An der Leine: Verbellt andere Hunde
-
-
Hallo

Ich brauche dringend euren Rat, weiß echt nicht wie das weiter gehen soll, ich krieg noch die Krise!
Seit knapp 4-5 Monaten verbellt Nora andere Hunde, egal welche Rasse oder Geschlecht, wenn sie an der Leine ist.
Sie ist eigentlich eine ganz ganz liebe Hündin, anderen Hunden sehr unterwürfig und relativ ausgeglichen. Nur an der Leine flippt sie aus. Als aggressives Bellen will ich es mal nicht bezeichnen, aber es kommt da nahe ran - ich weiß es nicht.
Bei jeder Hundebegegnung bellt sie den anderen Hund an und neuerdings sogar ihr bekannte. Mir hat kürzlich jemand gesagt, dass das aussieht, als würde sie gerne zum anderen Hund hin wollen, aber nicht kann - durch die Leine - und deshalb bellt...Keine Ahnung, ob da was dran ist.Wenn von weitem ein Hund kommt, stellt sie die Ohren auf (Durchzug) und der Schwanz geht nach oben. Ob sich auch die Nackenhaare aufstellen weiß ich gerade nicht, will nichts falsches sagen. Entweder fängt sie dann schon ganz zeitig an zu bellen oder erst, wenn der Hund ca. 7m vor uns ist; dann bäumt sie sich richtig auf und will dorthin.
Wie gesagt, ohne Leine: nichts. Sonst irgendwie aggressiv oder so anderen Hunden gegenüber im Allgemeinen: nichts.
Mein Vater sagte mal, dass hat angefangen, seit wir in die Hundeschule mit ihr gehen, wie gesagt, vor 4-5 Monaten. Davor war nichts.
Leider denken somit (auch manche HH), dass sie böse wäre oder so, aber das ist sie nicht. Wenn sie vorher bellt, dann aber doch sich mit dem andren Hund beschnuppern kann, ist sie wieder die alte: ganz lieb und unterwürfig und ja jeden Konflikt aus dem Wege gehen.
Das kann so nicht weiter gehen. Hab' schon verschiedenes auspobiert, wie stehen bleiben und vorbei gehen lassen oder größeren Bogen um anderen Hund machen: nichts. Das bellen bleibt.
Und dabei ist sie kaum ansprechbar und abzulenken!Woran liegt das und was kann ich da tun?

-
26. Juli 2008 um 22:22
schau mal hier:
An der Leine: Verbellt andere Hunde - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Hallo.
Woran es liegt, kann ich nicht sagen. Evtl. gab es eine prägenden Vorfall?
Aber nach 4-5 Monaten hat sich dieses Verhalten sicherlich sehr bei Hundi gefestigt...
Als Chip anfing - mit gestelltem Kamm und hoher Rute - dieses Machogetue auszutesten, habe ich ihn kurz absitzen lassen und ihm das hierfür spezielle Lecker vor die Nase gehalten. Dies haben wir so oft wiederholt, (auch wenn er nicht diese Verhalten an den tag gelegt hat, sondern einfach nur wenn Hunde unseren Weg kreuzten), dass er mittlerweile ganz automatisch erstmal zu mir schaut, obs was Tolles gibt.
Ohhh, Überraschung - manchmal gibts was - manchmal nicht.
Und schwupps, ist der andere HUnd vorbei. Je nach Hund und Situation, gibt anschließend sogar ein gemeinsames Spiel.
Hat wirklich gut geholfen.
Viel Glück und weiterhin Geduld.
-
Danke für den Tipp....nur leider hab' ich das auch schon probiert. Wie gesagt, sie ist dann viel mehr auf den anderen Hund fixiert. Selbst Leckerlies, die sie sehr mag, werden ignoriert. Selbst wenn wir am Hund vorbei sind, mit großem Aufstand von Nora, schaut sie ihm ständig hinterher. Murrt dabei zwar nicht, aber konzentriert sich auch nur schwer auf mich.
Also an einen prägendenden Vorfall kann ich mich nicht erinnern. Eben seit der Hundeschule, wo manchmal 10 Hunde aufeinmal da waren, hat das irgendwann angefangen und ja, dass hat dich mittlerweile sehr gefestigt... :/
In der Stadt ist das auch ein großes Problem. Man wird schief angeguckt (obwohl mich das weniger stört), aber auch im großen Bogen gemieden - der Hund könnte ja gefährlich sein. Kann ich ja auch irgendwo nachvollziehen!
Hat vielleicht jemand ähnliches mit seinem Hund durch und erfolgreich weg "trainiert"? Bin dankbar für jeden Rat!

-
Hallo!
Ich hab zwar das gleiche Problem, wenn auch nicht so extrem, aber eine brauchbare Lösung hab ich noch nciht gefunden.
Finn ist eigentlich ein herzensguter Hund, nur wenn er andere Leute oder Hunde sieht, hängt er sich in die Leine und bellt wie psycho.
Wir versuchen auch das mit dem Absitzen lassen, geht aber nur, wenn wir die Leute/Hunde rechtzeitig sehen. Sonst is eben wieder Theater...hoffentlich gibts noch DEN ultimativen Tipp...
LG, Dina und das pubertierende Monster Finn
-
hey....
bei Bowie haben wir ja auch noch das Problem, nur sind wir mittlerweile recht weit mit ihm...
nimmst du bei Hundebegegnungen automatisch die Leine kürzer?
machst du dir schon bei jeder Sichtung eines Hundes Gedanken, dass sie gleich wieder "ausrasten" wird?Wir haben mit Bowie wie folgt gearbeitet bzw arbeiten noch :
1. Die Distanz bewahren, bei der sie noch ruhig bleibt, mit der Zeit wenn du merkst es geht, die Distanz verringern...Wir haben da recht lange gebraucht und müssen auch jetzt noch gut Abstand halten, aber es wird weniger und das animiert zum weiter üben

2. Nicht fixieren lassen...Wir haben den Befehl "schau", damit er mich auch anschaut. Fixiert er aber schon, verdecke ich ihm die Sicht und hole mir somit wieder seine Aufmerksamkeit...
Wichtig ist, dass du ruhig bleibst und nicht versuchst sie während dem bellen mit Befehlen zu übertönen. Das würde sie dazu animieren noch lauter und intensiver zu bellen. Also immer schön ruhig und wie bei allen anderen Übungen auch, keinen Befehl geben, wenn du weißt, dass sie es sowieso nicht machen wird, weil sie dich in diesem Moment nicht hört...
3. Wenn er nicht fixiert und aufnahmefähig ist bekommt er ganz super Leckerlies oder ich habe ein Spielzeug, was er nur in solchen Situationen bekommt und wenn er etwas super macht...
Wichtig ist, dass sie wirklich nicht fixiert, sondern, dass du interessant für sie bist....Du bist ganz toll, du gibst ihr die besten Leckerlies und spielst mit ihr.
Ich habe jetzt auch den Clicker miteinbezogen, damit ich sein richtiges Verhalten auch im richtigen Moment bestätigen kann...Klappt super...
Jedes mal, wenn ein anderer Hund kommt, Bowie ruhig ist, gibts ein Click und Leckerlie....Am meisten wird natürlich gelobt, wenn er von selbst zu mir schaut und den anderen Hund nicht versucht zu fixieren. Da durch bin ich auch noch mal viel interessanter für ihn.Durch die ganzen Erfolge bin ich selbst auch seit einiger Zeit so weit, dass ich die Leine lang lassen kann, ganz normal halt....Die letzten Tage sind wir vor oder hinter anderen Hunden gelaufen und es ging eigentlich super, Bowie drehte sich zwar immer wieder mal um, wenn einer hinter uns war, aber ich hab ihn immer wieder animiert mit mir zu laufen und wie toll das doch mit mir ist usw...Kein bellen, kein Leine ziehen, es war wirklich angenehm und umso mehr Erfolge man hat, desto mehr traut man sich und auch den eigenen Hund zu ....
Wenn es aber mal Rückschläge gibt, nicht verzweifeln, einfach wieder mehr Distanz und weiter üben
Aber es gibt so viele Möglichkeiten, wie man so etwas üben kann...Vielleicht gibt es ja noch andere Tipps...So hats auf jeden Fall bei uns geklappt...Aber man weiß ja, unsere kleinen sind alle verschieden und was bei dem einen klappt, klappt bei einem anderen wieder nicht...
-
-
Danke DarkAngel! Der Tipp hört sich auch für mich machbar an!

Ich hab' sie wirklich automatisch kürzer genommen, da man sie dadurch ja besser im Griff hat und wenn so ein großer, ausgewachsener Hund wie sie mal zerrt, muss man ganz schön aufpassen...
Und ja, ich mach mir Gedanken darüber, dass sie gleich wieder ausrasten soll. Wahrscheinlich gebe ich viel zu viel Kommandos wie "Aus", "Nein" oder "Still" in dem Moment.
Werde das jetzt so versuchen, wie du es beschrieben hast! Nur eine Frage zu der Nr. 1: Distanz bewahren....meinst du jetzt stehen bleiben wenn der andere Hund von weitem zu sehen ist oder eher seitlich Distanz aufnehmen und abwarten, bis Hund vorbei ist?
-
hey...
@Norsamaus
ja, die gründe warum man den Hund kürzer nimmt, waren bei mir die selben...Man hat im gewissen maße den Hund auch besser unter Kontrolle, nur das Problem ist ja, dass unsere Hundis diese Veränderung an der Leine sofort merken und auch spüren, dass wir selbst unter streß stehen.
Deswegen ist eine gewisse Distanz nicht nur für den Hund gut,sondern auch für den Besitzer...Weil wenn du weiß ok, du kannst den Hund halten, aber an der langen Leine kommt er vielleicht doch ein Stück vorwärts, dann hast du immer noch genügend Platz zum anderen Hund, um deinen wieder zu dir heran zu nehmen...Für mich war dieser Gedanke immer im Hinterkopf, weil ich wusste ok, selbst wenn er dich jetzt mal einen halben Meter nach vorne zieht, kann nichts passieren, weil du hast ihn ja sonst gut an der Leine und der andere ist weit genug entfernt von uns.
Wenn wir zu nah an einem anderen Hund vorbei gehen, nehme ich Bowie auch immer noch kürzer (versuche diese Situationen aber zu vermeiden), aber wir sind ja auch noch am arbeiten
Wenn uns ein Hund entgegen kommt gehen wir meistens irgendwo seitlich einen kleinen Umweg, so dass Bowie den anderen Hund zwar auch sehen kann, aber wir genug Distanz haben, so dass Bowie nicht ausrastet und dann werden halt die tollen Sachen gemacht bzw im Wechsel auch einfach ganz normal gelaufen, als ob kein Hund da ist...Wenn wir keine Möglichkeit haben seitlich irgendwo hinzulaufen, dann laufen wir zurück und suchen uns einen Platz, wo wir erst einmal dann rein laufen können...Direkt an den anderen Hunden vorbei kann man vergessen bei Bowie, weil dann fängt er wieder damit an und auch die Distanz muss nach solchen Situationen wieder vergrößert werden...
Wenn ihr einfach nur irgendwo rein geht, sie absitzen muss und dann der andere Hund kommt, kann es gut sein, dass sie dann wieder anfängt zu fixieren und das soll sie ja nicht...Gucken ja, fixieren nein....
Wichtig ist bei den Übungen auch, dass man den Hund nicht schon vorher ablenkt, so dass er den anderen gar nicht sieht...Es geht ja darum, dass die anderen gesehen werden. Wenn du die Möglichkeit hast, dann lauf mit ihr auf Distanz einfach weiter und lenk sie mit Spielzeug, Leckerlies oder ähnlichen ab, mach dich interessant...Auf gar keinen Fall laut irgendwelche Befehle geben, immer ruhig, aber konsequent bleiben und auch nur, wenn du wirklich merkst, dass sie aufnahmefähig ist. Bowie z.B. hatte anfangs das Problem, dass er, sobald er einen anderen Hund gesehen hatte nicht mehr aufnahmefähig war und man ihm sonst was hätte sagen können, er hätte nichts gemacht...
Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg und kopf hoch, meine Erfahrung ist halt die, dass es nicht leicht ist, aber die Arbeit lohnt sich und egal ob mal ein Rückschlag kommt, nicht aufgeben, immer weiter machen und lieber kleine Schritte, als zu große

-
Hallöchen! Bin gerade frisch aus dem Urlaub an der Ostsee zurück und muss dringend meine neuen Erkenntnisse in Bezug auf das Verbellen schreiben!
(speziell an DarkAngel)Die ersten Tage waren der reinste Horror und purer Stress. Wir sind zunächst die Strandpromenade entlang gegangen und Nora hat wirklich jeden Hund verbellt - keine Ausnahmen. Ich war so fertig... :/ Ich wollte natürlich das hier gesagte dort anwenden, trainieren und festigen - ging aber gar nicht. Da war eben auch gar kein Platz dazu. Es war echt schrecklich, da dort auch massenweise Hunde waren.
Naja, irgendwann, durch Zufall, hab' ich bemerkt, dass Nora nicht bellte, wenn sie einfach an andere Hunde ran durfte und mal schnuppern konnte. Bingo - das ist die Ursache des Bellens bei ihr. Sie bellte, wenn sie nicht zu den anderen Hunden hin durfte und zog gewaltig in die Richtung.
Sobald ich aber einfach an ganz lockerer Leine an andere Hund ran gegangen bin und sie von allein bestimmen konnte, wie nah sie ran geht und schnuppert, war alles super.Um mir weiteren Stress im Urlaub zu ersparen, hab' ich das dann weiter so gemacht - es kam sogar vor, dass sie an relativ kurzer Leine ohne beschnuppern an anderen Hunden vorbei gegangen ist. Was für ein Erfolg! :^^:
Leider kanns ja nicht immer so sein, dass sie sich mit allen beschnuppern kann. Der erste Schritt, also die Ursache finden, ist getan. Jetzt muss ich wie gesagt nur noch das starke Leinenziehen zu den anderen Wuffis wegbekommen und sie dran gewöhnen, auch normal vorbei zu gehen - schließlich will nicht jeder andere Hund mit Nora was zu tun haben, aus was für Gründen auch immer.
Tipps und Ratschläge?

Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!