HILFE, ich brauche wirklich DRINGEND Euren Rat.
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Hallo zusammen,
ich habe vor einiger zeit schon einmal hier ein Thema eröffnet, auf das ich leider nicht so richtig viele Antworten bekommen habe. Da sich das Problem jetzt leider immer weiter zuspitzt versuche ich es trotzdem noch mal. Vielleicht kann mir ja irgendjemand helfen?
Es geht um unsere 1 1/2 jährige Mischlingshündin Krümel. Wir haben sie letztes Jahr im September von einer Tierschutzorganisation aus Spanien bekommen. Sie ist mein zweiter Hund, vorher hatte ich eine Colliehündin. Ich habe mich - bevor wir sie aus Nürnberg abgeholt haben - viel über Podencos informiert und wusste demnach auch, auf was ich mich ungefähr einlasse, denn sie wurde uns als Podenco-Mix übergeben.
Am Anfang war alles super klasse. Sie war - und ist - super gelehrig und lernt wahnsinnig schnell kleine Kunststücke etc. Draußen ist sie immer ein bisschen wild und schwer zu händeln, aber auch das werden wir im Laufe der Zeit hinkriegen. Es ist auf jeden Fall schon sehr viel besser geworden als am Anfang.
Krümel hat uns von Anfang an total akzeptiert. Wir brauchten nicht mal eine großartige Eingewöhnungsphase. Sie hat uns gesehen und sich "verliebt". Wir sind total begeistert von ihrem Wesen, frech und süß, aber total lieb und verschmust. Sie war von Anfang an allen Menschen gegenüber total freundlich und ausgeglichen. Zugegeben war - und ist - sie ziemlich aufdringlich, springt überall hoch und will unbedingt im Mittelpunkt stehen, was ihr bei vielen Menschen leider auch oft gelingt.
Wir gehen bis zu vier mal die Woche mit ihr in den Hundeverein, um ihr möglichst viel zu bieten. Und sie macht uns jede Menge Freude.
Nun zum eigentlichen Problem: sie bellt. Und ja, Hunde bellen nun einmal aber bei Krümel ist das alles andere als normal. Was mich am meisten verwundert ist, dass sie am Anfang, sagen wir die ersten zwei Monate, so gut wie gar nicht gebellt hat. Klar wenn es an der Tür geklingelt hat, aber sonst?
Wir haben mittlerweile so gut wie alles durchprobiert und ich bin mit meinem Latein absolut am Ende.
Ich schildere einfach mal ein paar Beispiele:
1. Wir sitzen in unserer Stammkneipe und jemand kommt rein. Krümel springt wie von der Tarantel gestochen auf und kläfft den Neuankömmling an. Und das ganze verdammt laut und schrill (sie hat ein sehr hohes Bellen). Niemand kann sie jetzt beruhigen. Es hilft weder schimpfen (was sie ja eh eher bestärkt), noch die Schelle. Bei der Schelle dreht sie sich kurz um und weiter gehts. Das macht sie übrigens bei jedem! Nicht nur bei Fremden, sondern auch bei Leuten , die sie gut kennt und die auch mit ihr spielen usw. Meine Hundetrainerin war mal mit da und hat dann wortlos und ganz ruhig ein paar Unterordnungsübungen mit ihr gemacht. Also ein bisschen hin und her gegangen, plötzlicher Richtungswechseln, Sitz usw. Bis sie dann vor dem Neuankömmling stehen konnte und Krümel ruhig war. Das klappte auch ziemlich gut (abgesehen davon dass ich eigentlich nur noch durch die Kneipe gegangen bin und von Gemütlichkeit keine Rede war). Mittlerweile klappt aber auch das nicht mehr, sie bellt weiter und weiter und weiter. Ich brauche an die 10 Minuten, um sie zu beruhigen, und dann knurrt sie trotzdem noch weiter...
Beispiel2: Wir sitzen mit ein paar Leuten an einem See auf einer Bank, wo nur selten Menschen vorbei kommen. Kommt dann jemand springt sie auf, knurrt und bellt, als ginge es um Leben und Tod. Sie bekommt dann eine Bürste und "verkrampft" sich am ganzen Körper. Auch hier müssen die Leute erst mal weg sein bevor sie sich beruhigt.
Bespiel 3: wir gehen durchs Watt spazieren und 50 meter weiter (!) kommt ein Pärchen. Krümel rennt (!!!) auf die beiden zu und verbellt sie regelrecht. Ich kann sie nicht abrufen, gar nix.
Von der Wohnung ganz zu schweigen. Es reicht, dass jemand durchs Treppenhaus geht und sie dreht völlig am Rad. In der Wohnung kann ich sie ganz gut zu mir rufen, sie kommt auch und muss dann ins Platz. Das Bellen wird dann ein bisschen leiser, aber aufhören tut sie nicht.
Ich bin völlig am Ende. Unser Problem besteht außerdem (und das macht es so unglaublich kompliziert), dass wir uns eine Wohnung gekauft haben und nächsten Monat umziehen. Wer selbst eine Wohnung besitzt weiß, dass die Eigentümerversammlung uns durchaus der Wohnung verweisen kann (oder zumidnest den Hund) und davor haben wir jetzt natürlich wahnsinnige Angst.
Ich habe Krümel schon sehr oft beobachtet und kann mittlweile ihr Bellen unterscheiden. Beim Angstbellen ist es nicht weiter problematisch, da gehe ich in größeren Bögen um die Person rum, immer dichter und mit Leckerchen hat sie es dann schnell begriffen, dass da nix schlimmes ist.
Das andere Bellen aber scheint mir ein Beschützerbellen zu sein, kombiniert mit einem Aufmerksamkeitsbellen (siehst du Mama, ich pass auf also lobe mich, oder auch: he, dich kenn ich, los begrüß mich, und zwar zackig).
Ich habe in der Kneipe mittlerweile jedem verboten, sie anzufassen oder auch nur anzugucken. Es machen auch alle prima mit, aber ändern tut das nichts.
Außerdem verstehe ich nicht, dass sie uns beschützen will. Eigentlich ist sie uns gegenüber eher unterwürfig, wartet an der Tür, geht nach uns raus, wartet auf ein Kommando fürs Essen etc. Also eigentlich alles Dinge, die ihr zeigen sollten, dass wir "Chef" sind, wobei ich das Wort absichtlich in Anführungszeichen setze.
Bitte bitte, hat jemand Erfahrung mit sowas? Wie kann ich sie am besten umkonditionieren. Sie ist, wenn sie loslegt, nicht mal ansprechbar, völlig aufgelöst und durch nichts kann man dann ihre Aufmerksamkeit bekommen. Es ist furchtbar. Mal ganz von den Kopfschmerzen, die man bei einem dauerbellenden Hund in der Tonlage bekommt.
Ich bin verzweifelt, dachte eigentlich, ich kann mit Hunden umgehen, aber hier bin ich total überfordert. Ich weiß nicht mehr weiter. Mein Mann ist noch viel mehr am Ende als ich. Dazu muss ich sagen, dass er schnell sauer wird und das natürlich kontraproduktiv ist, klar. Daher habe auch hauptsächlich ich die Erziehung übernommen, aber er ist tatsächlich mittlerweile fast immer schlecht gelaunt, wenn er mit Krümel nach hause kommt weil sie unterwegs jeden und alles anbellt... :kopfwand:
Ich bin dankbar für jeden Tipp und Ratschlag!!!
Lg
Sandra und Olli mit Krümel -
25. August 2008 um 08:11
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Hallo Sandra,
Es ist schwer zu sagen woher das bellen kommt, wenn man es nicht selber einmal gesehen hat. Denn je nachdem wieso sie bellt, muss man ja anders rangehen.
Was sagt die Hundetrainerin, wieso sie bellt? Nachdem sie UO mit ihr in der Kneipe gemacht hat gehe ich davon aus, dass der Hund sich berufen fühlt diese Situation zu meistern?!
Das bedeutet ja nicht, dass ihr ein generelles Problem mit der Rangfolge habt. Der Hund kannsich in dieser Situation berufen fühlen aufzupassen und in der nächsten nicht. Kommt drauf an welchen Job sie sich im Rudel verpflichtet fühlt.
Wie ist es denn sonst so insgesamt mit dem Gehorsam der kleinen Maus?Sollte sie sich als Bodygard fühlen, würde ich sie von diesem Job entlassen (beweise ihr das DU sie beschützt) und ihr einen neuen Job geben. Lady hat bei uns den "behalte gut im Auge das alle zusammen bleiben" Job. Das bedeutet, wenn wir mit der ganzen Familie gehen, dann schaut sie immer das man nicht zu sehr zurückbleibt oder vorrennt. Sollte sich jemand von der Familie zu weit entfernen, dann kommt sie zu mir und bellt kurz, damit ich schauen kann. Das ist Ladys Aufgabe in unserem Rudel. Beschützen will sie niemanden - das ist auch nicht ihre Aufgabe.
Liska hat den Job aufzupassen, dass die Katze niergends beigeht. Wenn die Katze zum Beispiel auf den Tisch springt, dann schubst sie sie weg oder wenn die Katze um die gedeckte Kaffeetafel schleicht schaut Liska, dass sie sich nichts klaut. Draußen ist Liska sozusagen arbeitslos.Welche Aufgabe hat Deine Maus in eurem Team?
Sollte sie aus Angst bellen (was mir bei ihrem vorherigem verhalten allerdings doch komisch vorkommen würde - es sei denn es ist etwas vorgefallen), muss sie lernen, dass sie von euch Sicherheit bekommt. Oft helfen da vor allem gleichbleibene Dinge. Immer ein Kommando gleich aussprechen und nennen. Also "sitz" ist "sitz" und nicht "mach mal sitz" oder "nu schön sitz" oder sowas. Und wenn eine Weggabelung kommt, weisst Du wo Du lang gehst und musst nicht erst überlegen. Du gehst zwischen ihr und anderen Menschen und Hunden als ihr ganz persönlicher Schutzschild. Solche Dinge eben.
Ich würde die Hundetrainerin einmal fragen, woher das bellen resultiert, und dann entsprechen an dieser Baustelle arbeiten. Das bellen ist ja an sich nur ein Ventil, wo Luft rauskommt. Aber wieso das Ventil offen ist - das gilt es herauszufinden. Auf Dauer nur ein Finger aufs Ventil halten ist für alle unbefriedigend.
Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!
Dana und Wauzis
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Hallo Dana,
danke für deine Antwort. Ich muss gestehen, so eine richtige Aufgabe hat unsere kleine Maus gar nicht. Was meinst du denn könnte sie übernehmen? Und vor allem, wie soll ich ihr das zeigen?
Und wie kann ich ihr zeigen dass ICH auf SIE aufpasse? Selbst wenn ich mich vor sie stelle geht sie bellend um mich rum und stellt sich vor mich. Dann kann ich sie nur noch mit der Leine zurückziehen, was ja auch nicht Sinn der Sache sein kann. Und egal was ich mache, das Bellen wird von Tag zu Tag schlimmer!
Ansonsten gehorcht sie eigentlich ganz gut, nicht perfekt, wir haben sie ja auch "erst " ein Dreivierteljahr und sie war auch schon 8 Monate alt als wir sie bekamen. Leider ist sie uns schon zwei mal vor ein Auto gelaufen, weshalb sie immer an der Leine läuft bis wir in einen Park kommen. Wir bleiben jedes mal an der Straße stehen und sie kennt auch das Kommando "Straße", aber alleine... da reicht ein Hund auf der anderen Straßenseite und sie ist auf der Straße...
Meine Hundetrainerin sagt auch, sie würde "proletenbellen", was nichts anderes heißt, als dass sie meint, Boss zu sein und niemanden an uns ran zu lassen. Sie bellt übrigens auch jedes mal, wenn sich mir ein Hund nähert. Dann splittet sie regelrecht und ist außer sich, dass ich einen Hund anfassen könnte.
Und sie bellt neuerdins auch, wenn wir die Wohnung verlassen, was sie früher nie gemacht hat (naja ganz am Anfang die ersten Tage, klar).
Ich versuche, ihr gegenüber ein sehr sicheres Auftreten an den Tag zu legen, also das was du mit der Weggabelung meintest zum Beispiel. Wir machen auch jeden Tag Schleppleinentraining.
Hast du eine Idee, was sie für eine Aufgabe haben könnte? Am besten eine für drinnen UND draußen, weil das Problem ja immer und überall auftritt...
Lg
Sandra -
Hunde, die sich so verhalten, fehlt einfach die Führung. Wenn sie keine bekommt, führt sie sich praktisch selbst. Und ihre Enscheidungen sind eine andere als wie du sie hast.
Vielleicht helfen dir kleine Tipps, die ich dir allerdings nur über PN schicke.
Die Aufgaben, die Hunde haben können, zeigen sie vor. Was kann sie besonders gut (ja, ich weiß, bellen
)? Beobachte sie, schreibe ihre Schwächen und Stärken auf. Dann weißt du welche Aufgabe sie auf keinen Fall erledigen sollte, bzw. welche für sie sinnvoll wären. Näheres per PN. -
Hallo Sandra,
Die Aufgabe würde ich von ihren Eigenschaften abhängig machen. Da sie anscheinend doch gern beschützt und aufpasst (sie wie Liska) würde ich ihr einen Aufpasserjob geben. Das könnte zum Beispiel ein Spielzeug sein. Das ist ein gaaaaaanz wichtiges Spielzeug und das braucht Frauchen dringend ab und an. Ihr Job könnte es werden auf dieses Spielzeug zu achten.
Also draußen ruhig rumtragen und drinnen auch ab und an mal holen. Aber sie sollte das Spielzeug nicht für sich in Beschlag nehmen, sondern für Dich drauf aufpassen- also wenn Du ein "ok" gibst, dann darf jemand das Spielzeug an sich nehmen.Ich hatte mal einen Hundeschüler, der hat immer auf das Gummihuhn aufgepasst. Das war überall dabei und er hat sich gefreut, wenn Frauchen das Gummihuhn haben wollte. Er hat es rumgetragen und war stolz. Wenn er Hundekontakt haben durfte und sollte, dann hat Frauchen das Gummihuhn natürlich dringend gebraucht. Das wäre vielleicht eine Aufgabe für den Hund. Außerdem bellt es sich mit etwas im Maul ziemlich schlecht

Darauf konditionierst Du sie am besten vorerst einmal in der Wohnung, tu so als ob dieses eine Spielzeug eh das beste und tollste ist. Trage es mit Dir rum und tu so, als ob es das größte Glück ist dieses Spielzeug zu haben. nenn dabei ruhig den namen. Also ich hab da so ein Ball an der Schnur und wenn ich das hochwerfe und mich freue (gut das mich dabei niemand sieht *lach*) dann ruf ich fröhlich "BallaBalla" und wenn das Ding nun irgendwo liegt und ich frage= Wo ist denn mein ballaBalla? Dann flitzen meine Hunde und suchen genau dieses Spielzeug.
Unterwegs sag ich halt dann - falls es nicht mitgenommen wird und auf dem Weg liegt= Nimm mit! Das lernen sie sehr schnell und sie hat dann einen echt Klasse Job. beschützerin des Spielzeugs ist eine ehrenvolle Aufgabe *g*
Auf das Kommando "ok" oder was auch immer nimmst Du es ihr oder jemand anders - es wieder ab.Zum Thema beschützen ist es nicht immer leicht, das weiss ich. Wenn Du zwischen Hund und anderer Person als Schutzwand stehst braucht das Zeit, bis der Hund das auch wirklich glaubt und nicht versucht vorzuspringen. Halte sie weg von dem Objekt ihrers bellens und schaue sie ruhig und gelassen an. Nichts sagen - nichts weiter machen. Einfach durch eine aufrechte Körperhaltung und Ruhe vermitteln= Süße- ich hab alles im griff.
Es wird dauern bis sie das glaubt und auch annimmt, aber es wird funktionieren.
Ansonsten bekommen Hunde sicherheit durch gleiche Abläufe. Gleiche Kommandos. Einfach diese Zuverlässigkeit. Frauchen weiss genau was sie tut. Und das kannst Du ihr durch Fairness und Konsequenz beweisen.Ganz liebe Grüße
Dana und Wauzis -
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Hi Sandra,
ja genau dieses Problem haben wir auch. Am WE hatten wir Teamtest in der HS und da haben die anderen das auch mal gesehen wie so etwas 'sein kann'. Muß nicht - aber kommt leider immer wieder vor.
In der HS ist Shiva nämlich unser Oberstreber und wenn ich das immer so erzählt habe, konnte das keiner glauben.In genau welchen Situation habe ich (und auch meine Trainerin) noch nicht herausgefunden. Fakt ist - bei uns zuhause wenn Gäste kommen - ist immer Sturm angesagt und draußen oft, aber nicht immer.
Ich kann ihr da auch nicht mehr trauen (hat ja schließlich die Postbotin schon mal gebissen - nicht schlimm - aber immerhin).
Meine Trainerin hat sich das alles mal angeschaut und mir gesagt, dass es an mir nicht liegen kann, weil ich nicht unsicher rüber komme und auch klare Anweisungen gib.
So ein bißchen schiebe ich das auf den immer noch gestörten Hormonhaushalt von ihr und hoffe, dass sich dieser nach der nächsten Läufigkeit einpendelt, sonst müssen wir eh über eine Kastra nachdenken. Schließlich befindet sie sich jetzt schon fast ein Jahr in einer permanenten Läufigkeit (rein hormonell) und das ist sicher nicht leicht für sie. Ich habe hier auch schon versucht mit Homöopathie zu arbeiten - aber bisher ohne Erfolg.
Vielleicht solltest Du auch mal die Hormone (oder Schilddrüse) anschauen lassen. Meine Trainerin schickt immer alle verhaltensauffälligen Hunde zum TA wegen diversen Tests und erst wenn eine gesundheitlich bedingte Auffälligkeit ausgeschlossen werden kann, kann an so einem Problem direkt gearbeitet werden, sagt sie. Weil wenn der Hund z B. was an der Schilddrüse hat, kannst üben und arbeiten wie Du willst, da stellt sich kein Erfolg ein.Wir sind jetzt so verblieben, dass wir die nächste Läufigkeit abwarten und wenn sich dann nix tut mit den Hormonen, werden wir um eine Kastra nicht mehr rumkommen und danach werden wir schauen, wie wir das erzieherisch angehen.
Shiva folgt sonst echt auch gut. Nur eben wenn jemand kommt, dann tickt die auch aus. Sicherheitshalber habe ich einen Maulkorb gekauft (brauchen wir für den Urlaub jetzt eh) und dann denke ich, kann ich auch etwas entspannter mit ihr und unseren Gästen üben.
Aber das ist alles ganz schön nervenaufreibend und mein Mann ist von der ganzen Situation auch ganz schön genervt. Weder er noch die Kinder wollen mit ihr spazieren gehen. -
Hallo,
also in meinen Augen sehe ich das ähnlich wie Terry der ein Problem in der Führung des Hundes vermutet.
Wir haben zu hause ein ähnliches "Exemplar", der meinte, bei allem und jedem vorzupreschen und zu verbellen. Das sah bisweilen ganz schön gefährlich aus, da er sich hinten ganz tief duckte und seine prachtvollen Beisserchen zeigte. Das war für uns eine absolut unerträgliche Situation an der es dringend zu Arbeiten bedurfte.
Was wir nicht gemacht haben war, dass wir den Beschützerinstinkt unseres Hundes nicht weiter gefördert haben, indem wir ihm eine "Bewacheraufgabe" haben zukommen lassen. Er hat nichts zu bewachen!
Die angesprochene Situation, dass der Hund immer wieder in den Vordergrund drängte hatten wir auch. Es hat einige Zeit gedauert bis wir ihm klarmachen konnten, dass er sich beruhigt hinter uns aufhalten konnte und wir die Situation allzeit im Griff hatten. Das hat auch schonmal bedeutet, dass wir unseren Unmut kundgetan haben, wenn er denn doch wieder meinte er müsse.
Du schreibst, dass du immer "versuchst" einen souveränen und abgeklärten Eindruck zu vermitteln aber glaube mir - Hunde sind dermassen intelligent, die haben längst begriffen wie es wirklich in die ausschaut, da kannst du dich verstellen wie du möchtest.
An Deiner Stelle würde ich mir einen guten Verhaltenstrainer suchen, der mit dir zusammen an diesem Problem arbeitet, denn dass hier etwas geschehen muss ist ganz klar.
Was ich hier leider nicht ganz verstehe.....wieso werden hier Tipps als PN verschickt? Es gibt sicherlich genug HH die gerade diese Tipps gerne gelesen hätten.

Gruß
Volker -
Hallo an alle,
wir haben mit unserer Hündin ja auch das gleiche Problem wie die Themenstarterin. Uns fehlt es an Führungsqualitäten...wir arbeiten an uns aber trotzdem wäre ich über Tipps, wie man seine Führungsqualitäten glaubwürdig rüber bringt, sehr dankbar!!
Lg, Gabi -
Zitat
Was ich hier leider nicht ganz verstehe.....wieso werden hier Tipps als PN verschickt? Es gibt sicherlich genug HH die gerade diese Tipps gerne gelesen hätten.
weil diese zwar eine Grundlage besitzen die auf viele Hunde umlegbar sind aber es noch zu einem intensiven Hin- und Hergeschreibe werden wird, weil es zu vielen Fragen von mir und dadurch zu vielen Antworten der Themenstarterin kommen wird.Wie ich in einem anderen Thema geschrieben habe, kann das geschriebene individuell aufgefasst werden. Es wird jeder so auffassen wie es seiner momentanen Stimmung und Ansicht entspricht.
Damit ist die Gefahr der Missverständnisse groß und eine Umsetzung kann das Gegenteil bewirken.
Es ist sowieso schwierig über das Netz sich so auszudrücken das man Missverständnisse damit umgeht. Evtl. eröffne ich ein Thema "Führung" indem ich versuche werde so einfach wie möglich die Grundlage darzulegen ohne Gefahr zu laufen das es falsch verstanden werden kann.
Und keine Sorge: es geht nicht um Handgriffe sondern nur um die Grundeinstellung die jeder HH mit sich selbst ausmachen muss.
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Hallo Terry bzw. Angelika,
ich verstehe deine Bedenken nur allzu gut, aber dann dürften hier überhaupt keine Tipps und Anregungen geschrieben bzw. öffentlich eingestellt werden, weil letztlich jeder Fall seine ganz eigenen Regeln und Gesetze haben wird.
Allein schon WENN es dieses Hin- und Hergeschreibe geben würde....so würden doch gerade DIESE Postings vielen anderen HH zumindest doch Anreize geben, was los sein könnte.
Ich könnte hier niemandem einen Tipp geben, solang ich den betreffenden Hund und den dazugehörigen HH nicht wenigstens 1 x persönlich getroffen und beobachten hätte können - wenn ich deiner These folge.
Natürlich stimme ich dir 100% zu, dass manche "Ratschläge" hier wirklich haarsträubend sind wo man sich wünscht, sie wären niemals veröffentlicht worden. Auch ist die Gefahr groß, dass man einen Tipp falsch liest und entsprechend falsch umsetzt. Aber innerhalb eines Forums sollten solche Sachen doch freiweg postbar sein. Wenn ich einmal "stuss" poste, dann wird es nicht lange dauern, bis ich die Korrektur in Form einer Antwort erhalte.
Aus diesem Grunde schreibe ich beinah jedesmal, dass eine "Ferndiagnose" natürlich seine Tücken birgt und letztlich (je nach schwere des Problems) der Hund mitsamt HH unbedingt einem professionellen Trainer vorgestellt werden sollte. Letztlich kann nur dieser erkennen, was in der Beziehung Mensch-Hund und umgekehrt schiefläuft.
Das fängt doch schon bei der Schilderung des Problems an: wenn der HH schreibt, sein Hund zeige Angstverhalten.....woher will ich aus der Ferne wissen, ob es tatsächlich Angstverhalten und nicht gar rotzfreches Dominantsverhalten ist?
Ich müsste wirklich ALLES hinterfragen und letztlich bliebe nur der eine Weg - ich müsste das "Gespann" mit eigenen Augen sehen um mir mein eigenes Urteil bilden zu können. Und genau DAS ist in meinen Augen der Job eines guten Trainers;-)
Wie gesagt......ich fände es schön, wenn man diese Ratschläge hier lesen könnte und ggf. auch seine Erfahrungen mit einbringen könnte. Ich denke, DAS ist der Sinn und Zweck des Forums - oder irre ich jetzt hier?

Lg
Volker - Vor einem Moment
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