Zeit lassen oder Alleinsein üben?

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    Hallo,


    Wir haben vor 3 Monaten einen 4 Jährigen Jagdhundmischling aus einer Familie übernommen, da sie keine Zeit mehr für ihn hatten. Er war da bis zu 6 Stunden allein und es hat angeblich ohne Probleme geklappt.


    Er hat sich jetzt schon ziemlich gut bei uns eingelebt und wir können ihn eigentlich auch überall mithinnehmen (Arbeit, Sport, etc.). Trotzdem würden wir ihn gerne ab und zu auch mal ein Stündchen zuhause lassen.
    :help: Er ist aber unglaublich anhänglich. Schläft er im Wohnzimmer und ich gehe in die Küche springt er auf und läuft hinterher, er lässt uns keine Minute aus den Augen. Alleinsein klappt also noch gar nicht.
    Bin ich länger als 10 Minuten in einem anderen Zimmer, fängt er das jaulen an. (zum Leidwesen unserer NAchbarn...)
    Ich übe jetzt regelmnäßig mit ihm, gehe davor lang mit ihm Gassi, spiele mit ihm und fülle ihm einen Kong mit Leberwurst etc. bevor ich gehe, aber er rührt ihn erst wieder an wenn ich wieder da bin.


    Ich habe jetzt schon von mehreren Seiten gehört, dass es noch zu früh sein könnte ihn alleinzulassen, da er die Trennung noch nicht überwunden hat und sich erst bei uns einleben muss. Aber vielleicht lernt er es dann gar nicht mehr und lernt dass er überall mithin darf.
    An manchen Tagen klappt es auch bis zu 20 Minuten, dann kann es aber wieder sein daß er schon anfängt wenn ich die Tür zumache. :?:


    Was meint ihr wie soll ich das Training am besten Aufbauen? Kann es sein, dass er einfach nur Zeit braucht und ich gar nicht so viel üben soll? :help:

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  • Zu früh ist es nie!
    Dein Hund muß lernen, dass er um euch keine Angst zu haben braucht. Ihr könnt selber auf euch aufpassen. Wenn ihr ihn alleine laßt, dann ohne Primborium. Gehen, fertig. Auch wenn ihr zurückkommt. Hunde absolut ignorieren. Erst Jacke und Schuhe ausziehen, Einkäufe ausräumen... Dann erst Hund begrüßen. Hund auch nicht angucken. Einfach ignorieren. Ihr dürft auch nicht ins Haus gehen, wenn eurer Hund gerade jammert oder bellt. Das bestätigt ihn und er denkt, ihr kommt, weil er bellt. Somit hat er Erfolg. Also nur rein in die Wohnung, wenn er gerade ruhig ist.


    Auch in der Wohnung, laßt den Hund ruhig hinter euch her tappen, aber ignoriert ihn. Er ist einfach Luft für euch. Wenn ihr es wollt, wird er gerufen. Auch wenn er jammert, ignorieren, in dem Moment aber, wo er kurz ruhig ist toll loben und mit Leckerchen bestätigen, damit euer Hund versteht, was euer gewünschtes Verhalten ist. Wenn ihr irgendwie auf die Jammerei eingeht, wird er nur bestätigt.


    Fangt mit kurzen Abständen an und steigert diese. Dazu noch ein paar kleine Spielregeln, damit seine Rangordnung gefestigt wird:
    - ihr geht immer vor ihm durch die Tür
    - euer Hund läuft immer hinter euch die Treppen runter
    - wenn euer Hund im Weg liegt, schickt ihn weg
    - steigt zwischenducrh mal über euren Hund
    - Futter darf nicht rumstehen
    - Hund wird immer erst gefüttert, wenn ihr gegessen habt, und wenn es nur ein Keks ist
    - Hund z.B. hinsitzzen lassen, bevor er sein Futter bekommt und dann Freizeichen geben, denn Hund muß fürs Futter arbeiten
    -.....


    Ich hoffe, dass das euch in kurzer Zeit hilft, dass euer Hund den Trennungsschmerz aushält.

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  • Hallo :winken:


    Wir haben seit 6 Monaten eine jetzt 1,5 jährige Boxerhündin aus Griechenland zu uns genommen. Am Anfang klappte einfach gar nichts, sie war nicht stubenrein, hat die Katzen gejagt, alles angeknappert und beim alleine lassen jämmerlich gejault und zerstört.


    Viele Sachen sind mit der zeit besser geworden, wir haben alleine seine richtig lange geübt und wirklich bei 1 Minute angefangen und langsam gesteigert. Vorher haben wir sie desensibilisiert so das anziehen und schlüssel klappern nicht mehr automatisch gassi gehen heißt. Die schon genannten Rangordnungssachen wie vorher essen und so haben wir auch alles angewandt.


    Was bei ihr wirklich sehr geholfen hat ist sie zu ignorieren. In dem moment wo sie mal nicht hintergetappert kam und einfach weiterschlief wurde auch das alleine sein wesentlich einfacher.


    Ich hoffe ihr seht bald kleine Erfolge, es ist nervig wenn Müll runter bringen wegen dem Hund geplant werden muß...
    :freude:

  • Vielen Dank für eure Antworten.


    Wir üben jetzt seit knapp 10 Tage. :schlaumeier:
    Er muss immer mal wieder alleine im Wohnzimmer sein (bis zu 10 Minuten) ich versuche alle Tips und Tricks anzuwenden (Rangordnung stärken, ignorieren, Kong etc.) .
    Trotzdem wird es nicht besser sondern schlimmer. Er jault zwar in den 10 min nicht, kratz aber seit 3 Tagen an die Tür (ich geh natürlich erst rein wenn er ruhig ist..)


    Bis vor einer Woche blieb er wenigstens im Auto bis zu 30 min brav sitzen, (da hatt er genug zu sehen) aber mittlerweile fängt er auch da nach 5 min das jaulen und bellen an.


    Was kann ich noch versuchen?
    :ka:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo,
    oooh, das leidige Thema Trennungsangst.
    was man sich hierzu ins Gedächtnis rufen sollte, ist das es hier meistens Probleme mit Hunde gibt die eine zu intensive (=gestörte) Beziehung zu ihren Besitzern haben. Gerade wenn der Hund im vorigen Haushalt viel ignoriert wurde und jetzt der zentrale Punkt des Hauses ist bzw zumindest sehr viel mehr Kontakt und freundliche Gesten vom Besitzer kommen als der Hund es gewöhnt ist.
    Das erste was man einführen sollte ist weniger auf den Hund einzugehen bzw ihn nicht dauernd zu streicheln. Der Hund muss gelassener werden, das er dir überall hin folgt ist ein deutliches Zeichen dafür dass er es nicht ist. Er hat ganz offensichtlich keine Ruhe wenn er alleine ist.
    Das mit regelmässigem Training ist richtig, aber nur wenn es korrekt durchgeführt wird. Also keine lange Entschuldigungsrede dem Hund gegenüber, kühler Umgang besonders vor dem Alleinelassen. Bloss nicht heimlich davonschleichen, sonst bewacht er dich erst recht. Am besten ist bei solchen Hunde ein fester Rhytmus damit er weiss was kommt, zB erst langer Spatziergang, dann wird vor seinen Augen ein Kong präpariert und dann bleibt er alleine. Aber dabei keine Entschuldigungen, Palaver oder Gestreichel sondern eben als wär es das natürlichste der Welt!
    Das dauert meist eine Weile bis der Hund weiss er wird eben nicht verlassen sondern kann sich beruhigt schlafen legen.
    Meine bleiben aber ohne Gezeter stundenweise allein, obwohl die Hündin als junger Hund echt Terz gemacht hat (weniger Bellen sondern zerstörungstechnisch). Mittlerweile sind auch längere Zeiten kein Thema -ich hab sie mal auf Video aufgezeichnet und sie blieb total cool obwohl sie ganz allein war.

  • Hallo,


    dieses Problem war bei uns bis vor einigen Tagen aktuell. Unser Zweithund, wir haben ihn seit 2 Monaten, blieb nur allein, wenn der andere Hund dabei war. Das mussten wir natürlich ändern. Also ließen wir ihn erst 1 oder 2 Min. allein und steigerten das jeden Tag. Anfangs großes Theater mit Gardinen herunterreißen, um aus dem Fenster gucken zu können etc. Heute ist alles ausgestanden.


    Dieses im Haus nachlaufen war auch nervig. Ich kam mir vor wie ein Magnet. Anfangs habe ich es geduldet, denn der Hund suchte unsere Nähe, weil er in seinem ersten zu Hause keine Aufmerksamkeit bekam. Doch später ignorierte ich das Nachlaufen und jetzt hat es aufgehört.


    Also, nur Geduld.


    LG


    Nele

  • oh mann ich freue mich echt riesig über gleichgesinnte
    wir haben seit ca 8 wochen unseren mischling,wird mal ein großer und er kommt aus spanien...
    er ist jetzt 22 wochen fast und da ist es das gleiche voll das gebelle wenn ich nur 5 min im garten bin(alleine.huch und somit ohne ihn;) )
    er beißt auch kaputt was er findet und ich hab 2 kleine mädels im alter von fast 4 und 1 jahr,das heißt er muß lernen alleine zu bleiben-ich kann ihn schlecht zu ärzten mitnehmen!
    oh graus ja ich hab mit kiste und allem geübt aber die findet er noch schlimmer(wenn ich gehe)als wenn er in der wohnung laufen kann(verstehe ich auch,)aber gut zu wissen das es doch welche gibt die es geschafft haben und er läuft mir auch nur hinterher,manchmal auch nicht wenn ich extrem viel renne;)dann vergeht es ihm auch...ich hatte auch schon ein thema dazu geschrieben und bleib hier auf der seite mal dran waren gute tips bei,sorry auch wenn ich keinen hatte:))
    eure tanja

    Kinder und Tiere haben viel gemeinsam,die wichtigste Gemeinsamkeit ist ihre bedingungslose Liebe und das Urvertrauen in uns,und das sie niemals lügen,vor allem nicht in der Körpersprache!WIR SOLLTEN UNS MEHR BEI IHNEN ABGUCKEN!

  • hallo


    habe jetzt nicht wirklich alle beiträge hier gelesen von daher kann es sein das der tip schon geschrieben wurde :flehan:


    gib ihm einen knochen.da ist er beschäftigt.mach kein großes aufsehen wenn du gehst.das soll ja normal für den hund sein.du kannst ja vor der türe stehen bleiben.warte einfach nur ein paar minuten aber geh erst wieder rein wenn er nicht jaulen sollte sonst verbindet er das jaulen mit dem "du kommst ja wieder".das wiedersehen würde ich auch nur kurz halten.es ist ja nichts passier :wink:


    viel glück wünscht


    frau schlömer

  • Hallo,


    ich würde erstmal einen großen Schritt wieder zurück gehen! 10 Minuten sind bei Euch anscheinend schon zu lange. Nimm das was problemlos klappt und wenn es nur eine Minute ist. Liegt der Hund eine Minute entspannt und ruhig, dann fangt dort an. Das wird belohnt. Klappt das ein paar Tage lang gut, bei mehrfach täglichem Üben, nehmt ihr anderthalb Minuten. Immer nur langsam steigern. Nicht wenn es mal einen tag super klappt beim nächsten mal gleich 10 Minuten probieren, das kann Euch das ganze Training kaputt machen.
    Allein bleiben kann man lernen, aber es braucht genau wie alle anderen Dinge viel Zeit, kleine Schritte und viele Wiederholungen.


    Keine Sorge, das kommt alles.
    Liebe Grüße


    Ella

    Trickdogging und Hunde-Spiele für Jederman

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