Mein hund Zidane spinnt!

  • Das mit dem spinnt ist natürlich spasseshalber von mir geschrieben... ich bin einfach mit meinem latein am ende.
    nun zum problem...zidane will einfach nicht vor die haustür. sobald er mitkriegt dass es raus gehen soll, verkriecht er sich, legt sich auf den boden und fletscht die zähne. er fängt an zu knurren, und bei mir nicht oft, aber bei meiner freundin schnappt er auch, wenn man ihm die leine anmachen will.
    hat man dann die leine dran bleibt er liegen oder sitzen und man muss ihn bis zur tür ziehen. ist er dann erstmal aus der tür, scheint es als wäre nichts gewesen...er geht normal mit, will nicht gleich wieder nach hause oder ähnliches.
    dieses problem taucht allerdings nicht auf wenn er das auto vor der haustür stehen sieht. dann ist er nicht zu bremsen, kaum die tür auf schon steht er vor dem auto um reinzuspringen.
    ist man mit ihm spazieren kommt es oft vor dass er einfach stehen bleibt sich hinlegt und einfach nicht mehr weitergeht. selbst wenn man weiterläuft und sich auch weit entfernt, folgt er nicht, man muss zurück ihn an die leine nehmen und dann gehts wieder.
    das macht er überall, egal ob park, stadtbummel, wiese, wald, viele menschen,wenig menschen u.s.w
    dieses problem hat er schon immer, mal mehr mal weniger.
    ausser zidane habe ich noch eine hündin, die ein jahr jünger ist, beide habe ich seitdem sie welpen waren.
    Salome ist im gegensatz zu ihm sehr ausgeglichen und die ruhe in person. die beiden sind unzertrennlich und verstehen sich sehr gut.
    aber noch nicht einmal ihre gelassenheit kann ihn überzeugen.
    ich hoffe dass mir jemand helfen kann und bedanke mich im voraus.
    liebe grüße
    Apostolos

  • Es wäre schön, wenn Du noch etwas mehr über die Rasse, Alter, Ausbildung... schreiben würdest.

    Wann trat das Verhalten zum ersten mal auf? In welchem Alter? Gab es vielleicht einen Auslöser?

    Meine erste Idee ist, das der Hund sich irgendwann beim verlassen des Hauses etwas erschrocken hat, dann beim nächsten Gassi gehen etwas zögerlich war und ihr ihn holen mußtet. Das kann dann für einen Hund extrem bedrohlich sein: Der Chef kommt drohend (frontal, mit direktem anstarren) auf ihn zu, der Hund weicht aus, der Chef verfolgt ihn bis an seinen Rückzugsort, der Hund reagiert mit defensivem drohen, der Chef verstärkt seine Drohung noch (beugt sich über ihn, greift an den Hals), und zwingt den Hund dann, seinen sicheren Ort zu verlassen (an den er sich aus Respekt zurückgezogen hat) und zwingt den, sich im Raum zu bewegen (wobei "sich bewegen" ein Zeichen von Dominanz ist, in einem Moment in dem der Hund eigentlich Unterwürfigkeit demonstrieren will)

    Es kann also eine Situation sein, die sich so aufgeschaukelt hat.

    Es kann aber auch sein, dass der Hund Euer Verhalten "unverschämt" findet und daher so reagiert. Das läßt sich aus der Entfernung schwer sagen.

    liebe Grüße

    Trillan

    mit Lotte und Co-Hund Trudi

  • hallo trillian, erstmal danke.
    zidane ist fünfeinhalb und ein bernen-sennen-schäferhund mischling.
    er hat dieses verhalten schon seitdem er ein jahr alt war. es ist aber so, dass er nur nicht aus der wohnungstür will. mit der haustür gibt es kein problem. im treppenhaus war nichts was ihn erschreckt hat.
    er hat ein kleines problem mit dem strassenverkehr,ist unsicher. als wir ihn als welpen geholt hatten, mussten wir an der autobahn halten weil er sich im auto, bei seiner ersten autofahrt, übergeben hatte. meine damalige freundin hielt ihn auf den armen und ich habe das auto saubergemacht. uns ist aufgefallen, dass er bei jedem auto, das vorbeigefahren ist, zusammengezuckt ist. das kann natürlich ein trauma sein. er fährt aber trotzdem immer schon gerne im auto mit, er liebt es regelrecht. wir sind auch wieder an ne autobahn gefahren um zu sehen ob er sich erschreckt oder so, doch es gab keine anzeichen, er ist auf dem parkplatz rumgelaufen, nicht gezuckt, ganz belanglos rumgeschnüffelt u.s.w.
    ich habe über die jahre schon auf vielen wegen versucht ihm die angst oder was es auch immer ist zu nehmen. gut zureden, verschiedene körperhaltungen, selbstbewusst, beschützend, verzweifelt, bittend und und und....
    ich bin mit hunden auch großgeworden, habe viel über hunde gelernt, in hundeschulen, bei tierärzten, viel über hunde gelesen, informationen ausgetauscht u.s.w.
    meine hunde habe ich selber trainiert und ausgebildet, sie hören sehr gut und ihr sozialverhalten gegenüber anderen hunden oder menschen ist hervorragend.
    ich kann mir das nicht erklären, wie gesagt mit dem latein am ende!
    ach so, wenn er dann mal zuhause gelassen wurde weil er nicht mitwollte, auch so wurde es versucht, hat er die wohnung auseinander genommen. nicht raus aber auch nicht zu hause bleiben wollen....
    hoffe es waren genug infos...freue mich über ne antwort.
    grüße aus hamburg

  • Hmmm, dann bin ich am Ende mit meinem Latein...

    Ist aber auch ein komisches Problem...

    Vermutlich würde er auch ohne Leine nicht durch die Wohnungstür gehen??

    Das blöde ist ja, dass man das Problem (den Auslöser) nicht vernünftig desensibilisieren kann, da man während der Desensibilisierungsphase den Hund nicht dem vollen Reiz aussetzen darf. Und ihr könnt ihn ja nicht ein paar Wochen in der Wohnung lassen.

    Jetzt kann ich Dir nur noch wünschen, dass hier jemand eine kluge Idee hat.

    Schade, dass ich so weit weg wohne, hätte mir gerne persönlich ein Bild gemacht, denn das ist ja schön ein außergewöhnliches Problem.

    Drücke Dir auf jeden Fall die Daumen.

    Schreib ruhig mal, wie es weiter geht.

    Trillian

    mit Lotte und Co-Hund Trudi

  • ich denke aus das wurde schon ausprobiert, aber was ist mit locken? Super gut riechende Leckerchen und erst mal nur Leine an machen Richtung Tür, zurück, Leine abmachen usw... wenn er brav ist immer loben...

  • hmm...die erste Idee die ich beim Lesen hatte war: Hast du ihn schon mal untersuchen lassen, zb auf HD oder Rheuma? Ich frage deshalb, weil Bekannte einen Hund haben, der an Rheuma leidet. Die Leute erzählten mir letztens, daß , wenn der Hund morgens oder überhaupt, nachdem er länger irgendwo schlief, im ersten Moment nicht aufstehen will und manchmal auch knurrt. Oft will er auch nicht raus. Falls dein Hund gesund ist, würde ich ihn mal ne zeitlang nur noch im Treppenhaus füttern. Vielleicht hilft's. Alles Gute für euch

  • Hallo :)

    Ja ich würde auch gesundheitlich einmal abchecken, ob es vielleicht etwas körperliches ist. Vielleicht tut ihm einfach etwas weh.

    Wie ist es mit einem Geschirr? Ich würde sehen, dass ich in so einer schwierigen Situation (Hund knurrt mich an und schnappt nach der Freundin) nicht zwingend am Hals herum nestel, denn das könnte der Hund wirklich falsch verstehen. Bei einem Geschirr erscheint ihm die Situation vielleicht nicht so bedrohlich.

    Wie ist es denn eigentlich überhaupt so mir der Tür? Meidet er die insgesamt? Dann würde ich das positiv verkknüpfen. Also Tür= Futterplatz oder etwas in diese Richtung. Wie gehorcht er insgesamt in der Wohnung?

    Wenn er nun über fünf Jahre ist und das Verhalten schon 4 Jahre hat, dann hat sich das natürlich auch einfach so eingeschlichen und gefestigt. Wie reagiert er denn, wenn Du die Leine zur Hand nimmst? Meine flippen da immer aus vor Freude. Eine weitere Möglichkeit wäre es die Leine mal zu nehmen, festzumachen und wieder abzumachen usw. Damit er nicht von vornerein weiss= leine bedeutet rausgehen und das bedeutet für mich vorerst einmal knurren. Dieser Kreislauf sollte irgendwie durchbrochen werden.

    Also leine dranmachen, dran lassen wieder abmachen, aufhängen.
    Leine dranmachen und sofort wieder abmachen. leine dranmachen und rausgehen. Leine dranmachen und nur bis zur Tür gehen aber nicht raus gehen. Usw Usw. Einfach immer wieder eine andere Situation, so das er nicht abschätzen kann ob sein knurren nun eigentlich dran ist oder nicht. Das allerdings nur, wenn das ganze keinen extremen Stress für ihn bedeutet. Das ist wichtig.

    Liebe Grüße
    Dana

  • Ich habe unter anderem auch daran gedacht, dass er vielleicht irgendwelche Schmerzen haben könnte und sich deshalb so verhält.
    Wenn es in all den Jahren aber schon immer so war und nie eine Veränderung gab, kann ich mir das wieder eher weniger vorstellen. Dennoch solltet ihr es einmal vom TA abklären lassen und ihm das Verhalten von Zidane genau beschreiben.
    Es kann natürlich auch einfach sein, dass er genau in dieser Situation mal negative Erfahrungen gemacht hat. Ein Hund von Bekannten hat sich zum Beispiel nie gerne abtrocknen lassen und hat dabei immer geknurrt, obwohl er ansonsten sehr ausgeglichen war.
    Als ich ihn jedoch zur Pflege hatte, hat er gar nichts gemacht und das Abtrocknen mit Streicheln in Verbindung gebracht. Daraufhin haben die Besitzer den Hund nicht mehr im Flur, sondern im Bad abgetrocknet, die Situation also verändert. Und: Er knurrt nicht mehr und ist entspannt. :^^:
    Vielleicht hat ihm mal irgendetwas weh getan, er hatte aufgrund einer entzündeten Speicheldrüse wirklich für einen längeren Zeitraum Schmerzen.

    So - Ende der langen Geschichte: Versuche, die Situation zu verändern. Irgendwie. Vielleicht machst du ihm kein Halsband usw um, nimmst das nicht einmal sichtbar in die Hand und gehst einfach in den Hausflur und rufst ihn oder so? Und mach ihm das Halsband erst später um.
    Und selbst, wenn diese Veränderungen der Situation nicht sein Verhalten verändern, so erkennst du vielleicht dabei, wovor er genau Angst hat.
    Behalt ihm gut im Auge! ;)

    Und jetzt wünsche ich euch viel Glück!
    Liebe Grüße

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