In die Leine rennen, fixieren, Unsicherheits-Bellen
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Hallo,
ich wollt mal wegen 3-4 Sachen was fragen wie ich genau vorgehen soll bzw ob wir es bereits richtig machen.
Und zwar geh ich seit 3 Tagen regelmässig mit Napoleon mit der Leine am Rollstuhl Gassi. Es gefällt ihm auch sehr gut, da ich mit Elektromotor bissl schneller bin als wenn mein Vater läuft und er dann auch mal rennen kann ( nicht am Stück sondern zwischendurch mal paar Meter ). Dabei ist mir aufgefallen, dass er anfängt Leute und Hunde zu fixieren und sich so anzuschleichen, wie Hütehunde das machen ( ist aber kein Hütehund drin ). Er fixiert nicht, weil er agressiv ist, sondern weil er die Menschen begrüssen will. Die Hunde sofern sie größer sind bellt er ab ner gewissen Entfernung allerdings an und es hört sich an wie Unsicherheitsbellen, da er letztens vor einem Boxer heulend davon gerannt ist nur weil dieser an ihm kurz geschnuppert hat und aus Entfernung fing Napoleon wieder an zu kläffen.
Wenn ich merke, dass er Menschen fixiert versuche ich ihn auf mich aufmerksam zu machen, halte im Leckerchen vor die Schnauze und lass ihn sitzen oder Platz machen. Klappte gestern auch schon ganz gut. Wenn er nen Hund fixiert mache ich es genauso, es sei denn er bellt schon so dass er nicht mehr auf mich aufmerksam werden will. Dann lasse ich ihn aber auch SITZ machen ( das klappt meistens auch mit Ablenkung ) und frage den anderen Besitzer ob die Beiden sich beschnuppern dürfen ( meistens dürfen sie nicht, da die meisten großen Hunde hier extrem agressiv auf fremde Welpen/Rüden reagieren ) oder wir machen gleich einen Bogen indem ich Napoleon rigoros mitziehe bzw hinter mir her locke.
Dazu meine Frage: Hab ich recht, dass Napoleon große Hunde aus Unsicherheit anbellt? Was kann ich tun, damit er bei großen Hunden nicht mehr so unsicher ist? Zum Spielen haben wir in der Nachbarschaft und auf dem Gassigang leider keine friedlichen großen Hunde! Allerdings ist er in der HuSchu gegenüber großen Hunden nicht so unsicher, dass er sie anbellt. Er versteckt sich nur unter dem Rollstuhl, wenn ihm ein Hund zu wild ist geht aber auch gleich wieder unterm Rollstuhl weg um wieder bei den größeren Welpen mitzumischen. Ist mein Vorgehen, was das Fixieren angeht so richtig oder was kann ich besser machen?
Dann noch eine Sache und zwar rennt Napoleon immer in die Leine, wenn er mal rennt oder zieht manchmal sehr vorwärts. Deshalb hab ich seit vorgestern ( vorher hat er nicht gezogen und gezerrt ) das "Stop and Go" Vorgehen eingeführt. Also jedesmal, wenn er nach vorne zieht und die Leine gestrafft ist bleibe ich stehen und rufe ihn zu mir ran und lasse ihn absitzen und dann gehts weiter bis er wieder zieht und ich bleibe wieder stehen usw. Das Gleiche mache ich, wenn er beim Rennen in die Leine rennt. Leider kann ich nicht mit Schlepp mit ihm gehen, da die sich in den Rädern verwickeln würde. Geht also damit gar nicht ....
Mache ich das auf die Art richtig? Was kann ich da noch verbessern oder anders machen? Ich muss dazu sagen, dass es nix bringt, wenn ich Napoleon ignoriere und einfach nur wortlos stehen bleibe sobald er zieht. Dann setzt er sich bei straffer Leine nur einfach hin und wenns weiter geht ist die Leine sofort wieder auf Zug, ich muss ihn also erst neben mich rufen bevor es weitergehen kann.
Achso und dann denke ich, dass Napoleon mit seinen knapp 5 Monaten jetzt langsam in die Pupertät kommt. Also nehme ich an, dass er sich jetzt deshalb so verhält. Kann das sein?
Für Tipps von euch bedanke ich mich jetzt schonmal im Voraus.
Lieben Gruß
Carina
- Vor einem Moment
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Hi,
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hm, eine gewisse Angst und Unsicherheit könnte schon dahinterstecken denke ich,
aber bestimmt hilft dir ein Experte hier bald besser weiter-
Aber mit deiner Ablenkungsmethode
ist definitiv der richtige Weg glaube ich!

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Hm, das Ganze ist aus der Ferne schwer zu beurteilen...
Sollte dein Hund sich ablenken lassen BEVOR er gebellt hat- feine Sache, bitte versuch aber nicht den bereits bellenden Hund mit einem Leckerlie abzulenken, das wirkt dann evtl wie eine Belohnung.Zum Stop und Go.
Ich würde es nicht so machen.
Immer wenn die Leine straff wird bleibst du stehen. Sobald dein Hund von selbst auf die Idee kommt dich anzusehen und /oder die Leine etwas zu lockern lobst du verbal und weiter geht es.Also genau wie du es schon machst, nur ohne das rufen und sitzen lassen.
Viel Erfolg weiterhin!
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Hallo,
danke für die Antworten.
Ja, Napoleon lässt sich vor Fixieren und Bellen ablenken. Es war von mri auch so gemeint, dass ich ihm keine Leckerchen gebe, wenn er bereits am Kläffen ist. Wenn er bereits kläfft ignoriere ich dies und gehe einfach weiter so dass er mir folgen muss. Heute gings auch schon so gut, dass er ohne Gebell auf den Boxer von vor 2 Tagen zugehen konnte und ihn beschnuppert hat. Diesmal war er auch nicht unsicher sondern wollte spielen.
Davon war der Boxer und der dazugehörige dicke Mops aber nicht sehr begeistert und haben sich abgewendet.Wegen dem Gezerre scheint die Methode mit Stop & Go schon etwas zu helfen. Allerdings hab ich das bisher so gemacht wie ich im Eingangspost beschrieben hab. Werde es aber morgen so üben, wie du mir geraten hast @ valantinne.
Alles in Allem bin ich aber sehr zufrieden, wie ich mit Hund und Rollstuhl unterwegs sein kann ohne dass er mir zwischen die Reifen rennt oder anderweitige Probleme bereitet beim Gehen.
Lieben Gruß
Carina
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So wie du schreibst, wegen anderer Hunde, haben wir das auch gemacht. Und bis auf ein paar Ausnahmen klappt das auch ganz gut!
Nur beim Leinen ziehen haben wir eine andere Methode genommen, die aber für dich dann nicht so geeignet wäre. Wir haben das mit dem Richtungswechsel hinbekommen. Jetzt bei unserem Zweithund geht auch eher die Methode von dir, weil die auch mit dem Richtungswechsel gar nichts anfangen kann.
Du mußt halt ein wenig Geduld haben. Bei uns hat es beim Ersthund schon fast ein halbes Jahr gedauert, das er so ist wie er ist!
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Hallo,
ja stimmt leider. Mit Richtungswechsel klappt das bei mir gar nicht, dann würd ich dem Hund ständig über die Pfoten rollen und zu lang dauerts auch noch. Das macht dann eher mein Bruder mit Napoleon. Mein Vater wendet aber auch meine Methode an, weil ihm dauernd die Richtung zu wechseln zu umständlich und zu blöd ist "O-Ton".
Wir werden aber Ausdauer beweisen und nicht gleich aufgeben. Ausserdem geht mein Vater ja noch mit Napoleon in die HuSchu für die nächsten 2 anstehenden Kurse und bekommt da sicher auch noch Hilfestellungen und Tipps.
Leider kann ich ab November nimmer mit dem Hund üben, da ich dann in Mannheim wohne
Bin schon ganz traurig deswegen ....Lieben Gruß
Carina
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Ich finde so wie du das machst klingt es doch ganz ngut. Hast du vielleicht jemand, der dir ab und zu mal helfen kann oder machst du die Erziehung komplett allein. Ich stelle mir das wahnsinnig schwierig vor mit Rollstuhl einen Hund zu erziehen. Wie machst du das zum Beispiel mit frei laufen lassen und heranrufen? Kannst du ihn frei laufen lassen oder ist das durch die anderen Hunde nujr begrenzt möglich? Denn wenn er an der Leine ist, ist er vielleicht unsicher, da er anderen hunden schlechter ausweichen kann. Suki hat zum Beispiel keine Probleme mit Hundebegegnungen, wenn sie frei ist, zur Not bei Hunden, wo sie Angst hat, wird der Schwanz eingeklemmt und sie rennt ganz schnell vorbei. An der Leine ist ihr sichtlich unwohl und fixiert dann auch den anderen Hund, wenn der andere sie anbellt, bellt sie auch zurück.
Liebe Grüße,
Nicky -
Hallo,
nein ich mache die Erziehung nicht komplett alleine sondern der Hund wohnt ja bei meinem Vater und verbringt die meiste Zeit mit meinem Vater und der erzieht auch am Meisten.
Ich unterstütze aber meinen Vater in der Hundeerziehung von Anfang an und habe ihn zb auch zur HuSchu "gedrängt" da die Erziehung, würde sie mein Vater komplett alleine machen "in die Hose" gehen würde.
Er ist nämlich leider schnell ungeduldig und lässt Vieles schnell schleifen, wenns nicht klappt oder wenn es 2-3 mal geklappt hat ( "Der Hund kann schon sehr gut abgerufen werden" O-Ton ) oder sieht viele Fehler gar nicht ( zb an der Leine vorwärts zerren, Hunde ankläffen ). Er braucht da also definitiv Hilfe. Er hat auch Anleitung gebraucht bei so Dingen wie Auslastung, also zb Suchspiele oder Futter während des Gassigehens erarbeiten lassen.
Mittlerweile klappt das auch sehr gut mit meinem Vater, der Hund lernt schnell und gerne und viele Dinge klappen mittlerweile auch schon recht gut.
So ganz alleine könnt ich die Erziehung draussen allerdings nicht in die Praxis umsetzen, durchs Forum und durch viel Lektüre aus Büchern kann ich aber vieles in der Theorie. Gebe meinem Vater da halt auch Anleitung, wenn wir gemeinsam spazieren gehen.Ich muss aber gestehen, dass wir Napoleon bisher nicht in uneingezäunten Gebieten ohne Leine laufen lassen können. Einmal, weil Napoleon sich nicht wirklich gut abrufen lässt ( in der Hundeschule ja ) und dann wegrennen würde und wir haben viele Hauptverkehrsstraßen in der Nähe. Ausserdem treffen wir beim Gassigang oft Hunde die nicht unbedingt immer gut vertrgäglich sind und dann schon von weitem die Zähne fletschen und sich richtig in die Leine hängen und bisher meint Napoleon noch auf Alles und Jeden losrennen zu dürfen ohne Rücksicht auf unser Rufen.
Allerdings sind wir da am Üben, dass er nicht zu jedem einfach so hinrennen darf und das Abrufen wird jetzt in der Hundeschule sowie bei uns zuhause vermehrt mit Schleppleine geübt. Die haben wir uns nämlich vor einigen Wochen zugelegt, damit Napoleon beim Gassigang einen größeren Radius hat und wir ihn gefahrlos laufen lassen und gleichzeitig Kommandos üben können.Mein Bruder geht allerdings auch ab und an mit Napoleon Gassi und der lässt ihn in übersichtlichen Gebieten auch mal von der Leine und übt abrufen. Mein Bruder ist allerdings auch schneller als zb ich und mein Vater und könnte im Zweifel auch mal hinterher rennen.
Ich selber würde Napoleon alleine nru dann irgendwann von der Leine lassen, wenn ich 99% sicher sein könnte, dass er auch wirklich hört und nicht einfach weg hechtet. Ich käme da nämlich nicht hinterher.Lieben Gruß
Carina
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