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Erste Anzeichen von Aggression...?

  • Hallo,
    mal wieder eine Frage. Eure Tipps sind oft so klasse.


    Jule, 5 Monate alt, ein Wäller, war von Anfang an eine Krawallschachtel, ließ sich aber immer gut bremsen, wenn`s zu heftig wurde (im Spiel mit uns und mit anderen Hunden).
    Nun, der Briard scheint bei ihr mehr durchzuschlagen als der Aussie.
    Die "Problematik" des Briard ist mir bewusst!


    Heute 2 Ereignisse, die mich etwas beunruhigen: in der HuSchu machten wir einen Spaziergang mit einigen Übungen, dann wurde gespielt im Feld. Jule und eine etwas ältere Hündin (10 Monate?) gerieten sich fast in die Wolle, putschten sich immer mehr hoch und begannen, agressives Verhalten zu zeigen. Ich unterbrach das, danach war`s okay zwischen den beiden.


    Dann, 10 min später, kam ein riesiger sehr freundlicher Rüde, er und auch Jule an der Leine, die beiden beschnuffeln sich schwanzwedelnd, und Jule knurrt ihn plötzlich an! Habe sie sofort zurück genommen und gerügt... war das richtig?


    Nun, meine Frage ist: wie kann ich ihr "erwachendes Aggressionspotenzial" (wenn es denn überhaupt das ist???) dämpfen oder gar unterbinden?

    Liebe Grüße von Antonia

  • Zitat von "Juline"

    Habe sie sofort zurück genommen und gerügt... war das richtig?


    Hallo,


    ich würde jetzt aus dem Bauch heraus sagen...NEIN, das war NICHT richtig...! Wenn ihr der große Rüde suspekt war und er auch gut sozialisiert ist, versteht er das Knurren. Deiner Kleinen war vielleicht etwas unwohl bei der Begegnung und sie hat ausgedrückt, daß der Große besser Abstand halten sollte.


    Wenn Du so wie oben reagierst, wirst Du ihr Verhalten bestärken. Große Hunde wird sie erst recht bedrohlich finden, wenn Frauchen darauf auch so ungehalten reagiert. Und sie wird sich das Knurren abgewöhnen, wenn Du sie dafür rügst. Dann schnappt sie gleich zu...


    Ich würde in so einer Situation ganz ruhig bleiben...sie kurz und fröhlich weglocken und weitergehen. Die Begegnung damit runterspielen und völlig unspektakulär für den Hund machen. So zeigst Du ihr auch, daß Du das Knurren registriert hast und sie aus der Situation rausnimmst.


    Ist jetzt so mein erster Gedanke gewesen. Vielleicht folgen noch bessere Einschätzungen dazu...


    Liebe Grüße


    BETTY und Ronja

    Behandele jedes Problem wie ein Hund es tun würde.

    Kannst Du es nicht essen oder damit spielen, pinkele drauf und geh weiter...

  • Zitat von "blackbetty"

    Hallo,


    ich würde jetzt aus dem Bauch heraus sagen...NEIN, das war NICHT richtig...! Wenn ihr der große Rüde suspekt war und er auch gut sozialisiert ist, versteht er das Knurren. Deiner Kleinen war vielleicht etwas unwohl bei der Begegnung und sie hat ausgedrückt, daß der Große besser Abstand halten sollte.


    Ja, ich glaube auch, dass ich falsch reagiert habe.
    Ich nahm sie zurück, sagte "Nein" und ging dann mit ihr zum Auto, natürlich nicht mehr grummelnd.


    Ich hatte oft mit recht streitlustigen Gasthunden zu tun, bin daher vielleicht etwas überempfindlich. Ein deutliches Zoff-Verbot von mir brachte fast immer Erfolg.


    Ich glaube auch nicht, dass Jule ein aggressiver Hund wird, aber ich meine eine gewisse Veranlagung zu erkennen. Und möchte diese -wenn möglich- im Keim ersticken sozusagen...ist das verständlich ausgedrückt?

    Liebe Grüße von Antonia

  • Hallo,


    ja, ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Hatte vor Ronja auch einen Raufbold, der bei jeder Gelegenheit gestänkert und verprügelt hat.


    Bin froh, daß Ronja eine zurückhaltende Hündin ist, die sich bisher mit allen Hunden verträgt und keinerlei Aggression zeigt.


    Du solltest Dich aber ein wenig davon frei machen, bei jedem Knurren eine massive Aggression zu erkennen. Knurren und auch Bellen gehört zur Hundekommunikation dazu. Und wenn Du ruhig reagierst, Deiner Hündin Schutz bietest oder sie aus der Situation rausnimmst, wird sie auch ruhig bleiben und lernen, sich auf Dich zu verlassen. Gesteigerte Aggression wird sie nur dann zeigen müssen, wenn sie auf sich allein gestellt ist und sich in der Lage sieht, das selbst regeln zu müssen. Verstehst Du, was ich meine?


    Wenn sie sich im Spiel mit nem anderen Hund hochpuscht (passiert bei Junghunden ja häufig), finde ich es okay, wenn Du dazwischen gehst. Würde aber hier nicht maßregeln, sondern einfach nur ruhig und souverän trennen und den Hunden Ruhe verordnen (kurz ins Platz legen und das ruhige Verhalten bestätigen, belohnen).


    Liebe Grüße


    BETTY und Ronja

    Behandele jedes Problem wie ein Hund es tun würde.

    Kannst Du es nicht essen oder damit spielen, pinkele drauf und geh weiter...

  • Zitat von "blackbetty"

    ...Und wenn Du ruhig reagierst, Deiner Hündin Schutz bietest oder sie aus der Situation rausnimmst, wird sie auch ruhig bleiben und lernen, sich auf Dich zu verlassen. Gesteigerte Aggression wird sie nur dann zeigen müssen, wenn sie auf sich allein gestellt ist und sich in der Lage sieht, das selbst regeln zu müssen.


    Hallo,
    zum Schutz bieten: sie sucht ihn (noch?) nicht immer. Im Dunkeln, ja, da ist sie unsicherer, aber tags macht sie oft ihren eigenen Kram nach ihrem Gutdünken, der Briard grüßt grinsend.
    Kann sie nicht in jeder Minute bei der Arbeit im Auge haben (bin Gärtnerin).


    Auf sich alleine gestellt ist sie schon manchmal, klar, aber ist das nicht jeder Hund gelegentlich? Und muss dann alleine entscheiden, wie er sich in dieser Situation verhält?
    Das ist doch eines der Ziele der Erziehung, dass das Hundel auch ohne unsere "Kontrolle" zurecht kommt und sich korrekt verhält...

    Liebe Grüße von Antonia

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Zitat von "Juline"


    Das ist doch eines der Ziele der Erziehung, dass das Hundel auch ohne unsere "Kontrolle" zurecht kommt und sich korrekt verhält...


    Hallo,


    da gebe ich Dir (bedingt) Recht, aber er muß es lernen. Und was Dein Jungspund JETZT lernt, wird er auch später anwenden. Deshalb finde ich es wichtig, ihn in dieser Entwicklungsphase nicht auf sich allein gestellt bedrohliche Situationen regeln zu lassen.


    Seid Ihr in einer Hundeschule? Welpen- oder Junghundgruppe? Das würde ich empfehlen. Dort lernt Dein Hund, wie man sich sozial verhält und Du lernst, wie Du damit umgehst und Deinen Wuff in die richtige Richtung lenkst.


    Liebe Grüße


    BETTY und Ronja


    PS.: Mir ist ein Hund, der in (für ihn) bedrohlichen Situation meinen Schutz sucht, lieber als einer der in die Offensive geht und eventuell sogar angreift, weil er gelernt hat, sowas ohne mich zu regeln.

    Behandele jedes Problem wie ein Hund es tun würde.

    Kannst Du es nicht essen oder damit spielen, pinkele drauf und geh weiter...

  • Zitat von "blackbetty"

    Seid Ihr in einer Hundeschule? Welpen- oder Junghundgruppe? Das würde ich empfehlen.


    Hallo,
    ja, wir waren in 2 Welpengruppen und sind nun in einer HuSchu in der Junghundgruppe und auf einem Hundeplatz in der Rüpelstunde.
    Und noch 1x in der Woche in einer offenen Spielstunde.
    Und jeden Sonntag gibt`s einen fetten Spaziergang mit Kumpels, oft etliche. An der Sozialisation mangelt es wohl nicht.


    Sie geht auch sehr gut mit anderen Hunden um, wenn sie nicht (wie heute) sich so hinein steigert, das kann ich eben nicht einordnen!
    (Hier meine ich das zu heftige Hochgepusche mit der Hündin beim Spiel)


    Edit: habe gerade von meiner im Haus wohnenden Schwägerin erfahren, dass Juline sich auch mit deren Hündin zoffen wollte (die beiden sind eigentlich sehr fett befreundet)...was ist hier los???

    Liebe Grüße von Antonia

  • Hallo,


    das ist immer schwer zu beurteilen, wenn man die Hunde nicht in Aktion sieht. Manches deuten wir als "zoffen", ist aber durchaus noch spielerische Rauferei.


    Ronja "spielt" auch hin und wieder mit der Hündin eines Freundes. Die ist 7 Monate alt, Ronja 1 1/2 Jahre. Ronja maßregelt teilweise schon heftig, ist aber noch im Rahmen. Sieht schon manchmal schlimm aus, ist es aber gar nicht, wenn man genau hinsieht.


    Beobachte die Hunde mal genau, wenn sie "zoffen". Verbeißen sie sich richtig? Oder sind die Schnauzen nur offen und man sieht jede Menge Zähne, es wird aber nur in die Luft geschnappt...?


    Schau mal hier, so kann das aussehen...:




    Das sind nur Momentaufnahmen. Aber da wird auch schonmal geknurrt. Wir trennen nur, wenn einer der beiden festhält, sich also im Fell des anderen verbeißt und nicht loslassen will. Puschen sie zu sehr hoch, wird Ruhe erzwungen. Ist bei jungen Hunden eben so, daß sie irgendwann Grenzen überschreiten und bevor es eskaliert, müssen eben die Menschen dazwischen gehen.


    Warst Du nicht dabei als Deine mit der Hündin der Schwägerin aneinander geraten ist...? Wäre j aauch interessant zu wissen, von wem es ausging. War Deine einfach zu stürmisch und die andere Hündin hat mal Klartext gesprochen oder hat Deine "angegfriffen"...?


    Liebe Grüße


    BETTY und Ronja

    Behandele jedes Problem wie ein Hund es tun würde.

    Kannst Du es nicht essen oder damit spielen, pinkele drauf und geh weiter...

  • Zitat von "blackbetty"

    Sieht schon manchmal schlimm aus, ist es aber gar nicht, wenn man genau hinsieht.


    Beobachte die Hunde mal genau, wenn sie "zoffen". Verbeißen sie sich richtig? Oder sind die Schnauzen nur offen und man sieht jede Menge Zähne, es wird aber nur in die Luft geschnappt...?


    Hallo erstmal,
    nein sie verbeißt sich nicht, steigert sich aber sehr schnell hinein, und sowohl an der Bewegung als auch an den Geräuschen merkt man, dass sie auf 180 kommt.
    Wenn ich diese Situation bei erwachsenen Hunden beobachten würde, dann wären alle Alarm-Lampen an...
    Noch (?) reicht es, mein Monster zu schnappen und "runter zu holen", da sie noch sehr jung ist.


    Zitat

    Warst Du nicht dabei als Deine mit der Hündin der Schwägerin aneinander geraten ist...? Wäre j aauch interessant zu wissen, von wem es ausging. War Deine einfach zu stürmisch und die andere Hündin hat mal Klartext gesprochen oder hat Deine "angegfriffen"...?


    Nein, wissen wir leider beide nicht, wie das begann, meine Schwägerin wohnt oben im Haus und die Hunde können sich besuchen.
    Auf zu heftige Aufdringlichkeiten von Jule reagiert die Große (4 Jahre alt) schon immer recht souverän mit Drohen und Abwehr-Schnappen, wenn´s ihr zu bunt wird.
    Bislang hat unser Zwerg immer sofort Beschwichtigungsgesten gezeigt, wir mussten noch nie eingreifen.

    Liebe Grüße von Antonia

  • Hallo,


    was heißt "bislang"...? Hat sie jetzt Gegenwehr gezeigt?


    Bedenke, daß ein Junghund noch vieles lernen muß und es ist noch keiner ernsthaft verletzt oder gar psychisch gestört worden, wenn er von nem älteren Hund mal auf die Mütze bekommen hat.


    Besprich Deine Beobachtungen doch mal in der HuSchu mit dem Trainer, der Deine Hündin kennt. Vielleicht kann er das Ganze besser einschätzen.


    Ich würde jedenfalls raten, die benachbarten Hunde nicht unbeaufsichtigt aufeinander treffen zu lassen, damit Ihr sehen könnt, wie der "Zoff" entsteht und gegebenenfalls regulieren könnt. Nicht, daß das mal böse endet.


    Liebe Grüße


    BETTY und Ronja

    Behandele jedes Problem wie ein Hund es tun würde.

    Kannst Du es nicht essen oder damit spielen, pinkele drauf und geh weiter...

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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