HILFE, ich brauche wirklich DRINGEND Euren Rat.

  • Terry
    Was meinen Mann betrifft liegst du leider völlig falsch, das ist es ja eben. Er überschüttet sie mit Zuneigung, redet tausendfach auf sie ein (ich nenne das immer lieb gemeint "tot reden"), lässt sie alles durchgehen und gehorchen tut sie bei ihm nicht wirklich. Bei mir reichen mittlerweile kurze Schnalzgeräusche (zum Beispiel beim Spazieren gehen), damit sie stehen bleibt und ihre Aufmerksamkeit auf mich richtet. Bei meinem Mann dagegen guckt sie ganz oft an, weil sie gar nicht weiß, was er von ihr will.

    Außerdem hat sie ja durchaus auch mal Angst vor Menschen (langer Mantel, großer Hut o.ä.). Dann guckt sie mich an, läuft dicht bei mir bis wir "aus der Gefahrenzone" sind. Und das ohne dass ich was zu ihr sagen muss.

    Eigentlich müsste sie unter diesen Umständen doch eher meinen Mann beschützen, weil ER doch der Schwache zu sein scheint. Oder sehe ich da was falsch? Und nach wie vor gilt: sie bellt auch Leute an, die sie wirklich gut kennt, die auch mal mit ihr spazieren waren o.ä. Sie lässt sich auch von allen anfassen, nur MIR dürfen sie nicht zu nahe kommen, dann dreht sie durch.

    Lg
    Sandra

  • Ein Treffen wäre ja klasse!!!

    Ja ich weiß, dass es eigentlich eher das 'Problem umgehen' ist, aber anders krieg ich es anscheinend nicht in den Griff.

    Ich muß unbedingt nochmal mit meiner Trainerin einen Termin ausmachen. Aber die sagt mir wieder, bevor die Hormongeschichte nicht abgeklärt ist, komm ich in dieser territorialen Sache nicht wirklich gut voran.
    Soll ich mal ne andere Trainerin zu Rate ziehen? Ist das mit den Hormonen wirklich so ausschlaggebend?
    Wobei ich sie schon sehr schätze als Trainerin!

  • Zitat

    Was meinen Mann betrifft liegst du leider völlig falsch, das ist es ja eben. Er überschüttet sie mit Zuneigung, redet tausendfach auf sie ein (ich nenne das immer lieb gemeint "tot reden"), lässt sie alles durchgehen .....


    da sieht man wieder: aus der Ferne und nur über das Geschriebene kann man sich so viel vorstellen und dann ist doch alles anders :lachtot: .

    Vielleicht ist dein Mann so verwirrend das sie da die Verantwortung nicht übernehmen will und lieber meint das er sich selber kümmern soll :D .

    Könnt mich wegschmeissen.

    Nun gut, also aus der Ferne wird das wohl eher nichts. Wer weiß was ich mir da noch so für Bilder ausmale :D.

    BIG Sandy
    werde mich dann frühzeitig bei dir melde wann ich dann wirklich "unten" bin.
    Mache es so wie du es für deine Situation am besten geregelt bekommst. Ob ein Trainerwechsel hilft? Wenn du mit deiner zufrieden bist würde ich es nicht machen. Und Hormone können schon so einiges anrichten :roll: :D .

  • :lachtot:

    Na wenigstens konnte ich endlich mal wen zum Lachen bringen, hehe.

    Aber sagt mal, "eifersüchtig" im Sinne wie wir Menschen das kennen sind Hunde doch nicht oder? Denn das würde mir spontan zu ihrem Verhalten einfallen...

  • Hallo Sandra!
    Ich bin auch der Meinung, das Du nicht die Führungsposition in Eurer Beziehung bist. Deshalb meint Krümel, Dich beschützen zu müssen. Ich empfehle Dir 2 Bücher von Jan Fennell, einmal "Mit Hunden Sprechen" und dann "Mit Hunden leben". Jan Fennell erzieht die Hunde nach den Verhaltensweisen des Wolfsrudel. Wenn man einige grundlegende Sachen in der Beziehung mit dem Hund beachtet, signalisiert man dem Hund, das DU das Alpha-Tier bist.
    Hier einige grundlegende Regeln:
    Wenn Du nach hause kommst, beachte den Hund nicht!! Es fällt sehr schwer, ich weiß es aus eigener Erfahrung. Sprech den Hund nicht an, schau ihn nicht an, berühre ihn nicht. Setz Dich auf einen Stuhl und warte so lange, bis der Hund sich ruhig hinlegt (das kann bis zu einer halben Stunde dauern!!) Aber durchhalten. Dann kannst Du den Hund zu Dir rufen und Ihn knuddeln, streichel etc. Aber von Dir aus geht die Initiative. Du agiert, nicht der Hund. Diese Prozedur dauert nach einigen Malen nur noch 1-2 Minuten. Aber damit machst Du dem Hund klar, das DU das Alpha-Tier bist. Im Wolfsrudel ist es auch so, kommt das Alpha-Tier von der Jagd nach Hause, rennt nicht jeder gleich zu ihm hin und sagt "toll das du wieder da bis". Das Alpha-Tier umgiebt eine Aura, die nur auf Aufforderung betreten werden darf.
    Das Futter sollte dem Hund nicht zu freien Verfügung stehen. Wenn der Hund gefüttert wird, stelle Dir einen Keks neben die Futterschüssel z.B. auf die Arbeitsplatte in der Küche etc. Dann tust Du so, als ob Du aus dem Hundenapf ißt, ißt aber den bereitliegenden Keks und schmatzt dabei so viel zu kannst. Schau den Hund ruhig an, er soll ja merken, das DU zuerst "frißt", und dann erst der Hund! Wenn der Hund nicht das gesamte Futter auffrißt, wegstellen!
    Beim Spielzeug und bei der Aufforderung zum Spielen oder Knuddeln gilt: Ich agiere, der Hund reagiert. Der Hund hat sein Lieblingsspielzeug nicht zur freien Verfügung. Du fängst mit dem Spiel an und nicht der Hund. Kommt der Hund zu Dir und bringt Dir ein Spielzeug oder will gestreichelt werden, dann ignorierst Du das. Legt der Hund sich artig hin, dann willst DU mit ihm spielen oder ihn streicheln.
    Das hört sich alles sehr herzlos an. Aber der Hund kennt keine Demokratie. Er will einen festen Platz in der Rangfolge und ist fast immer damit überfordert und gestreßt, auf Dich aufzupassen. Er möcht lieber, das DU auf ihn aufpaßt, nicht umgekehrt. Mußt Du Dir so vorstellen, Du müßtest eine große Firma mit 100 Mitarbeitern ab jetzt als Chef leiten. Da bist Du auch gestreßt und würdest lieber heute als morgen diesen Job aufgeben. Am Anfang blutet einem das Herz wenn man diese Regeln befolgt, aber wenn man sieht, wie gut es funktioniert, lohnt es sich wirklich!!
    Nur Mut, Krümel wird es Dir sicherlich danken!
    Gruß Susanne

  • Ohje ohje.
    :kopfwand:

    Nichts für ungut, aber den Tipp habe ich weiter oben schon bekommen und ja, ich habe die Bücher ALLE gelesen und ja, ich begrüße meinen Hund NIE an der Tür, und ja, ich gehe zuerst aus der Tür und ja, und ja, ICH bestimtme wann Spiel- und Streichelstunde ist, auch das mit dem Futternapf mache ich wenn sie nicht schon über den Tag verteilt ihr Futter für Arbeit bekommen hat. Und sie ist auch ruhig wenn ich nach hause komme und wartet dass ich sie rufe.

    Sie vertraut mir total und "fragt" mich mit Blicken ob irgendwas in Ordnung ist oder nicht.

    Glaubt mir eigentlich niemand, dass ich kein Führungsproblem habe mit meinem Hund? :???:
    :x

    Ganz im Gegenteil sogar. Aber mich würde immer noch interessieren, was ihr in punkto Eifersucht sagt... Geht sie deshalb dawzischen??? Eigentlich gibts sowas doch gar nicht bei Hunden oder?

  • Hallo Cassia,

    wo steht geschrieben, dass es zwischen Hunden keine Eifersucht gibt?

    Natürlich gibt es die!

    Nehm ich unsere Hunde mal als Beispiel: wenn ich mir Indy hole und ihn schmuse, dann kann ich die Uhr schon stellen, wie lange es dauern wird, ehe auch Momo angetrottet kommt und versucht, sich zwischen uns zu drängen. So nach dem Motto: "Geh weg, ich bin jetzt dran!"

    Umgekehrt geht es genauso, keiner ist damit einverstanden, wenn der jeweils andere Hund gekrault wird oder dergleichen. Spätestens wenn das Schmusen vorbei ist kommt der andere Hund angewedelt :"....aber ich bin lieber als der andere!!!!!!".....

    Also Eifersucht gibt es meiner Meinung nach selbstverständlich.

    Mahlzeit ;-)
    Volker

  • Hallo Volker,

    vielen Dank für Deine Antwort. Also dass es so ein Verhalten gibt ist mit bewusst, aber ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass das nichts mit Eifersucht im herkömmlichen Sinne zu tun hat.
    Und wie verhält sich das beim Menschen? Kann ein Hund eifersüchtig werden, wenn sich mir ein Mensch nähert? Und ihn deswegen anbellen? Ich kann mir das nämlich sonst wirklich nicht erklären...

    Lg
    Sandra

  • in Bezug auf "wenn sich ein Mensch nähert" würde ich sagen, dass diese Situation nur dann beurteilt werden kann, wenn man sie auch gesehen hat.

    Das kann hier in der Tat "Beschützerinstinkt" sein, dass der Hund dem Fremden sagen will: "Du bleibst schön da wo du bist - sonst.....!"

    Wenn es aber innerhalb der Familie, wo dem Hund alle Menschen sehr gut bekannt sein sollten, dazu kommt, dass er sich dazwischendrängelt, dann würde ich hier schon eher von Eifersüchtelei sprechen.

    In meinem eben beschriebenen Beispiel knurren meine Hunde auch nicht. Das geht alles schweigend über die Bühne. Das einzige was vorkommen kann - der eine Hund knurrt den anderen Hund an. Dann ist aber sofort jemand von uns dazwischen und beendet das Szenario.

    Uihh....Mahlzeit ist rum :/

    Dann noch frohes Schaffen ;-)
    Volker

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