warum haut sie plötzlich ab? bin völlig fertig! lang.

  • ich würde sie erstmal nicht mehr von der Leine nehmen, sondern nur noch an der Schleppe üben. Weil sie ja wenn sie einmal weg ist irgendwann nicht mehr hört. Da kannst du ja gar nicht abschätzen, wann das sein wird...

    Ich hab nicht ganz verstanden, was in dem Gebüsch passiert ist als sie so geschrieen hat. hat sie da was erbeutet oder was war los?

  • Hallo,

    da du einen Jagdhund hast, darfst du dich nicht wundern, dass sie jagt. Wenn ein Hund ein Jagderlebnis hatte, und wenn es auch nur Vögel sind, dann ist der Hund im Trieb. Das hält bis zu 6 Tage an. Wenn also dein Hund gejagt hat, dann solltest du ihn auf gar keinen Fall mehr so schnell von der Leine lassen, da die Jagd selbstbefriedigend ist.

    Wenn mein Hund gejagt hat, kann ich sie ca. für 3 Tage nimmer von der Leine lassen sonst sucht sie sich sofort wieder was zum Jagen und sie ist kein Jagdhund.

    Dazu fühlt sich dein Hund jetzt ziemlich sicher und macht was er will. Kann schon sein, dass du zu langweilig bist.

    Wichtig ist für den Hund, dass du bestimmst, was, wann, wo, wie, passiert. Für so einen Hund ist die Grunderziehungs ehr wichtig. Diese mit Leckerchen und Spielzeug loben bindet den Hund an dich.

    Wenn dein Hund abhaut und wieder kommt, würde ich ihn stillschweigend anleinen. Weder loben noch ärger. Wenn du lobst, belohnst du in disem Fall die komplette Handlungskette, als auch das Abhauen und Jagen bzw. die Fährte aufnehmen. Bist du sauer, ist das auch nicht gut, denn der Hund merkt das. Also, stillschweigend anleinen, gehen, fertig.

    Dein Hund ist durchaus in der Lage die Jagerei zu perfektionieren. In disem Fall würde ich drinegnd zu einem Schleppleinentraining raten. da hat er Freiheiten und du den Zugriff.

    Mein Hund jagt auch, Vögel sind bei vielen Hunden übrigens gerne Jagdobjekte, und es ist sehr schwer das abzubrechen. ich habe nur eine Chance, wenn ic die allerersten Anzeichen oder das Wild drhr, bevor mein Hund ansetzt.

    Bei der Sache mit dem Zaun. kann es sein, dass dein Hund sich verletzt hat oder Strom im Spiel war und er deshalb so gesponnen hat.

    Wie gesagt, nach einer Jagd darf der Hund unter keinen Umständen vorerst wieder von der Leine, der geht wieder. Und das Jagdfieber hält je nach Hund wirklich 3-6 Tage lang.

    LG Schopenhauer

  • Hallo Momo,

    hey, lass nicht gleich den Kopf so hängen ;).

    Lotte ist erst seit 7 Wochen bei dir und von ihrer Vorgeschichte weißt du nichts. Nimm einfach mal an, dass sie bisher nicht so viele Eindrücke hatte und nun kommt sie in eine Großstadt. Das ist ja erst mal ein Kulturschock.
    Und wenn sie auf der Straße gelebt hat, muss sie nun lernen, dass sie da einen Menschen hat, der sich um alles kümmert und sie ihre Eigenständigkeit nicht mehr braucht.

    Bezüglich Futterdummy- und Nasenarbeit brauchst du keine Angst haben, dass du ihren Jagdtrieb noch förderst. Schließlich geht es bei beidem genau darum, dass sie dies ja gemeinsam mit dir macht. Wenn du es nicht mit einem Trainer zusammen machen möchtest, dann könntest du dir ein Buch holen oder Tipps hier aus dem Forum, wie man das aufbaut. Das Anti-Jagd-Training ist ja auch schon mal ein guter Anfang. Wichtig finde ich aber gerade bei den "Jägern", diesen Trieb wirklich in von uns gewünschte Bahnen zu lenken und nicht einfach zu unterbinden.

    "Normale" Spaziergänge, bei denen sie mal hierhin, mal dahin läuft und ein bißchen rumschnüffelt werden Lotte nicht reichen. Mach doch Abenteuerspaziergänge mit ihr. Um Bäume, Poller etc. herumlaufen. Um Baumstümpfe herumschicken, Slalom durch die Beine, Leckerchen rechts oder links an den Wegrand werfen, oder kleine Fährten legen, die sie sich erschnüffeln muss, über Baumstämme balancieren oder springen, irgendwo drunter her kriechen, usw. Deiner Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Und ganz nebenbei kann man so spaßig Unterordnungstraining einbauen.

    Zu Hause könntest du ihr zusätzlich kleine Tricks beibringen. Rolle, "Peng", Pfote geben, über deinen Arm, dein Bein springen, zwischen deinen Beinen sitzen lassen, rückwärts laufen, dich im Haus suchen, Leckerchen verstecken oder dir bei der Hausarbeit helfen lassen, etc. Auch hier kannst du ganz kreativ sein. Schauen, was ihr Spaß macht (Nasenspiele, Bewegungsspiele, Kopfarbeit).

    Dies alles stärkt zum einen ganz erheblich eure Bindung (weil sie ja viele tolle Dinge mit dir erlebt), zum anderen fördert es den Gehorsam (weil sie alles ja nur auf Kommando machen darf) und zum dritten lastet es sie aus (das ist nämlich alles furchtbar anstrengend), so dass sie draußen nicht mehr ganz so unternehmungslustig sein dürfte.

    Wichtig bei all dem ist aber, dass du sie nicht überforderst, also alles nur in kurzen Einheiten üben, nicht zu viel auf einmal, immer mit etwas Positivem abschließen und dass du - vor allem draußen - darauf achtest, dass ihr nichts passiert. Also keine wackeligen oder schmalen Baumstämme aussuchen, von denen sie abrutschen könnte. Schließlich soll sie ja lernen, dass sie Vertrauen zu dir haben kann und du für ihre Sicherheit sorgst.

    Dies alles kannst du draußen natürlich auch an der Schlepp machen und für ihren Bewegungsdrang kannst du sie mit zwei Jahren auch ans Fahrrad gewöhnen. Aber auch hier mit kurzen Einheiten anfangen und natürlich an der Leine, damit sie keine weiteren Erfolgserlebnisse hat, indem sie wegläuft.

    Wir machen das mit unseren Hunden z.B. so, dass wir 2-4 mal in der Woche Fahrrad fahren (aber nicht mehr als 5-6 km, wollen ja keine Hochleistungssportler) und in die Spaziergänge immer wieder solche "Abenteuer" einbauen, gerade zu Anfang, wenn sie noch mit viel Energie die Welt erkunden wollen. Zwischendurch können sie natürlich auch immer ein paar Minuten ausgiebig schnüffeln und zu Hause gibt es über den Tag verteilt einige Tricks oder Spielchen und ansonsten viel Ruhe.

    Haben wir auf den Spaziergängen die Kinder dabei und können uns nicht so mit den Hunden beschäftigen, dann sind sie halt an der Leine, damit sie keine eigenen Beschäftigungen suchen. In der Regel haben aber, gerade im Wald, auch die Kinder viel Spaß am Verstecken, Balancieren und kriechen auch mit den Hunden unter irgendwas durch ;).

    Ich denke auch, dass Lotte an diesem Tag einfach eine Mischung aus Langeweile (auf der Wiese sitzen) und Überforderung (zu lange zu viele Eindrücke) auf ihre Weise (Jagen gehen) ausgeglichen hat.

    Zu der Beaglehündin: Vielleicht konnten die beiden sich einfach nicht leiden. Ich würde das im Auge behalten, aber bei seltenen "Ausrastern" nicht überbewerten.

    Hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

    LG,
    SaFla - auch mit zwei Spaniern, von denen eine der Jagdleidenschaft verfallen ist, Straßenhund war und über ein Jahr für eine Bindung zu mir brauchte

  • SafranFlaffy: Sehr guter Beitrag! Vielen Dank! Mein Hund ist zwar erst 6,5 Monate alt, aber die Hinweise zur Beschäftigung und zum Bindungsaufbau sind ganz toll formuliert! Einen Hund haben heißt nicht nur "Erziehung, Erziehung, Erziehung", sondern auch ganz viel Spaß und ein entspanntes, gemeinsames Leben zu haben. Letztgenannte Dinge tragen ja auch sehr stark zu einer guten Erziehung bei. Das muss man sich ab und an mal wieder vergegenwärtigen, denn wenn man mal einen nicht so guten Tag mit dem Vierbeiner hat, dann sollte man diesen am besten ganz schnell vergessen und am nächsten Tag dafür sorgen, dass man dem Hundekumpel ein positives Gefühl vermittelt. Bei mir wechselt es zur Zeit stark zwischen "na ja, war nicht so dolle-Tagen" und "Wow - ist das mein Hund?-Tagen", und letztere bestärken mich eher, als dass erstere mich entmutigen. Wichtig ist ja auch immer, dass man wirklich ehrlich zu sich selbst ist und sich fragt, was man besser machen kann...

    Nur ein paar Gedanken von mir, als ich diesen Thread gerade las...

  • Wow...Genau mein Thema im Moment!

    Ich habe einen 16 Monate alten Mali-Mix aus Griechenland.
    Er hat seit einiger Zeit auch wieder "Leinenhaft" ,da er mir das ein oder andere Mal einfach durchgestartet ist und weg war. Immer nur so 2-3 Minuten aber die werden ja bekanntlich zu einer halben Ewigkeit wenn man nicht weiß was mit dem Hund in dem Moment ist...

    Jetzt wird er anfang Oktober erst mal kastriert und anschließend fangen wir von vorne an. In der zwischenzeit beschäftige ich ihn viel zuhause und lasse ihn draußen wieder an der 8m Flexi laufen...

    Eure antworten haben mir gut geholfen.

    Ich wünsche allen viel Erfolg
    Bine

  • Hallo!
    Ich habe auch einen jagenden Hund, einen Jack Russell Terrier. Und mit meiner hab ich schon die selben Szenarien mitgemacht. Meine ist jetzt 16 Monate alt. Angefangen hat das mit ca. 10 Monaten.

    Meine stand auchschon auf den Schienen und wäre um ein Haar auch überfahren worden. In letzter Sekunde wurde sie von zwei bekannten HH angelockt und festgehalten, bis ich aus weiter ferne angetrabt kam.

    Sie hat öfters mal ab, wenn sie kann,... und deswegen leine ich sie auchnoch nur da ab, wo keine Straßen, oder Schienen in der Nähe sind. Ansonsten nurnoch mit Flexi oder Schleppleine.

    Denn selbst bei bester Erziehung und guter Bindung, wird ein vollkommenes unterbinden des Jagdtriebs nicht möglich sein. Zugegeben mache ich in Sachen Schleppleinentraining nicht viel. Denn eigentlich hört sie ja gut. Doch wenn sie eine Fährte hat, nützt alles Schreien und Rufen und Brüllen (was ich schon oft aus verzweifelung getan habe) nichts. Dein Hund ist wie in einer anderen Welt (ich nenne das immer "im Lala-Land"). Die Ohren sind ausgeschaltet und es zählt nurnoch die Nase. alles andere ist egal: Stacheldraht, Dornengebüsch, Brennesselbüsche, Bäume, Maschendrahtzäune, Autos, Strßen, S-Bahnen,....

    Was ich schon alles mit meiner "Tussi" mitgemacht hab,... ich kann dir sagen, ich wünsche es keinem Hundebesitzer! Mehrmals wurde sie schon fast überfahren, ist für 20-30 minuten "unsichtbar" gewesen und hatte Wunden, die sie sich "selbst" zufügte.

    Aber am ende ist sie immer von alleine wieder zurück gekommen, genau da wo sie vorher abgehauen ist, oder ist mir halt hinterher gekommen.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, das es nichts bringt und sogar unvorteilhaft ist, wenn man dem Hund hinterherrennt, da dieser dann froh ist, das Herrchen mitkommt und immer weiter rennt. Wenn aber das Herrchen da stehen bleibt, wo Hundi weggerannt ist, oder sogar weiter läuft (was aber meistens sehr schwer fällt), kommt der Hund (zumindetst in meinem Fall) immer hinterher, da er sein Rudel ja nicht verlieren will. Es dauert zwar oft eine weile bis der Hund interher kommt, aber sie kommt bestimmt.

    Von daher rate ich dir, wenn es sich vermeiden lässt, renne deinem Hund nicht hinterher wenn er wegrennt, sondern bleib einfach stehen oder geh weiter deines Weges. Denn hinterherrennen bestärkt den Hund noch und treibt ihn an noch weiter zu rennen. So hab ichs zumindest mal gehört.

    Und was das bestrafen angeht, mach ich das fast immer, das sie dann von mir angeleint wird und angemeckert. Sie weiß auch warum. Denn sie weiß, das weglaufen und nicht hören böse ist.

    Aber insgeheim ist sie trotzdem froh und glücklich ihren Jagddrang befriedigt zu haben und ist danach immer sehr ruhig und ausgeglichen. Deswegen gönne ich es ihr ja auch irgendwie, auch wenn ich jedesmal aus der Haut fahren könnte und sie anbrüllen...

    Was ich auchschon gemacht habe ist, das ich aus Leckerlies eine Spur gelegt habe, die sie dann selbst erschnüffeln sollte. So hat sie ihr "Jagderlebnis" gehabt und ich meinen Erfolg, das wie zusammen gejagt haben und nichts passiert ist.

  • oh toll, ganz viele antworten!
    also, mal im einzelnen:
    legolas:
    ich habe 5 einzelstunden genommen, da haben wir nur grundgehorsam geübt, also kommen, sitz und bleib, etc.
    außerdem mache ich mit ihr einmal die woche agility, nur so aus spaß, nicht tuniermäßig...
    an nasentraining mache ich nur so 'such die leckers', verteile ein paar leckerchen auf einer wiese und lasse sie anschließend suchen. also nicht so besonders professionell...bräuchte da vermutlich mal anleitung...


    chichabi:
    ich vermute, dass sie im gebüsch einfach gejagt hat. dieses jagdgeschrei kenne ich bei hunden, nur hört es sich bei ihr einfach wirklich markerschütternd an. von der leine kommt sie vorerst nicht mehr. zumindest bei mir...ich glaube, mein männe kam gestern nacht auf die tolle idee, sie wieder frei laufen zu lassen, aber genaueres weiß ich nicht, ich habe schon geschlafen und als ich heute morgen raus bin, hat er noch in den federn gelegen.

    @schopenhauer:
    wer sich hier alles im forum tummelt...unglaublich ;)
    ich weiß auch, dass ich mich nicht wundern muss, dass ein jagdhund jagt. wir haben auch am anfang gedacht, sie sei irgendein mix... wir haben uns also nicht wissentlich einen jagdhund angeschafft und wundern uns jetzt. dass ein trieb so lange anhält wusste ich gar nicht, danke für die info! das erklärt mir natürlich gerade einiges! auch wenn ich die vergangenheit betrachte, wird mir plötzlich klar, warum sie mal gar nicht gejagt hat und mal mehrere tage hintereinander wie von der tarantel gestochen war. vielen dank! :ops:

    wie kommt es, dass ich zu langweilig bin? ich mache so viel mit ihr... ich übe tricks und grundgehorsam jeden tag, mache mit ihr tolle spaziergänge und mache da mit ihr nasenarbeit für blöde, über hürden springen, auf sachen drauf springen, slalom laufen...alles mögliche.
    ich gehe unvorhergesehen andere wege, verstecke mich, renne mit ihr... :( warum bloß ist ihr langweilig...?

    lotte kriegt ca die hälfte ihres futters aus der hand als belohnung für verschiedene sachen, die ich mit ihr übe...
    es kann allerdings sein, dass sie manchmal schon glaubt, dass ich ich nach ihr richte. manchmal läuft sie zum spaziergang in die falsche richtung und ich denke mir 'ach ja, okay, wir können auch da lang'... vielleicht merkt sie das? oder manchmal, wenn ich am rechner sitze, stubbst sie mich mit der nase an, um gestreichelt zu werden. das nervt. aber manchmal bin ich gedankenverloren und streichle sie dann.


    SafranFlaffy
    vielen dank für deine aufmunternden worte. wie gesagt, wir machen schon ziemlich viel auf unseren spaziergängen...aber vielleicht braucht sie einfach noch mehr action. ich hab aber oft das gefühl, dass sie einfach unkonzentriert ist, die übungen unsauber ausführt...
    ich weiß einfach nicht, wie ich die bindung stärken könnte...
    wie ich ihre aufmerksamkeit bekommen kann, wenn gerade alles andere toller ist als das doofe frauchen... :(
    und wie soll ich ihr vermitteln, dass ich einfach besser weiß, was sie tun sollte, als sie?
    ich weiß, hier im forum ist dieses alpha-ding sehr umstritten... aber trotzdem... manchmal hab ich das gefühl, dass sie mich nicht so richtig ernst nimmt...

  • Zitat


    ...Was ich schon alles mit meiner "Tussi" mitgemacht hab,... ich kann dir sagen, ich wünsche es keinem Hundebesitzer! Mehrmals wurde sie schon fast überfahren, ist für 20-30 minuten "unsichtbar" gewesen und hatte Wunden, die sie sich "selbst" zufügte.

    Und was das bestrafen angeht, mach ich das fast immer, das sie dann von mir angeleint wird und angemeckert. Sie weiß auch warum. Denn sie weiß, das weglaufen und nicht hören böse ist.

    Aber insgeheim ist sie trotzdem froh und glücklich ihren Jagddrang befriedigt zu haben und ist danach immer sehr ruhig und ausgeglichen. Deswegen gönne ich es ihr ja auch irgendwie, auch wenn ich jedesmal aus der Haut fahren könnte und sie anbrüllen...

    Hallo LilaLausemaus,

    deine Hündin ist nicht "insgeheim" froh und glücklich, sondern ganz offensichtlich. Und nein, sie weiß nicht, dass du mit ihr meckerst weil "weglaufen und nicht hören böse" ist.

    Du unterstellst ihr da rein menschliche Denkweisen. Hunde denken immer, dass das, was sie gerade tun richtig ist.

    Was sie dadurch lernt ist, dass sie auch noch ausgeschimpft wird, wenn sie schon freiwillig wiederkommt. Und was sie auch lernt ist, dass es durchaus ok ist, sich ab und an selbstständig zu machen, denn du "gönnst" es ihr ja.

    Selbst wenn du sie nur in für sie ungefährlichen Situationen (keine Straße, Schienen, etc.) ableinst, finden Hasen, Rehe oder was auch immer sie jagt, das sicherlich weder ungefährlich noch lustig. Für mich persönlich hört Tierliebe nicht beim eigenen Hund auf und nicht nur deshalb achte ich darauf, dass es möglichst nicht zu solchen Vorfällen kommt.

    Dazu gehört natürlich, sich auch auf den Spaziergängen mit dem Hund zu beschäftigen, denn kein Hund würde von Natur aus "einfach so spazieren gehen" und sich dabei die schöne Gegend anschauen. Hunde gehen "ihr" Revier kontrollieren und/oder jagen, aber nicht spazieren.

    Und gerade, wenn ich einen Hund hätte, der bei der Jagerei schon fast ums Leben gekommen wäre oder sich verletzt hätte, käme dieser bei mir an die Schleppleine oder ich würde ihn durch Beschäftigung "an mich binden", damit ihm nichts passiert, denn im Jagdfieber kriegen die tatsächlich nichts mehr mit und rufen, brüllen, schreien nützen nichts.

    Ferner hatte Momo bereits geschrieben, dass Lotte sie anscheinend nicht wieder findet und ziemlich orientierungslos ist. Daher wird ihr ein Stehenbleiben oder Weitergehen kaum helfen. Hinzu kommt, dass Lotte erst seit 7 Wochen bei ihr lebt und ihre Vorgeschichte komplett unbekannt ist.

    Anti-Jagd-Training, Bindungsarbeit, sinnvolle, gemeinsame Beschäftigung, Impulskontrolle und zur Absicherung eine Weile die Schleppleine halte ich für angebrachter, als dem Hund ab und zu die Erlaubnis zum Jagen zu geben, weil grad keine Straßen in der Nähe sind.

    Also lieber weiter aus Leckerchen eine Spur legen, sprich Fährtenarbeit. Das ist für euch beide und alle anderen Tiere ungefährlich und entspannter ;)

    LG,
    Safla

  • Oh SafranFlaffy! Du scheinst meinen Hund, mich und meine Erziehung ja gut einschätzen zu können um zu sagen, das sie nicht weiß, das es falsch ist, und das ich ihr menschliche Denkweise unterstelle und so weiter.

    Das ich meinen Hund fast nurnoch an der Leine führe, bzw. nur ableine wo es ungefährlich ist, ist ja logisch! Und beschäftigen tu ich mich sehr wohl mit ihr, oder willst du mir da auch was unterstellen?? Trotzdem ist sie plötzlich weg, wenn ihr ein Geruch in die Nase kommt. Und natürlich finde ich es nicht gut, aber soll ich deswegen meinen Hund ein Leben lang an der Schleppleine führen?? Oder ihr lieber auch ab und an freilauf und unabhängigkeit gestatten?

    Außerdem, frage an dich: Hast du überhaupt selbst erfahrung mit einem jagenden Hund?

    Ich habe hier meine Sicht der Dinge reingeschrieben und wie ich sie handhabe. Darüber müssen wir hier aber nicht diskutieren, da es sich hier um ein anderes Thema handelt (und ich meinen Erziehungsweg beibehalten werde!)

    Wollte damit nur sagen, das auch andere HH solche Probleme mit ihren Hunden haben. Und damit ein bisschen Mut aussprechen.

    Sonst garnichts!!! Verzeigung,...

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