Capri frisst alles drausen.. was kann ich dagegen machen?

  • Hallo,

    ich hatte am Mittwoch ziemliche Probleme mit Capri. Sie frisst alles drausen, was sie findet, ich denke, das kommt noch durch ihr Alter (5 Monate). Man kann ihr das auch nicht verbieten, da hört sie nicht drauf, wenn man es ihr wegnehmen will, rennt sie demonstrativ weg. Jedenfalls erbrach sie mehr mals am Mittwoch, fing an zu sabbern bzw. zu schleimen aus dem Mund. Wir sind sofort zum Tierarzt, doch erbrach sie noch sehr oft und dann bekam sie eine Spritze gegen Brechreiz und leichtes Gift. Anschliessen sind wir nach hause, und dort war sie sehr schwach, reagiert kaum, der Zustand verschlechterte sich. Wir also nochmal zum Tierarzt. Dort bin ich dann kurz mit ihr Gassi gegangen und plötzlich hörte sie auf zu sabbern, hatte wieder apetit und spielte mit anderen Hunden. Seit dem an war wieder alles klar, bis heute keine weiteren Beschwerden.

    Nun aber zu meinem Problem. Sie frisst halt eben alles was sie findet. Ich weis nicht wie ich ihr beibringen soll, dass sie das nicht darf. Ich möchte sowas wie am Mittwoch nie wieder erleben, nur weil sie irgendnen scheiss frisst. Also muss ich nach einer Lösung suchen.

    Eine Bekannte empfahl mir, ein Mundband zu kaufen, das macht man um, dann ist der Mund geschlossen und sie kann nichts aufnehmen. Nun ja... das möchte ich eigentlich weniger, weil ich finde, dass ich meinen Hund dadurch irgendwie einschränke.. also.. grade wenn es warm ist, atmen Hunde ja durchs Maul. Ich möchte auch weiterhin mit ihr spielen, sprich Stöckchen werfen etc., das kann ich aber nicht, wenn ich so ein Maulband habe. Abgesehen davon, ist das keine richtige Lösung, eher eine Unterbindung.

    Ich würde lieber auf eine erzieherische Methode zurück greifen. Ich möchte meinem Hund klar machen, das sie auf keinen Fall etwas aufnehmen darf von drausen.

    Ich würde gerne mal eure Tipps und auch Erfahrungen dazu hören.

    Ich freue mich auf viele Beiträge.

  • Hi,
    ich hatte mit meiner Momo genau dasselbe Problem. Es ist zwar noch nicht 100% behoben, aber viel besser.

    Zunächst mal finde ich deine Einstellung genau richtig, dass du das mit dem Maulband sein lässt. Das behebt nicht die Ursache!

    Wichtig ist zum einen, dass dein Hund lernt, auf dich zu hören. Ihr müsst dabei ein festes, einheitliches Kommande (z.B. "Aus") verwenden, das alle Personen, die mit dem Hund üben, gleich verwenden müssen. Zum Üben am besten erstmal drinnen, mit einem Spielzeug: Der Hund hat das Spielzeug in der Hand, du bringst ihn dazu, es fallen zu lassen, sagst in dem Moment "Aus" und lobst ihn überschwänglich, dazu Leckerlis (das übliche Erziehen eben). Das könnt ihr dann auf draußen anwenden, wenn es "sitzt". Immer Leckerlis parat haben, das wirkt meistens!

    Vor allem am Anfang, wenn das Kommando noch nicht so gut funktioniert, nimmst du am besten immer was besonders Leckeres mit (ich habs immer mit Putenwienern gemacht... Ausnahme ;-), das du dem Hund dann in dem Moment unter die Nase hältst, wo er etwas vom Boden aufhebt, damit er es fallen lässt. Vergiss aber dabei nicht, trotzdem "Aus" zu sagen, damit er nicht denkt, er wird für das Aufheben der Sachen belohnt! So gehts normalerweise ganz gut.

    Manchmal schnappt auch mein Hund noch was auf - das muss man dann, sofern man es erwischt, einfach gegen allen Ekel aus dem Maul holen. Ich war (auch deswegen) schon bei einer Tiertrainerin, und die hat auch gesagt, zu große Panik ist fehl am Platz, aber man soll eben mit gezieltem Training versuchen, die Fälle in den Griff zu kriegen.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen!

  • Also, zuhause übe ich das zur Zeit, dass ich bspw. ein Leckerli auf der Hand habe und nein sage. Das Leckerli nimmt sie dann auch nicht, erst wenn ich sage "du darfst". Ich habe das zuhause auch schon mit auf den Boden legen probiert, das klappt wunderbar.

    Wenn das Training jedoch vorbei ist, und sie geht an etwas vorbei, bspw. am Leckerli von eben, was sie nicht vom Boden haben durfte, dann nimmt sie das dennoch auf. Wahrscheinlich fehlt es da aber an der noch zu neuen Übung, die sie noch nicht ganz so drin hat. Sie kriegt auch immer ein Leckerli, wenn sie etwas nicht aufnehmen darf.

    Drausen klappt das jedoch noch garnicht.


    Was genau meinst du mit "zu große Panik ist fehl am Platz"? Worauf ist das bezogen?

    Vielen dank schonmal für deine Hilfe, du scheinst es ja ähnlich zu machen, wie wir zur Zeit auch versuchen. =)

  • Hallöle!

    Hab hier die erste Antwort nur überflogen ... also sorry falls ich jetzt genau das Gleiche schreibe.

    Mein Elvis hat auch draußen alles gefressen, was er gefunden hat ALLES!!! Steine, Dreck, Grünzeug, ... Es war total anstrengend. Zum Glück hatte er nichts erwischt, das ihm schaden könnte. Oft konnten wir ihm das ... was auch immer es war ... aus der Schnute nehmen, aber manchmal war er auch schneller und lief dann weg.

    Ich habe das aber auch mit Leckerlis hin bekommen. Immer, wenn ich mit ihm raus gegangen bin, hatte ich die Tasche voller Leckerlis und sobalt er etwas in der schnute hatte, habe ich Pfui gesagt, mein Leckerli "angeboten" und quasi gegen z.B. den stein getauscht. Leckerli mag er natürlich noch liebe als irgent welchen Dreck. ;)
    Den Dreh hatte er dann gaaannz schnell raus. So suchte er regelrecht nach Zeug, das er nicht haben darf, um es dann demonstrativ vor meine Füße fallen zu lassen, damit er Leckerli bekommt. :lachtot:

    War nicht ganz Sinn der Übung ... aber immer noch besser als ein Steine fressender Hund. :^^:

  • Das mit der Panik war darauf bezogen, dass meine Trainerin meinte, man muss nicht verzweifeln, wenn ein Hund ab und wann mal was aufhebt. Ich weiß, da gibt es viele andere Meinungen dazu. Aber generell finde ich das sehr sinnvoll, wie sie mir das erklärt hat: Es gibt eben einfach Hunde, bei denen der Jagd- oder Buddeltrieb so groß ist, dass sie einfach ab und wann was "ankanbbern" - sofern die Erziehung aber einigermaßen sitzt und der Hund im Normalfall das Ekelding auch wieder ausspuckt, muss man eben nicht panisch werden, wenn es nicht immer immer immer klappt.
    Ich kenne viele Leute, deren Hunde super erzogen sind, die aber trotzdem ab und wann was aufheben und bringen. Das geht vom Tempotaschentuch bis zum toten Vogel - wichtig ist eben, dass der Hund damit nicht abhaut und es frisst!
    Ich denke, du musst vor allem Geduld haben und den Hund auch gut beobachten, wenn ihr draußen seid. Und im Notfall eben alles aus dem Maul rauspopeln.
    Was ich auch immer mache, wenn meine doch mal was erwischt hat: Einfach zuhause den Mund ausspülen oder die Zähnchen putzen. Wenn sie was davon gefressen hat, geht das davon natürlich weg, aber zumindest die Bakterien ausm Mund...

  • Zitat

    aber zumindest die Bakterien ausm Mund...

    :???: ähhh???

    An deiner Stelle würde ich dafür sorgen, dass dein Hund immer in deinem Blickfeld ist und auch nicht die Möglichkeit bekommt, im Gesträuch zumzulaufen und dort evtl. etwas zu finden.
    Das mit dem Leckerchen-Üben finde ich schon eine gute Sache. Du kannst ja auch unterwegs mal zufällig welche fallen lassen und ihm das dann konsequent verbieten bzw. ihm es dann mit dem entsprechenden Befehl aufnehmen lassen.

    Bei Hunden, die allerdings so geil darauf sind, etwas vom Boden aufzustaubsaugern, würde ich vielleicht auch so üben, dass der Hund auch nicht auf Kommando was nimmt, sondern warten muss, bis ich ihm was gebe.

    D. h. das Aufnehmen vom Boden ist generell, komplett und absolut ohne Ausnahme verboten.

  • Zitat


    Was ich auch immer mache, wenn meine doch mal was erwischt hat: Einfach zuhause den Mund ausspülen oder die Zähnchen putzen. Wenn sie was davon gefressen hat, geht das davon natürlich weg, aber zumindest die Bakterien ausm Mund...

    :???: aber wenn sie es gefressen hat, wären die Bakterien doch trotzdem im Magen! :hust:

  • Es hilft auf jeden Fall, die Übung - wenn sie zuhause sitzt - so oft wie möglich auch draußen zu trainieren! Dazu legt man am besten selbst Beute aus (oder schickt jemanden vor, der das macht), weil man dann auch darauf vorbereitet ist!

    Meiner hat am Anfang auch ALLES gefressen. Steine, Müll, Plastik, alte Leberwurst-Schulbrote, Pferdeäpfel und vor allen Dingen: Taschentücher. Ich habe dann immer wieder TTücher aus meiner Tasche fallen lassen, bin x-mal daran vorbeigegangen, habe auch richtige "Parcours" mit 10 TTüchern hintereinander ausgelegt und so dann NEIN geübt. Das hat geholfen. Auch geholfen hat wahrscheinlich, dass Gary auch zu Hause erst auf Befehl fressen darf. Ich kann ihm inzwischen den Napf vor die Füße stellen und aus der Küche rausgehen - der Napf bleibt unberührt. Grundsätzlich trainiert man so ja auch die Impulskontrolle - d.h. der Hund beherrscht sich, obwohl er das, was da vor ihm liegt/läuft ganz unbedingt haben will.

    Übrigens: Es kommt trotzdem mal vor, dass er sich doch mal wieder ein TTuch schnappt - meist ohne Leine und ... nur um mich zu ärgern! :motz: Er trägt es dann ein paar Runden um mich herum und zeigt mir, dass er etwas hat, was er eigentlich nicht haben darf!

    Viele Grüße,
    Krümelmonster.

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