Soll ich ihn an die Schleppleine machen?
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Guten Morgen,
unser Bolonkarüde Benny ist jetzt 5 Monate.
Er hört im Haus und Garten supergut.
Wenn er im Hof ist und ich rufe ihn mit "Hier" kommt er in der Regel sofort (also fast immer).
Wenn ich mit ihm draußen bin und wir also Spielgassirunde machen, möchte ich ihn eigentlich frei laufen lassen.
Tja und da kommt er eben nicht immer.
Vor kurzen ist er drei Raben hinter her auf einer riesigen Wiese.
Er hat dann zwar reagiert als die Raben weg waren und kam dann auch sofort angerannt als ich mich wegdrehte und in die andere Richtung lief.
Aber während seiner Jagd hat er mein "Hierrufen" absolut nicht gehört (was ich auch verstehen kann) hätte ich wahrscheinlich auch nicht.
Wie reagiere ich da, er läuft frei, sieht was und gibt Gas (und wie der Gas geben kann, unglaublich bei so einem kleinen Hund)Gestern waren wir wieder unterwegs.
Benny losgetrabt ohne Leine. Ich rufe "Hier" um zu üben wollte ihn ja nicht anleinen, Benny kein Bock. Irgendwie hab ich ihn dann überlistet und hab ihn auf dieser schönen großen Wiese an die Leine gemacht !!
Nach einigen Metern war weiter vorne eine Hündin die mit ihrer Halterin Ball gespielt hat. Benny war ja an der Leine. Die Hündin (1 Jahr alt und auch nicht groß) lief auf Benny zu und schien spielen zu wollen.
Naja ich Benny abgemacht damit sie spielen konnten.
Haben sie auch sehr schön, sind rumgetobt, Benny hat den Macho rausgekehrt (ich hätte ihn Rudi nennen sollen
Als wir dann nach Hause gehen wollten, wollte ich Benny an die Leine nehmen. Ätschebätsch mit mir nicht......... es dauert eine zeitlang mit Weglaufen usw. bis ich ihn an der Leine hatte.
Ich hab auch schon mit Schleppleine probiert. Wenn ich "Hier" rufe und er reagiert nicht, ziehe ich ihn langsam ran und lobe ihn.
Aber ich finde es halt viel schöner ohne Leine.
Wie kann ich das festigen?
Bin gespannt was ihr für Tipps auf Lager habt!
Danke euch! - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Ashkii (fast 6 Monate alt) kennt eine "schleppende" Leine vom ersten Tag an. Und heute läuft er im wilden Wechsel: mit Schlepp, ohne Schlepp, an kurzer Leine, an langer Leine usw.. Und damit meine ich auch im Freilauf.
Für ihn ist es unterdessen normal geworden das sehr oft einfach mal nur was an ihn "herumhängt", das ich zwischendurch ihn immer mal festhalte. Er ist bis jetzt zwar immer abrufbar auf den Feldern (auch bei Ablenkung) aber dies wird sich schleichend ändern.
Und um diesem entgegen zu wirken wird er auch im Freilauf öfter mal räumlich eingeschränkt. Denn sonst müsste er ja annehmen das ohne Leine "Freiheit ohne Grenzen" bedeutet.
Also mein Rat: an die Schlepp. Wenn du ihn jetzt öfter rufen musst und er kommt nicht, wird das in 1 - 2 Monaten auf jeden Fall nötig sein. Also würde ich es erst gar nicht einreissen lassen.
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Hallo,
vor allem denkt dran: In ein, zwei Monaten werden es nicht mehr Raben sein, sondern kleine Kaninchen oder gar Rehkitze. Und der Jäger schießt, wenn sich Hundi nicht abrufen lässt.
Ich habe es wie Bennymaus gemacht und muss gleich mal von einem absoluten Supererlebnis berichten:
Bei uns ist direkt neben dem Grundstück, dazwischen nur der Hundeweg, eine Koppel, auf der im Sommer Pferde weiden und dann ist auch Stom auf dem Zaun. Also kurz: Die Koppeln an diesem Hundeweg sind für Frida verboten - gelernt mittels Schlepp, Kommando und Leckerlie.
Gestern, als wir nur noch mal kurz gegen 23 Uhr zum Gassiemachen draußen waren, kommt uns ein befreundeter aber viel größerer Rüde entgegen. Halterin und ich beschlossen, sie dürfen noch eine kurze Runde spielen. Er also frei, Frida (weil die Straße dort sehr dicht) an der Schlepp am Boden. Gerast, getobt - eine Freude. Dann ist der Große auf die Koppel und - meine Frida blieb sitzen. Gewartet, bis er wieder kommt, weitergetobt. Drei- oder viermal. Ich platze vor Stolz!!!
Nee, sorry, musste das mal loswerden. Aber m.E. erreicht man sowas in dem Alter nur mit der Schlepp.
Wobei ich genau wie Bennymaus die Schlepp nicht sklavisch nach Lehrbuch nutze, sondern Frida am Strand z.B. oder eben beim Spielen auf Hundewiesen auch ab mache. Aber oft ist sie eben auch dran. Das "Hier" rufen klappt ja meistens und wenn Du ihn als Konseqzenz mal ranziehen musst, ist doch nicht weiter tragisch. Vor allem aber kannst Du an der Schlepp einfach besser üben, einen bestimmten Radius zu halten. Und eben auch "Halt warte", also in der Ferne hinsetzen und warten, bis Du kommst. Sowas ist klasse.
Und wie gesagt: Denk an den Frühling.
Wenn Du die Schlepp nun gar nicht magst: Lass es. Aber dann arbeite alternativ an der Bindung. (Viel Verstecken spielen, Dummy-Training, Futter nur noch aus der Hand - ist natürlich auch mit Schlepp gut aber ohne unabdingbar). Ich wage aber zu bezweifeln, dass Du es bis zum Frühjar schaffst, ihn dann noch trotz Jagdtrieb frei laufen lassen zu können. Und einen Frühling an der Leine stell ich persönlich mir richtig blöd vor.
LG
Kirsten -
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten.
Kirsten, danke dir für die Tipps.
Nun aber noch ne Frage.
Sowie ich das gelesen haben, hast du Frida gestern abend beim Toben mit dem anderen Hund an der Schlepp gelassen?
Kann sich das nicht verwickeln?
Ich habe eine 10m Schlepp aus so Kunststoff die nicht so hängen bleibt wie die aus Nylon oder so. Die Länge reicht denke ich aus, bei so einem kleinen Hund? -
Hallo,
ja, die Gefahr besteht, hab sie nur wegen der Straße drangelassen. Aber es ist ja auch nicht so schlimm, wenn sie mal hängenbleibt, dann lernt sie gleich, dass sie wohl ein bisschen weit von Frauchen weg war. Dur rettest sie/ihn? und bist die Größte. Natürlich darf man eine Schlepp am Boden immer nur mit einem gutsitzenden, gepolsterten Geschirr benutzen. Im Laufe des Trainings sollen sie auch lernen, sich selbst zu befreien, indem sie den Weg zurück gehen. Aber das kommt später. Grundsätzlich lasse ich sie, wie gesagt, im Spiel meist weg.
Gestern hat es bei uns geschneit, es schaute kaum etwas aus dem Schnee, so dass sie nicht hängengeblieben ist.
LG
Kirsten -
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Danke dir!
Ich lese sehr viel über Erziehung was mich teilweise auch sehr durcheinander bringt (Benny ist unser erster Welpe)
Wäre es sinnvoll sich ein Buch über Schleppleinentraining zu kaufen oder krieg ich das so hin?
Benny ist ja nur eine Handvoll Hund (2,2 kg und im Moment noch 20 cm)
und wird auch immer eine Handvoll bleiben!
LG
Christina -
Hm. Auch da gibt es natürlich diverse Ansätze. Ich mache es ohne Buch, kombiniere nach Logik und Erfahrung. Aber wenn man die nicht hat, kann es sicher nicht schaden, sich einzulesen. Ich würde allerdings nach einer Methode suchen, die gelegentlichen Freilauf zulässt. Die meisten - auch die Erklärung hier in der Knowledge-Base - besagen, dass man die Hunde dann ca. 1 Jahr lang nie von der Schlepp lassen darf. Das finde ich aus o.g. (u.a. von Terry) Gründen nicht so sinnvoll.
Was sagt denn Deine HuSchu dazu? Oder warst Du nicht beim Welpen/Junghundespielen? Sonst: Ja, zumindest um die Grundkommandos an der Schlepp wie Halt warte, langsam, Wegbegrenzung usw. zu üben, wäre eine Anleitung schon sinnvoll.
LG
Kirsten, die jetzt aber dringend Gassiegehen muss mit Frida und ihrer Freundin, deren HHerin ich jetzt auch langsam zur Schlepp bekehrt habe, damit die beiden auch irgendwann mal unterwegs frei spielen können. Die ist nämlich 2 Monate älter und schon ordentlich jagdtriebig, so sind Spaziergänge immer ein einziges Leinengetüddel.
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Hi Kirsten,
viel Spaß beim Gassigehen!!!Wir sind in der Hundeschule.
Da klappt es auch eingemaßen mit dem Herkommen obwohl da ja ne Menge los ist (nicht immer aber ich bin zufrieden)
Ich werde morgen mal die Trainerin fragen was sie von der Schleppleine hält, morgen ist wieder Hundeschuld!LG
Christina -
Zitat
Die meisten - auch die Erklärung hier in der Knowledge-Base - besagen, dass man die Hunde dann ca. 1 Jahr lang nie von der Schlepp lassen darf. Das finde ich aus o.g. (u.a. von Terry) Gründen nicht so sinnvoll.
Das Problem sehe ich darin, das die meisten erst mit einer Schlepp anfangen wenn die Probleme schon fast nicht mehr tragbar sind. Viele sprechen sich gegen die Schleppleine ab Welpen-/Junghundalter aus und sind der Meinung das reicht in dem Moment wo nichts mehr geht.Und dann ist es fast unumgänglich das die Leine wirklich nicht mehr ab darf. Und das über einen langen Zeitraum.
Warum das so toll sein soll ist mir schleierhaft.
Natürlich muss ich nicht jetzt an jeden Welpen eine Schlepp hängen. Aber wenn sie es als Selbstverständlich ansehen ist es eine enorme Erleichterung wenn dann die Zeit kommen, das die lieben Kleinen ihr gelerntes Verhalten (nämlich Freilauf ohne Grenzen) als selbstverständlich ausleben.
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Zitat
Das Problem sehe ich darin, das die meisten erst mit einer Schlepp anfangen wenn die Probleme schon fast nicht mehr tragbar sind. Viele sprechen sich gegen die Schleppleine ab Welpen-/Junghundalter aus und sind der Meinung das reicht in dem Moment wo nichts mehr geht.Und dann ist es fast unumgänglich das die Leine wirklich nicht mehr ab darf. Und das über einen langen Zeitraum.
Warum das so toll sein soll ist mir schleierhaft.
Natürlich muss ich nicht jetzt an jeden Welpen eine Schlepp hängen. Aber wenn sie es als Selbstverständlich ansehen ist es eine enorme Erleichterung wenn dann die Zeit kommen, das die lieben Kleinen ihr gelerntes Verhalten (nämlich Freilauf ohne Grenzen) als selbstverständlich ausleben.
:reib: - Vor einem Moment
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