Kommandos bei zwei Hunden!

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    Hallo,
    ich habe seit einem Monat zusätzlich zu unserer, sehr gut erzogenen, aber sehr unterwürfigen Ersthündin einen Welpen.
    Meine Frage ist jetzt, wie handhabt ihr die Kommandogebung bei zwei oder mehr Hunden? Habe in einem Buch gelesen man sollte in Situationen in denen man beide Hunde meint weiterhin "Sitz, Platz etc." sagen, meint man aber nur einen Hund setzt man den Namen vor das entsprechende Kommando, also z. B. "Janosch sitz". Natürlich besteht anfänglich die Gefahr das der Hund auch ein Kommando befolgt, dass nicht für ihn gegeben wurde, dass soll aber damit behoben werden das in dieser Situation der Hund ignoriert wird und nur gelobt wird, wenn er ein Kommando ausführt das nur ihm oder beiden Hunden gilt. Ich fand die Idee eigentlich ganz gut und habe auch angefangen das zu praktizieren.
    Von Anfang an gab es aber ein Problem. Im Gegensatz zu unserer Ersthündin ist der Welpe sehr selbstsicher und erfordert ein ganz anderen "Umgangston". Eine beispielhafte Situation ist z. B. das Herankommen. Beide Hunde laufen einige Meter vor mir und ich rufe sie heran. Die Hündin kommt sofort auf mich zugerannt, der Welpe trödelt etwas, schnuppert noch ein bisschen und ich rufe ihn dann noch ein zweites Mal mit "Janosch komm". In dem Moment zeigt Emma, die Hündin, die ja schon längst bei mir ist, alle Anzeichen von Unsichwerheit und fängt sofort an zu beschwichtigen (Blick senken, über das Maul lecken etc.), da sie das Kommando auf sich bezieht!
    Besonders schlimm ist es in Situationen in denen ich den Kleinen sanktioniere und Emma anwesend ist (natürlich nur durch die Stimme, in Extremsituationen durch runterdrücken auf den Boden),da sie so "hypersensibel" ist, ist so etwas bei ihr eigentlich nie nötig. Ich glaube sie würde dann am liebsten im Erdboden versinken, so sehr ängstigt sie das.
    Ich weiß einfach nicht wie ich solche Situationen für sie erträglicher machen kann.
    Ich hoffe mich versteht hier keiner falsch, es ist sicher nicht so, dass ich ständig schimpfend und brüllend durch die Gegend laufe, Emma ist nur wirklich sehr, sehr empfindlich und sensibel und das ist bei dem Kleinen ganz und gar nicht gegeben. Der ist nämlich ein richtiger Draufgänger und versucht ständig seine Grenzen auszutesten.
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

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  • Ich habe auch 2 Hunde.
    Es ist egal welchen Namen ich rufe, sie kommen meist beide. Ist einer schon längere Zeit bei mir während der andere trödelt, dann bekommt er natürlich Lob, weil er so brav ist (evtl auch Leckerchen) kommt dann endlich der andere wird er auch gelobt. Wenn er gekommen ist kann ich ihn nicht mehr fürs trödeln bestrafen. Ich kann ihn nur holen - und das wird sehr unangenehm, das wissen sie.
    Es ist mir eigentlich egal ob sie beide gleichzeitig sitzen wenn ich sage Nero sitz. Setzt sich Nero aber nicht (auch nach dem 2. Sitz), drücke ich ihn hinten runter. Das verunsichert meine Hündin nicht.
    Es gibt bei uns nur 2 Fälle wo Missverständinsse entstehen. Das ist meist in der Wohnung. Hat mein Rüde irgendwas schlimmes gemacht und ich rufe pfui, fühlt sich meine Hündin auch gleich mitschludig. Ich ignoriere das aber. Auch wenn mein Rüde irgend etwas runterschmeißt, fühlt sich meine Hündin immer mitschuldig. Das wird aber von mir völlig ignoriert. Ich denke dass sich das auch irgendwann einpegelt, und sie weiß wenn sie gemeint ist. Mein Rüde ist nie verunsichert wenn ich die kleine ausmecker. Was sicher darn liegt, dass er älter ist und schon länger mit mir zusammen lebt.
    Ich denke deine Hündin wird sich irgendwann daran geöhnen.

  • Eigentlich solltest du täglich mit dem Welpen allein spazierengehen und üben. So hättest du die Möglichkeit, spezifisch auf seine Eigenarten Rücksicht zu nehmen. So würde auch deine Hündin alles wie gewohnt, also allein mit dir, erleben. Es ist so oder so das Beste, den Welpen möglichst viel allein, ohne den älteren Hund, mitzunehmen.


    Wenn beide Hunde da sind, sollst du wie du es schon machst immer den Hundenamen vor dem Befehl geben. Praktisch sind Kommandos, die für beide gelten. Wenn deine sensible ältere Hündin etwas ausführt, das du vom Kleinen eigentlich gewünscht hättest, lobe sie kurz, versuche sie als Vorbild irgendwie zu machen. Füge allmählich Kommandos, die beide ausführen können. Z.B. Sitz - Bleib. Wenn der Kleine soweit sein wird, darfst du ruhig mit ihm in Anwesenheit der Hündin üben. Dann ignoriere sie, füge vielleicht ein Wort wie "später, schon gut", mache eben nachher etwas mit ihr und lobe sie ganz herzhaft. Wenn du schimpsft mit dem Kleinen, versuche mit einem Lächeln und einem guten Wort, deiner Hündin verstehen zu lassen, dass sie damit nicht gemeint ist. Du musst aber wissen, dass gewisse Hunde sehr grosse Mühe mit solchen Situationen haben, auch wenn eine Besserung immer zu erreichen ist.


    :blume:

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