Mein Hund wird ständig bedrängt!

  • Hallo,
    folgendes Problem.
    Mein Bube wird ständig von "richtigen" Männern dominiert. Er ist ein Kastrat (aus dem Tierschutz, ich hätte ihn nicht kastreiren lassen) und alle anderen wollen ständig auf ihn drauf. Die anderen Hundebesitzer denken immer, meiner wäre ein Mädchen, vor allem weil sie ihre Rüden so extrem gar nicht kennen.
    Dies schüchtert meinen eh schon sensiblen Buben komplett ein. Er sucht dann immer bei mir Schutz (ist ja gut so) und schaut mich mit großen hilfesuchenden traurigen Augen an. Selbst wehren tut er sich nicht. Gestern hat ihn z.B. ein Barsoi die ganze Zeit abgeschleckt (am ganzen Körper?!), und die anderen "kleben" richtig an seinem Pipimann. Natürlich scheuche ich die anderen weg, aber auf dem Hundeplatz im Freilauf klappt das natürlich nicht immer. Da mein Bub ein Galgo ist, benötigt er den Hundeplatz weil er nur da ohne Leine Toben und Laufen kann. Er wird ja auch "nur" von den nichtkastrierten angegangen. Gestern war es so schlimm, dass er nur noch mit eingezogenem Schwanz bei mir stand. Ich musste dann natürlich den Platz verlassen.
    Nun habe ich Angst, dass mein Großer einen seelischen Schaden bekommt. Weil wenn er ständig dominiert und bedrängt wird kann das ja nicht gut fürs Selbstbewustsein sein!
    Vielleicht hat er auch einen sehr intensiven Duft für die anderen?! Vielleicht hat er eine Krankheit?! Kann man da vielleicht Hormone geben. Auch hat er an der Hinterhand an einigen Stellen kein Fell, also richtige kahle Stellen....
    Also zum Tierarzt geh ich eh demnächst, aber vielleicht kann mir auch jemand von euch hier weiterhelfen.
    Grüße

  • Das Aufreiten von unkastrierten Rüden auf Kastraten ist ganz "normal".
    Ich meine damit, dass die unkastrierten Rüden nicht wirklich was mit deinem Hund anfangen können.
    Er riecht nicht wirklich nach Rüde, aber auch nicht nach Hündin... :???:
    Sie wissen dann nicht richtig mit den Hunden umzugehen, weil sie sie nicht zuordnen können.
    Für die unkastrierten Rüden ist es dann so :
    "Das ist kein Rüde, also kann man ihn mal behüpfen !!! " ;)
    Mal ein bisschen salopp gesagt.

    Versuche doch mal mit den Rüdenhaltern zu sprechen und ihnen zu erklären, dass dein Hund Angst vor ihren Hunden hat, bzw. noch recht unsicher ist.
    Sie müssten dann eigentlich Rücksicht auf dich nehmen !!!
    Ich verstehe auch nicht, warum ihr beide den Platz verlassen müsst !!!

    Die Rüdenhalter sollten ihre Rüden anleinen, wenn sie versuchen aufzureiten !!!


    ________________

    Lg
    Wiebke

  • @ Wiebke: Das sehe ich eigentlich auch so. Aber viele bringen dann so schlaue Sätze wie "das machen die schon unter sich aus". Bei mir wird nix zw. Rudelfremden "unter sich ausgemacht". Ich muss als "Alpha-Tier" meine Hunde "beschützen", nur dann vertrauen sie mir und nehmen mich Ernst.
    Die meisten sehen das anders. Das schlimme ist, dass selbst wenn mehrere Kastrate auf dem Platz sind immer meiner die geballte Ladung abbekommt. Vor Kurzem bat ich einen Labrador Besitzer bestimmt 10x das Aufreiten zu unterbinden. Also nach dem 11. mal noch immer nix passiert ist, hab ich die Leine in Richtung Labrador geschmissen (Achtung: "in Richtung", nicht auf den Labrador). Daraufhin machte mich der Besitzer total zu Schnecke. Natürlich konnte ich mich gut verbal wehren :handy: .
    Ich verlasse dann den Platz, da dieser Ziemlich groß ist, und es schon stresst, wenn man ständig die Verehrer von seinem Hund scheuchen muss. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mein Bub total eingechüchtert war :| [/quote]
    Grüße

  • Hallo,

    schließe mich MaroonAussies an!
    Dein Rüde ist nicht krank, er riecht nicht wie ein Rüde...

    Sprich mit den Rüdenbesitzern, sie sollten ihren Hund erst gar nicht auf deinen lassen. Das bedeutet, dass sie ihre mal im Auge halten sollten und ggf. von deinem herunternehmen...

    Gruß

    Leo

  • Hallo

    Kopf hoch. Wir haben auch einen unkastrierten Rüden - aufreiten bei kastrierten Rüde geht gar nicht, das haben wir beide schon unter uns geklärt. Unserer kanns, aber ich kenne Deine Situation auch und ich würde auch versuchen mit den anderen Hundehaltern zu sprechen. Wenn ich mich richtig erinnere ist das Aufreiten ja auch eine Dominaz Sache zwischen dem Hund der es tut und dessen Rüdelführer. Ich hoffe ich habe da nix falsches erzählt - die Gurus mögen mich berichtigen.

    Vielleicht kommst Du damit weiter

    Stefan

  • Also ich glaube auch dass es vom geruch abhängt.
    Allerdings frage ich mich warum dein Hund nichts unternimmt um sich zu verteidigen...
    also mir würde das zu denken geben.
    ehrlich.
    Ich sage ja nicht das jeder Hund so sein muss wie meiner, oder meine , aber ein gewisse bersitschaft sich zu verteidigen sollte schon vorhanden sein.
    Übrigens bin ich auch eine von diesen "Oberschlauen" oder wie ihr das genannt habt.
    die die Hunde zusammenschmeißt und sagt " Das lass ich die unter sich aus machen" logisch wenn es jetzt ganz ganz schlimm wird ghehe ich dazwichen, aber solange sie nur rangeln, greif ich nicht ein.
    Hab ich bei meinem Pferden auch so getan.

  • Leider ist es wirklich so, dass kastrierte Rüden oft für nicht kastrierte Rüden wie eine läufige Hündin riechen. Dies ist jedoch keine Entschuldigung dafür, dass andere Hundehalter es zu lassen, dass ihre Rüden deinen besteigen. Das ist ganz klar ein Erziehungsfehler.
    Mein Rüde besteigt keinen anderen Hund und wenn er es versucht, dann hohl ich ihn notfalls eigenständig da runter.
    Zusätzlich zu der Ignoranz der anderen Hundehalter kommt dann oft noch der Spruch, aber die spielen doch so schön.
    Hilfe, das ist Ignoranz und Dummheit pur.
    Dein Hund wird bedrängt und fühlt sich sichtlich nicht wohl aber der Verursacher wird nicht zurückgerufen.
    Das Traurige an der Sache ist, dass du in den wenigsten Fällen auf Verständnis und Einsicht der anderen Hundehalter hoffen kannst, weil ihre Hunde doch nur spielen wollen. Ist echt super ärgerlich und ich hasse so ein Verhalten.
    Erwähn doch mal beim Verscheuchen der Rüden, dass dein Hund ein Rückenproblem hat und ob sie ihre Rüden bitte davon abhalten könnten, da sie sicher die Tierarztkosten nicht übernehmen möchten. Vielleicht hilft das ja.

  • agil: ja, da kann einem schon manches mal der kragen platzen. über solche sprüche könnte ich mich immer tierisch aufregen. wenn nix passiert hole ich die fremden rüden eigenhändig von meinem runter. aber zimperlich bin ich dann auch nicht. da fehlt es bei vielen wirklich an erziehung. toll ist auch immer, wenn manche so in ihren netten plausch vertieft sind, dass sie gar nicht mitbekommen was ihre vierbeiner da eigentlich so treiben....naja, ich bin bestimmt auch nicht fehlerfrei, aber ich versuche zumindest, dass niemand sich aufgrund meiner beiden hunde belästigt fühlt.
    da es ja aber sehr viele dieser unerzogenen hunde gibt, muss ich mir irgend etwas einfallen lassen. ich möchte meinem hund eigentlich nur ungern die sozialkontakte entziehen, nur weil unter 10 hunden vielleicht 2 sind, die ständig an meinem rummachen. und die ständige diskussion mit den besitzern wird irgendwann auch öde. da muss es doch irgendetwas geben, damit mein bub diesen anziehenden duft verliert?
    grüße

  • Ich denke, es gibt nicht wirklich ein Mittel dafür, dass der Geruch sich ändert. Es nach meiner Erfahrung überwiegend echt mit der Erziehung des anderen Hundes zu tun.

    Mach dir jedenfalls keine Sorgen um das Verhalten deines Hundes, denn das ist OK. Ich sehe nicht, dass er die Angelegenheit regeln müsste. Er ist halt ein schüchterner Kerl und will nicht streiten - das ist doch letztlich eher positiv als negativ zu sehen. ;)

  • Zitat

    ungern die sozialkontakte

    Ist denn das die wirklich die einzigste Möglichkeit in Deinem Umkreis? Wir haben gesucht und haben jetzt Plätzchen gefunden wo wir mit unserem "bösen" Hund auch auf andere "böse" Hunde treffen und sind froh das wir nicht mehr auf den Hundeplatz gehen.

    Stefan

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