Thema Welpenschutz und Rudel

  • Huhu,

    Ich würde gerne mal über das Thema Welpenschutz sinnieren :)

    Den Welpenschutz im althergebrachten Sinne gibts eigentlich nicht. Man (ich auch) dachte lange das es einen grundsätzlichen Schutz für Welpen bis zu einem bestimmten Alter gäbe.
    Das ist aber ganz und gar nicht so.

    Nur innerhalb des eigenen Rudels genießen die Welpen eine Sonderstellung und haben bis zu einem bestimmten Punkt Narrenfreiheit. Das Rudel muss ja aus gesunden starken Mitgliedern fortbestehen, darum wird man, äh Hund, nicht einfach rudeleigene Welpen verletzen oder gar totbeißen.

    Was versteht man unter "eigenes Rudel" bei unseren Haushunden?

    Das Rudel, bestehend aus Mensch, Hund und Katze, das sich im eigenen Haus und Hof befindet ist natürlich DAS Rudel.
    Aber es gibt noch eine Erweiterung, nämlich das Nachbarschafts- oder Freunderudel.
    Wird ein Welpe früh an Hausrudelfremde gut sozialisierte Nachbarschaftshunde heran geführt und mit ihnen bekannt gemacht, dann gehört der Welpe zum erweiterten, also zum Freunde- oder Nachbarschaftsrudel. Er genießt dann mehr Privilegien und hat einen gewissen Schutz vor all zu heftiger gegenwehr bei welpischen Unhöflichkeiten als ein völlig fremder Welpe.

    So, und nun bitte ich um eure Meinungen, von mir aus auch "Du spinnst" ;)

  • Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher, was diesen Welpenschutz angeht. Ich hab nun schon einige male erlebt, das rudeleigene Welpen lediglich geduldet werden, vorallem da die Mutterhündin ständig anwesend ist (oder die anderen Hunde weggesperrt werden, wenn Mutterhündin und Besitzer mal weg sind)..

    Ich wüsste auch nicht, warum nun ein "Freundeswelpe" mehr Rechte haben sollten :gruebel: Pepper hat wie jeder andere Welpe Prügel bezogen wenn sie frech war, auch wenn sie zu Lee gehörte :gruebel: Genauso die anderen Welpen aus ihremWurf. Die Eltern der Welpen gehörten zu unserem Gassi-"Rudel" und da gab es nie Zoff o.ä. Aber das diese 4 Nasen nun automatisch dazu gehörten, das konnte man nicht sehen. Es gab keinerlei Unterschied zu fremden Welpen.

  • Hallo,

    meiner Erfahrung nach haben Welpen auch im eigenen Rudel nicht grundsätzlich Narrenfreiheit.
    Unsere Hündin hat damals ihre Welpen vom ersten Tag an konsequent in ihre Schranken gewiesen. Natürlich nicht mit Bissen, aber mit Knurren, Fauchen, Umrempeln etc. Bei ihren Söhnen wurde sie dann etwas lockerer als sie ca. 1 Jahr waren - ihre Töchter bekommen bis heute (sie sind inzwischen 6 Jahre alt) gezeigt, wer die Chefin ist :D
    Fremde Welpen behandelt sie natürlich grad so, wie sie ihre eigenen behandelt hatte - was uns von manchem überbesorgten Welpenbesitzer schon Kommentare wie "die ist doch gestört, der hat doch noch Welpenschutz" eingehandelt hat :irre:

    Grüße
    Liese

  • Auch ich bin mir über den Welpenschutz im Rudel nicht so sicher.

    Arthos zog als Welpe in mein Minirudel bestehend aus dem 10 Jahre alten Quincy und dem 9 Jahre alten Idefix.
    Quincy, der Neufundländer, duldete den Welpen und lies ihm alles durchgehen. Idefix, der kleine Terriermix, war da wesentlich ungeduldiger und hat schon mal kräftig zu gelangt.

    Als Quincy nicht mehr war und Quebec ins Rudel kam, war eitel Freude. Arthos und Idefix nahmen sich des Welpen an, spielten mit ihm und beschützten ihn. Dieser Welpe durfte sich ebenfalls alles bei den "Großen" erlauben.

    Ganz anders war es, als der vierte im Bunde, Woody einzog. Dieser hatte nur Quebec als Spielgefährten. Weder Arthos noch Idefix duldeten ihn in ihrer Nähe. Nur der Respekt vor mir, verhinderte, daß die beiden dem Kleinen Schaden zu fügen konnten.

    Woody war ca. 7 - 8 Monate alt, als er es wagen durfte, auch diese beiden zum Spielen aufzufordern. Heute ist diese Quadrille natürlich unzertrennlich.

    Aber wie gesagt - geschrieben, generellen Welpenschutz bezweifele ich auch im eigenen Rudel, im erweiterten, also Freunde, Spielgefährten, sind meine Zweifel noch größer.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Gerade bei Züchtern kann es zwischen anderen Hündinnen und den Welpen der anderen Hündinnen wirklich Ärger geben.
    Bisher habe ich die Rüden immer als am tolerantesten erlebt*g* Die waren irgendwie liebe nette Onkel und haben sich viel gefallen lassen bzw. eben nur gerügt und gerüffelt. Wurden aber nie wirklich ausfallend.
    Und quietschen tun die kleinen Viecher ja sofort wenn man sie nur zu dolle anstubbt :p

    Wenn man es mal streng sieht könnte es für JEDE Hündin Konkurrenz bedeutet das die andere Hündin Welpen hat, oder?
    Deswegen könnte ich mir das schon eher erklären.

    Hingegen gibt es ja auch das Phänomen das Hündinnen die zusammen wohnen und ganz dicke sind, auch "Ammengedanken" pflegen. Also manche sogar Scheinschwanger werden und Milch geben!
    Gibts bei den Menschen auch.

    Vielleicht kommt es da aber auch darauf an wie dicke die Hündinnen miteinander sind?!
    Also allgemein ob sie eher zärtliche Ammen und Tanten sind die mithelfen oder ob sie "Eifersüchtige-Konkurrenzgedanken" hegen.

    Welpenschutz in der eigenen Gruppe, wenn die Mütter nicht dabei sind hab ichs bisher oft friedlich erlebt. Allerdings passte das auch zwischen den erwachsenen Hunden super.

    Bei uns in der gruppe werden welpen eigentlich gern gesehen, ABER zumindest unsere Zicke Amadeus braucht ne Vorlauf Zeit. Er mag es nicht direkt angesprungen und geknapst zu werden und erageirt ziemlich zickig. Darf er ja auch. Er wurde nie so ernst das man hätte Angst haben müssen hat aber gleich sehr gerügt.
    Hart aber fair ist er.
    Kennt er die Welpen dann besser dürfen sie ziemlich viel*gg*
    Harte Schale, weicher kern ;)

    Clou ist der Spielgefährte für Welpen überhaupt, die finden den alle toll weil der VOLL mitgeht. Und meistens auch die passende größe hat für alle Welpen außer die kleinen Rassen.
    Yako ist auch ein lieber Onkel und lässt sich alles gefallen, Ohren knapsen, Rute beißen, Pelz ziehen.
    Mittlerweile ist er eben schon 11 und man merkt es ihm an das ers langsam leid ist, aber er ist weiterhin absolut großzügig und gutmütig.
    UND die welpen vertrauen ihm, er ist super souverän und absolut cool. nen besseren Erziehungspartner als Yako konnten unsere anderen Hunde in der Familie und die Hundeschulen mit denen wir gemeinsame "Sache" gemacht haben, nicht haben :)
    Aber mein Pümmie wird langsam eben alt und braucht mehr Ruhe jetzt. Der Opa im Hintergrund eben.

    Hier in der Umgebung ist gerade Babyboom angesagt. Ganz viele haben Welpen, da gehts richtig rund *lach*
    Und wir werden wohl auch nächstes Jahr zuwachs kriegen*freu* Maaaal sehen...

    Zurück zum Thema:
    Ich glaube, souveräne und gutmütige Hunde können Welpen viel beibringen, auch wenn sie nicht inenrhalb der gruppe leben geht das häufig absolut gut.
    Aber es gibt eben welche die mögen weder Welpen noch deren tolpatschiges gehabe. Ich habe das gerade bei vielen Hündinnen erlebt das sie sehr extrem reagieren. und nicht nur rügen, sondern auch wirklich aggressiv reagieren.
    Konkurrenz? (In Form von FREMDER Welpe)
    Eifersucht?
    Überforderung?

    Gibts ja auch beim Menschen das Phänomen der Kinder/Babyaggression (heißt anders, mirt fällt das Wort jetzt gerade nicht ein).

    Wieso bringen Mütter ihre eigenen Kinder um und manche Frauen fremde Kinder... wieso gibt es Angehörige Frauen die die Kinder der anderen töten bzw. schlecht behandeln?
    Ich denke vielleicht eher Biologisch zu erklären als Psychologisch?
    Wobei, man kann es denke ich auch von beiden Seiten sehen.

    Nina

  • Bei uns ist es unsere Hündin, die eher mit Welpen "kann", als unser Rüde. Er ist da eher grob und tollpatschig...
    Bonny dagegen liiiebt Welpen, und zwar alle, was nicht selbstverständlich für eine Hündin ist. Ich habe es auch eher so erlebt, dass die Rüden da geduldiger sind und manche Hündin Welpen einfach ablehnt und auch heftig würde, wenn diese zu ihr wollen.

    In der Hunderunde ist es eher Bonny, die sich mit dem "Jungvolk" abgibt, vielleicht ja auch mit dem Hintergedanken: wenn ich mir die ziehe, wie ich sie haben will, mucken sie nicht so schnell auf?
    Im Moment haben wir zwei halbwüchsige Schäfermix-Mädels von 5,5 und 10 Monaten. Bei der älteren wird schonmal öfter "erzogen", gerempelt, gejagt, dann leckt diese ihr das Maul....
    Die kleinere darf sich noch recht viel erlauben, da gibt es meistens Fangspiele, wobei jeder mal vorne läuft.

    Da Bonny sich als Rudelchefin sieht, hat sie die Mädels im Alllgemeinen natürlich mehr im Auge als die Rüden; die wollen es sich mit ihr eh nicht verscherzen, da reicht bei so einem halbwüchsigen Rüpel mal ein ordentliches Anblaffen und der muckt nicht mehr auf. :lachtot:
    Wobei sie bei Rudi seeehr geduldig war/ist, bis heute, und er ist fast 1,5 Jahre...

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