Aggression anderen Hunden gegenüber- wie weiter machen???
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Schönen Sonntag ihr lieben,
ich habe mich hier schon einmal durch die Suchfunktion geschlagen, aber nichts passendes gefunden.
Wenn ich etwas übersehen habe, bin ich auch über einen Link dankbar.
So aber jetzt einmal zu meinem Problem.
Mein Skipper wurd vor drei Jahren von einem Goldi fast totgebissen.
Eigentlich waren die beiden immer zusammen, da wir Nachbarn waren.
Es kam jedoch zu dieser Beißerei, da Skipper einen großen Beschützerinstinkt hat.
So wollte er also die Hündin meiner Mutter beschützen, da der Goldi sich über die Hündin gebeugt hat und geknurrt hat.Kann das alles leider nur aus Erzählungen berichten, da ich selbst nicht dabei war.
Nun gut, jetzt ist es aber so, dass Skipper knurrt und an der Leine zeert, sobald wir an einem Hund vorbei kommen, denn er nicht leiden kann oder an einem Hund, den Skipper nicht kennt.
Sicherlich trägt meine Anspannung noch einiges dazu bei.
Konnte Skipper bis jetzt mit einem Quikie ablenken, was auch sehr viel gebracht hat. Ich hatte seine volle Aufmerksamkeit.
Jetzt möchte ich aber wissen, was ich noch alles machen, damit ich diese Aggression in den Griff bekommen.

Ich bin über jeden Tipp dankbar.
LG
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20. Juli 2008 um 15:22
schau mal hier:
Aggression anderen Hunden gegenüber- wie weiter machen??? - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Hallo,
Staffy hat dazu einen tollen Beitrag geschrieben.
Lies Dir den
mal durch.Solltest Du dann noch Fragen haben, her damit

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Hey Joco,
sorry weiß grad nicht, wie ich anders zitieren soll. Mach es mal so:
"Bei Begegnungen an der Leine laufen viele Dinge parallel ab. Zwei Hunde begegnen sich, keiner knurrt, aber beide schauen zum anderen, noch ist man neugierig, weiß nicht, was der andere will. In diesem Moment wird die Leine gekürzt, der fatalste Fehler, den man in so einer Situation machen kann, denn :
- der Hund wird sofort in seiner Bewegung eingeschränkt, Nervosität des Halters überträgt sich
- er stemmt sich automatisch gegen den Druck, die Folge ist ein hochaufgerichteter Hund, der seinen Schwerpunkt nach vorne verlagert => die typische Haltung eines angriffsbereiten Hundes
In dieser Situation bleibt dem Gegenüber nur Angriff oder Flucht. Da Flucht meist nicht möglich ist, gehen beide nach vorne, gehalten von Geschirr oder Halsband, eingeengt, bewegungsunfähig, frustriert, gestresst, .... ein Selbstläufer der in dem Moment nur durch weiterzerren zu beenden ist. "Da seh ich mich wieder. sobald ich einen anderen Hund sehe, nehme ich die Leine kürzer.Hab Skipper aber auch einige Male an den anderen Hund gelassen, sprich die Leine nicht kürzer genommen.
Gab dann zweiMöglichkeiten:
a)b)Skipper ging hin, war schnüffeln und sobald der andere Hund ihm zwischen den Beinen riecht wird wieder geknurrt und er will den anderen Hund unterwerfen. Daher traue ich mich nicht Skipper näher dran zu lassen.
Gut ich werde sicher die meisten Fehler machen, will es ja garnicht auf meinen Dicken schieben.
Mir gelingt es meistens rechtzeitig die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, doch sobald wir uns den Hund auf 5 m nähern ists vorbei.
Ich könnte nen Kopfstand machen und das würd ihn nicht interessieren.
Meinst du ich soll erst einmal die Übungen machen, die Staffy beschrieben hat.
Kann ich das eins zu eins übernehmen????
Ich frage, da sie ja von einem ängstlichen Hund ausgeht und ich wie gesagt nicht finde, dass Skipper ängstlich ist.

Mir fällt noch ein, dass ich nicht erwähnt habe, dass Skipper auch seinen Mann stehen will, wenn er von der Leine ist.
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hallo,
ich kann Dir zum Thema Leinenaggression das neue Büchlein von Clarissa v. Reinhardt sehr empfehlen !
http://www.animal-learn.de/verlag.php# -
Zitat
Ich frage, da sie ja von einem ängstlichen Hund ausgeht und ich wie gesagt nicht finde, dass Skipper ängstlich ist.

Das kann man so pauschal gar nicht sagen.
Es ist sehr schwer herraus zu finden, ob der Hund nun Wut bedingte Aggression zeigt oder Angst bedingte Aggrssion.Die Verhaltensstrategien werden durch Lehrnerfahrungen beeinflusst. Ein ängstlicher Hund kann lernen, weil er an der Leine keine Fluchtmöglichkeit hat, dass offensive Aggression ihn eine größere Distanz zu seinem Gegenüber verschafft.
Heißt der Halter macht einen größeren Bogen um andere Hunde.
Jenes führt zu einem aktiven Aggessionsverhalten, welches aber nicht Wut bedingt ist sonder Angst bedingt.
Hat ein Hund gelernt das Kampf die beste Verteidigung ist und er damit Erfolg hatte, wird er diese Strategie immer wieder wählen.
Hat ein Hund gerlernt das Flucht ihn zum Erfolg bringen würde, würde er diese Strategie immer wieder wählen.Die Forschung hat gezeigt, dass der Hund die Flucht dem Kampf meistens vorzieht.
Wird er jedoch daran gehindert, durch eine Leine, ein "Bleib" Kommando, Zaun etc. steigt die Tendez zum Angriff.Hunde generalisiern Erfahrungen leider viel zu schnell.
Hat ein Hund durch einen bestimmten Reiz Angst bekommen(in deinem Fall der Hund, der deinen gebissen hat) und dieser Reiz wiederholt sich oder tritt vermehrt wieder auf, versuchen Hunde Begleitumstände zu finden um angstauslösende Momente im vorraus zu sehen und vermeiden zu können.
Der Hund sammelt verschieden Daten die mit seiner Angst oder Wut zu tun haben.Ein kleines Bsp. dazu:
Hat der Hund schlechte Erfahrungen mit einem bestimmten Mann mit Stock gemacht, hat er Angfangs nur Angst vor diesem einen Mann.
Nun sind es nur noch kleine Schritte bis der Hund Angst vor allen Menschen mit Stock hat, Angst vor Stöcken hat, Angst vor Männern hat.
Daher ist es wichtig so früh wie möglich den ursprünglichen Reiz zu finden.
Hat erstmal eine Generalisierung stattgefunden ist es viel schwirieger den Hund zu therapieren.
Was bei dir wohl schon der Fall ist, da das Ereignis schon drei Jahre zurück liegt.Bis jetzt hast du deinen Hund nur abgelenkt bei der Begegnug mit anderen Hunden.
Am Verhalten selber hast du aber nicht gearbeitet.Werd dir erstmal im klaren darüber was der Auslöser für sein Aggressions Verhalten ist.
In welchen Situationen er bei anderen Hunden richtig Aggressiv reagiert.Ich kann dir das Buch "Das Aggressionsverhalten des Hundes" Ein Arbeitsbuch von James o´Heare empfehlen.
Ich habe selber einen Hund mit Aggression gegenüber anderen Hunden und durch dieses Buch ist mir einiges klarer und deutlicher geworden und ich kann meinen Hund viel besser einschätzen und am direkten Problem arbeiten.
Viel Glück...ich glaube Aggression ist mit das größte Thema im Hundeverhalten und soooo umfassend.

Aber wenn man es wirklich will, dann kann man es schaffen

- Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Hallo,
Antoni hat das super toll erklärt und an Du solltest nach der Vorlage von staffy arbeiten.
Wichtig ist, dass Deine Unsicherheit verschwindet, denn sonst kann Dein Hund nicht ruhiger werden.
Es gibt noch die Möglichkeit des Ausweichens, indem Du die Richtung wechselst.
Versuche das erst, ohne dass Euch ein anderer Hund begegnet.Also, Dein Hund ist an der Leine und Du gibst das Kommando "Kehrt", drehst Dich auf der Stelle um und gehst in die andere Richtung.
Wenn der Hund das verstanden hat, kannst Du die Situation schwieriger gestalten. Du siehst einen anderen Hund in weiter Entfernung und machst diese Umkehr.
Später wird das auch funktionieren, wenn der fremde Hund näher an Euch ist.
Wichtig ist, das Loben bei ruhigem Verhalten nicht zu vergessen.
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Gut denke ich werde das in den nächsten Tagen ausprobieren.
Heute wird wohl nicht viel Möglichkeit dazu geben, da es total am regnen ist bei uns.Naja aber das mit dem Kehrt können wir ja schon mal üben.
Danke nochmal.
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Zitat
Es gibt noch die Möglichkeit des Ausweichens, indem Du die Richtung wechselst.
Versuche das erst, ohne dass Euch ein anderer Hund begegnet.Also, Dein Hund ist an der Leine und Du gibst das Kommando "Kehrt", drehst Dich auf der Stelle um und gehst in die andere Richtung.
Wenn der Hund das verstanden hat, kannst Du die Situation schwieriger gestalten. Du siehst einen anderen Hund in weiter Entfernung und machst diese Umkehr.
Später wird das auch funktionieren, wenn der fremde Hund näher an Euch ist.
Wichtig ist, das Loben bei ruhigem Verhalten nicht zu vergessen.
hallo,
so übe ich es mit meinem rüden "in der freien wildbahn"
und sein verhalten ist sehr viel ruhiger geworden, wir haben den abstand, den er erträgt, schon auf über die hälfte reduziert.gruß marion
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Hallöchen,
alle meine Vorschreiber haben sehr gute Tips gegeben.
Dem allen kann ich mich nur anschließen.
Aber, wenn es nunmal zu eng wird und ich nicht einfach
umdrehen kann , da hat mir jemand einen ( wie ich finde)
recht guten Tip gegeben.So weit wie möglich an die Seite gehen und auf die Hundeleine treten ,
so das der Hund max. ca.30 cm Leine hat. Er hat dann Zug auf der Leine und wird ins Sitz oder sogar ins Platz gehen.
Den Rest der Leine gut festhalten und ganz ruhig stehen bleiben .
Kein Wort sagen . Das Gezappel und Bellen vollkommen ignorieren.
( und hoffen das der andere HH seinen Hund ruhig vorbei führt)Wenn der andere hund + HH vorbei ist ,ruhig weitergehen .
Kein guzzi kein Lob.
Bald wird der Hund merken :
schau mal das alles interessiert meinen Chef überhaupt nicht,
meine Aufregung ist völlig überflüssig.Natürlich ist das nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber da Du den Hund recht gut unter Kontrolle ( bei uns steht ein Schäfermix 36 Kg gegen meiner einer 56 Kg ) hast kannst Du cool bleiben
und das überträgt sich .Bis bald
Karin
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