Extreme Ängstlichkeit gegenüber anderen Hunden
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Hallo,
mein 14 Wochen alter Australian Shperherd scheint von Natur aus recht zurückhaltend zu sein, hat aber extreme Angst vor anderen Hunden. Das äußerst sich natürlich durch einen eingezogenen Schwanz und durch Knurren, Bellen und sogar Schnappen, wenn ein anderer Hunde ihm zu Nahe kommt.
Wir haben ihn jetzt seit 2,5 Wochen und waren auch schon zwei Mal bei einer Welpenspielgruppe. Auch da ist er sehr ängstlich und versteckt sich meistens hinter mir. Kommt ihm ein anderer Junghund zu Nahe, schnappt er auch schon gerne mal. Die sind ihm einfach viel zu wild....
Nachdem ich jetzt hoffentlich die Syptome dieses Problemverhaltens ausreichend geschildert habe, ist natürlich das wichtigste, die Ursache dafür zu finden.
Ich glaube, jeder, der das liest, wird sich erstmal an den Kopf langen und sich fragen, wie man sich nur einen solchen Hund, von einem warscheinlich noch schlimmeren Züchter anschaffen kann.
Doch ich glaube kaum, dass die Züchterin Schuld trifft.
Der Welpe hat zusammen mit seinen 3 Geschwistern, seinen beiden Eltern, einem zugelaufenen Mischling und einem krebs-kranken Zwerpinscher, den die Züchterin von einer verstorbenen Bekannten aufgenommen hatte zusammengelebt.
Die Eltern (beides Aussies) haben wirklich einen guten Eindruck gemacht. Sie waren sehr freundlich, offen, verspielt und haben uns schwanzwedelnd empfangen. Keine Spur also von Ängstlichkeit oder Scheu.
Der Welpe, für den ich mich entschieden habe, hat ausgelassen mit seinen Geschwistern gespielt, hat sich aber schon Scheu gegenüber uns Fremden gezeigt und sich sehr gerne unter der Treppe versteckt.
Bei uns hat er sich mittlerweile gut eingelebt und ist auch schon typisch welpen-frech und gegenüber mir und meiner Familie sehr freundlich. Fremden Leuten zeigt er sich sehr zurückhaltend und verzieht sich auch lieber unter den Tisch z.B.
Vor unserer Katze hatte er anfangs auch große Angst, d.h. er ist mit eingezogenem Schwanz weggelaufen und hat auch sicherer Entfernung geknurrt und gebellt. Mittlerweile aber (nach einer Woche schon) versteht er sich sehr gut mit ihr und fordert sie immer wieder schwanzwedelnd zum Spiele auf. Der Vorteil bei unserer Katze war halt, dass sie schon an einen Hund gewöhnt war (wir hatten vorher einen Border Collie) und weder auch ihn zugelaufen, noch vor ihm weggerannt ist.
Da liegt glaube ich, auch das größte Problem, wenn wir zu solchen Welpenspieltagen gehen. Er hat nicht die Möglichkeit sich erstmal alles anzuschauen, sondern ein Haufen vollkommen überdrehter Welpen rennt direkt auf ihn zu.
Gut möglich ist natürlich, dass er schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden hat. Die Züchterin hat erzählt, dass die Hunde mal von einem einige Häuser weiter wohnenden Riesenschnauzer gebissen wurden, als sie ihre Schnauzen unter den Zaun durchstreckten. Nur bin ich mir nicht sicher, ob sie damit die Welpen oder die erwachesenen Hunde gemeint hatte.
Nachdem die Hudnetrainerin das erfahren hatte, meinte sie, ich soll ihn immer belohnen, wenn er einen anderen Hund sieht und nicht knurrt oder bellt, damit die Begegnung mit einem Hund wieder zu einem positiven Erlebnis wird.
Ist das richtig so, kann man sonst noch was dagegen machen und wie stehen die Chancen, dass er sich eines Tages gegenüber anderen Hunden völlig normal verhält?Vielen Dank schonmal
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19. August 2008 um 12:47
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Extreme Ängstlichkeit gegenüber anderen Hunden - Vor einem Moment
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hat der zwerg denn auch angst vor einzeln auftretenden welpen? lotte ist es auch zuviel wenn mehrere hunde auf einmal kommen. vielleicht kannst du bei der welpenstunde den besitzer eines ruhigeren welpen dazu überreden, sich mal mit dir allein zu treffen. die atmosphäre wäre ruhiger und die hunde könnten sich vielleicht ruhiger einander annähern. oder vielleicht kannst du ein treffen mit einem wurfgeschwister arrangieren?
aber den rat deiner trainerin finde ich nicht schlecht, zumindest habe ich schon öfter gehört, dass es so gemacht wird und funktioniert...da ist natürlich das timing ganz wichtig. und man muss aufpassen, dass es dem leckerchen gegenüber nicht zur verteidigungshaltung kommt und die situation dadurch aufgeputscht wird. -
Wie verhältst Du dich in der Welpengruppe wenn Dein Hund bei Dir oder anderen Menschen Schutz sucht vor den bösen anderen Welpen?
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Danke erstmal für die schnelle Antwort ;-)
Wenn er kleineren Hunde begegnet (also nicht unbedingt Welpen) ist er auch recht ängstlich, knurrt oder bellt aber nicht/kaum. Unsere Nachbarn z.B. haben zwei King Charles Spaniel, die er auch langsam kennt. Heute bin ich einen von denen und zwei anderen Hunden, die genauso klein waren (wie der Spaniel, also kleiner als er) zusammen begegnet. Er wollte sich nicht so wirklich denen annähern und hat sich auch wieder hinter mir versteckt. Richtig böse wurde er aber nicht, er hat also weder die Leftzen hochgezogen, noch gebellt oder geknurrt, obwohl ich mich mit den 3 Frauchen mindestens 10 Minuten lang unterhalten habe.
Ich werde die Züchterin auf jeden Fall nochmal kontaktieren, auch um zu erfahren, ob er wirklich von einem anderen Hund gebissen wurde.
Vielleicht werde ich die auch nochmal besuchen...
aber wenn er merkt, dass ihm kein Hund was böses will, also ihn keiner beisst, eine Zeit lang, müsste er ja eigentlich irgendwann auch gegenüber fremden Hunde Vertrauen schöpfen.Wenn er bei der Welpenspielgruppe anderen Hunde anknurrt, versuche ich möglichst, ihn nicht zu bestätigen, bestrafe ihn aber auch nicht wirklich.
Die Hundetrainerin hat gesagt, man sollte immer vermeiden, dass es soweit kommt, das er knurrt oder bellt. Man kann ihn dafür ja weder belohnen, noch für seine Angst/ schlechten Erfahrungen bestrafen -
Hallo,
wird die Welpengruppe nicht von einem Trainer angeleitet? Der sollte doch eine Situation schaffen, in der ein ängstlicher Welpe eben nicht von einer Gruppe übermütiger Welpen bedrängt wird. Ich wäre mit einem solch ängstlichen Welpen auch mit der Situation überfordert, wenn mein Lütter bedrängt wird und sich nicht anders zu wehren weiß als zu schnappen. Da ist der Trainer gefragt, meine ich. War zumindest in unserer Welpengruppe so. Ronja war auch leicht überfordert am Anfang und die Trainerin hat dafür gesorgt, daß wir erst mal vom Rand aus zu sehen, hat die anderen Welpen und deren Besitezr gebeten, Abstand zu wahren und hat mich angeleitet, wie ich meinen Welpen beschütze, seine Angst aber nicht verstärke.
Ansonsten sind die Tips der anderen sehr gut. Du mußt bei Begegnungen die Gefühlswelt Deines Welpen umkehren, also nicht "Hilfe, ein Hund...!" sondern "Toll, da kommt ein Spielkamerad!". Dazu muß er jetzt gaaaanz viele positive Erfahrungen machen. Über Futter kannst Du ihm aus der Entfernung bereits signalisieren, daß andere Hunde toll sind. Halte den Abstand so, daß Dein Hund noch entspannt ist...bellt und knurrt er...drehe um und gehe in die entgegengesetzte Richtung. Sobald er den anderen Hund sieht und noch nicht aufdreht...FÜTTERN...!
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Okay danke.
Dass mein Joker andere Hunde anknurrt, wusste die Hundetrainerin zwar, hat aber anfangs gedacht, er würde das aus purer dickköpfigkeit oder Dominanz machen und hielt es für das beste, ihn aktiv zu unterwerfen. Das hatte bei so einem frechen Border Collie vor ihm auch schon geklappt. Beim Joker nunmal nicht, und als ich ihr dann erzählt habe, dass er möglicherweise schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht hat, meinte sie, dann müsse man es ganz anders angehen und gab mir eben diese Tips mit dem Belohnen, wenn er nicht knurrt etc... -
Hallo,
ich halte überhaupt nichts davon, so pauschaliert immer gleich von Dominanz auszugehen und Hunde nur mal eben so zu unterwerfen. Und das auch noch, ohne sich ein umfassendes Bild von dem Hund und seinem Verhalten gemacht zu haben.
Eine gute Trainerin erkennt, ob ein Hund aus Angst, Unsicherheit oder wie auch immer bellt und knurrt. Und vor allem hinterfragt sie, was der Hund für Erfahrungen gemacht hat und wie er sich im Alltag verhält, bevor sie solche Tips gibt.
Unterwirf Deinen Kleinen bitte nicht mehr...das verunsichert ihn noch zusätzlich. Er soll ja keine Angstaggression entwickeln.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Okay danke.
Dass mein Joker andere Hunde anknurrt, wusste die Hundetrainerin zwar, hat aber anfangs gedacht, er würde das aus purer dickköpfigkeit oder Dominanz machen und hielt es für das beste, ihn aktiv zu unterwerfen.Was verstehst Du unter aktiver Unterwefung beim Border Collie??
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Zitat
Okay danke.
Dass mein Joker andere Hunde anknurrt, wusste die Hundetrainerin zwar, hat aber anfangs gedacht, er würde das aus purer dickköpfigkeit oder Dominanz machen und hielt es für das beste, ihn aktiv zu unterwerfen.Da hätte ich mir auf der Stelle einen anderen Trainer gesucht... Bei einem Welpen von Dominanz zu sprechen zeugt schonmal von extremer Kompetenz :kopfwand:
Und einen ohnehin schon unsicheren Hund auch noch zu unterwerfen (ich vermute, auf den Rücken werfen oder ähnliches??) ist das schlimmste, was man machen kann.
Man muss dem Welpi möglichst viel Sicherheit und Vertrauen geben, ohne in gleichzeitig in Watte zu packen - ihn also langsam an ungewöhnliche Situationen und andere Hunde heranführen und gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten bieten.. Ein guter Trainer unterstützt dich dabei.
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Zitat
Man muss dem Welpi möglichst viel Sicherheit und Vertrauen geben, ohne in gleichzeitig in Watte zu packen - ihn also langsam an ungewöhnliche Situationen und andere Hunde heranführen und gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten bieten.. Ein guter Trainer unterstützt dich dabei.:2thumbs:
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