Hündin ist genervt und verunsichert von Zweithündin

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    Hallo,


    ich könnte dringend ein paar gute Ratschläge und Anregungen für den Umgang mit meiner Problemhündin Sookie gebrauchen. :help:


    Ich möchte jedoch nicht gleich alles hier auflisten, sondern Schritt für Schritt die Probleme mit ihr angehen.


    Ich habe vor einigen Jahren eine einjährige Hündin (Laura) zu mir genommen, die leider in ihrer Welpenzeit keine Sozialisation erfahren konnte, da sie ihr erstes Lebensjahr als Kettenhund auf einem Grundstück alleine verbringen mußte. Sie ist anderen Hunden gegenüber inzwischen sehr aufgeschlossen und freundlich, weiß aber in bestimmten Situationen nicht, wie sie mit dem Verhalten anderer Hunde umgehen soll.
    Sie hat beispielsweise nie gelernt, mit anderen Hunden zu spielen. Sie läuft hin und animiert zum spielen, wenn der andere dann aber reagiert, weiß sie nicht damit umzugehen und läuft vor dem Hund weg.
    Das war bisher auch kein größeres Problem, da meine zweite Hündin (Bina) bereits 13 Jahre und sehr souverän war. Sie hat die "Neue" halt einfach in Ruhe gelassen und ist dazwischen gegangen, wenn andere Hunde Laura nicht in Ruhe gelassen haben.


    Nachdem Bina verstorben war, habe ich die halbjährige Sookie zu mir genommen.
    Sie war unter Erfahrungsentzug aufgewachsen und war bis zu diesem Zeitpunkt fast ständig in einem Schuppen eingesperrt gewesen. Dementsprechend war auch sie nicht normal sozialisiert. Sie hatte panische Angst vor anderen Hunden.
    Inzwischen spielt sie mit anderen, allerdings so fordernd, daß die meisten Hunde vor ihr Reißaus nehmen. Wenn die anderen in Ruhe gelassen werden wollen, bellt sie diese ununterbrochen an.


    Das Problem ist, daß Sookie während der Gassigänge Laura absolut nicht in Ruhe läßt. Sie möchte mit Laura spielen, welche damit ja nichts anfangen kann. Außerdem ist Laura ein sehr ruhiger Hund.
    Ständig rempelt Sookie die arme Laura an, rennt sie über den Haufen und läßt sie einfach nicht in Ruhe. Laura weiß nicht was sie tun soll. Sie wehrt sich kaum und extrem selten und kommt manchmal zu mir gelaufen, um Schutz zu suchen. Selbst wenn sie sich wehren würde, würde Sookie nicht aufhören.


    Ich versuche natürlich, Sookie zu verbieten, Laura zu "quälen", aber sie weiß genau, daß ich nicht einschreiten kann, wenn die beiden nur weit genug von mir entfernt sind.
    Ich habe schon versucht, sie mit Spielzeug abzulenken. Das funktioniert aber selten.
    Dann habe ich sie jedes mal eine Weile bei Fuß laufen lassen, wenn sie wieder Laure geärgert hat und auf mein Verbot nicht reagiert hat. Aber kaum, daß ich sie dann wieder laufen lasse, prescht sie zu Laura vor und macht weiter.


    Ich bin wirklich ratlos und hoffe sehr auf Eure Hilfe.

    "Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht." Heinz Rühmann

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  • Hallo,


    hat denn wirklich keiner eine Idee, wie ich dieses Problem lösen kann?


    :nein:

    "Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht." Heinz Rühmann

  • Hallo also ganz ehrlich mir fällt nichts ein :shock: Wie ist es denn in der Wohnung gibt es dort auch Probleme?Bin am grübeln und am grübeln weil ich gestern schon deinen Eintrag gelesen habe und gedacht es hätte mal ein andere ne Lösung aber ich verspreche dir wenn mir was einfällt melde ich mich wieder.LG Beate :wink:

    Der Verstand ist wie eine
    Fahrkarte: Sie hat nur dann einen
    Sinn, wenn sie benutzt wird.

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  • Hallo,
    also ich muss zugeben, dass mir da auf die Schnelle auch nichts einfällt als die "Fordernde" deutlich zu bremsen und Laura den Rücken zu stärken?!
    Ich verspreche dir aber, dass ich nochmal darüber nachdenken werde und wer weiß, vielleicht kommt mir ja über Nacht die Idee.
    Eine Frage habe ich aber trotzdem. Warum hast du zwei Hunde die mangelhaft sozialisiert sind? (Ich habe eine ehemalige Strassenhündin aus Mallorca und obwohl sie eigentlich ein toller Hund ist hat sie auch so einige Macken und als ich erstmals über einen Zweithund nachdachte war sofort klar, dass es für mich nur ein bestens sozialisierter Welpe sein konnte!)
    Warum hast du zwei so unterschiedliche Hunde, gerade wenn man weiß, dass der Ersthund problematisch im Umgang mit anderen Hunden ist bzw. über Defizite im Sozialverhalten verfügt legt man doch gesteigerten Wert auf die Auswahl des Zweithundes.
    Versteh mich bitte nicht falsch, dass sind alles keine Vorwürfe sondern nur Fragen!
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Hallo,
    danke, daß Ihr Euch Gedanken über mein Problem macht. Ich hoffe Euch fällt da noch was ein.


    In der Wohnung gibt es gar keine Probleme. Die beiden lieben sich nicht gerade, es gibt aber keine Schwierigkeiten. Sookie läßt Laura drinnen in Ruhe und in der Wohnung zeigt Laura ihr auch schon mal die Zähne (z.B. wenn es um Futter oder Aufmerksamkeit von mir geht). Und Sookie respektiert das dann auch und zieht sich zurück.


    Zitat von "Sleipnir"


    Warum hast du zwei Hunde die mangelhaft sozialisiert sind? (Ich habe eine ehemalige Strassenhündin aus Mallorca und obwohl sie eigentlich ein toller Hund ist hat sie auch so einige Macken und als ich erstmals über einen Zweithund nachdachte war sofort klar, dass es für mich nur ein bestens sozialisierter Welpe sein konnte!)


    Das war auch so nicht geplant. Nachdem meine alte Hündin verstorben war, wollte ich eigentlich gar keinen Zweithund mehr haben.
    Das habe ich dann allerdings nicht ausgehalten, weil Laura sich eher wie ein Katze verhält und überhaupt nicht zu merken ist. Sie läuft nicht gern und spielt auch nicht. Deshalb mußte es dann doch wieder ein zweiter Hund sein. Ich hatte da dann auch an einen Welpen gedacht, den ich von klein auf nach meinen Vorstellungen erzogen und natürlich entsprechend sozialisiert hätte. Nun besteht zusätzlich das Problem, daß Laura keine Welpen mag. Durch ihre unbekümmerte, tapsige, aufdringliche Art verunsichern solche Hunde Laura auch. Sie kann damit nicht umgehen.
    Deshalb hielt ich es für sinnvoll einen halb- bis einjährigen Hund dazuzuholen. Ich war der Meinung, daß die beiden sich dann schon arrangieren würden.


    Als ich mir dann auf eine Zeitungsanzeige hin Sookie angesehen habe, hat sie mir einfach nur leid getan. Ich konnte halt im Gespräch heraushören, daß sie immer im Schuppen eingesperrt gewesen war. Die Leute waren nie mit ihr spazieren gewesen. Als sie dann vor Angst das Grundstück nicht verlassen wollte, haben sie sie mit Wasser! heruntergelockt. Demnach hatte sie nicht einmal genug zu trinken. Es war auch alles verdreckt dort und sie war voller Flöhe. Aufgrund des Mangels an Sonnenlicht und Bewegung stellten sich dann auch unter der ungewohnten Belastung durch die Spaziergänge schnell Probleme mit den Vorderbeinen ein. Nach dem Röntgen sagte mir der TA, daß ihre Knochen viel zu dünn seien, was auf einen Vitaminmangel durch wahrscheinlich ungenügend Sonnenlicht zurückzuführen ist.


    Das ist zwar keine gute Motivation einen Hund mitzunehmen, aber ich hatte gehofft, daß so ein junger Hund sich integrieren würde.
    Zudem hatte ich noch nie einen hyperaktiven Hund. Und das ist Sookies zweites Problem. Ich glaube, daß ich mit einem Hund mit normalem Temperament nicht so große Probleme hätte.
    Sookie ist frustriert, wenn sie ihren Spieltrieb nicht ausgiebig ausleben kann und traktiert dann Laura.

    "Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht." Heinz Rühmann

    • Neu

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  • Hallo,


    erst mal ein dickes Lob, ich finde es Klasse das du sie da raus geholt hast. Manch einer hätte weggeschaut! :gut:


    Wie ist das sind die Hunde draussen abrufbar? Kommen sie beide auf deinen Ruf oder Pfiff zu dir?


    Es wäre ja eine Möglichkeit erst mal nur einen Hund frei laufen zu lassen, damit du mit dem anderen üben kannst. Oder fürs erste halt mit jedem Hund einzelnt eine Runde zu machen.


    Sobald deine Sookie anfängt jemanden zu ärgern, wäre das sofortige Anleinen ja auch eine Möglichkeit. Den Abbruch vom Spiel kannst du sehr gut auch unterstützen, indem sie erst mal nur an der langen Schleppleine spielen darf. So kannst du sofort einschreiten. In dem Moment wo sie Laura bedrängt die Leine aufheben und ein klares Nein zu ihr sagen. Sie darf dann erst mal nicht mehr mitspielen, sondern du kannst ein paar Übungen mit ihr machen.
    Das dauert ein paar Wochen, aber irgendwann versteht sie das Nein oder ein anderes Schlüsselwort, was das für eine Bedeutung hat.


    Sie ist ja erst ein halbes Jahr und hat in ihrem Leben weder Regeln noch Spielen erfahren dürfen, da versucht sie jetzt natürlich erst mal zu schauen wie weit sie gehen kann.
    Sie wird aber mit der Zeit merken, das sie bei solchen Bedrängungen nicht mehr weiter spielen darf. :wink:


    Die Hyperaktivität kann man sehr gut mit ruhigen Denkspielen für den Hund in den Griff bekommen. Sie wird zwar erst ungeduldig sein, aber mit der Zeit wird die Konzentration von ihrer Seite auch da sein.

    Ein Aussie wird immer mit viel Potenzial geboren!
    Nur um dieses richtig anzuwenden
    liegt in deiner Verantwortung! ( von T.K.)


    LG
    Claudia & Sky & Icy

  • Wie sieht es aus, kannst du nicht mit deinem Sookie was getrennt machen. Ich würde mit ihm in eine Hundeschule gehen oder Agility oder so was anfangen. Dann bekommt er das, was er braucht.

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