Jungrüden Kräfte messen - was ist o.k.?!

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Hallo liebes Forum, seitdem ich ein schönes übersichtliches und wildfreies Gelände entdeckt habe, gehe ich mit Paule wieder ohne SL spazieren und es klappt super.
    Dort gehen einige mit ihren Hunden spazieren und eigentlich war es bis jetzt immer sehr entspannt und Paule zeigte sich mit allen Hunden verträglich bzw. ging, wenn es ihm zuviel war.
    Auch heute hat er sich eigentlich nicht "fehlverhalten", aber ich zweifele an meinem Verhalten :???:
    Ein Beagle Rüde kam auf ihn zu ( Herrchen bestimmt noch 30 Meter entfernt ), also habe ich Paule auch frei auf ihn zugehen lassen, obwohl ich an seiner Haltung ( groß, Nackenhaare aufgestellt ) schon sah, dass er ihn auf jeden Fall wohl nicht so sympathisch fand. Heißt aber nicht, dass es zum Äußersten kommt - im Moment kriegt er öfter bei Rüden eine Bürste, ich deute das als eine soziale Unsicherheit, in bezug auf seine Rolle, er steht ja quasi zwischen dem Übergang vom Junghund zum erwachsenen Hund.
    Im Bestfall ( und so wie ich mir es wünsche ), geht er weiter und ignoriert den anderen.
    Bei dem Beagle leider nicht, habe versucht genaustens zu beobachten - Beagle kommt frontal, Paule schon in einer " ich hab keinen Bock auf Dich" Körperhaltung, Beagle trotzdem an seinem Hintern und danach stand er in der T-Stellung vor Paule und dann zack, ist Paule auf ihn rauf und hat ihn unterworfen. War gänzlich ohne Maul, halt viel Geknurre und Drohgebärden. Und weil der Besitzer ( der jetzt mal ankam :D ), ein älterer Herr war und ich die Besorgnis hatte, er könnte überbesorgt sein, habe ich Paule am Nacken runtergeschubst.
    War das richtig? Ich möchte einfach keinen Rüpel und eigentlich möchte ich auch, dass er sich anders aus solchen Situationen rauszieht ( der Klügere gibt nach), meinen Befehl " Weiter" hat er ignoriert und es vorgezogen, sich den Beagle vorzuknöpfen.
    Machen lassen?! Und wo ist der Punkt, wo mein Hund noch ansprechbar ist und sich verbal rausnehmen lässt?
    Wie handhabt ihr sowas? Ich hätte ihn vorher abrufen können, aber der freilaufende Beagle wäre ja sowieso auf ihn zu - auch weil besagtes Herrchen noch etwas entfernt war.
    Vielleicht habt ihr ein Tipps für den pubertierenden Jungrüden :gott:

  • Hallo,
    es ist immer schwierig, sowas von Ferne zu beurteilen, aber so wie Du es beschreibst, denke ich, daß Du nicht hättest dazwischen gehen müssen. Die T-Stellung hat es angezeigt und dann hat Paule ihn unterworfen. Wenn der Beagle dann unten ruhig gelegen hat und Paule "nur" oben den Macker gemacht hat, wäre eigentlich alles seinen Gang gegangen. Dieses Ritual sollte man nicht unterbrechen. Beobachte einfach nächstes Mal, wie das andere Herrchen reagiert oder frag vorsichtshalber, denn normalerweise klärt sich sowas recht schnell. Wäre es dann so gewesen, daß der Beagle sich wehrt und die Beiden eine Beißerei angefangen hätten, wäre das was anderes gewesen, aber so wäre ich nicht dazwischen gegangen.

  • Wenn ich sehe, dass mein Paul einen anderen nicht mag, dann halte ich ihn von ihm fern bzw. rufe ihn im Vorfeld ran. Warum das Risiko einer Streitigkeit eingehen, wenn man sie vermeiden kann.
    Ich weiß mittlerweile im Vorfeld, welche Art von Rüden Paul überhaupt nicht mag und welches Verhalten ihn auf die Palme bringt und da ruf ich ihn ran.

  • Hm, aber findest Du es denn richtig, die Situationen schon vorher abzubrechen?? Ich habe das bei uns im Park sehr oft erlebt, ein Rüde geht auf den anderen zu, Blickkontakt, dann die T-Stellung, kurzes lautes Rumgetöne und hinterher haben die Beiden zusammen gespielt. Wieso sollte man das normale Verhalten denn vorher unterbrechen?? :???:

  • Zitat

    Wieso sollte man das normale Verhalten denn vorher unterbrechen?? :???:

    Weil man nicht weiss wie der fremde Hund reagiert.

    Ich haette in der oben beschrieben Situation auch den Terz unterbrochen.

  • Wichtig ist, dass man seinen Rüden kennt und das Verhalten Lesen kann.
    Ich weiß z.b. genau, wann Paul sich ein Verhalten eines Rüden überhaupt nicht gefallen lässt bzw. dass das nicht gut geht und dann lasse ich es erst gar nicht zu der von euch beschriebenen T-Stellung kommen.

  • Zitat

    Weil man nicht weiss wie der fremde Hund reagiert.

    Ich haette in der oben beschrieben Situation auch den Terz unterbrochen.

    Ich schätze, ich bin ein bißchen blond heute, aber dieser "Terz" kommt gerade bei Jungrüden doch häufig vor und was ist, wenn ich das jedesmal vorher unterbreche, dann lernt er doch seine Grenzen nicht kennen, oder??
    Und die anderen Rüden kennt man doch selten alle, oder??
    Klar, man sollte das beobachten, aber immer gleich vorher unterbrechen, ich weiß nicht!!?? :???:

    Und Agil, was heißt für Dich, daß das nicht gut geht?? Heißt das, daß er sich richtig mit dem anderen Rüden beißt oder heißt das, daß er sagt, ich bin der Stärkere und danach ist alles gut??

  • Zitat

    Ich schätze, ich bin ein bißchen blond heute, aber dieser "Terz" kommt gerade bei Jungrüden doch häufig vor und was ist, wenn ich das jedesmal vorher unterbreche, dann lernt er doch seine Grenzen nicht kennen, oder??

    Nee...da haste schon Recht. Wenn wir im Hundepark sind und es kommt zwischen einem meiner Hunde und einem anderen Hund zu einem "Gerangel" dann warte ich auch erst mal ab (kommt auf den jeweiligen Hund an) ob sich die Situation de-eskaliert und einer der beiden Streithaehne einlenkt.

    Aber in der oben beschriebenen Situation, mit einem mir absolut fremden Hund den ich nicht vorher etwas beobachten konnte, mit einem aelteren Besitzer etc, haette ich eben eingegriffen und die Beiden getrennt.

  • Ich weiß, ich hätte ihn ran rufen sollen und eigentlich mache ich das auch, da der andere Halter aber sehr weit entfernt war und Paule in meiner Nähe lief ( also drei Meter vor mir ), habe ich es nicht getan. Hätte ich ihn angeleint, dann wäre der Beagle 100 % genauso auf Paule zugekommen, nur das Paule dann eingeschränkt gewesen wäre.
    Ich arbeite ja auch daran, dass Paule lernt, aus den Situationen zu gehen - also er kennt das Kommando "Weiter" - was mitunter gut funktioniert, heute war ich zu langsam.
    Er agiert wahnsinnig schnell, da bin ich manchmal überfordert - ich bin schließlich kein Hund :ops:

  • Paul ist grundsätzlich kein Rüde, der mit der Absicht den anderen Rüden angreift um ihn zu verletzten. Jedoch kommt es auch immer auf das Gegenüber an. Nicht jeder Rüde lässt sich so einfach unterwerfen und dann hat man die Beisserei im Gange. Ich hatte schon einige Löcher in Pauls Fellkittel, die behandelt werden mussten.
    Ich habe schnell gelernt auch das Gegenüber zu lesen und halte Paul gleich bei mir.
    Die Grenzen lernen Hunde doch auch mit bekannten Hunden dafür muss man kein Risiko mit fremden Hunden eingehen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!