste Post klang eher nach dem alt bewerten Missglaube "Der lernt das schon von allein".....
Das wird der Hund sowie das Kind NIEMALS tun.lg
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Zitat
Aber einen Bär und ein Kind in diesem Alter, auf einem Wege zu erziehen, finde ich verantwortungslos. Nicht nur das Kind (an erster Stelle) sondern auch der Hund der ja ebenfalls noch ein Baby ist, brauchen den ganzen Tag ein waches Auge.
Stell dir vor, bei mir waren es sogar zwei Kinder ( 2 Jahre und 5 Monate ) , als der Welpe zum Zweithund einzog.
Bin ich jetzt " verantwortungslos" ? - Vor einem Moment
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