Er jagt die Katzen ....!!!

  • Hallo
    ich habe ein Problem mit meinem kleinen (6 Monate) Schäferhund- Husky Rüden. Wir haben hier zwei Katzen. Das Mädchen jagt er uns legt sich auf sie drauf (sie findet das natürlich nicht toll ,traut sich aber nicht sich zu wehren schätze ich). Der Kater haut ihn immer, einmal hatte mein kleiner sogar Nasenbluten. Hat aber schnell wieder aufgehört. Jedes mal wenn die Katzen die Treppen runter kommen oder vom Kratzbaum runter kommen jagt er sie. Man kann ihn dann rufen wie man will. Festhalten bringt auch nichts dann rastet er aus und strampelt so lange bis ich ihn nicht mehr halten kann. Kann mir jemand sagen ob das am Alter liegt oder ob man ihm das abgewöhnen kann.
    Liebe Grüße Lilly

  • Hallo!

    Wir haben auch drei Katzen und eine kleine, 3,5 Monate alte Hündin. Das so kleine Racker hinter Katzen herjagen ist doch klar!

    Auch hier gilt immer: Du musst schneller reagieren als dein Hund! Sieht er die Katze zuerst und rennt los, ist es wie beim Jagen, er schaltet erstmal ab und hört dich nicht mehr.

    Normalerweise solltest du ihn festhalten, bis er sich beruhigt hat und ihn dann loben und ein Leckerli geben.
    Führe dazu ein Kommando ein, zBsp. NEIN.
    Anfangs wirst du ihn festhalten müssen, später sollte er von alleine hören und dich ansehen.
    Ziel ist es, dass der Hund nicht wahllos hinter allem herrennt, sondern dich erst ansieht und quasi auf die Erlaubnis wartet.
    Das ist immer hilfreich, auch bei Hasen oder anderem Wild, was alles so draußen rumläuft.

    Du solltest das auch beim Spielen üben, indem du Ball oder sontwas erst wirfst, wenn dein Hund im Sitz oder Platz ist. Holen darf er es natürlich erst auf dein Kommando! Also nicht einfach laufen und spielen, sondern erst dich ansehen und auf Erlaubnis warten.

    Ich weiß ja nicht wie lange ihr den Kleinen schon habt und was ihr sonst gemacht hat, wenn er die Katzen gejagt hat, aber ihr solltet das auf jeden Fall unterbinden.
    Wenn er schon losgerannt ist und die Katze hat, auch mit einem NEIN die "Jagt" beenden. Bleib dabei ruhig und belohne ihn für ruhiges Verhalten.

    Und gib nicht so schnell auf! Das kann schon ne weile dauern bis er hört! Jagen und spielen macht den Wuffis schließlich einen heiden Spaß!

  • Hallo Lilly,

    ich würde sogar soweit gehen zu sagen, Du MUSST ihm das abgewöhnen, denn sonst festigt sich dieses Verhalten in seinem momentanen Alter und Du bekommst Probleme ohne Ende.

    Versuche folgendermassen an die Sacher heran zu gehen:
    Sobald sich die Katzen bewegen (die Treppen rauf-runter gehen oder vom Kratzbaum kommen) wende Dich Deinem Hund zu, und gib ihm gaaaaaaanz tolle Leckerchen. Er soll lernen, wenn sich eine Katze im Raum bewegt gibts was feines und zum anderen lernt er sich so auch ruhig zu verhalten. Am besten ist es wenn er aus der Futtertube etwas lecken muss.
    Natürlich musst Du ihn daran hindern hinter den Katzen herzujagen, selbstverständlich hat er Kraft und will lossprinten, daran MUSST Du ihn auf jeden Fall hindern, fixier ihm am Halsband oder seinem Geschirr, er darf diesen "Jagderfolg" nie wieder haben, denn es macht ihm Spaß zu hetzen und es kann (muss nicht) nur eine Frage der zeit sein, bis er zupackt :/

    Du schreibst er strampelt wie wild .... soll er strampeln, Du musst dafür sorgen, dass er nicht mehr hinterher jagen kann!!!!

    Ihr solltest auch Hund und Katzen niemals unbeaufsichtigt zusammen lassen, es muss immer jemand da sein, der ggfls. reagieren kann!

    LG
    Kerstin

  • Also das mit dem Bällchen werfen machen wir schon so erst wenn er sitz gemacht hat werfen wir. Ich versuche ja ihn abzulenken aber meist klappt es nicht. Ich höre die Katzen ja schon die Treppe runter kommen und sage nein. Manchmal klappt es manchmal nicht.
    Danke für eure Tips ich werde es mal versuchen und berichten wie es läuft.
    Was haltet ihr eigentlich von dem Martin Rütter. Mein Freund arbeitet bei Fressnapf und wir haben jetzt Ausschnitte der DVD bekommen. Das sah gut aus. Denn er kommt nächsten Monat hier nach Wuppertal und stellt seine Erziehungsmethoden vor. Meint ihr es könnte sinnvoll sein das Geld darin zu investieren und mal hin zu gehen?
    Liebe Grüße Lilly

  • Hallo!

    Also was ich nicht so recht verstehe, ist warum er mit 6 Monaten noch immer versucht die Katzen zu jagen. Wie lange habt ihr ihn denn schon? Wie habt ihr am Anfang das Jagen unterbunden?

    Das Katzenjagen muss sofort aufhören, sonst tut er ihnen im Eifer des Gefechts mal wirklich weh (ein Hund ist und bleibt ein Jäger). Du könntest ihm in der Wohnung eine 1m Leine ans Halsband hängen, die einfach nur nachschleift, wenn du sie gerade nicht brauchst. Und sobald du siehst, dass eine der Katzen sich bewegen wird (also schon vorher!) rufst du den Hund zu dir, und lasst ihn zum Beispiel neben dir abliegen. Sollte er nicht hören, kannst du mit der Leine nachhelfen. Wenn er zum "Toben" anfangt, hänge die Leine an einen sehr massiven Gegenstand (oder schraube an ein paar strategischen Stellen in der Wohnung grosse Haken in die Wand) und mach auf cool. Soll er ruhig toben, das bringt ihn nicht weiter.

    Das ganze könntest du auch gezielt üben. Heisst du legst zum Beispiel den Hund ins Platz, und rufst dann die Katze zu dir, der Hund darf dabei nicht aufstehen. Auch hier, wenn du dir nicht sicher bist, hänge den Hund sicherheitshalber an. Dabei lernt der Hund nicht nur, dass man laufende Katzen nicht jagen darf, er verbessert auch sein Platz, und die Katze das Hier ;) .

    Ich habe auch oft Kunststücke mit Katze und Hund zusammen geübt. Also Katze macht Sitz, kriegt Leckerli, Hund muss Pfote geben, kriegt Leckerli. Und so weiter. Jeder muss warten, bis er dran ist, und wer versucht dem anderen seine Leckerli zu klauen, der fliegt und muss eine Runde aussetzen.

    Oder beim Füttern. Ich füttere die beiden Hunde und die Katze gleichzeitig. Die Hunde müssen im Platz warten, okay, die Katze miaut wie am Spiess (wäre schön, wenn die auch ruhig im Platz warten könnte!). Die Katze bekommt als erster, BEIDE Hunde BLEIBEN LIEGEN! Der Alte darf zu seinem Napf, die Kleine bleibt liegen! Dann erst darf die Kleine zu ihrem Napf. Und auch dann gilt, keiner vergreift sich an den Näpfen der anderen! Klar, unsere Kleine würde gerne die Katze verscheuchen, damit sie an das Katzenfutter kommt, aber ich sorge dafür, dass sie das nicht tut (inzwischen reicht ein Nein, im richtigen Moment).

    Dein Hund muss Selbstkontrolle lernen. Wenn du sagst, dass nicht getobt wird, dann hat er nicht zu toben. Und wenn du sagts Platz und Ruhig, dann soll er sich hinlegen und eine Ruhe geben.

    Unsere Daika, ein Husky, ist jetzt auch 6 Monate alt. Wenn sie hin und wieder noch versucht mit der Katze zu spielen, reicht ein einfaches Nein, und sie legt sich hin, oder kommt zu uns. Wir haben sie aber auch von Anfang an IMMER überwacht, und jeden Spielversuch unterbunden. Eine 5 kg Katze muss sich nicht von einem 20 kg Hund anspringen lassen, auch wenn der nur spielen will. Daika hats heute kapiert, sie bringt der Katze einfach den Ball, statt sie anzuspringen (auch wenn es natürlich nicht viel bringt, die Katze hat immer noch keine Lust)!

  • Habe das mit dem LEckerchen mal versucht. Bisher klappt es. Immer wenn ich dir Katzen höre und er hin will ruf ich ihn und lasse ihn Platz machen. Wenn die Katzen dann an ihrem Ziel angekommen sind und er immernoch liegt bekommt er ein Lecker. Das klappt super. Das mit dem anbinden ist nicht so meins. Und auch nicht das er die Leine die ganze Zeit hinter sich her zieht. Ich glaube das drehe ich eher durch als der Hund. Eine 1 Meter Leine haben wir gar nicht.

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