Wie langsam auf Hunde zugehen beibringen?

  • Danke nochmal für eure Antworten.

    Ich hab jetzt nur noch eine Frage: wie schaff ich es, dass ich wichtiger bin als der entgegenkommende Hund? Mit Leckerli geht nix, da verweigert sie, obwohl Jenny sonst sehr verfressen ist.
    Immer Richtung wechseln?

    BorderPfoten: Ich gehe mit Jenny am liebsten auf dem beschriebenen Weg, der uns auf Feldwege bringt, da ich nicht gerne in unseren Gassen spazieren gehe. Ich bin lieber in der Natur :roll:

    Also ich werd mal die Variante "Richtungwechseln" probieren.

    Vielen Dank nochmal und ich werd weiterberichten!

  • Zu den drei Zitaten im Zusammenhang:

    Zitat

    Ich möchte deshalb den Kontakt an der Leine, weil ich Jenny nicht freilaufen lassen kann, weil wir noch an ihrem Jagdtrieb arbeiten müssen. (Leider hört sie noch nicht auf mich, wenn sie Katzen, Hasen etc. sieht, auch nicht an der Leine)


    Zum Antijagdtraining (wie macht ihr das bisher?) gehört auch Bindungsarbeit, Auslastung, Grundgehorsam, Impulskontrolle. Alles Dinge, die dir auch bei den Begegnungen mit anderen Hunden helfen könnten. Das Buch von Pia Gröning soll da sehr hilfreich sein.


    Zitat

    Was die Bindung betrifft: wir machen UO, ich bringe ihr Tricks bei, spielen verstecken (allerdings nur im Garten), wir kuscheln, wir tollen umher - kann ich vielleicht noch etwas tun? Wobei ich aber nicht das Gefühl habe, dass unsere Bindung schlecht ist.


    Was davon machst du denn bei Spaziergängen?


    Zitat

    Ich hab jetzt nur noch eine Frage: wie schaff ich es, dass ich wichtiger bin als der entgegenkommende Hund? Mit Leckerli geht nix, da verweigert sie, obwohl Jenny sonst sehr verfressen ist.


    Woran hat Jenny denn Spaß? Mag sie Zerrspiele, apportieren, Nasenspiele, Tricks/Obedience? Es gibt da sehr viele Möglichkeiten, den Hund auch an der Leine entsprechend zu beschäftigen und so auch interessanter zu werden. Aber um da Tipps zu geben, müsste man wissen, was sie toll findet.

  • Hallo Lucy_Lou,

    Zum Thema Antijagdtraining - ich les grad das Buch von Pia Gröning, d.h. also wir fangen erst an!

    Zum Thema Bindungsarbeit bei Spaziergängen: eigentlich nur UO.

    Woran Jenny Spaß hat? Fressen - na auch noch Nasenspiele und Zerrspiele, Tricks bring ich ihr eigentlich nur zu Hause bei. Betreffend der Nasenspiele, das hab ich schon probiert, aber wie gesagt, wenn ein anderer Hund zu sehen ist, sind meine Leckerlie uninteressant (icjh lass sie bis jetzt eigentlich nur Leckerlie suchen)

    Also wie gesagt, AJT les ich grad (was ich bis jetzt gelesen hab, klingt gut) und ich werd ab jetzt auch immer ein Zerrseil mitnehmen. Mal schauen, ob´s was hilft.

    Danke nochmal und ich halt euch am Laufenden :roll:

  • Ich habe nochmal eine Frage zum Absitzen und Aufspringen.
    Gibt es bei Euch kein Abbruch-Kommando?
    Dein Hund kann doch nicht einfach für sich entscheiden, so jetzt hab ich mal genug gesessen und steh jetzt wieder auf. Du müsstest doch den Befehl z.B. OK geben, so dass dein Hund weiß, sie darf wieder aufstehen.

    Ich würde zuerst mal daran arbeiten, dass der Grundgehorsam steht. Dein Hund muss lernen Ein Kommando ist ein Kommando und erst wenn du sagst, OK, dann darf sie wieder frei entscheiden.
    Wenn das nicht sitzt, dann nützt jegliches weitere Training nichts, denn dein Hund wird immer wieder entscheiden, wann ihr ein Kommando genügt und macht wieder ihr Ding. ;)

  • Hallo agil,

    wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich nicht ganz so konsequent, was das Auflösen eines Befehls angeht :ops:

    Z.B. muss Jenny immer absitzen, wenn ich ihr die Futterschüssel hinstelle, macht sie auch brav, meist schon von selbt, allerdings steht sie von selbst wieder auf und - ich lass es durchgehen :ops:

    Ich glaub, ich muss da auch noch ein bisschen an mir arbeiten!

    Danke für den Hinweis, hab so noch gar nicht drüber nachgedacht.

  • Ja ich denke, da liegt ein großes Problem.
    Hunde fixieren gern andere Hunde und springen dann kurz vor ihnen abruppt auf. Dieses Verhalten ist schlichtweg frech.
    Paul zeigt dieses Verhalten bei ganz wenigen Hunden auch und in solchen Fällen, da er im Freilauf ist, rufe ich ihn zu mir oder ich gebe gleich den Befehl Platz oder Sitz und somit heißt es für ihn, er muss in dem Befehl bleiben bis ich ihn aufgehoben habe und erreicht somit sein Ziel nicht ;)

    Du solltest also zukünftig von deinem Hund verlangen, die von dir gegebenen Kommandos so lange einzuhalten bis du sie auflöst. Damit erreichst du schon mal einen großen Meilenstein.

    LG
    Ulli

  • Guten Morgen,

    kurzer Zwischenbericht:

    zur Zeit machen wir die "Ausweichvariante", allerdings konzentriert Jenny sich nicht auf mich, wenn die Hunde relativ nah sind, sie macht zwar sitz (allerdings nur nach mehrmaliger Aufforderung, ohne andere Hunde klappts beim ersten Mal), versucht aber nicht mich anzuschauen, sondern rechts und links an meinen Beinen vorbei. Egal, ob ich ihr jetzt ein Leckerli vor die Nase halte oder ihren Zerrball, nichts ist so interessant wie der andere Hund.

    Gestern waren wir woanders spazieren, wo auch sehr viele Hunde unterwegs sind (deutlich mehr als bei unserer üblichen Route), unter anderem waren auch einige unangeleinte Hunde. Da konnte ich beobachten, dass Jenny viel ruhiger war, sie hat von selbst "platz" gemacht und gewartet, bis der andere Hund ganz neben ihr war, erst da ist sie aufgestanden, allerdings langsam und nicht so stürmisch wie sonst immer.

    Gibts vielleicht noch Anregungen, wie ich mich noch interessanter machen könnte? Ich glaub nicht, dass es an unserer Bindung liegt. Jenny reagiert sonst immer auf mich.

    Ach ja und ich hab Gott sei Dank schon einen HH der mich unterstützt, und mir beim Training hilft, wenn wir uns begegnen.

    Danke schon mal für´s lesen!

    EDIT

    Wollt nur wieder mal berichten:
    Seit wir in dem o.a. Gebiet spazieren gehen (immer nach der Arbeit, weil ich Jenny zur Zeit mitnehme), hat sich die Lage schon etwas gebessert :roll:

    Da dort sehr viele Hunde unterwegs sind, ist Jenny schon ruhiger geworden und wartet brav ab. Die meisten Hunde laufen ja, wie erwähnt, frei rum.
    Ich lass Jenny auch bei spielfreudigen Hunden von der Leine, natürlich nur wenn sich beide verstehen!

    Allerdings knurrt Jenny bei gleichaltrigen bzw. jüngeren Hunden. Gestern zum Beispiel, kam ein 4 Monate alter Aussie angesaust und wollte spielen, Jenny ist auf das Spiel eingegangen, hat aber dabei geknurrt (für mich klang es "böse"). Ich hab Jenny dann wieder an die Leine genommen.
    Warum macht sie das?

    Die eine HHin mit deren Hund Jenny zuvor gespielt hatte, meinte, dass sie einfach zu ausgelassen wäre, wie Kinder, wenn sie intensiv miteienander spielen.

    Auch hab ich mir schon sagen lassen müssen, dass Jenny sehr dominant ist (weil sie z.B. beim Pinkeln wie ein Rüde das Bein hebt und auch nachher mit ihren Hinterbeinen ihren Duft verteilt), bzw. dass sie ein Alphatier sei!

    Was haltet ihr davon und muss ich mir Sorgen machen, wenn Jenny beim Spiel so knurrt (wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht abschätzen, was passiert, wenn ich sie nicht vom Spiel weghole, gestern hatte ich Angst, dass sie den Kleinen vielleicht beißt). Sie stellt auch immer ihre Bürste auf, wenn Hunde kommen, die sie nicht kennt, die bleibt auch aufgestellt, während sich beide freundlich begrüßen!

    Bitte

    :hilfe:

  • danke für´s Schubsen - aber ich glaub es hilft nix :/
    Vielleicht weiß doch noch jemand eine Antwort :hilfe:

    Ich möchte aber hiermit gleich noch eine Situation von gestern schildern:

    wir trafen auf zwei unangeleinte Hunde (Rüde und Hündin), Jenny wie immer angleint.
    Da konnt ich doch das erste Mal so etwas wie Angst oder Respekt bei Jenny erkennen (sie stand ganz starr da, Rute eher unten, Bürste aufgestellt und gezittert). Die Hündin beschnüffelte Jenny und das war ihr gar nicht geheuer, grad sie, die doch sonst immer die "Starke" spielt.
    Der Rüde war ok für Jenny.
    Ich weiß, dass es nicht ok ist, wenn Jenny angeleint ist und die anderen nicht!
    Aber ich bin auch ein bißl ein "Hosensche***er), ich hab gehört, daß drei Hunde, wobei zwei sich gut kennen, keine gute Konstellation sind, weil da schnell einer eifersüchtig werden kann ?!

  • Ich finde es sehr ungünstig, dass du sie ständig angeleint lässt. Mir scheint es so, dass du ein bissl verkrampft und ängstlich bist und deine Hündin kann so auch nicht souveräner werden.

    Wenn du KOntakt mit zwei unangeleinten Hunden zulässt, warum muss sie dann an der Leine bleiben ?
    Dass ihr das Hundeduo im ersten Moment vielleicht suspekt ist, find ich nicht verwunderlich.
    Wenn Mücke auf zwei oder mehrere Hunde trifft, die sich untereinander gut kennen, dann verhält er sich auch erstmal zurückhaltend ( was er sonst nicht ist ) .

    Ich würde ihr mehr Kontaktaufnahme ohne Leine ermöglichen, damit sie sicherer wird und auch der Frust nicht mehr so groß ist, wenn sie mal nicht zu einem hin darf.

    Viele HH , die ich kenne, meinen, wenn die LEine erstmal ab ist, haben sie keinerlei Einflussmöglichkeiten mehr auf den Hund, oder die Hunde fallen gegebenenfalls übereinander her und zerfleischen sich.
    Aber das ist ja nicht so.

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