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Wenn's interessiert ;-)

  • Hallo!


    Ok, ich glaube mittlerweile hat jeder die Geschichte mit "jive" mitgekricht.


    Ich dachte ich erzähle mal, was jetzt daraus geworden ist, vielleicht interessiert es euch ja!


    Wie ihr ja wisst, hatten wir die kleine zur BC Rescue gegeben, weil wir aus beruflichen Gründen weniger Zeit haben und deshalb Angst bekamen, dass wir ihr nicht gerecht werden können!


    Naja, mittlerweile haben wir dann erfahren, dass uns der Züchter wohl ein "klein wenig" übers Ohr gehauen hat, zumal er
    1. Flöhe hatte
    2. nicht geimpft war (2 wochen überzogen)
    3. einen falschen Impfpass hatte (kein EU-Pass)
    4. der Züchter uns gesagt hatte, dass zwei seiner Welpen an die Behörde gehen, als Rettungshunde. Komisch nur, dass die Behörde Hunde erst kaufen kann ab einem Jahr ... :roll:


    Von Frau Kuhn haben wir jetzt erfahren, dass Jive hyperaktiv ist, also sie ist nicht "nur" ein Border Collie sondern ein hyper-hyper-Border Collie, die unbedingt arbeiten muss und zwar so schnell wie möglich, da sie auch sehr intelligent ist und dringend immer Beschäftigung braucht. (Dass sie sehr "aktiv" ist, war uns ja auch bereits aufgefallen, weshalb wir auch so plötzlich unsere Ängste hatten ...)


    Naja, ihr Züchter wird jetzt wohl Ärger kriegen vom VDH, weil es nunmal nicht zulässlich sei, dass die Hunde aus einer Zucht Flöhe haben (es waren wirklich sehr, sehr viele Flöhe - wenns nur einer gewesen wäre ... :roll: ) und weil er uns den Hund gar nicht hätte geben dürfen.


    Natürlich möchte ich jetzt nicht die Schuld auf den Züchter schieben, sicherlich war es auch mit unsere Schuld, dass wir uns nicht einfach ausreichend über diese Zucht informiert hatten - vielleicht auch doch zu wenig über die Rasse (in den einen Büchern steht es so, in den anderen ganz anders... ).


    Dem Züchter ging es auf jeden Fall nur ums Geld, sonst hätte er den Hund auch zurückgenommen, aber das wollte er auf keinen Fall. Zumal er doch hätte sagen können, dass der Hund nicht der Richtige für uns wäre, weil wir eben auch vorher schon gesagt hatten, dass wir nunmal in der Stadt wohnen ...!


    Aber nuja ... jetzt hat er den Salat :evil:

  • Hi Joyeuse
    Ich habe mich damals auch sehr sehr sehr viel informiert über diese Rasse und dachte eigentlich in den Grundzügen bescheid zu wissen. Aber es kommt ja immer anders als man denkt. Ich wusste, dass ich eventuell auch einen Hund kriegen könnte, der hüten muss und das wollte ich ihm dann auch bieten. Aber von den Border Colliebesitzern, die ich vorher kennengelernt habe, habe ich nur mitgekriegt, dass sie auch "nur" Familienhunde mit Hundesport sein können. Und das gab mir letztendlich den Anstoß, einen Border Collie zu kaufen. In den Tierheimen, habe ich damals gehört, sollte es nur Problemborder geben, so dass wir uns (meine Familie und ich) auf der sichereren Seite bei einem Züchter fühlten, der dem VDH angehört. (So dachte ich damals) Aber wie sich herausstellt hat, ist diese Züchterin auch nicht das, was ich mir unter einer seriösen Zucht vorstelle. Die Augen gingen mir nach einem Jahr auf und mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass es zu viele von diesen Züchtern gibt auch unter VDH Hand, die eigentlich nur vermehren statt zu züchten. Wenn man sich die Statistik heute auch mal anschaut, wieviele Border Colliewelpen es bereits gibt im Gegensatz vor noch zwei Jahren, ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Border Collies in unerfahrene Hände gegeben werden. Von daher kann ich heute ganz sicher sagen, dass ich damals noch gar nichts wusste. Ich wünschte mir manchmal, dass ich einem seriösen Züchter begegnet wäre, der mich aufgeklärt hätte über diese Rasse und was ich alles dazu beitragen kann, solch einen außergewöhnlichen Hund auch glücklich zu machen. Wenn das geheißen hätte, dass ich am besten Schafe haben sollte, dann hätte ich so lange gewartet, bis ich diese Schafe gehabt hätte! Ich will damit sagen, dass in den meisten Büchern nur Mist steht. Die Rassebücher schreiben längst nicht alles,was man bei einem Hundekauf beachten muss. Gerade bei Border Collies, wo es mittlerweile so viele Züchter gibt, ist die Aufklärung miserabel. Es gibt Border Collies durchaus als Familienhunde, aber es wird dabei nicht gesagt, was sie für Probleme haben können auf grund ihres noch bestehenden Hütetriebes. Und auch nicht, dass viele Züchter einfach keine Ahnung von Zucht haben, sondern meinen, nur weil sie Würfe produzieren und sie vielleicht noch sozialisieren, dass sie Züchter seien.
    Von daher kann ich Dir nur sagen, Joyeuse, dass die Schuld nicht wirklich bei euch liegt. Als Border Collieanfänger tappt man heute leider allzu oft in Fallen, mit denen man nicht rechnet. Wer denkt denn schon an böses, wenn einem gesagt wird, dass der Hund nicht hüten muss, gerade aus dem Mund eines Züchters. Schließlich vertraut man doch auf sie und das ist eigentlich der Grundstock für eine gute Bindung zwischen Züchtern und Welpenkäufern. Von daher, Joyeuse, kann man Dir kaum die Schuld zuweisen. Es wäre die Aufgabe des Züchters gewesen, euch aufzuklären über den Border Collie und gerade bei Hunden aus einer Hütelinie.
    Aber ihr habt ja noch rechtzeitig die Notbremde gezogen, was eindeutig für euch spricht. Wer weiß, was sonst mit diesem kleinen Energiebündel passiert wäre. So kann man den Hund noch optimal prägen. In ein paar Monaten wäre es vielleicht schon zu spät gewesen! Aber das wäre allen Familien so gegangen mit diesem Hund, wenn er nicht im Hüten ausgebildet wird.
    LG Maren und Sydney, die immer noch damit beschäftigt sind, alles über diese Rasse zu lernen! :wink:

    Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
    Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
    Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.


    (Roger Caras)

  • Hallo!
    Ich finde es auch gut, dass Ihr noch die Notbremse gezogen habt-auch wenn Euch schon vor dem Welpen hätte klar sein müssen, dass nicht der richtige Zeitpunkt für einen Welpen da ist.


    Falls Ihr jemals noch einen Hund (unabhängig von der Rasse) haben wollt, tut Euch selbst und Eurem Hund den Gefallen und informiert Euch. Unter Informieren versteht man nicht nur Lesen von Büchern, sondern schaut Euch Hunde selbst an, redet mit Besitzern, schaut Euch die Hunde bei der Arbeit an, besucht Austellungen und redet mit Züchtern und lernt die Hunde wirklich kennen und einschätzen.
    Sowas sollte Euch NIEMALS wieder passieren.


    Liebe Grüsse, Marta&Monster

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