Frage zum Thema Eierschalen

  • @ Silvia:


    Also versteh mich jetzt nicht falsch, grundsätzlich hast du ja recht!
    Ich frage mich aber, wenn es doch so wichtig ist, sich an genaue Angaben, Tabellen usw. zu halten, wie sind dann die Hunde in den letzen zehntausend Jahren bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts groß geworden, die fast ausschliesslich mit Abfällen gefüttert wurden und ich glaube auch behaupten zu können, dass die Menschen damals wichtigeres zu tun hatten als sich Gedanken über die Ernährung ihrer Hunde zu machen?
    Ich gehe eher davon aus, dass viele Wachstumsstörungen, Allergien usw. ein Produkt unserer Überversorgung sind. Glaubt man der Werbung, dann ist es ja gar nicht möglich einen Hund ohne irgendwelche Zusätze, Vitamine und Co. am Leben zu erhalten. Die meistem Hundehalter werden nach dem Prinzip verfahren: Viel hilft viel! und errreichen genau das Gegenteil! - So seh ich das!!!
    Liebe Grüsse,
    Björn

  • Naja - der Vergleich hinkt m. M.


    Bei der heutigen Tendenz der "Zucht" in alle möglichen Richtungen nur leider häufig nicht in die gesundesten, denke ich einfach, man muß da viel mehr drauf achten als damals. Besonders, was das Wachstum angeht!

  • Zitat

    Hallo Christina!


    Die Aussage zur Calciummenge ist schlichtweg falsch und gefährlich!!


    Bei einem Welpen richtet sich das wie ich schon geschrieben habe, nach Alter, momentanem Gewicht und geschätztem Endgewicht. Wenn man schon Ratschläge weiter gibt, dann bitte absichern, ob sie richtig sind! Diese Angabe mag für deinen Hund richtig sein - nicht aber für jeden Welpen!


    Nun falls Du es besser weisst als Meyer/Zentek dann lass mich an Deinem Wissen und Deiner Erfahrung teilhaben !


    Hier (Link: http://people.freenet.de/neufi…vate/calcium-phosphor.htm) die Grundlage für meine Aussage, nach der ich füttere und die sich, wie auch ich geschrieben habe, jeweils nach dem momentanen Körpergewicht des Welpen ändert.


    Vielleicht bist Du auch in der Lage Deine Aussage zu begründen, vor allen Dingen hinsichtlich der "Gefährlichkeit" - da ich 2 Welpen so ernährt habe und beide vor Gesundheit grad so strotzen ?!


    Gruß
    Christina

  • Liebelein, vielleicht solltest du einfach den Meyer / Zentek ganz lesen, anstatt hier pampig zu werden und schau doch direkt mal Tabelle 36 an - anstatt so vereinfachte Internetseiten.

  • Hallo zusammen,


    also Eure Diskussion ist eindeutig zu kalziumlastig. Zuviel Kalzium verhindert die Aufnahme der anderen, lebenswichtigen Spurenelemente Phosphor, Zink, Eisen, Kupfer.... Der Zinkmangel kann zu Hautveränderungen des Welpen führen. Außerdem führt ein hoher Kalziumspiegel im Blut zur Verringerung der Kalziumabgabe aus dem Knochen und Knorpeln. Das ist wichtig für die Knochen- und Knorpelreifung. Bei diesen Störungen kann es zur Verlangsamung des Wachstums und zu Knochenverkrümmungen kommen.
    Und was ist mit Phosphor? Knochen und Zähne bestehen aus Kalziumphosphat! Ein Mißverhältnis von Phosphor zu Kalzium kann zur Auslagerung von Phosphor aus den Knochen führen. Außerdem kann der Körper das Kalzium ohne Phosphor nicht verwerten.


    Wenn ich Barfen richtig verstanden habe, dann geht es doch in den Grundzügen darum, dem Hund ganze Tiere anzubieten und dem Hund die Möglickeit zu bieten, Kräuter und pflanzliche Nahrung nach seinem Geschmack aufzunehmen.
    Das entspricht der natürlichen Ernährung von Carnivoren.


    Wenn ich nun bloß Fleisch vom Metzger füttere, habe ich ja schon das erste Problem. Es fehlt das Blut und damit Natrium.
    Und was man mit der Ernährung im Welpenalter falsch gemacht hat, dass muß der Hund sein ganzes Leben ausbaden.


    Achja, noch ein Wort zur Zucht und dem Sein und Gedein von Hunden in den letzten 10000 Jahren. Bis vor einigen Jahren waren Hunde Gebrauchshunde. Niemand hatte die Ressourcen, 3 beinige, blinde, langsame, lahme oder mißratene Hunde durchzufüttern. Die Besten blieben und wurden vermehrt, das sicherte das Überleben und schuf unsere heutigen Hunderassen. Und gewährleistet auch ohne natürliche Selektion einen gesunden Hundebestand. Weswegen werden heute Hunde gezüchtet? Zu 80% wegen $$$$$$$.


    Gruß

  • Naja - das mit den ganzen Tieren muß nicht sein. Blut gebe ich einfach dazu, indem ich möglichst blutige Rinderherzen verfüttere.


    Die Diskussion ist Ca-Lastig - da haste Recht, einfach weil behauptet wird, es käme nicht auf ein gutes Verhälnis an - und das kann man einfach aufgrund auch der von dir angeführten Tatsachen so nicht stehen lassen!


    Und genau das ist es, was ich in puncto Zucht meinte und das man die Hunde von früher - und das gar nicht mal so weit zurück, nichtmehr mit den Hunden von heute vergleichen kann. Heute selektiert der Mensch nach ihm beliebigen Kriterien. Große Hunde werden immer größer, kleine immer kleiner, muskulöse immer muskulöser (grob verallgmeinert, ist sicher nicht bei allen Rassen so, aber Tendenzen gibbet überall). Das Stichwort HD hat lange Zeit überhaupt keine Rolle gespielt, bis man dann gesehen hat, daß man schon ein regelrechtes HD-Problem hat. Ebenso ist ED stark im kommen, OCD usw. Früher - noch zu Großmutters Zeiten, haben die Hunde mehr oder weniger sich frei selektiert. Der stärkste Rüde im Dorf setzte sich durch, i. d. R. der gesündeste, kräftigste. Kranke Hunde wurden gar nicht in dem Mass gepäppelt wie es heute der Fall ist. Noch mein Opa ist zu Kindertagen meiner Mutter mit einem ständig lahmenden Hund und Gewehr in den Wald gegangen und ohne Hund wieder gekommen - nicht schön, aber damals noch viel mehr Gang und Gebe wie heute! Heut werden diese Hunde operiert usw. (was ich nicht unbedinigt schlechtheißen will!) und wenn man nicht aufpasst - schwupps - oh wie schade, "Unfall" - Nachbars Hündin ist von HD-krankem Fiffi gedeckt. So geht es doch schon los.


    Daher ist m. M. nach eben die Ernährung besonders im Wachstum dreimal wichtig. Denn so kann man wenigstens minimal schonmal vorbeugen.

  • Zitat

    Liebelein, vielleicht solltest du einfach den Meyer / Zentek ganz lesen, anstatt hier pampig zu werden und schau doch direkt mal Tabelle 36 an - anstatt so vereinfachte Internetseiten.


    Hallo,
    diese Tabelle so wie der Rest von Meyer/Zentek, Billinghurst und Aldington haben sich wohl der Grossteil der Barfer (genauso ich) reingezogen.
    Der Unterschied bei mir ist, dass ich nicht explizit nach einem vorgegebenen Plan eines Buches füttere, sondern ein Fazit aus all dem gezogen habe, unter Zuhilfenahme des GHF und mir anhand erfahrener Langzeitbarfer einen Futterplan mit allem was dazu gehört erstellt habe (mit ausgerechnetem CA/Ph-Verhältnis speziell für Welpen).
    Dieser wiederum wird zwischenzeitlich von 4 verschiedenen Tierheilpraktikern an Welpenbesitzer zur Fütterungserleichterung herausgegeben, da wie mir gesagt wurde in der Art und Ausführlichkeit sowie Ca/Ph-Ausgewogenheit unter Berücksichtigung aller Kriterien bezügl. Wachstums noch nichts gefunden oder erarbeitet wurde.


    Die Entscheidung der Fütterung muss jeder für sich selbst und sein Tier entscheiden und damit leben.


    Soviel zu meiner "Unbelesenheit".


    Egal, da mein vorheriges Posting scheinbar pampig auf Dich gewirkt hat, entschuldige ich mich hierfür - so war es nicht gedacht.


    Abschliessende Grüße von Christina für die dies Thema damit erledigt ist.

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