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Ist das Jagen oder Spielen oder was ganz anderes?

  • Hier wurde ja schon oft von sog. Jagdhunden gesprochen, ich selber habe einen Münsterländermix.
    Bei uns im Dorf treffe ich öfters eine Frau die auch einen Münsterländer hat, der Hund läuft fast immer ohne Leine.
    Ich habe mich mit ihr jetzt mal unterhalten wegen dem Jagdtrieb. Ihr Münsterländer (6) ist ein reiner Familienhund und sie hat ihn schon als Welpen bekommen.
    Es ist wohl so das ihr Hund noch nie wegen Jagerei davon gelaufen ist.
    Vielmehr (habe ich auch schon selber beobachtet) ist es so: Der Hund sieht Vögel, Hasen etc. läuft ein paar Meter hinter dem Viehzeug her und dreht dann um und kommt wieder.
    Ich habe sie natürlich gefragt wie sie das hin bekommt. Sie hat wohl dem Hund schon im Welpenalter überall hinterher rennen lassen, nur wenn er sich zu weit entfernt hat, hat sie ihn zurück gerufen.
    Das funktioniert! Der Hund verfügt über einen guten Grundgehorsam, hat sie mir gesagt.
    Ist das denn kein Jagen?

    Das Universum enstand als Gott durch Null teilte

  • Natürlich wird er das jagen erstmal ausprobiert haben - wie sie auch sagte, der Hund ist früher öfters hinter Wild/Vögeln hergerannt.
    Nur hat er mit Zeit ,denk ich mal, die Erfolgslosigkeit seiner Jagd erkannt und gelernt bei Frauchen mehr Anerkennung und Nahrung zu bekommen und hat es deswegen mit der Zeit aufgegeben.


    Aber wahrscheinlich wird sie da eher Glück gehabt haben und einen ruhigen, nicht triebstarken Hund erwischt haben.
    Es hätte auch anders ausgehen können und der Hund wär bei jeder Gelegenheit erstmal weg gewesen.
    Ich kenne auch einen Podenco aus einer Tötungsstation, den hat der jetztige Besitzer von anfang an ohne Leine laufen lassen und er zeigt so wenig Jagdtrieb - wär froh, wenn sich das auf meinen etwas übertragen hätte ;)

    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück


    Mary Biy

  • Wahrscheinlich ist das auch ein Anflug von Jagdverhalten. Genauso wie meine Colliehündin gerne in einem Anflug von Hüteverhalten die dämlichen Tauben, die einfach nicht aus unserem Weg fliegen wollen, zu gerne hoch scheucht.


    Entscheidener ist, wie sicher sich der Hund aus diesen Situationen abrufen läßt und wie man seinen Trieb umlenkt, so dass er ihn trotzdem ausleben kann und nicht nur unterdrücken muss. Dieses scheint die besagte HH scheinbar richtig gut hinbekommen zu haben und ich bin mir sicher, dass sie viel mehr gemacht hat, als ihn nur rechtzeitig abzurufen. Aber wahrscheinlich kann sie das nicht wiedergeben, weil es für sie zu selbstverständlich war.

    42 ist das kürzeste und bekannteste Zitat und die Antwort auf alle Fragen.

  • Sicherlich ist auch das kurze Hinterrennen eine Form des Jagdinstinktes, doch wenn der Hund,( Du sagst ja, er habe einen guten Grundgehorsam) sich so leicht abrufen lässt, ist das schon bewundernswert und da sollte man auch kein großes Theater wegen machen.

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