Teilerfolg beim Verbellen...?

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  • Hallo,

    muß jetzt mal ne Frage fragen...:

    Wir arbeiten mit Ronja ja am Verbellen von Fremden, wenn wir unterwegs sind.

    Ich befolge nun den bereits mehrfach (HuSchu, Trainer, hier im Forum) gegebenen Rat, Fremde "schön zu füttern", was auch gut klappt. Sind die Leute weit genug weg, sodaß sie noch nicht bellt, klappt das so gut, daß wir ganz ohne Bellen passieren können (wenn genug Platz zum Ausweichen da ist).

    Teilweise ist es aber doch mal recht eng (Bürgersteig, Schneeberge am Straßenrand usw.), sodaß sie doch mal wufft oder leicht grummelt. Ich füttere eisern weiter und sie ist weitaus entspannter als noch vor Monaten.

    Ist das jetzt ein Teilerfolg? Oder bestätige ich völlig falsch in dem Moment? Vor Monaten hat sie in solch engen Situationen noch panisch gebellt und wollte flüchten. Wir sind also mit der Füttermethode so weit, daß sie nur noch leise wufft. Also statt "Wawawawawawawawa...!" nur noch "grrmpfwuff...!"

    Was meint Ihr dazu? Soll ich dann trotzdem weiter füttern? Stelle ich die Leckerchen ein, wenn sie wufft, wird daraus schnell wieder ein Wawawawawawa...

    Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine und könnt Euch das etwas vorstellen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Hallo

    Ich habe mit meiner Amy das gleiche Problem, sie ist ebenfalls ein Schisserchen und wenn ihr bestimmte Leute unheimlich sind, verbellt sie diese auch, allerdings hauptsächlich wenn sie ohne Leine etwas weiter weg von mir läuft, an der Leine macht sie es fast gar nicht. Wenn allerdings jetzt abends im Dunkeln irgendwelche komischen Typen entgegenkommen, ist sie auch etwas unsicher.
    Ich habe den Tipp bekommen, nicht nur zu füttern, sondern mich sozusagen auch schützend vor sie zu stellen, wenn sie Angst hat.
    Ich denke aber, dass Du ihr die Leckerchen wirklich nur geben solltest, wenn sie vollkommen ruhig ist, da Du ansonsten ihr Verhalten, und sei es auch noch so ein leises Grummeln - es ist halt trotzdem Ausdruck ihrer Unsicherheit- unterstützt.
    Was ich auch sehr gut finde, ist das Kommando "Schau", also, dass sie Dich in bestimmten Situationen anschauen muss und Du dadurch ihre Aufmerksamkeit von Fremden weg auf Dich umlenkst. Hast Du es damit schon versucht?
    Bin gespannt, was von den Profis für Tipps kommen....
    Grüsse
    Nadja

    generell finde ich aber super, was ihr schon erarbeitet habt. Respekt...ich weiss, wie schwer es mit solchen Hunden ist.

  • Hi,
    hatte das gleiche Problem. Hund geht freundlich auf Passanten zu - beim Ankommen - Kläffen.... ;-)
    Wenn ich sie aber ins Fuß nehme, egal wie eng es wird, dann ist sie ruhig. Vielleicht gibt ihr meine Nähe die Sicherheit?
    Ist schwierig, weil neulich erst wieder, als ich nicht mehr so aufgepaßt hatte, weil die Situation immer besser wird, ein blöder Passant es lustig fand, auf der Stelle zu trampeln und mit erhobenen Armen und Händen BUUUH zu schreien, als sie auf ihn zudackelte! Jetzt kläfft sie wieder - hat ja wieder gelernt, daß Kläffen Sinn macht.... "Muß" ja (in ihren Augen) einem evtl. Angriff vorbeugen.
    Ob der Kerl bei einem Rottweiler auch so ´nen Sch.... gemacht und das Kläffen lustig gefunden hätte?? *grrrrrrrr :kopfwand:
    Und dann heißt es immer, kleine Hunde sind Kläffer - ja, woher kommt´s denn???? Das hat schon seine Ursachen! Ich würd aucch kläffen, wenn mich keiner ernst nähme!
    LG,
    BieBoss

  • Hallo Betty!
    Ich hab das Problem mit meiner Hündin nicht - aber ich fand Deine Beschreibung mit dem 'wawawa' oder 'grrmpfwuff' topsfitz! Da sieht man die Situation direkt vor sich... Musste so doll grinsen... :D
    Ansonsten würde ich mich Nadja anschließen und auch Ablenkung mit ihrem Lieblingsspielzeug vorschlagen. Bei meiner Hündin ist es so, dass sie auf andere Hunde extrem böse reagiert hat. Sie reagiert sehr auf ihr Bällchen, also hab ich versucht, sie darauf zu fixieren - so waren die Artgenossen-Passanten nicht mehr so wichtig. Wenn sie's schön gemacht hat, gab's das Bällchen und eine ordentliche Spiel-/Bestätigungseinheit.
    Aber in meinen Augen verbindet Deine Ronja jetzt schon mal die sich nähernden Personen mit was Positivem - es gibt ja was Leckeres. Das ist doch schon mal ein Riesenschritt und funktioniert ja auch. Vielleicht kannst du langsam auf Spielzeug umstellen und sie so ablenken? Wenn sie ruhig bleibt, gibt's das Spielzeug oder das Leckerchen.
    Ich kenne mich mit ängstlichen Hunden nicht aus, aber ich könnte mir vorstellen,dass räumlich enge Situationen immer eine besondere Herausforderung bleiben wird für die Hündin, oder?
    LG,
    Petra.

  • Zitat


    Ich kenne mich mit ängstlichen Hunden nicht aus, aber ich könnte mir vorstellen,dass räumlich enge Situationen immer eine besondere Herausforderung bleiben wird für die Hündin, oder?
    LG,
    Petra.

    Hallo,

    Ja, das denke ich auch. Wir konnten ihre Individualdistanz zu Fremden schon verkürzen. Früher hat sie auf 50 Meter bereits zu bellen begonnen, heute ist der Abstand wesentlich geringer.

    Wenn es eng wird, fühlt sie sich sichtlich unwohl. Sie wird Fremde nie mögen oder gar freundlich begrüßen, aber ich hoffe wir erreichen noch das Ziel, daß sie ignoriert werden. Bin ja guter Hoffnung...

    Du sagst, Du kennst Dich mit ängstlichen Hunden nicht aus. Warum reagiert Dein Hund denn auf Artgenossen so extrem? Meist schwingt da ja eine gewisse Unsicherheit (Angst?) mit...!? Wahrscheinlich ist das vergleichbar mit meiner Ronja in bezug auf Menschen...?

    Liebe Grüße und danke auch für die anderen Antworten

    BETTY und Ronja

  • Ich würde mal ganz klar sagen, eindeutig ist das ein Teilerfolg, und was für einer!!

    Wenn die Situation zu eng für deine Maus ist, hilf ihr indem du dich zwischen sie und den Auslöser stellst. Mit dem Rücken zu ihr, also richtig abschirmen.

    PeppermintPatty brachte ja den Vorschlag, noch mehr von der Situation abzulenken, das halte ich persönlich für nicht unbedingt erfolsversprechend. Und zwar aus dem Grund, weil der Hund nichts daraus lernt, wenn er einfach nur abgelenkt wird. Ich belohne für das hinsehen zum Auslöser, denn nur so kann der Hund etwas positives mit dem "bösen" verknüpfen.
    Darum hab ich dich an einer anderen Stelle schon mal gefragt, ob du mit Markerwort oder Clicker arbeitest. Ich finde es genial, weil du einfach jeden Moment, in dem dein Hund den Auslöser ansieht, markieren kannst. Ich denke, das ist einfach der deutlichste Weg, dem Hund zu vermitteln, wofür er belohnt wird, nämlich fürs hinsehen zum Feind.
    Und du hast zwei Fliegen mit einer Klatsche, der Hund hat ja gelernt, dass er nach jedem Markerton seine Belohnung kriegt, also wird er sich auch nicht so sehr auf den Auslöser einschießen können, weil er ja immer wieder zu dir sehen muss, um sich sein Leckerli abzuholen.

    Gib ihr eine Aufgabe, wenn euch Menschen passieren, lass sie sitzen, oder was auch immer. Damit zeigst du ihr eine Alternative zum Verbellen.

    Und ich denke, du bestätigst nicht das Falsche, wenn du weiter fütterst, auch wenn sie mal einen Wuff macht. Weil man negative Emotionen, in diesem Fall Angst, eben nicht mit Futter verstärken kann.

    Lg

  • Hallo,

    jackie...: Ich verfahre ja bereits so, wie Du es beschreibst.

    Mir ging es hier jetzt darum, ob man es als Teilerfolg verbuchen kann und ob ich mit dem Füttern kontraproduktiv arbeite.

    Ich schirme sie vom "Bösen" ab, ganz klar. Ich versuche, soviel Sicherheit zu vermitteln, wie die Situation eben hergibt. Auf ein "Feiiin..." von mir reagiert sie prompt mit Angucken, weil sie weiß, daß ein Leckerchen folgt.

    Wir haben "Touch" eingeführt (mit der Nase meine Handfläche berühren). Zu Hause und nun auch draußen (ohne Ablenkung) klappt das schon prima. Ich hoffe, ich kann es auch bald einsetzen, um ihr bei Begegnungen eine Aufgabe geben zu können.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: Also mache ich weiter wie bisher...freue mich, daß Ihr mir hier Recht gebt. Man wächst ja mit seinen Aufgaben... :smile:

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