"Hundeanfänger" braucht Tipps !

  • Ich habe einen Schäfer-Berner Sennen mischling ( Rüde) namens Schorschi . Der kleene ist jetzt 5 Monate und 2 Wochen alt !
    Er ist total intelligent ( was nicht immer einfach ist ) er kann die wichtigsten Befehle Platz, Sitz, Hier (auch ein paar unwichtigere wie z.B. gib 5 oder Peng ) und hört auch auf seinen Namen .
    Das Problem ist das er ein totaler Rebell ist und z.Zt. keinerlei Respekt zeigt . In seinen wilden Phasen kennt er keine Grenzen er springt an mir ,hoch rennt wild umher zwickt und beisst (zwar nicht stark aber...) :x Bei ihm hilft weder der Nackengriff noch der Schnauzgriff als auch auf den Rücken "drücken" Einzige Abhilfe ist ihn aus dem Zimmer zu sperren wobei er weiss wie man türen öffnet also türe absperren und warten bis er sich beruhigt hat :x

    Bitte helft mir ich will keinen aggressiven Querolanten zuhause haben noch dazu wird der ein Riese werden !! :hilfe: :hilfe: :hilfe:

  • Hallo,

    lies Dir mal diesen Threat durch: https://www.dogforum.de/ftopic58152.html

    Ich hoffe, das klärt Dich darüber auf, daß die Methoden wie Nackenschütteln, Schnauzgriff und Alphawurf nur kontraproduktiv sind.
    Wenn Du keinen agressiven Querulanten haben willst, solltest Du diese Maßnahmen dringend überdenken.

    Bei Euch ist wohl der komplette, tägliche Umgang mit dem Hund ausschlaggebend. Du hast leider etwas oberflächlich beschrieben, wie es bei Euch so aussieht.

    Zunächst mal ist das Verhalten Deines Hundes völlig normal für das Alter. Er sucht seinen Platz im Rudel und testet Grenzen aus. Zu den einzelnen Baustellen gibt es durchaus Lösungsansätze ohne Gewalt. Die von Dir beschriebenen Maßregelungen tragen nur dazu bei, daß er erst recht agressiv wird und verunsichert wird.

    Zwickt und beißt er im Spiel zu heftig, kurz aufquietschen (autsch) und den Hund SOFORT ignorieren, Spiel abbrechen, Raum verlassen. Verhält er sich ruhig, forderst DU (!) ihn wieder zum Spiel auf und beendest es auch.

    Hochspringen: Tut er das zur Begrüßung? Dann ignorieren, von ihm wegdrehen, ihn SANFT mit dem Oberschenkel oder Knie von Dir wegschubsen (nicht das Knie in den Bauch rammen, wird auch noch teilweise empfohlen, SO NICHT). Alternativ ein "Sitz" üben. Verhält er sich ruhig, begrüße ihn ruhig und sanft. Nicht überschwenglich, dann dreht er ja wieder auf.

    Wenn er so intelligent ist, wird er auch schnell lernen, daß das ungestüme Verhalten für ihn erfolglos ist. Das bringt keine Aufmerksamkeit (auch keine negative). Versuch doch, ihn mit nem Futterbeutel einw enig auszulasten. Ronja steht da total drauf. Der Hund lernt dabei auch, Dir zu folgen, Deine Kommandos auszuführen und wird ein Stückchen von Dir abhängig. Bringt er den Beutel brav zu Dir, darf er daraus fressen. Wird er dabei aufdringlich, springt hoch oder rempelt Dich an, verschwindet der Beutel in der Jackentasche und es gibt eben nix.

    Ich hoffe, das hilft Dir erstmal weiter. Und lies Dir bitte den verlinkten Threat durch und überdenke die Gewalt-Methoden. Das bringt Dir auf Dauer nix und Du merkst ja auch, daß Hundi sein Verhalten deswegen nicht ändert. Es wird nur schlimmer, glaub mir.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Ich würde abwarten udn Tee trinken. Ich weiß, ich habe das auch imemr gehasst wenn mir jemand erzählen wollte, dass ich Geduld haben müsse. Aber es is tatsächlich so. Früher oder später beruhigt er sich wieder. das ist halt eine Phase. Ich weiß auch noch, wo unser Hund klein war und ich mir manchmal nicht anders zu helfen wusste, als mit ihm in die Küche zu gehen, die Tür zu schließen und zu warten, bis er erschöpft eingeschlafen ist. Mittlerweile hat sich das völlig gegeben. Ich will Dich auch nicht deprimieren, aber in den nächsten 1 1/2 Jahren musst Du immer mal wieder mit solchen Phasen rechnen.
    Im Prinzip machst Du es ja auch richtig. Wenn er zu arg übedreht, kommt er halt für ein paar Minuten alleine in ein Zimmer um sich abzuregaieren. Ist er schon so groß, dass er die Türklinke runter drücken kann? Wenn ja, dann schließ halt ab.
    Zusätzlich könntest Du versuchen, ihn noch ein wenig mehr auszulasten. Körperlich (aber nicht übertreiben) wie geistig.

    Denk einfach imemr dran, wenn Du mal wieder frustriert bist: Das ist alels nur eine Phase und wird mit Ausdauer und Konsequenz schon werden.

  • Danke seehr für die Antworten :^^:

    Es stimmt natürlich das ( Gewalt ) Nackengriff usw. nix bringt !! Manchmal macht man es schon aus " genervt" sein ! Aber ich werde mir dies abgewöhnen !
    Es ist so das wir ( ich habe meine Wohnung im Haus meiner Eltern ) ein großes Haus haben mit einem großen Garten !
    Mein Hund hat die Freiheit sich im Haus und Garten relativ frei zu bewegen ! ! Zusätzlich gehen wir 2x täglich spazieren und machen tagsüber immer mal wieder Kommando Übungen !
    Es ist nun so das wenn ihm mal wieder langweilig ist ,anzufangen überall hoch zu springen sei es denn der Tisch oder die couch oder Personen :kopfwand: ! Es hilft dann wirklich nur noch ihm aus dem Zimmer zu sperren sonst bringt ihn nix runter ! Auch fängt er sich die schreckliche Angewohnheit an, an Türen zu kratzen wenn er nicht mit darf (bei neuen Türen natürlich grandios :zensur: )
    Hundekontakt hat er sehr viel da die ganze Nachbarschaft Hunde hat auch ein Welpe seines Alters ist dabei ! ( oft dürfen die zusammen spielen )
    Noch eine Frage ist es zu Früh den Hund beizubringen auf seinen Platz zu gehen und ihn kurz dort verweilen zu lassen `? :ops: :ops:

  • Ob etwas "zu früh" ist, kann man wohl nicht pauschal sagen. Letztlich hängt es immer von den Fähigkeiten des Hundes ab. Ich habe meinem z.B. nie beigebracht zu seinem Platz zu gehen, weil ich darin schlicht und einfach keine Notwendigkeit sehe. Mir ist wichtiger, dass er ein klares "Nein" versteht. Wo er sich dann hinlegt ist mir im Prinzip egal.

    Wenn Du schon sowieso recht viel mit ihm machst, wäre es vielleicht noch eine Möglichkeit, ihm zusätzlich "intelligentes" Spielzeug anzubieten. Also diese Bälle die man mit Futter füllen kann zum Beispiel.

    @ Blackbetty: Ich war richtig überrascht, als ich in der letzten Ausgabe der Zeitschrift "Dogs" gelesen habe, dass sich immer mehr Hundetrainer von der "Kuschel-Erziehung" abwenden und dass sogar der Schnauzgriff wieder vermehrt eingesetzt wird. Das heißt jetzt nicht, dass geschlagen wird oder so. Aber die "körperliche" Erziehung ist wohl nicht mehr ganz so verpönt.

  • Zitat

    @ Blackbetty: Ich war richtig überrascht, als ich in der letzten Ausgabe der Zeitschrift "Dogs" gelesen habe, dass sich immer mehr Hundetrainer von der "Kuschel-Erziehung" abwenden und dass sogar der Schnauzgriff wieder vermehrt eingesetzt wird. Das heißt jetzt nicht, dass geschlagen wird oder so. Aber die "körperliche" Erziehung ist wohl nicht mehr ganz so verpönt.

    Hallo,

    naja, bei mir schon, aber jeder läßt sich von irgendwas beeinflussen und so wird es auch Anhänger der "körperlichen" Erziehungsmethoden geben. Ich gehöre nicht dazu. Allein schon deshalb, weil wir Menschen gar nicht fähig sind, den Schnauzgriff zu imitieren. Er wird von Hunden punktgenau und auch nur ganz kurz praktiziert. Was wir mit einem "Schnauzgriff" assoziieren ist eher ein "Schnauze-Zuhalten" und damit kann der Hund nun so rein gar nix anfangen. Das wäre das Gleiche, als wenn ich meinem Kind den Mund zuhalte und wer macht das schon...?!

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Geschlagen wird mein " Schorschi " natürlich auf gar keinen Fall !!! Er ist ein integriertes Familienmitglied ( das seinen Platz wohl noch nicht kennt )

    Ich persönlich finde den Nackengriff z.B. auch nicht soo schlimm ! Wenn er mit der Hundedame aus der Nachbarschaft spielen darf und er zu wild wird kann man genau dies beobachten !
    Auch den Kong hat er , den er dann ab und an mal bekommt !
    Der ist relativ schnell wieder uninteressant . Wir sind da viel interessanter :roll:

    Mir geht es einfach nur darum das er kein aggressiver Hund wird da er kein Schoßhündchen bleiben wird und Schäferhund auch mit integriert ist ( vorurteil ? ) ! Er darf sehr vieel Zeit mit uns verbringen und ist den ganzen Tag um uns herum ! Es ist eigentlich immer jemand zuhause !
    Er hat seeehr viel Energie aber ich kann ihn nicht 24 Std. am Tag beschäftigen ! Überfordern will ich ihn ja auch nicht

  • Zitat

    Was wir mit einem "Schnauzgriff" assoziieren ist eher ein "Schnauze-Zuhalten" und damit kann der Hund nun so rein gar nix anfangen. Das wäre das Gleiche, als wenn ich meinem Kind den Mund zuhalte und wer macht das schon...?!

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    Da muss ich Dir leider recht geben. Ich hab es allerdings auch anders gelernt. Ich nutze den Schnauzgriff als absolut letztes Mittel der Wahl (ist sozusagen auf einer Liste von 1-10 die Nummer 10) und es wird nur genutzt, wenn 1-9 nichts bringen und der Hund sich dafür auch eignet (kann man ja nun nicht bei jedem Hund machen)
    Aber auch ein Mensch kann diesen Griff punktgenau und sekundenschnell durchführen - wenn er es eben kann.

    leider wird in der Hundeerziehung einiges falsch verstanden und auf einen nenner kommen die Hundeliebhaber sowieso nie ;)

    Liebe Grüße
    Dana und Wauzis

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