• Hallo, ich bräuchte mal ein paar tipps und
    gute ratschläge....

    also wir haben uns vor 5 wochen eine 6 monate
    alte aussiehündin als zweithund dazugeholt.
    die "züchterin" hat alles ganz toll
    beschrieben und als wir dort waren, war es
    der absolute reinfall. allerdings kam phoebe
    direkt auf meinen schoß gesprungen und war
    sofort mein hund. sie war sehr dünn und hatte
    traurige augen. ich konnte sie nicht dort
    lassen, ich möchte bitte auch keine
    diskussionen anfangen, dass man so einen hund
    nicht kauft. sie hat mein herz im sturm
    erobert und sie tat mir einfach nur leid.
    ausserdem hatte unsere piper sie auch sofort
    in ihr herz geschlossen.

    so, nun zu unseren problemem:

    das erste (das erwähnte die züchterin als wir
    dann 400 km zu ihr gefahren sind): phoebe hat
    tierische angst vor dem autofahren und hatte
    sogar für die fahrt eine tablette bekommen.
    sonst speichelt sie ohne ende und erbricht
    ununterbrochen.
    das ist leider auch nicht besser geworden.
    wir haben versucht sie neu darauf zu
    konditionieren, aber schon 10 meter vor dem
    auto erstarrt sie.

    achja, mit futter ist sie ganz schwer zu
    locken, sie ist eine schlechte esserin!

    ausserdem hat sie vor allem angst. sobald
    man normal mit ihr spricht (und nicht so wie
    man mit einem welpen redet, also nicht
    fiepsend) schaut sie einen skeptisch an und
    wehe man ruft mal laut (ohne quasi böse zu
    schreien), duckt sie sich und hat angst.
    sie hat angst vor männern, das geht soweit,
    dass sie meinem freund abgehaun ist und einen
    halben tag verschwunden war!

    wir hatten ihr eine hopfen paste gegeben, da
    war es etwas besser, die ist seit ein paar
    tagen leer und es ist wieder schlimmer.

    was empfehlt ihr?

    habt ihr tipps?

    oder irgendwelche vertrauensübungen??

    wäre euch dankbar!

  • schau mal hier:
    ANGST!!!

  • ich habe überhaupt keine Ahnung, was verhaltenstechnisch hier zu tun ist (ich würde nur sagen, mal einen tierpsychlogen oder sehr einfühlsamen trainer aufsuchen, vielleicht); aber mir fällt da etwas ein: mir wurde ein paar mal das sog. D.A.P. (dog appeasing pheromones) empfohlen, auch von einem Tierheilpraktiker. Das bewirkt bei vielen Hunden, dass sie sich allgemein wohler fühlen (Alles gut, Mama ist da...). Mal googlen oder es gibt hier auch threads dazu.

    Das DAP gibts in manchen Apotheken oder in Online-Apos. Vielleicht hilfts, dass sie leichter Vertrauen aufbaut?

  • Habt ihr schon versucht, ihr von einem Spezialisten Bachblüten oder homöopathische Mittel zusammstellen zu lassen?

    Vertrauensübungen sind auch gut, allerdings würde ich mit Dingen anfangen, die ihr am wenigsten Angst einjagen, und die Anforderungen erst langsam steigern. Vor was hat sie noch Angst?

    Wenn es sehr schlimm ist und nicht besser wird, würde ich möglichst bald einen Tiertherapeuten zu Rate ziehen.

    Ist sie gesundheitlich o.k. (vor allem Schilddrüsenwerte)?

  • Oh jeh.

    erstmal herzlich willkommen hier und Glückwunsch zu dem Neuzugang.

    Aber dann: Ich hoffe ihr blast der "Züchterin" ordentlich den Marsch, auch könnt ihr versuchen sie an entsprechenden Stellen zu melden- sonst geht das dort immer so weiter...

    Zu der Maus:

    Bitte bitte holt euch einen guten (!) Trainer.

    Ansonsten- gebt der Maus Zeit, bedrängt sie nicht und lasst ihr Zeit mit dem Auto...

    Lasst die Maus langsam zum Auto Kontakt aufnehmen, vielleicht beiläufig im Spiel?

    Und bloß nicht losfahren.

    Sonst solltet ihr ganz klare Regeln einführen damit die Kleine euch gut einschätzen kann.

    Dann erstmal Handfütterung. Sie soll mit euch nur Positives verknüpfen.
    Dein Freund soll ihrnicht direkt in die Augen schauen, vermeidet euch über sie zu beugen- und lasst ihr Zeit.

    Dann solltet ihr ihr möglichst viele Dinge ganz beiläufig zeigen und sie damit positive Erfahrungen sammeln lassen- was nicht immer einfach ist und den Zwerg nicht überfordern sollte.

    Wie reagiert ihr denn auf ihre Unsicherheiten? Wie reagiert sie?

  • ich wollte noch schreiben: Handfütterung, vielleicht in der Reihenfolge:

    eine zeitlang (mehrere Tage!) nur durch dich, kommentarlos
    dann durch dich, wobei du ruhig mir ihr sprichst
    dann durch deinen Freund, aber zunächst kommentarlos
    dann durch deinen Freund, wobei er ruhig mit ihr spricht...

    wäre jetzt meine Idee.

  • Hallo,

    wichtig ist, dass euer Hund Vertrauen zu euch und zu Menschen aufbaut. Ich kenne das von meinem Hund, der nichts kannte als er kam und auch vor allem Angst hatte.

    Wenn dein Hund Leckerchen fressen kann, nimm wirklich Würstchen oder Käse, dann macht Folgendes: Setzt euch auf den Boden mit dem Rücken zum Hund und haltet ein Futterstückchen hin, ohne den Hund anzugucken. Nimmt er es, prima. Immer, wenn ihr den Hund ruft, klein machen, evtl. den Rücken zudrehen und vorsichtig ein Leckerchen hinhalten.

    Nie sich über den Hund beugen, das ist für den Hund bedrohlich. Immer mit heller, freundlicher Stimme sprechen.

    Den Hund von Fremden vorsichtig füttern lassen.

    Es kann sein, dass der Hund vor Angst nicht fressen kann. Evtl. mit Spielzeug locken. Nicht sich dem Hund anbieten, er soll von selber kommen. Eher den Hund ignorieren. Wirklich auf den Boden setzen und warten bis er kommt und merkt, dass nichts passiert.

    Mein Hund hat drei Wochen gebraucht, bis mein Sohn ihn anfassen konnte. Ich habe meinen Hund von Fremden füttern lassen, bin an Kindergärten und Schulen und hab sie da mit Futter vollgestopft, nur hatte ich das Glück, dass mein Hund verfressen ist.

    Fürs Autofahren habe ich keinen Tip, aber ein TA vermutlich schon.

    Ansonsten bitte kein Mitleid mit dem Hund, ihr müsst für den Hund ganz klar und sicher wirken. Keine Streicheleinheiten und trösten, wenn er Angst hat, das verstärkt alles.

    Mein Hund hat übrigens die Unsicherheiten überwunden und knutscht heute fast jeden. Und die, die sie nicht mag, nun gut, die mag ich vermutlich auch nicht! ;) Und FRemde muss ein hund nicht aushalten. Ich mag auch nicht, wenn mich Fremde über den Kopf streicheln, was Hunde übrigens total blöd und auch bedrohlich finden.

    LG Schopenhauer

  • danke für eure antworten.

    ja wir haben eine wirklich gute trainerin. allerdings kann sie es sich oft glaub ich nicht so vorstellen, denn wenn wir in der stunde sind ist komischerweise oft alles gut. sie sagt halt gebt ihr zeit und das werden wir ja auch tun.....haben gaaaaaaaaaaaanz viel zeit nur ich will ihr helfen damit besser zurecht zukommen.

    vor was sie noch angst hat: vor allen hunden die größer sind als sie. spielen kennt sie nicht.

    wenn sie sich freut, wackelt der arsch in sekundenschnelle hin und her, dann schleckt sie einen ab, allerdings kapiert sie nicht, dass sie die zähne weglassen soll und wenn einem dann ein "au" aus reflex rausrutscht schreckt sie wieder zurück.

    das mit ner heilpraktikerin habe ich mir auch schon überlegt....mein freund will nicht unbedingt dass sie dauerhaft unter "medis" steht, aber das sind ja alles natürliche sachen. ich denke, dass würde es wirklich unterstützen. zum fressen: wir haben sie genau so schon aus der hand gefüttert. und hier in der wohnung hat sie auch nicht mehr so die angst vor meinem freund, dass geht los, sobald wir raus gehen.....


    was gibt es denn noch für vertrauensspiele??

  • Ich habe auch einen Angsthund.
    In der Tierklinik haben sie ihm als erstes Magnesium verschrieben.
    (Ich bilde mir ein, es hilft...)
    Frag mich nun nicht genau nach den Hintergründen, auf alle Fälle wurde das Magnesium von einer annrkannten Tierklinik, die neben der Schulmedizin, auch speziell mit alternativer Medizin arbeitet, verschrieben.

    Und Magnesium ist kein Medikament in diesem Sinne und kann nicht schaden. :???:


    Ach, das ersetzt natürlich keinen Trainer oder Training. Ist nur unterstützend.

  • hallo tess,

    ich kann nur zu dem problem angst mit männern etwas sagen. als ich paul mit 3,5 monaten bekommen habe, hatte er wahnsinnige angst vor männern. da ich aber oft bei meinen eltern bin, und auch dort ein riesen garten für ihn ist, haben wirs versucht. ganz langsam, schritt für schritt. also hund in für ihn sicherer umgebung, bei uns wars der garten.

    erster schritt; sind wir beide (dad und ich) in die hocke, ich zwischen hund und meinem dad. haben beide den hund nicht angeschaut und uns seitlich von ihm gedreht, ich habe ihn dann mit leckerli in der hand in meine richtung gelockt. (zu mir hatte er schnell vertrauen). ohne leine, er konnte selbst entscheiden, wie weit er ran kommen will. für jeden schritt in unsere richtung super loben. das haben wir einige tage so gemacht, immer wieder, und am schluss ist er sogar schon neben mir und meinem dad gestanden. da war ich aber immer noch als puffer sozusagen dazwischen. parallel waren wir einfach alle miteinander im garten, mein dad dabei - ganz normal - hund konnte einfach einen bogen um ihn machen, platz genug ist da. immer wieder mal hat mein dad auch ganz lieb "paul" gerufen, ohne etwas von ihm zu wollen, damit er sich an seine stimme gewöhnt.....

    zweiter schritt: dad in hocke, leckerli bei ihm in der hand, seitlich wegdrehen, hund nicht ansehen, nicht anfassen, ich war zwar noch dabei, aber ein stück daneben in der hocke. stück für stück ist er auf ihn zu. keinerlei hektische bewegungen und dem hund immer platz zum ausweichen bieten. und natürlich loben.

    dritter schritt: er kommt aufs leckerli gut zu meinem dad, schnüffelt auch danach an ihm, vorsichtig streicheln, nicht am kopf, besser hals und brust

    vierter schritt: mein dad hat ihn zeitweise (ca. 2 wochen) alle mahlzeiten ganz ruhig aus der hand gefüttert, hat dann super geklappt

    mittlerweile nach 4 monaten hat er vor manchen männern immer noch angst, auch beim gassi und/oder zuhause.
    aber er kann entspannt mit uns im raum sein, wenn besuch da ist, und schläft beim essen ohne probleme neben dem tisch, sobald er kontakt mit den männern hatte. aber immer sehr ruhig und den hund haben wir den kontakt zu männern immer selber aufnehmen lassen. wenn ein mann auf ihn zugeht, und von oben ihn streicheln will, ists ihm immer noch unangenehm, da sag ich aber auch sofort halt, bitte nicht.

    ich hab halt versucht, wenn ich gemerkt hab, er mag einen nachbarn von uns gerne, oder einen freund von mir besonders, oder beim gassi einen anderen HH, dann bewusst viel unterhalten, ganz normal und diese leute immer wieder getroffen, oder zum gassi mitgenommen.

    ich weiss nicht, ob das die lösung so ist, aber bei uns hats mit viel geduld und ermunterung geklappt. zumindest so, dass es immer besser wird.

    alles liebe euch!

  • im moment zum beispiel ist mein freund auf der arbeit. und ich habe ein wenig mit ihr rumgealbert und sie hat vor lauter freude wirklich pipi gemacht. keine wirklich gar keine anzeichen vor angst oder stress. da funktioniert alles prima.

    macht mein freund das, guckt die ihn doof an, duckt sich und will sich irgendwo verkriechen.

    aber wie gesagt im moment ist sie total fröhlich....kommt mein freund von der arbeit, wird er begrüßt als ob sie ihn jahrelang nicht gesehen hat. aber das war es dann schon.....dann hat sie gleich wieder angst...

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