Border Collie

  • hallo,

    ich hab jetzt mal ein paar fragen an die border collie besitzer. wir haben seit 9 monaten einen bordercollie-windhund mix aus griechenland.

    für uns ist es phasenweise echt richtig schwierig mit ihm. es gibt tage da ist er gut drauf und ein super kumpel. am nächsten tag liegt er unterwürfig in seinem korb, leckt sich die lefzen und unterwirft sich bei jedem "kommando". wir sprechen mit ihm mit ruhiger, freundlicher stimme, wir blicken ihn dann auch nicht direkt an. wir vermeiden also all das was dieses verhalten hervorrufen könnte.

    manchmal kommen wir uns aber auch schon richtig veräppelt vor. es läuft quasi alles nach seiner schnauze. ist der hund gut drauf geht es uns gut, ist der hund schlecht drauf machen wir uns gedanken was jetzt schon wieder los ist und was gewesen sein könnte. er hat uns da irgendwie ganz verbissen unter der fuchtel.
    er ist beispielsweise zuhause unterwürfig, beim gassi gehen unterwürfig, sieht er aber einen anderen hund gehen die ohren nach vorne und er freut sich.

    nun meine fragen, kennt ihr das auch? ich weiß dass der bc manchmal in geduckter haltung ankommt wenn er gerufen wird. schätzen wir die situation falsch ein oder veräppelt er uns einfach nur? er hat uns schon irgendwie im griff...

    lg

    taotao

  • schau mal hier:
    Border Collie

  • Ich kann dir leider nicht weiterhelfen, da werden sich bestimmt die Spezialisten melden !!!

    Nur eines kann ich dir, denke ich auch sagen, veräppeln will er dich bestimmt nicht !


    EDIT: "überlegungen vor dem Kauf" ist ja auch eher nicht ganz richtisch :roll:

  • ich muss dir ehrlich sagen, das dachte ich am anfang auch nicht, aber er ist halt einfach ein border collie mix und verdammt schlau. ich hab das gefühl, dass er rausgefunden hat wir schonen ihn mit dem verhalten.

    was willst du mir jetzt damit sagen mit überlegungen vor dem kauf???

  • dir ist dein Thema in die falsche Spalte gerutscht....

    Das sind ja keine "Überlegungen vor dem Kauf".

    Ich denke es wir ein Mod bestimmt verschieben können.


    Warum soll er dich den veräppeln wollen ? Gewinnt er damit Zuneigung ? Vielleicht versucht er etwas damit zu kompensieren ? Ich weiß es leider nicht, aber die BC Besitzer werden sich bestimmt noch melden.

  • Hallo TaoTao

    Ich kenn mich zwar mit BC's nicht sehr gut aus, jedoch ein wenig mit Wind-/Jagdhunden. Und für mich ist das ein sehr typisches Verhalten dieser Rasse.

    einerseits klingt es für mich eher nach Unsicherheit in gewissen Situationen (wie lange ist er schon bei Euch?)

    anderseit würde ich mal einen grossen Check beim TA machen, damit Ihr sicher gehen könnt, dass nichts Gesundheitliches vorliegt.

    Gruss
    Sabine

  • oooooh, ups danke!!!! :roll: da hab ich wohl nicht ganz aufgepasst.

    wir haben uns jetzt schon so lange gedanken gemacht und es ist wirklich schwierig. er ist einfach ein wahnsinnig ängstlicher hund mit einem enormen kontrollzwang. manchmal ist er wie gesagt wie ausgewechselt und man denkt sich: "wow was ist mit unserem hund los!" und plötzlich ist alles wieder beim alten, er lässt sich nicht zum spielen animieren, schwanz wird eingekniffen, ohren angelegt und rumgekrochen.

    nach außen hin kommt das bestimmt so rüber als ob wir unseren hund prügeln und wir haben ihm noch nie irgendwas gemacht.

  • Sie meinte, die Rubrik ist nicht ganz richtig ... ich verschiebs gleich !

    Warum geht ihr mit dem Hund nicht einfach ganz normal um ? ALso ein bisschen Rücksicht schon, aber im Grunde immer gleich !!

    Wenn er dieses Verhalten aus Unsicherheit zeigt, dann wäre eine souveräne Gleichheit eurerseits hilfreich für ihn. Und wenn es für ihn bereits eine Masche geworden ist, dann wäre ein ignorieren erst Recht sinnvoll.

    Gruß, staffy

  • Ups, und ich hab grad gesehen, dass er seit 9 Monaten bei Euch ist.
    Du schreibst, er war immer schon änglichst. Nun, genau so kommt das für mich auch rüber. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass wenn sich Champ (auch sehr änglichst) zurückzieht, ich ihm dann einfach seine Zeit geben muss. Er hat immer viel zu verarbeiten und ich denke, desshalb braucht er seine Auszeit. In dieser "Auszeit" ist er auch immer sehr unterwürfig und zurückgezogen in sich selber.

    Champ verändert sich auch von einer Minute auf die nächste. Einmal ist er super toll drauf, völlig quirlig und aktiv, und von einem Moment auf den nächsten wieder der völlig verschüchterte Hund. - Gebt ihm Zeit, ich denke das braucht er zur Verarbeitung der gesamten Eindrücke. Ich habe gelernt, dass jeder Gassigang für Champ eine unglauliche Herausforderung für ihn ist und das er jeweils danach völlig platt ist und eben seinen Rückzug fordert.

    Wisst Ihr, woher er genau kommt, resp. was er vorher erlebt hat ? - Je nach dem verbindet er vielleicht gewisse Gegebenheiten mit früher und braucht enorm viel Energie, um das "wegzupacken".

    Gruss
    Sabine

  • Hallo Taotao :^^: Ich bin zwar kein BC-Experte, dafür kenn ich mich ziemlich gut mit Windhunden aus ;) was nicht heißen soll, dass das typische Windhundeigenschaften sind!
    Ich denke ebenfalls nicht, dass er euch "veräppeln" möchte, sondern dass er ein sehr sensibler Hund ist, der Sicherheit braucht. Wie einige schon geschrieben haben: Wie alt ist er jetzt? Vorgeschichte? etc. das wäre vll. noch ganz wichtig zu wissen.
    Unser Romeo ist ein spanischer Windhund und kommt auch von ebendort. Obwohl er mit 10 Wochen nach Deutschland kam, hat er dort drüben schon sehr viel mitbekommen. Er hatte Anfangs vor vielen Sachen Angst. Zeitschriften, welche man in die Hand nahm, Fernbedinungen, Luftballons, Staubsauger, etc. da duckte er sich auch und verkroch sich in sein Körbchen.
    Was du machen solltest. Gib ihm soviel Zeit wie er braucht. Wenn er mal wieder sich duckt dann lässt du das kommentarlos stehen, nicht :"Oh Schatzi! Hast du Angst?". Das bestätigt den Hund nur darin das seine Angst berechtigt ist. Versuch ihn an Dinge zu gewöhnen, vor welchen er Angst haben könnte. Sollten das z.B. Zeitschriften sein, dann leg welche in die Nähe wenn er frisst. Aber nur bis zu der Toleranzschwelle. Wenn er sich dran gewöhnt hat, dann kannst du sie immer näher stellen. So verbindet er das mit etwas positivem (=Fressen). Da du deine Situation nicht genau beschrieben hast, bezüglich der Duckhaltung, also wann er das macht, bei was, etc. kann ich dir erstmal nicht weiterhelfen.....ich hoffe, es wird besser werden =)
    Lg Teresa

  • Hi du!

    Also zum einen glaube ich nicht, dass ein Hund wirklich in diesem Maße vorsätzlich handeln kann.

    Aber: Meine Hündin (aus Sarajevo, Mischung unbekannt) hatte in dem von dir beschriebenen Alter (9-11 Monate ca?) auch extreme "Stimmungsschwankungen". Eine Woche lang war sie super drauf, relativ selbstbewusst, lief unbeschert in der Wohnung umher, hatte auch draußen vor nichts Angst. Die Woche drauf war sie plötzlich wieder total von ihren Ängsten ergriffen. Übrigens konnte sie auch jederzeit noch fröhlich mit anderen Hunden spielen, egal in welcher Form sie war.
    Manchmal zeigte sie ihre zwei Gesichter auch an einem Tag. Eine Situation und sie brach regelrecht zusammen.

    Sie wurde übrigens mit 6 Wochen vom Tierschutz aufgenommen. Also muss das, was ihr solch ein Trauma bereitete, in ihren ersten Lebenswochen passiert sein.

    Da dein Hund ebenfalls aus dem Tierschutz stammt, würde ich mich schwer tun mit der Aussage "Die veräppelt uns nur!". Leider widerfährt den Südhunden viel, viel Schlimmes. Herauszufinden, was genau deinen Hund so extremen Stress aussetzt (und das ist Angst für einen Hund) ist die Herausforderung.

    Wie fordert ihr ihn denn? Unsere zeigte Ängste vor allem dann, wenn wir sie nicht richtig auslasteten.

    Inzwischen ist sie 2 Jahre alt und schon sehr viel gelassener.

    Ich empfehle dir das Buch "Angst bei Hunden: Unsicherheiten erkennen und verstehen, Vertrauen aufbauen" von Martin Rütter. Ich lese es momentan und finde es toll, wie erklärt wird, wie Angst bei Hunden entsteht und wie sie sich teilweise für den Menschen vollkommen unerklärlich mit für uns nicht identifizierbaren Reizen verknüpfen.

    Übrigens denke ich auch, dass du deinen Hund nicht schonen solltest. Er merkt, dass ihr auf sein Zurückziehen reagiert. Genau das sollte nicht passieren. Ihr solltet alles ganz normal wie immer machen. Sanft, aber normal. Damit der Hund versteht, es ist alles in Ordnung, alles wie immer, ihr seid cool.

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