Probleme mit neuen Umgebungen

  • Hey....

    das Problem haben wir schon sehr lange, haben auch versucht ihn langsam daran zu gewöhnen, aber Bowie hat immer noch extreme Probleme mit neuen Umgebungen....
    Wenn wir woanders spazieren gehen, wo wir noch nicht waren, dann regt er sich so auf, dass er schon nach wenigen Minuten extrem anfängt zu hecheln.
    Kann er von der Leine, dann ist alles in Ordnung, dann hört er auch, ist aber trotzdem noch leicht nervös am hin und her schnuffeln, aber an der Leine ist es der reinste Horror...Er kennt keine Leinenführigkeit mehr, sendet total viele Beschwichtigungs Signale, zittert etc...

    Gehen wir aber irgendwo in eine Stadt, wo viele Menschen sind, dann haben wir dieses Problem nicht, da läuft er wie eine 1.... Gehen wir in ein fremdes Gebäude auch kein Problem, da legt er sich auch ruhig hin und alles ist gut, aber ansonsten haben wir da echt immer Probleme....

    Ist ein anderer Hund dabei, egal wie alt, groß etc, dann ist es wesentlich besser, aber alleine ist es echt ein riesen Problem....

    Hat jemand das selbe Problem noch oder gehabt? Wie arbeitet ihr daran?

    Ich denke sein Problem kommt daher,dass er ab dem Zeitpunkt, wo er bei seinen Vorbesitzern einzog recht isoliert lebte und nie groß etwas anderes kennenlernte, als die Wohnung und die unmittelbare Umgebung....

    Gut, wir bekommen in ca. 2 Wochen unseren kleinen Diego, wo durch sich die Situation wahrscheinlich wieder bessern wird, aber ich möchte dann auch gerne alleine mit Bowie das noch etwas üben, weil für ihn ist es ja auch enormer Stress, wenn er dann wieder alleine laufen muss....

  • Die Antwort auf deine Frage gibst du dir im Grunde schon selbst:

    Zitat

    Ist ein anderer Hund dabei, egal wie alt, groß etc, dann ist es wesentlich besser, aber alleine ist es echt ein riesen Problem....


    Für liest es sich so, dass der Hund zu wenig Vertrauen zum Mensch (zu dir) hat. Vielleicht liest Mensch zuviel und übertrieben im Hund und verunsichert so den Hund noch mehr ;)

  • Hey...

    also unsere Bindung ist eigentlich super, wir haben sehr daran gearbeitet und in vielen Situationen zeigt sich das ja auch...

    und auch sonst gehe ich immer total gelassen an so etwas ran, wir haben sein Verhalten auch schon total ignoriert, ich hatte ihn nicht weiter beachtet...

  • Huhu dark :)

    nunja wenn er sich in "Hundegesellschaft" dabei wohler fühlt bzw. durch den anderen Hund (oder wie in der Stadt durch die vielen menschen) abgelenkt wird von der neuen Situation probiert doch mit Freunden euch langsam an neue Umgebungen heranzuwagen und mit denen immer mal ausflüge wo anders hin zu machen (gerne auch mit anderem Hund). Nach einer Woche oder 2 Wochen geht dahin nochmals allein mit Bowie..eventuell merkt er das er da schon einmal mit jemandem war und erinnert sich dann auch daran das dort nicht plötzlich ein "Monstrum" um die ecke schießt.

    Noch eine Möglichkeit um es ihm zu erleichtern wäre in einer neuen Umgebung mit ihm spielerisch (wie bei einem Welpen oder kleinkind) das ganze zu erkunden.

  • Hey...

    miracle
    das könnte vielleicht ein Versuch wert sein...Nur ich kann mir echt nicht erklären, wieso er sich so Verhält, weil wie gesagt, an der Bindung liegt es nicht und wenn wir erst mal etwas gelaufen sind, dann geht das auch...
    Wenn wir durch ein fremdes Wohngebiet laufen, also an Höfen und Gärten vorbei ist für ihn auch noch mal ganz schlimm, da schaut er dann in jeden Hof, schaut sich die ganze Zeit panisch um...

    ich muss dazu sagen, dass er generell sehr vorsichtig ist, heute hatte er sich sogar vor einem größeren Pilz erschreckt :schockiert: aber ich geh dann auch nicht auf sein ängstliches Verhalten ein, wenn dann gehen wir mal zu dem Gegenstand hin, der ihm Angst macht, dann fass ich den an und dann ist auch alles in Ordnung.... Bowie musste in der Zeit wo er bei uns ist viel lernen und auch lernen, dass es viele Dinge im Alltäglichen Leben gibt, die nicht schlimm sind...

    Als wir z.B. bei der Züchterin waren und mit Bowie und ihren 2 Hunden eine Runde liefen, war es für Bowie gar kein Problem, er lief prima mit, freute sich einfach nur und es war wirklich schön... So sollte es eigentlich immer sein, wie ich finde...
    Bei ihm reicht schon ein Hund und es ist ok...Aber je größer die Gruppe, desto toller ist es... Wenn wir dann 2-3 x mit ihm irgendwo lang gelaufen sind, dann ist das auch kein Problem mehr, nur halt die ersten paar Male...

  • huhu :)

    nunja ich denke wie gesagt das es einfach an der Ablenkung liegt die er duch die anderen erhält ..wenn du dagegen mit ihm allein dorthin gehst gibt es keine ablenkung und er passt natürlich auf das da keiner plötzlich um die ecke springt...anscheinend hat er einfach angst weil vielleicht früher mal etwas um die ecke kam was ihn zu tode erschreckt hat..gib ihm Ablenkung vielelicht legt sih dadruch schon etwas und mit der Zeit geht er dann ganz souverän durch die Situation

  • Zitat

    ich muss dazu sagen, dass er generell sehr vorsichtig ist, heute hatte er sich sogar vor einem größeren Pilz erschreckt :schockiert: aber ich geh dann auch nicht auf sein ängstliches Verhalten ein, wenn dann gehen wir mal zu dem Gegenstand hin, der ihm Angst macht, dann fass ich den an und dann ist auch alles in Ordnung....


    Gratulatioooooon ;-) Du bestätigst deinen Hund indem Du zu diesem dämlichen Pilz gehst und ihn anfasst und aufhebens drum machst. Also war die Vorsicht deines Hundes ja berechtigt, wenn selbst du dein Verhalten jetzt änderst und auf die Sache einsteigst.

    Anderes Beispiel:

    ich gehe mit meinen Hunden durch einen Wald spazieren. Jetzt knackt es irgendwo im Gebüsch, wahrscheinlich verursacht von einem Reh.

    jetzt kann ich 2 Dinge tun:

    a) ich ignoriere das Knacken und tue so als wäre nichts gewesen oder
    b) ich bleibe stehen und starre in die Richtung von wo das Geräusch kam.

    Was wird passieren?

    zu a) meine Hunde bleiben ruhig, weil sie sich an mir orientieren. ICH reagiere nicht, also geht von dem Knacken keine Gefahr aus und ich kann in Ruhe weitergehen.

    zu b) in dem Moment wo ich selber stehenbleibe und mich umschaue, begreifen meine Hunde, dass da wohl etwas ist, was meine Aufmerksamkeit hervorruft und werden selber nervös und aufmerksam.

    Genauso ist es beim Pilz auch. Du schenkst diesem Pilz eine Aufmerksamkeit, die von der Normalität abweicht und darauf springen deine Hunde an.

    Das passiert oft nur unbewusst, aber es kommt halt immer wieder mal vor.

    Lg
    Volker

  • Hey..

    wobei ich aber sagen muss, dass es bei Bowie viel gebracht hatte ihm zu zeigen, dass Mülltüten, Tonnen und ähnliches, also alles was er nicht kannte, nicht schlimmes sind...Er geht an solchen Dingen nun ohne weiteres vorbei, schenkt ihnen noch nicht mal mehr Aufmerksamkeit...
    Das ist ja auch nicht das Problem, es sind ja nur noch wirkliche Ausnahmen, dass er sich mal vor irgendwelchen Gegenständen erschreckt...

    Geräuche oder irgendwelche anderen Situationen ignoriere ich, auch wenn er davor Angst hat, ich streichel ihn dann noch nicht einmal, einfach damit er keine Bestätigung für sein Verhalten bekommt...Weil genau das möchte ich ja nicht. Ich laufe dann mit ihm einfach weiter und tu so als wäre da nie etwas gewesen, weil wieso auch ? Es ist ja nichts was uns stören würde...

  • Hallo,

    also bei Scaddy ist es ähnlich, denn auch er dreht immer komplett auf, wenn wir mal neue Wege laufen oder er in einer fremden Umgebung ist. Ich versuche halt, ihm wohldosiert möglichst viel zu zeigen und hoffe, dass wir das auf diese Weise in den Griff kriegen.

    Wenn ich etwas "Verdächtiges" allerdings ignoriere, dann deutet er das nicht so als ob es ungefährlich sei, sondern eher als "Oha, die hat ja gar nicht gemerkt, dass da was war" und dadurch wirds dann viel schlimmer. Bei uns klappts jedenfalls viel besser, wenn wir mal kurz zu dem Verdächtigen hingehen und er sich selbst davon überzeugen kann, dass da gar nichts ist, wovor man Angst haben müsste. Wir machen ja auch kein großes Tamtam drum, sondern ich geh ganz normal mit ihm da hin und tu halt so, als wäre es das normalste von der Welt, dass ein kleiner Hund sich eine große Sitzbank (oder was auch immer) mal in aller Ruhe aus der Nähe anschauen darf.

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