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Staupe im Oberbergischen Kreis

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    Hallo zusammen,


    im Oberbergischen Kreis sind zwei Staupe Fälle bekannt geworden (einer vor Weihnahten der andere ist letzte Woche eingeschläfert worden).


    Die ansteckende Krankheit wurde aus Polen von einer Zuchtausstellung mitgebracht. Beide Hunde wurden regelmäßig geimpft. Leider lag nur ein 80%iger Impfschutz vor (obwohl wie schon gesagt, vorbildlich geimpft wurde!). Dieser kann anhand des Blutbildes bestimmt werden.


    Kann Euch nur empfehlen Euren Hund mal untersuchen zu lassen. Ich fahre gleich mal zum nachimpfen. Das Risiko ist mir einfach zu groß.


    VG
    Tanja

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  • Hier bin ich schon wieder.
    Habe mal was online in der Hundezeitung geklaut.


    Was ist ...?
    Staupe (canine distemper)


    Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Hunde. Man kennt sie seit dem 18. Jahrhundert. Sie war jedoch in Deutschland lange verschwunden geglaubt, bis nun wieder seit einem Jahrzehnt vermehrt Fälle auftraten, die von den Syptomen unerfahrenen jungen Tierärzten erst gar nicht erkannt wurden.


    Als Ursache für das Wiederauftreten werden unter Fachleuten die Tierimporte aus dem osteuropäischen Raum diskutiert, eine zunehmende Impfmüdigkeit oder eine spontane Änderung der in der freien Natur vorkommenden Virusstämme, gegen die bisher verwendeten Impfstoffe in Europa möglicherweise keinen vollständigen Schutz bieten. Sicher ist bisher nur, dass die Krankheit wieder Hunde befällt.


    Der Hund kann sich nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hunden anstecken. Gefahr droht zum Beispiel auch beim Waldspaziergang, weil Marder und Frettchen (und andere Fleischfresser) die Krankheit übertragen können.


    Die Staupe kann akut, subakut oder chronisch verlaufen. Je nach den dominierenden Symptomen spricht man von der katharrhalischen, gastrischen, respiratorischen, pneumonischen, nervösen Staupe oder auch vom Hard-pad-Syndrom (rissige Ballen), wobei im Verlauf der Erkrankung oft die eine Form in die andere übergeht.


    Ein infizierter Hund scheidet mit sämtlichen Sekreten und Exkreten das Virus (Tröpfcheninfektion) aus, das anschliessend von einem anderen Tier direkt oder durch Einsaugen aufgenommen wird, so dass es in das lymphatische Gewebe des Waldeyer`schen Rachenringes oder der Bronchiallymphknoten gelangt, in denen es sich vermehrt.


    Am dritten bis vierten Tag nach der Infektion gelangt das Virus von dort ins Blut (virämisches Stadium). Von diesem Zeitpunkt an lässt sich das Virus in Milz, Lymphknoten und Thymus nachweisen, später auch im Darm. Besteht ein Antikörpermangel des infizierten Tieres, kann es auch zur nervösen Form der Staupe im Zentral-Nerven-System kommen.


    Erste Krankheitsanzeichen treten etwa eine Woche nach der Ansteckung auf. Sie beginnen sehr schnell mit hohem Fieber, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führt. Begleitet werden diese Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und Nasenausfluß, der dann zähflüssig wird.


    Dieser Ausfluss ist hoch ansteckend. Entweder unmittelbar danach - oder nach einer fieberfreien Phase der scheinbaren Erholung - können weitere Symptome auftreten.


    Die Ausprägung der Symptome hängt vom Individuum ab, vom Alter des Tieres, der Immunwirkung, der Virulenz des Erregers und der Art der Sekundärerreger, besonders, wenn es sich dabei um andere Viren wie Parvo oder Corona handelt.


    Meist kommt zeitgleich mit der Phase der Virämie ein erster Fieberschub, begleitet von einem leicht gestörten Allgemeinbefinden, Anorexie (keine Futteraufnahme) und/oder einer Konjunktivitis (Bindehautentzündung). Diese Phase bleibt oft unbemerkt oder sie führt - in der akuten Form der Staupe - zum Tod.


    Im Verlauf der Organbesiedlungen und einer Immunsuppression treten sekundäre Infektionen und meist ein weiterer Fieberschub auf. Ein sicherer Verlauf ist vorwiegend im Alter von drei bis sechs Monaten (Schmelzdefekte - das "Staupegebiss" ) zu erwarten, bei geschwächten ungeimpften Hunden oder manchmal auch bei alten Tieren, die nicht mehr nachgeimpft wurden.


    Die Form im Darmkanal zeigt folgende Symptome: Erbrechen, Durchfall, Austrocknung und rasche Abmagerung. Ein Durchfalleintritt vor oder mit respiratorischen Symptomen ist immer ein deutliches Signal einer möglichen Staupeinfektion.


    Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das äussert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen.


    Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann variieren. Die nervöse Form endet jedoch immer tödlich und erfordert, dass der Hund eingeschläfert werden muß.


    Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen die Staupe zu schützen, ist die konsequente Impfung. Die Grundimmunisierung in der deutschen tierärztlichen Praxis erfolgt als erste Impfung gegen Staupe (und Parvo) bei hoher Infektionsgefahr in der fünften bis sechsten Lebenswoche, sonst zwischen der siebten und achten.


    Die Nachimpfung sollte dann je nach Gefahr zwischen der zwölften und sechzehnten Lebenswoche erfolgen. Danach ist eine jährliche Impfung angebracht - nach hiesigem Verständnis.


    Bei der Impfpraxis gehen die Diagnosen und Erfahrungen der europäischen und US-amerikanischen Tierärzte auseinander. In den USA geht man von einer Sterberate von 80 Prozent aus. Von den Überlebenden haben etwa die Hälfte mehr oder weniger schwere unheilbare neurologische Schäden, vor allem epileptische Anfälle die oft ein Einschläfern nach scheinbar überstandener Krankheit (manchmal erst Monate später) nötig machen.


    Vor einigen Jahren und dieses Jahr wieder wurden auch Seehunde an der Nordsee von einer Art der Staupe befallen.



    © Hundezeitung; 8/2002

  • Staupe... oje... Da wurde mir gleich ganz schlecht beim lesen. Meine Hündin ist deshalb vor ein paar Jahren elendig verreckt.
    Ich hoffe, das es sich nicht weiterausbreitet.


    LG, Caro

    Be all you can be

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  • Hallo Caro,
    wie und warum hast Du Deine Hündin verloren? War sie noch im Welpenalter und daher noch nicht ausreichend geschützt?


    VG
    Tanja

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Oh Mann das tut mir leid.
    Habe mir den Eintrag durchgelesen - und muß Rotz und Wasser heulen. Mein Gott wie schrecklich.


    Tanja

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