IGITT- TREPPEN !

  • Hallo ihr Lieben!

    Gestern haben wir unsere ca. 10 monatige Mischlingshündin Siska aus dem Tierheim geholt. Sie ist unser erster Hund. Zuhause angekommen gingen wir eine kurze Spazierrunde und auch die Autofahrt war völlig problemlos. Doch dann gings los:
    Wir konnten sie nicht dazu bewegen ins Haus zu gehen, geschweige denn die Treppen hinauf zu laufen. Nach vielem Locken und Leckerli hab ich sie dann die Treppe hinauf getragen, sie hat dabei leise geknurrt. Vor der Wohnung (2.OG) hab ich sie abgesetzt, aber auch hier wollte sie nicht hinein. Also trug ich sie ins Wohnzimmer, wo sie erst einmal ins "Koma" =) verfiel und schlief (Stress und Angst bestimmt). Sie hat toll gefressen und suchte Kontakt zu uns. Heut früh das gleiche Spiel, obwohl sie dringend aufs Klo musste, lief sie nicht die Treppe hinunter. Ich vermute sie kennt keine Treppen oder weiß nicht, wie sie die benutzen soll. :???:
    Dann hat sich mein Freund zum"Hund"gemacht und ist neben ihr die Treppe hoch :lachtot: und ich hab ihn total gelobt. Dann ist sie auch angespurtet gekommen. Wir haben uns wie die Schneekönige gefreut und wollten sie auf die gleiche Weise in die Wohnung locken. Doch da hat sie das erste Mal (vorher noch nie ein Laut von ihr gehört) gebellt. War das vor Aufregung oder Angst? Ich traue mich jetzt eigentlich nich so recht, sie ständig hoch und runter zu tragen. Jetzt liegt sie vor der offenen Wohnungstür, schläft (zum Glück wohnt keiner über uns) und will nicht rein..(Ich glaub an meiner Rolle als Rudelführer muss ich noch arbeiten :0) )Ich will ihr aber auch am Anfang nicht zuviel zumuten und habe Angst, das sie uns dann nicht mehr vertraut...

    Sollen wir konsequent sein und sie immer hoch, runter und in die Wohnung tragen?
    Oder sollen wir sie locken und das sie mal ein, zwei Stufen von selbst probiert?
    Was ist, wenn das nicht klappt und sie mal schnappt?
    DANKE!! :ops:

  • Hallo,

    sie hat noch keine Bindung zu Euch und wahrscheinlich auch kein Vertrauen. Wie lang war sie denn im TH? Vielleicht kennt sie es wirklich nicht, ein Zuhause (Wohnung) zu haben und Treppen zu laufen.

    Ihr braucht ganz viel geduld mit ihr. Und Eure ersten Versuche hatten ja Erfolg, auch wenn man sich dabei zum Obst macht und selbst auf allen Vieren die Treppe hochkrabbelt...;-) Gute Idee...!

    Daß sie leise knurrt, finde ich auch normal. Da kommt sie mit einem Mal zu Menschen, die sie nicht kennt und wird dann noch gepackt (körperlich eingeschränkt) und getragen. Daß sie ja dann quasi ins Koma fällt und pennt, deutet schon darauf hin, daß sie von dem ganzen Streß völlig fertig ist.

    Wenn es vorerst ne Lösung ist, daß sie auf der Fußmatte vor der Wohnungstür schläft und Ihr die Tür offen laßt, würde ich sie erstmal lassen. Legt ihr doch was besonders Leckeres in den Flur...wenn da nen Stück Hühnchenfleisch 2 Meter vor ihrer Nase liegt, wird sie vielleicht irgendwann nicht widerstehen können und kommt rein. Dann könnt Ihr die Tür schließen. Ich würde sie nicht mehr als nötig bedrängen oder körperlich irgendwohin bringen, ziehen, schieben, wenn es nicht nötig ist. Klar, zum Gassi muß sie die Treppe runter.

    Sie muß Euch erstmal vertrauen lernen. Habt Geduld mit ihr. Ich würde sie so oft es geht aus der Hand füttern, das hilft.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Hallo Noona,

    unser Hund ist auch aus dem Tierheim und er wollte zu Anfang auch keine Treppen laufen. Leider war(ist) er viel zu schwer, um ihn zu tragen.

    Wir haben es am Anfang so gemacht: Rauf habe ich Leckerlis auf die Treppenstufen gelegt und da er zum Glück sehr verfressen ist, hat er sich so langsam hoch gearbeitet. Das würde ich auch bei der Türschwelle machen. Wir haben ihm dabei viel Zeit gelassen und ihn einfach ignoriert, um den Stress für ihn möglichst gering zu halten. So hat er das Raufgehen ruck-zuck gelernt. Hochgehen war ab da kein Problem mehr.

    Runter ging er gar nicht - er wusste überhaupt nicht, wie es geht. Erst hab ich auch da vorkrabbeln versucht, aber Treppen auf allen vieren RUNTER krabbeln, wenn man eigentlich nur zwei Beine hat, ist gar keine gute Idee ;-)

    Jedenfalls - am ersten Tag war es ein furchtbares Drama und sehr viel Stress für den Hund, weil er einfach nicht runter wollte/konnte. Wir haben alles versucht - Leckerlis auf die Stufen, ignorieren, locken, loben.... Nix ging. Der Hund hat am ganzen Leib gezittert, aber ist die Treppe partout nicht runter gekommen. Klar, er hatte ja noch gar kein Vertrauen zu uns und wusste einfach nicht, wie es gehen soll. Schließlich hat ihn mein Freund getragen, aber auch das war sehr stressig für ihn (den Hund).

    Am zweiten Tag habe ich ihn beim Nach-Hause-kommen vom Gassi einfach an der Leine gelassen und bin zwei Stufen mit ihm hoch, dann umgedreht und einfach runter gelaufen. Er war so perplex, dass er einfach mitgegangen ist. Unten wieder umgedreht, drei Stufen hoch, wieder runter. Unten jeweils immer ganz doll gefreut. Das Ganze so lange, bis wir die ganze Treppe gemeistert hatten, und dann nochmal zweimal die Treppe im Ganzen - und siehe da, es hatte Klick gemacht und ab da ist er die Treppe gelaufen.

    Ich würde sie nicht dauernd tragen - ich nehme an, sie hat noch kein rechtes Vertrauen zu euch, so dass ihr das Tragen vielleicht auch unangenehm sein wird? Anders als die Treppen wird sie das aber dann eher mit Euch verknüpfen. Außerdem soll sie das Treppen laufen ja lernen. Ich würde es mit locken oder der Überrumplungstaktik versuchen. Bei Toby war es so, dass die Tatsache, dass ich es einfach gemacht habe, ohne mir große Gedanken zu machen (war ne Spontanidee damals) dazu geführt hat, dass er auch einfach mitgemacht hat. Und nur zwei Stufen runter war für ihn einfacher, als die böse steile Treppe auf einmal von oben bewältigen zu müssen.

    Viel Erfolg!
    Dani

  • DANKE!!!
    Ihr seid soo lieb und die Tipps geben mir Mut!
    Sie ist erst seit 23.5. im Tierheim und ein Fundhund. Deswegen kann man leider nicht sagen, woher sie stammt :|
    Das mit dem Hühnchenfleisch probieren wir auf jeden Fall, wir gehen nachher sowieso einkaufen.
    @ Dani: Leider will sie ja nicht mal in den Hausflur, sie legt sich vor die Hauseingangstür und bewegt sich keinen Zentimeter. Auch Leckerlies haben nich geholfen, ich glaub, da hilft nur die Zeit und üben, üben, üben =)
    Nochmal DANKE!

  • Hey,
    das war bei mir haargenau dasselbe Probleme, obwohls nur vier Stufen zu unserer Haustür sind. Aber generell hat meine Kleine auch eher Angst vor Treppen. Was ich mit der Zeit bemerkt hab ist, dass wenn der Fußabstreifer am Ende der Treppe nicht liegt sie nur noch ungern die Treppen hinunterläuft. Liegt warscheinlich daran, dass die Treppen aus glattem Stein, also rutschig, sind.

    Fährt sie auf Quietschtiere ab? Mit Leckerlis konnten wir unsere überhaupt nicht locken, die hat sie damals nicht genommen. Haben aber schon ein Kuschel-Quietschtier gekauft gehabt was sie über alles liebt. Mit ein paar Quietschern gings die Treppe rauf und runter, rauf und runter. Natürlich gabs auch immer was zur Belohnung. Mit der Zeit verliert sich dann so die Angst, bei uns war die Angst nach ein paar Mal Treppen steigen schon verflogen.

    Was du vielleicht auch noch machen kannst ist niedrigere Treppen steigen üben. Wenn du im 2.OG wohnst sind die Treppen bestimmt nich all zu kurz und das fördert nicht wirklich. Also vielleicht irgendwo mal Treppen mit wenigeren Stufen ausprobieren und sich dann langsam steigern.
    Ich drück euch die Daumen :^^:

    Ansonsten einfach Zeit geben, wenn ihr sie noch nicht lange hat. Sind erstmal viel zu viele Eindrücke und Stress für den Hund.

  • Hallo Noona,

    habt ihr nicht vielleicht einen anderen Hund im Bekanntenkreis?
    Wenn eure Hündin dann mitbekommt das dieser völlig angstfrei die Treppen laüft und auch eure Wohnung betritt macht sie es ihm mit ein bischen Glück sofort nach.
    Am besten die beiden vorher bekannt machen, wenn möglich ein wenig miteinander spielen lassen und dann ab ins Haus, möglichst eure Hündin dabei gar nicht beachten, denn das Haus betreten soll für sie ja die normalste Sache der Welt sein ( bei zuviel Beachtung bestätigt ihr ungewollt das die Treppe etwas gefährliches ist).

    Und so als kleinen Tipp nebenbei, viele Hunde finden Leberwurst völlig unwiderstehlich.

    Viel Erfolg

  • Danke für die vielen tollen Tipps.
    Das eigentliche Problem beginnt wie gesagt aber schon vor der Haustür, sie geht garnicht durch das Gartentor zur Tür, sondern schmeisst sich davor auf den Boden...als ob sie nicht über die Schwelle kann oder will???
    Die Treppen sind dann eher das zweite Problem.
    Leider haben wir nur hundelose (schade!!!) Freunde, allerdings gehen wir ab nächsten Dienstag in die Hundeschule und vielleicht kommt die Trainerin mal mit einem ihrer Vierbeiner zu uns. Das stell ich mir eigentlich wirklich sehr hilfreich vor, wenn sie sieht, wie ein cooler Hund =) ihr das vormacht. Und Leberwurst und Hühnchen stehen schon auf der Einkaufsliste :D
    Ich danke euch nochmal ganz dolle!!!!!!!!!!!

  • Hallo ihr Lieben,

    nochmals vielen Dank für die Tipps. Wir haben einen Tierheilpraktiker zu Rate gezogen und er hat uns gezeigt, das es mit Konsequenz und Ruhe und Sicherheit klappt. Innerhalb eines Tages geht sie die Treppe hoch und runter, auch andere Stufen außerhalb der Wohnung sind kein Problem mehr :D

  • Hallo noona, ich find euch Klasse! :2thumbs:

    Ihr seid ruhige Hundeeltern, die sich für nichts zu schade sind. Ich bin mir sicher, dass sie es bald bei euch richtig genießt.

    P.S: wenn du eine Ernährungsberater suchst, ich helf dir gern :D

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