Hilfe, mein Hund springt wieder an !

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  • :???:
    ich verstehe das nicht, als welpe hat sie natürlich angesprungen, haben wir ihr abgewöhnt mit Rücken zudrehen und eben Leckerli wenn sie für paar sekunden NICHT angesprungen hat.
    Mit 4 Monaten war der Käs gegessen, sie windet sich um unsere Beinen, legt sich am Boden hin und wird dann ausgiebig begrüßt und gekrault.

    Und nu springt sie wieder an, seit etwa 2 wochen, uns aber auch jeden Besucher, sehr lästig. Sie ist jetzt 8 Monate.

    was machen wir falsch? bzw. warum fängt sie plötzlich mit dem Quatsch wieder an? und wie abgewöhnen ? wie damals als Welpe?

    wenn ich -nein- sage, hört sie ja sofort auf, springt aber beim nächstem mal wieder an.

  • Naja, sie testet eben aus ob das immer noch gilt, was sie mal gelernt hat :)

    Sie soll das eben mit nichts Tollem Verbinden - Möglichkeiten sind: Rücken zudrehen, Pfoten festhalten bis sie sich wehrt, oder Leine dran und drauftreten, so dass sie nicht hochspringen kann.

    Bei Besuch würde ich jeden Hund generell erstmal abseits warten lassen, und dann eben kontrolliert begrüßen lassen. Lass sie also gar nicht erst zum Besuch hin - erst, wenn sie entspannter ist.

  • unser Jungrüde hat das auch immer wieder mal phasenweise gemacht. Vor allem bei Besuch. Jetzt wird er in die Küche gesperrt wenn Besuch kommt. (er kann durch das Türsperrgitter rausgucken)
    Wenn er sich beruhigt hat und sich hinlegt darf er raus und allen hallo sagen. Besucher dürfen ihn aber zu Beginn nicht beachten - das war viel mehr Arbeit als das mit dem Hund!
    So haben wir es geschafft, dass unser Hund in der Küche alles mitbekommt was läuft, dabei aber nicht mehr so aufdreht wie vorher. Inzwischen legt er sich recht schnell hin und beobachtet alles. Auch wenn wir ihn dann später raus lassen ist er viel ruhiger, nicht so hochgepuscht.

  • :gut:
    danke euch für die schnelle antwort, ist also eher Pubertätsgetue, Grenzen neu setzen ect...
    oki, dann werde ich wieder Rückenzudrehen anwenden, jedoch ohne Belohnung.
    Und wenn Besuch kommt, darf sie eben nicht mit in den Flur.
    Das problem ist, wir haben im Erdgeschoß Durgangszimmer, nur der Eingang ist abgetrennt.
    da könnte ich auch ein Babygitter einrichten, nur kommt mein Besuch nicht mehr rein.
    :???:

  • In der Zeikt der Jugendentwicklulng wird das Gehirn "umgebaut". Neue Gehirnzellen werden gebildet, alte Vernetzungen gehen verloren, neue werdengestrickt.
    Der Hund hat schlicht die Verknüpfungen oder die Gehirnzellen "verloren" in denen "wie verhalte ich mich beim BEgrüßen" (z.B.) hinterlegt waren.

    Das ganze hat nichts mit "wir sind der böse dominante hund und wir testen unseren Menschen mal einfach aus, was ich jetzt nicht vielleicht doch darf" zu tun, sondern einfach mit altersgemäßen Weiterentwicklungen.

    Trainier das Alternativ-Verhalten zu "anspringen" z.B. "sitzen" in dieser Situation noch mal ganz neu, als ob sie es nie gelernt hätte.

    Spar Dir "Nein", das enthält keinerlei Informationen darüber was sie gerade falsch macht, und was sie statt dessen tun soll...

  • :smile:
    Huhu Shoppy, echt beruhigend für mich dein Tipp und irgendwie auch sehr einleuchtend.
    Dann tue ich ihr das Begrüßen einfach nochmal beibringen, vielleicht geht es schneller als beim ersten mal ? Immerhin hat sie es mal schon gelernt und ist inzwischen 8 Monate.
    Dann haben Hunde auch so etwas wie Langzeit und Kurzeitgedächnis ?
    Damit kann ich was anfangen, danke dir !
    :gut:

  • Hallo Sith,

    das kann man nicht genau sagen, meistens geht es schon schneller, weil die Information "sitzen in Situation X!" noch irgendwo abgespeichert ist, aber die Verknüpfung ist verschwunden. Wenn der hund dann schnelle eine neue Verknüpfung bauen kann, sozusagen, geht es schnell. Wenn aber der Speicherort von "ich muß in der Situation das oder das machen" ganz weg ist, muß er es eben auch ganz wieder neu lernen.

    Es dauer so lange wie es dauert. Es hat nichts mit Sturheit zu tun, seondern damit, dass das Verhalten, dass wir als sinnvoll erachten, in 99 der Fälle nicht gar so spannend für Hunde sind. Es ist nicht in ihrem natürlichen Repertoire beim Begrüßen eines Freundes zu sitzen - sie würden an der Nase oder am Po schnuppern/lecken....

    Wir müssen es also hinbekommen, dass sie das, was wir wollen irgendwie lohnenswerter finden, als das was sie eigentlich wollen...
    Wenn man mit der Vorstellung "der ist blos stur", oder "der will blos austesten" rangeht, kommt man leicht in eine Konfrontationshaltung zum Hund, und das lehr weder ihn noch den Menschen was, ausser Konfrontation... :sad2:

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