Hilfe: Dunkelheit, hyper nervös

  • Hallo zusammen

    Ich hätte da mal eine Frage an euch und zwar ist mein Hund (Sima, 3 jährige Aussi Hündin) in der Dunkelheit hyper nervös. D.h sie kann kaum Fuss laufen, hört fast nicht mehr auf meine Kommandos, kaum raschelt es im Gebüsch ist sie auf 180ig und falls dann noch in der ferne ein anderer Hund sichtbar wird (oder es reicht auch schon der Schatten eines anderen Menschen und es könnte ja ev. ein Hund dabei sein) stellt sie sich auf die hinter Beine und möchte gleich loslegen mit knurren :irre:

    Zu Sima: sie hat einen guten Grundgehorsam, aber auch einen ausgeprägten Jagd instinkt (diesen habe ich aber am Tag ziemlich unter Kontrolle), dann ist sie weiter sehr unsicher gegenüber anderen Hunden und es kommt öfters vor dass sie an der Leine die anderen Hunde anknurrt und anbellt (daran sind wir am üben mit einer Hundetrainerin).
    Ich habe Sima aus dritter Hand und sie hat wahrscheinlich schon so einiges durchgemacht (ich weiss leider nicht viel über ihre vorherigen Plätzli).

    Nun ist ja bald wieder Winterzeit und dann ist es eifach am Abend schon sehr bald Dunkel und ich muss mit ihr im Dunkeln laufen gehen. Aber das ist der absolute horror und sehr anstrengend. Letztes mal habe ich den Fehler gemacht, dass ich das Fahrrad genommen habe (kennt sie am Tag und läuft sehr gut mit) um sie einwenig auszupowern, jedoch wurde alles nur noch schlimmer.

    Habt ihr mir irgendwelche Ratschläge was ich mit ihr im Dunklen tun könnte um sie a) an die Dunkelheit zu gewöhnen und dass sie ruhiger wird b) dass sie trotzdem ausgepowert wird und auch geistig etwas ausgelastet wird.
    Vielleicht habt ihr ja auch eine Idee warum es im Dunkeln so extrem anderst ist als am Tag :???:

    Vielen vielen dank für eure Ratschläge ich bin nämlich langsma am Ende meiner Motivation.

  • Ich würde mal nachschauen lassen, ob die Sinnesorgane richtig funktionieren. Augenerkrankungen wie PRA, CEA usw. sind beim Aussie keine Seltenheit. Qualifizierte Tierärzte für so eine Untersuchung findet man hier:
    http://www.dok-vet.de

    Dann wäre noch Taubheit oder schlechterer Hörsinn abzuklären. Welche Farbe hat sie denn? Hat sie viel weiß?

    Erst, wenn das abgeklärt ist, würde ich mit Training beginnen. Ich vermute, Du versuchst ihr das Theater zu verbieten?

    Viele Grüße
    Corinna

  • Ok ich werde das mit dem Tierartz mal anschauen. Sie ist schwarz, weiss, braun und kommt aus der Arbeitslinie (amerika) und nicht aus der "Schönheitslinie" (aber sie ist super schön :D )

    :roll: ja so ist es ich versuche ihr es zu verbieten. Ich sehe dann glaube ich meist so aus :motz:

    Aber in letzter Zeit habe ich es auch mit viel Geduld probiert, dass ich verusche ganz ruhig zu bleiben und sie zu loben wenn sie mich mal anschaut. (habe da aber etwas Angst, dass ich sie im falschen Moment lobe und sie für ihr nervöses Verhalten bestätige). Das ruhig bleiben glingt mir im Moment für ca. 10min dann ist das Fass voll....

    Ich habe mir auch schon überlegt einfach nur diese 10min raus zu gehen und dann wenn ich merke ich kann nicht mehr wieder nach Hause (aber ich kann ja nicht 6 x 10min raus gehen, dann gewöhnt sich Sima vielleicht noch an " Juhu es kann jeden Moment wieder losgehen" und fängt bei jedem Gang zur Türe an zu winseln)

  • Zusätzlich würde ich davon Abstand nehmen, ihr abends noch mehr Aufregung bieten zu wollen. Ihre Sinnesorgane sind ja ganz offensichtlich schon so geschärft, dass jegliche Aufregung es nur noch schlimmer macht.
    Ist bei uns ja nicht anders. Gehen wir im hellen und es raschelt im gebüsch, gucken wir vielleicht mal ganz kurz in die Richtign. Passiert selbiges nachts werden unsere bewegungen hektischer, es ist uns schneller unheimlich und der Puls steigt an.
    Genausowas passiert auch beim hund. Versuch sie eher ruhig zu halten in diesen Momenten. Würde sie z.B. noch Futter am Boden suchen dann?

  • Hallo,

    was sagte denn die Trainerin dazu?

    Ich denke nicht, dass sie taub ist, denn das hättest Du oder die Trainerin doch bemerkt, oder?

    Die Augen würde ich auch auf jeden Fall mal untersuchen lassen.

    Aussis haben nicht nur einen Hütetrieb, sondern auch ein gewisses Maß an Schutztrieb und viele Hunde sind im Dunklen wachsamer als tagsüber.
    Vielleicht vermittelst Du ihr nicht genug Sicherheit und sie hat das Gefühl selbst aufpassen zu müssen?

    Die Trainerin sollte das beurteilen können wenn sie euch beide kennt und auch zusammen sieht.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Wow vielen Dank für die raschen Antworten.

    Ich denke auch, dass das Gehör i.O ist (das hätte ich gemerkt) aber bei den Augen bin ich mir nicht sicher.

    Ja auf Futter reagiert sie meist gut ausser wenn die Ablenkung zu gross ist.

    Also werde ich nächstes mal versuchen ganz ruhig und ohne grosse Befehle eine kleine Runde mit ihr zu drehen und ab und zu Suchspiele zu machen.
    Soll ich auch versuchen sie mit Futter abzulenken, wenn sie ins Gebüsch starrt und das Gefühl hat es springt gleich ein Reh raus? Ich versuche auch oft ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, dass sie mich anschaut. Aber das klappt in der Nacht nicht wirklich, sie starrt dann einfach in die Richtung weiter aus der es spannender ist.
    Was empfehlt ihr mir soll ich sie an der kurzen Leine halten und daruaf achten, dass sie Fuss geht oder soll ich ihr Freiraum gönnen an der Flexleine (ich habe aber das Gefühl, dass sie an der Flex noch nervöser ist) ?

  • Zitat

    Wow vielen Dank für die raschen Antworten.

    Ich denke auch, dass das Gehör i.O ist (das hätte ich gemerkt) aber bei den Augen bin ich mir nicht sicher.

    Zwischen gar nix hören und nicht richtig hören gibt es einen Unterschied :D Das mit den Augen würde ich aber auf jeden Fall abklären lassen.

    Zitat


    Ja auf Futter reagiert sie meist gut ausser wenn die Ablenkung zu gross ist.

    Das ist normal. Das zeigt, dass sie zu gestresst/unsicher ist.

    Zitat

    Also werde ich nächstes mal versuchen ganz ruhig und ohne grosse Befehle eine kleine Runde mit ihr zu drehen und ab und zu Suchspiele zu machen.
    Soll ich auch versuchen sie mit Futter abzulenken, wenn sie ins Gebüsch starrt und das Gefühl hat es springt gleich ein Reh raus?

    Das würde ich nicht machen, denn damit trainierst Du eine Verhaltenskette. Sie muss dann ins Gebüsch starren und sich aufregen, damit Du sie aufmerksam machen kannst und sie ihre Belohnung bekommt. Ich würde es ignorieren und wortlos weitergehen. Kommt tatsächlich ein Reh, würde ich sie Hinsetzen oder Hinlegen und danach abrufen.

    Zitat

    Ich versuche auch oft ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, dass sie mich anschaut. Aber das klappt in der Nacht nicht wirklich, sie starrt dann einfach in die Richtung weiter aus der es spannender ist.

    Vielleicht hat sie es schon so verknüpft, dass sie denkt, sie wird für das in die Gegend starren belohnt.

    Zitat

    Was empfehlt ihr mir soll ich sie an der kurzen Leine halten und daruaf achten, dass sie Fuss geht oder soll ich ihr Freiraum gönnen an der Flexleine (ich habe aber das Gefühl, dass sie an der Flex noch nervöser ist) ?

    Ich würde eine drei Meter lange Leine nehmen und ersteinmal total ignorant bzw. neutral spazierengehen. Nichts tun für mindestens eine Woche lang. Danach wirst Du sehen, was Du tatsächlich unbewusst trainiert hast und was wirklich ein Problem ist.

    Für mich klingt es fast danach als ob Du unbeabsichtigt das Verhalten gefördert hättest.

    Viele Grüße
    Corinna

  • ok super das werde ich so machen, schön einfach mal nichts tun ;)

    Das mit dem antrainierten Verhalten könnte schon sein, denn mein Mädel lernt sehr schnell...manchmal ein bisschen zu schnell!

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