An fremden Hunden vorbei gehen

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  • Hallo liebe Leute. Bis jetzt hab ich noch kein Problem, aber ich möchte vermeiden etwas gravierend falsch zu machen. Deshalb meine Frage:

    Wie gehe ich korrekt an fremden Hunden vorbei ohne dass erst irgendwelche Aggressionen aufkommen? Der Bär ist jetzt 9 Monate alt und bis jetzt hat er noch nie einen Hund angeknurrt oder angebellt (ausser im Spiel). Dass das so bleibt hätte ich gerne einen Rat:

    Wenn wir spazieren gehen und es kommt ein angeleinter fremder Hund. Wie verhalte ich mich korrekt?

    Ich rufe den Bär zu mir und leine ihn an. Normalerweise geht er ohne Ablenkung schon ganz gut Fuss, aber kommt ein Hund dann möchte er hinziehen und ich schaff es nicht ganz dass die Aufmerksamkeit bei mir bleibt. Er zieht dann immer kurz rüber (darf aber nicht hin) und ich laufe stur weiter und versuche mit Leckerlies seinen Blick wieder auf mich zu richten. Wenn er schaut bekommt er das Leckerlie und Lob. Aber bisher hat das immer erst geklappt wenn der andere hund vorbei war und nicht während wir am Hund vorbeigehen. Was kann ich anders machen?
    :???:

  • Nur kurz:

    - Auf jeden Fall den Kontakt an der Leine so gut es geht vermeiden. Ich habe das lange gemacht, weil ich so schlecht Nein sagen kann und was hab ich nun: einen Leinenpöbler. Mist.

    Ansonsten hört sich deine Übung doch schon gut an.

    Eröhe den Abstand zu dem anderen Hund. Geht nicht immer, aber da wo es geht, sollte man es versuchen. Dann wird es einfacher sein, dass du seine Aufmerksamkeit bekommst. Bestätige den Blickkontakt mit dir. Sollte der Hund den Blickkontakt mit dir erst aufnehmen, wenn der andere Hund vorbei ist, ist die Übung nicht gelungen.

    So, muss leider weg. Aber das Buch "Alter Angeber - Leinenaggressionen bei Hunden verstehen und beheben" von Patricia McConnell ist gut. Dein Hund muss ja nicht bereits an der Leine pöbeln, um die darin beschriebenen Übungen zu machen.

    Grüße
    Elke
    P.S. Wenn ein frei laufender Hund auf meine zuläuft, lasse ich meine los, damit sie nicht an der Leine hängt. Natürlich nur da, wo es geht.

  • Wenn ein anderer Hund kommt, gucke, dass du zw. deinem und dem anderen Hund bist, damit dein Hund keinen direkten KOntakt zum anderen Hund hat. Dann bring deinem Hund bei, dich auf Kommando anzugucken. Das kannst du ihm daheim beibringen.

    Aber eine wirklich gute Lösung ist, etwas zur Seite zu gehen, den Hund sitzen zu lassen, bis der andere Hund weg ist und dann zu loben. Aber nur, wenn es gut war. Du kannst aber auch ein Spielzeug nehmen.

    So wie du es jetzt machst, bringst du deinem Hund bei, sich so zu verhalten wie er es tut, denn wenn er anschließend doch ein Leckerchen bekommt, lernt er das so. Das heißt, er lernt, zum Hund, dich angucken, Leckerli. Es gibt aber nur Leckerli, wenn er nicht beim anderen Hund war und sich von Anfang an auf dich konzentiert hat. Verstehst du, was ich meine?

    LG Schopenhauer

  • Möchte mich hier auch mal einklinken.

    Bei uns ist es so, dass Momo auch immer zu anderen Hunden hin will.
    Aus Unwissenheit haben wir ihn auch meistens zum Beschnuppern hingelassen und sind dann weitergegangen.
    Hat auch ganz gut geklappt dann mit dem Weitergehen.

    Nun haben wir mit der Hundeschule angefangen und die Trainerin sagte, an der Leine auf jeden Fall kein Kontakt mit anderen Hunde, damit er es gleich lernt.
    Wir sollen ihn einfach kürzer nehmen, ohne große Kommentare wie AUS oder NEIN (denn das kommt in diesem Moment eh nicht bei ihm an) weitergehen. Wenn wir vorbei sind und er nicht mehr zieht, Leine wieder locker lassen.

    Seit wir das machen, will er natürlich immer noch hin und zieht an der Leine. Und zusätzlich knurrt und/oder bellt er.

    Wenn er doch mal zum Schnuppern kommt, weil es einfach zu eng auf dem Weg ist oder der andere Hund nicht angeleint ist und zu uns kommt, dann ist er sofort ganz friedlich und will nur spielen.

    Aber ob das so ganz richtig ist, was wir machen, weiß ich jetzt auch nicht.... :ka:

  • @ Andrea

    Der Punkt ist, dass dein hund bestimmt, wo er hingeht und nicht du. Deswegen soll der Hund nicht zum anderen Hund, wenn er hinzieht. Nicht er bestimmt das, sondern du.

    Erst wenn du eine andere Aufgabe deinem Hund gibst, wie z.Bsp. Fuß laufen, dich angucken, weggehen und hinsitzen und das dann entsprchend belohnst wird es klappen. Aber ein Hey oder nein finde ich darf man schon sagen. Probier es aus, es gibt keine Vorschriften, an die man sich letztendlich zu 100% halten muss, sondern nur Vorschläge.

  • Zitat


    Ich rufe den Bär zu mir und leine ihn an.


    Sollte gar nicht nötig sein. Bring ihm einfach nur bei, dass er bei dir bleibt beim vorbeigehen, oder zumindest, dass er sich vom anderen Hund fernhält.

    Zitat


    Er zieht dann immer kurz rüber (darf aber nicht hin) und ich laufe stur weiter


    Wenn du es zulässt, dass dein Hund nur einen Schritt Richtung des anderen macht, dann hat er schon seine Bestätigung. Es macht nichts, wenn er rüberschaut, die Aufmerksamkeit sollte aber trotzdem überwiegend bei dir sein (Ohren etc.).

  • @Schopenhauer:
    danke für den Tip! Ich kann ihn auch sehr gut nachvollziehen.

    Nur ist es so, dass wir Momo erst wenige Wochen haben. Fuß gehen kann er noch nicht. "Schau mal" oder "Sitz" kann er zwar schon.
    Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ich diese Kommandos unter einer so großen Ablenkung zu ihm sage, dass er überhaupt nicht reagiert.

    Und die Trainerin meinte, wir sollten deswegen kein "Nein" oder ähnliches sagen, da wir uns dann selber das Kommando kaputt machen sozuagen.

    Denn je öfter wir es sagen und er nicht hört, umso mehr Erfolg für ihn nicht hören zu müssen...

    Und die Bindung ist halt noch nicht soooo gut bei uns. Er ist ein etwas ängstlicher Hund und braucht da ein bisschen.

    Wir arbeiten ständig dran, aber im Moment sind halt andere Hunde noch viiiiiel interessanter als das Frauchen oder Herrchen. :???:

  • Salamanca:

    Ja, so gehts mir auch. Alles interessanter als Frauchen... Ohne Ablenkung ist "Schau" kein Problem und "Fuss" klappt auch ganz gut, aber wenn Mensch oder Hund kommt - vorbei!

    Was sie zu mir in der Hundeschule noch gesagt haben ist ich solle für solche Fälle (nur für solche Fälle) Wurst oder Käsestückchen einpacken, damit könnte man die Aufmerksamkeit eher auf sich lenken. Aber irgendwie find ich es unpraktisch einen Bauchladen mit verschiedenen Leckerlies mitzuschleppen. Ich hab einen kleinen Beutel und da kommen 3 Verschiedene gemischt rein. Für Wursthäppchen hab ich dann keinen Platz mehr :???:

  • Ach herrjeh, davon kann ich auch ein Lied singen. Emma (8 Monate) interessierte sich in solchen Situationen oft nicht mal mehr für Leckerlies. Da war nichts zu machen.

    Gut klappt es aber inzwischen, wenn wir sie wirklich rechtzeitig absitzen lassen. Dann guckt sie zwar auch, aber irgendwie hält sie das doch eher davon ab, hinzugehen.

    Nachdem das inzwischen wirklich gut funktioniert, üben wir nun das Vorbeigehen an der Leine. Am besten ist es dabei wirklich, selbst möglichst unbeteiligt einfach weiter zu laufen. Natürlich sollte der Hund dabei an Deiner vom anderen Hund abgewandten Körperseite gehen, damit Du dazwischen die Distanz halten kannst und ihn evtl. sogar sanft etwas "abdrängen" kannst. Nimm die Leine etwas kürzer und gehe zügigen Schrittes weiter. Auch das funktioniert bei uns nun immer besser.

    LG BB

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