Unser Hund der Schwererziehbare Liebling

  • Na aber das wird ihn doch auch wurmen, das der Hund lieber mit Euch mitgeht und sogar ausbüxt und zu Euch läuft.
    Da kann man doch ansetzen.

    Und gilt - wie in der Hundeerziehung - Geduld, Ruhe und liebevolle Konsequenz. Im eben sachlich alles erklären, vorführen, zeigen.

    Ich glaub ein Hundehalter reift erst durch und mit seinem ersten Hund. Das ist ja erstmal nix schlimmes - wenn man sich weiterentwickeln will. Diese Ehrgeiz musst Du bei dem jungen Mann entfachen. :^^:

    lg
    susa

  • Hallo Finmia,

    tut mir leid, aber ich verstehe wirklich nicht, was das Problem ist.

    Ich glaube, Du solltest Deinen überschäumenden Tatendrang mal etwas runterschrauben. ;)

    Warum ist denn nur das Idealbild eines Hundes so beliebt, der strebsam und bis zur Penetranz daueraufmerksam und übermotiviert ist und alles immer gleich und sofort können muss?

    Du bist doch sicherlich auch nicht so perfekt, oder? ;)

    Wenn Du Deinen Hund so liebst, Eure Bindung nach Deinen Angaben super ist und Ihr mit ihm schon einigermaßen klar kommt, dann erfreu Dich doch einfach an ihm und arbeite weiter.

    Warum schielst Du denn so sehnsüchtig nach dieser Hündin?

    Findest Du das nicht ungerecht gegenüber Deinem Hund, Dir zu wünschen, er wäre anders (besser!), nur weil er vielleicht langsamer lernt und einen größeren Dickkopf hat?


    Und zum Halter von Chelsea(?):

    Du sagst selbst, dass er seine Hündin liebt, sich bemüht, sie umsorgt und keineswegs schlecht behandelt.
    Dann LASS ihn doch einfach.

    In der Hundeerziehung ist der Weisheit letzter Schluss noch lange nicht gefunden worden. Viele Wege führen zum Erfolg, auch ohne dass Du ihm unbedingt Deine Sichtweise aufdrängen musst. Er kommt doch bisher ganz gut zurecht.

    Du hast ihm Deine Hilfe angeboten und das war sehr lieb.
    Aber er ist erwachsen und hat das Recht, sich selbst zu entscheiden, ob er Tipps annehmen möchte oder nicht.
    Das solltest Du respektieren, zumal es Chelsea bei ihm ja gar nicht soooo schlecht gehen kann, wenn er sie so viel beachtet, wie Du schreibst.
    Ist doch super? Andere lassen ihre Hunde links liegen und sperren sie in den Schuppen. Klar, kann man es immer NOCH besser machen, aber ich würde ihn nicht weiter behelligen.
    Wenn er Fragen haben sollte, dann weiß er ja jetzt an wen er sich wenden kann, oder?


    Liebe Grüße,
    Sub.

  • Zitat

    Haben wir einen schwererziehbaren Hund


    wie äussert sich für dich "schwererziehbar"?

    Zitat

    Mit unserem waren wir in der Hundeschule, haben es mit dem Clicker versucht, mit Leckerlies, ohne Leckerlies, mit Ignorieren, mit nur mündlichen Lob. Naja wir haben uns richtig Mühe gegeben, mehrere Bücher gelesen. Mit ihm mit einem Rettungshund geübt der ihm vieles vorgezeigt hat.


    Eurer Hundi ist jetzt 11 Monate alt. Das hiese (Übernahme mit 8 Wochen) das ihr 9 Monate lang versucht habt mit vielen Methoden in diesen Hund etwas hineinzubekommen. Was?

    Tja, und das passt nicht so ganz

    Zitat

    Bei ihr hat alles angeschlagen. Sie hat gelernt, war motiviert hat den Blickkontakt gesucht und bei bestätigung gehalten. Klar, sie hat nicht gut gehört aber hatte Potential, das habe ich gemerkt.


    passt nicht so ganz zu dem

    Zitat

    Der Mann bemüht sich hat aber einfach keine Ahnung.


    Voraus schliesst du das er keine Ahnung hat? Von was hat er keine Ahnung? Weil sie ihm abgehauen ist?

    Mein Barry hätte man die ersten 2 Jahre wie einen Wanderpokal rumreichen können, der ist überall geblieben wo es ihm gut ging, wäre ohne weiteres auch mit jedem mit gegangen (was er auch mal ansatzweise gemacht hat).

    Durch das ganze heutige "Erziehungsgedöns", was man ja angeblich braucht, wird leider so einiges übersehen.

    Versucht doch in einem Hund nicht das erste Jahr alles zu packen was es gibt. Nutzt doch die Zeit um das Individum Hund kennen zu lernen. Seine Stärken, seine Schwächen. Da sind die Ansätze, da kann alles zum eigenen Vorteil genutzt werden.

    Individuelle Grenzen setzen. Grenzen die im Alltag benötigt werden. Führung anzubieten, also dem Hund einfach zeigen das man in der Lage ist alles zu regeln.

    An wirklichen "Befehlen" braucht man max. eines. Ob es Sitz oder Platz ist spielt gar keine Rolle. Dieses eine geduldig, ohne Zeitdruck zu vertiefen, das es in naher Zukunft mal zu 99% klappt, reicht aus. Aber
    das "Programm" das heute durchgezogen wird scheint mehr Probleme zu bringen als zu nützen, denn die Hilferufe werden immer mehr.

  • Zitat

    Warum schielst Du denn so sehnsüchtig nach dieser Hündin?

    Du sagst selbst, dass er seine Hündin liebt, sich bemüht, sie umsorgt und keineswegs schlecht behandelt.
    Dann LASS ihn doch einfach.

    Ich kanns gut versthen, was da abläuft, geb Dir aber recht.
    Ich hab hier sowas zuhause:
    "Meinen" Border Collie, der alles andere als leichtführig ist, für den ich ein Vermögen in Hundeschulen, Buchläden und auf Seminarwochenenden gelassen habe, für den ich mich nächtelang durch Foren gestöbert habe, um Zugang zu diesem Hund zu finden. Sie ist einfach nicht leicht zu händeln. Notborder mit äußerst ungünstigem Start ins Leben. Nach etwa drei Jahren intensivster Arbeit mit vielen Tränen und Verzweiflung und Enttäuschung konnte man sie "auf die Menschheit loslassn".

    Und dann haben wir noch unseren Aussie-Collie-Mix aus dem Tierheim, eher der Hund meines Mannes. Im Grunde kann der Hund nur Sitz und Platz und Hier. Mein Mann kümmert sich nicht um Theorie-Wissen, er geht einfach natürlich und aus dem Bauch heraus mit seinem Hund um und lebt mit ihm. Mein Mann hat noch nie in seinem Leben auch nur ein einziges Hundebuch gelesen. Ich denke manchmal: "Das ist so ein leichtführiger, lieber Hunde-Kerl. Der würde sich nen Haxn ausreißen für meinen Mann. Man könnte dem soooo viel beibringen."

    Aber mein Mann verlangt das gar nicht von seinem Hund. Eher im Gegenteil hat er einmal zu mir gesagt: "Jetzt mach den Hund nicht auch noch verrückt!" Und die beiden kommen so prima miteinander aus, davon kann ich mit meinem Borderlein nur träumen.

    Ich hab ganz schön umdenken müssen :ops: . Ich dachte früher, ich hätte die Hunde-Weisheit mit Löffeln gefressen und hab auch Tipps verteilt. Jetzt kann ich mich richtig daran erfreuen, wie die Zwei das für sich geregelt haben und welchen Spaß die miteinander haben.

    Ich hab inzwischen auch Spaß mit "meinem" Hund. Der sieht aber völlig anders aus, weil es auch ein völlig anderer Hund ist. Andere Rasse, anderer Migrationshintergrund, anderer Erziehungsbedarf, anderer Ehrgeiz und andere Ziele meinerseits.

  • @Emmi& Maxi:

    Klar wäre es manchmal schon praktisch, wenn mein Hund NICHT so ein Holzschädel wäre und einfach mal (nur EINmal...) gleich machen würde, was man ihm grade beizubringen versucht.

    Aber ganz ehrlich - so ein Hund wäre eh nix für mich.

    Ich bin selbst ein sehr störrischer Charakter, da kann ich mit einem Konsenshund nichts anfangen.

    Und wie unsere Eltern einhellig hämisch zu verkünden pflegen, wenn Rabauke uns mal wieder die Mittelkralle zeigt:
    (sowohl mein Freund als auch ich waren als Teenies sehr...ähem...selbständig...)

    "Jeder bekommt den Hund, den er verdient."


    Ganz davon abgesehen kann ich Terry zu ihrem Beitrag mal wieder nur gratulieren.
    Dieser ganze Leistungsdruck, egal ob bei Kindern, bei Hunden oder bei einem selbst, muss doch sowieso irgendwann zum Boomerang werden.

    Wie haben es bloß meine Großeltern geschafft, aus ihren Tieren glückliche, anhängliche und wohlerzogene Hunde zu machen, obwohl sie völlig ohne Clicker, Literatur und Trainer auskommen mussten???


    Liebe Grüße,
    Sub.

  • Hallo ihr lieben!

    Ich versuche auf alles einzugehen:

    Mein Hund ist perfekt. Auch wenn er nicht ins Platz fällt. Der Hund sucht sich den Menschen aus, da hast du recht und er hat sich uns ausgesucht. Wir sind beide jung und unglaublich an ihm gewachsen.

    Dann gibt es Tage an denen es sehr schwer mit ihm ist, weil er vor älteren Leuten Angst hat und nicht kuscht sondern nach vorn geht. Weil er auf stur stellt (was auch das Alter ist ich weiß). An manchen Tagen ist es einfach anstrengend. Da wünsch ich mir schon manchmal einen Hund der "vorbildlich" ist. So einen Konsenshund wie du es nanntest. Aber wer wünscht sich das denn nicht manchmal?

    Ich schiele garnicht nach dem anderen Hund. Ich hab sie gern, ja und es liegt mir etwas an ihr. Dieser junge Mann tut ihr nichts, ja richtig. Aber er tut ihr auch nicht viel Gutes. Sie kommt ein bisschen raus, kriegt ihr Fressen und das wars. Sie hat keine Aufgabe und ich finde ein Hund leidet darunter keine Aufgabe zu haben, oder er sucht sich dann halt eine.

    Wir haben am Anfang auch nicht alles richtig gemacht. Man lernt ja auch erst. Aber er ist so passiv. Ein Beispiel:
    Er ruft sie sie kommt nicht. Er geht auf sie zu, hockt sich hin und sagt: Warum kommst du denn nicht?!(hohe Stimme)

    Ich sag:
    Hey ..., wenn sie nicht kommt, dann geh am Besten nicht auf sie zu. Geh von ihr weg oder renn ein Stück, dann wird sie kommen und du kannst sie loben. Das hat bei unserem auch immer gut geklappt. Wenn du dich hinhockst dann machst du dich kleiner als du bist. Und du streichelst sie. Wie soll sie dann wissen dass sie etwas falsch gemacht hat. Du lobst sie ja dafür, dass sie nicht kommt, weißt du wie?

    Er ignoriert es auf so eine seltsame Art oder sagt. Ja so mache ich das auch immer. Macht er aber irgendwie nicht. Oder traut er sih nicht streng mit ihr zu sein wenn wir dabei sind?

    Richtig es ist seine Sache, aber wir sind ganauso alt. Da kann man sich gegenseitig was sagen ohne dass sich jemand angegriffen und bevormundet fühlt. Und er sagt auch immer: Mensch eurer hört so gut und bla wieso hört meine nicht so... Und dann geb ich ihm halt einen Tipp und er ignoriert es. Abgesehen davon, dass unserer auch nich immer hört.

    Es tut mir nur etwas leid für die Hündin. Er nimmt ja nichtmal nen Ball oder so mit wenn er mit ihr auf die Wiese geht. Man kann ja auch andere Spiele als Ball spielen aber das macht er auch nicht. Hund darf halt zum Geschäft machen raus. Punkt. Nur weil ein Hund nicht geschlagen wird und nicht im Schuppen lebt geht es ihm nicht gleich gut.

    Ich war vielleicht ein bisschen zu überschwänglich und bewerte es über. Ich misch mich da nur soweit ein wie ich sollte. Fand es nur etwas traurig und wollte das los werden. Es gibt Hunde denen geht es richtig schlecht.

    Terry:
    Vielleicht ist er nicht schwererziehbar. Aber er ist schwer zu erziehen. Er ist, wie soll ich sagen. Er ist nicht dumm, er ist sogar ganz fiffig. Aber er hat halt einen Dickschädel. Manch ein Hund lernt "sitz" an einem Tag und nach einer Woche sitzt der Befehl. Er braucht dafür doppelt so lange. Er vergisst Dinge auch sehr schnell, man muss jeden Tag dran bleiben und alles festigen. Er ist einfach etwas schwieriger und langsamer im Begreifen als andere. Das ist auch okay, nur manchmal etwas schwierig. Wir haben gelernt geduldig zu sein. Es war ja auch mehr eine Frage als eine Aussage, Ich habe diese Hündin erlebt und war so erstaunt über ihren Lernwillen.

    Vielleicht haben wir tatsächlich zu viele Methoden versucht. Jetzt die "Befehle" ohne bestimmte Reihenfolge:
    --> Leinenführigkeit, Sitz, Platz, Bleib, Komm(im Sinne von Komm mit hör jetzt auf zu schnüffeln oder so), Hier, voran, Alehopp, Drunter, Halt, Warte, Schau her, Hundeplatz (geh auf deinen Platz), Langsam, Wo ist dein Ball(verschiedene Gegenstände), Gib fünf, Gib mir nen Kuss :ops: , Such (Fine, Anton, Ball, Leckerlie), Runter(er soll einen Platz verlassen), Guck mal wer da kommt, Aus, Nein, mach zart, Vorsicht!, Horch, okay (Auflösungsbefehl), Gib Laut (ist jetzt in Arbeit)

    Das ist ganz schön viel hab ich jetzt beim aufschreiben gemerkt. Vielleicht sollten wir unsere Ansprüche runterschrauben. Es ist ja eine ganze Menge und er ist wirklich noch sehr jung... Kein Wunder, dass er nicht so engagiert ist wie Chellsy (wie die Fußballmannschaft) Danke für eure Hinweise... :ops:

  • Hallo.
    Ich finde es schön, daß Du Dir so Gedanken um die kleine Maus machst.
    Leider fürchte ich, daß Deine "Erziehungsversuche" bei dem jungen Mann nicht fruchten werden. Ich selbst bin lange Zeit auf solche Hundespieltreffwiesen gegangen. Auch ich habe oft versucht den Leuten zu helfen. Aber jemand der wirklich Hilfe will, fragt auch mal nach und bleibt dran. Ich denke, dieser junge Mann ist mit seiner kleinen Hündin so sehr zufrieden, auch wenn er manchmal etwas rum mault oder sagt, daß eurer besser hört. Ich glaube, er will nur Euch gegenüber den Anschein erwecken, daß er auch was tun wollte. Weißt Du, wie ich meine? Ich habe es nachher oft so gehalten, daß ich, wenn ich mich mit den Leuten dementsprechend gut verstanden habe, einfach mit deren Hund geholfen habe. d.h.: wenn sie ihren Hund gerufen haben, er hat nicht direkt gehört, habe ich gesagt: komm wir gehen einfach mal ein Stückchen weiter. und gleichzeitig selbst im Singsang gerufen. Das lange Erklären habe ich mir gespart, ich habe praktisch einfach vorgemacht, wie es besser geht. Das nehmen die Leute meist besser an, als diese Belehrungen und Erklärungen...

    Und daß die Maus bei Euch so lernwillig war ist toooootal einfach zu erklären:
    - Bei Euch war alles neu. Alles interessant. Alles toll. Alles besser. Vielleicht bekommt sie zu Hause auch nicht so viel Aufmerksamkeit. Wahrscheinlich sogar. Die hat sie bei Euch bekommen, das hat sie genossen und gebraucht...

    Vielleicht liegt darin auch der Schlüssel zu den "Problemchen" mit Eurem eigenen Hund: Vielleicht bekommt er immer so viel Aufmerksamkeit und muß sich diese nicht mehr erarbeiten, weil Ihr Euch um ihn bemüht und kümmert??????
    Vielleicht solltet Ihr mehr von ihm kommen lassen, als das ihr Euch immre ihm anbietet????

  • Zitat

    Dann gibt es Tage an denen es sehr schwer mit ihm ist, weil er vor älteren Leuten Angst hat und nicht kuscht sondern nach vorn geht. Weil er auf stur stellt (was auch das Alter ist ich weiß).


    Was macht ihr in solche einer Situation? Warum soll er kuschen? Er hat Angst also müsst ihr ihm Sicherheit geben.

    Ihr habt doch den Vorteil das ihr wisst wo er Angst hat. Dann aber nicht reagieren sondern agieren. Ihm zeigen das er keine Angst haben brauch. Er soll nicht kuschen sondern sich sicher fühlen.

    Zitat

    Vielleicht ist er nicht schwererziehbar. Aber er ist schwer zu erziehen. Er ist, wie soll ich sagen. Er ist nicht dumm, er ist sogar ganz fiffig. Aber er hat halt einen Dickschädel. Manch ein Hund lernt "sitz" an einem Tag und nach einer Woche sitzt der Befehl. Er braucht dafür doppelt so lange. Er vergisst Dinge auch sehr schnell, man muss jeden Tag dran bleiben und alles festigen. Er ist einfach etwas schwieriger und langsamer im Begreifen als andere. Das ist auch okay, nur manchmal etwas schwierig. Wir haben gelernt geduldig zu sein. Es war ja auch mehr eine Frage als eine Aussage, Ich habe diese Hündin erlebt und war so erstaunt über ihren Lernwillen.


    Ich verstehe noch nicht so ganz was du von deinem Hund willst. Darum interpretiere ich es jetzt einfach mal so wie ich es verstehe: ich sehe wieder einen Hund von dem mehr verlangt wird als wie es der Alltag braucht.

    Wenn du dich nur auf die wirklich wichtigen und brauchbaren Dinge konzentrierst (Abrufen z.B.) und diese nicht übst sondern nur im Alltag abforderst wirst du sehen wie gut dein Hund es umsetzen wird.

    Vielleicht fixierst du dich bei deinem Hund einfach zu sehr darauf ihm ein "Kunststück" wie z.B. das Sitz beizubringen und erwartest das er es im Alltag einfach umsetzt.

    Stärken und Schwächen zu berücksichtigen hilft beiden: Hund und HH. Welche Stärken hat dein Hund (manche bleiben sicher stehen oder machen ein sicheres Platz, manche ziehen das Sitz vor usw.). Das kann man nutzen und sicher ausbauen.

    Die Frage ist ja auch ob der Hund stur (was er nur sein kann wenn man es zulässt) oder ob ihm die souveräne Führung fehlt und er sich lieber auf sich verlässt.

    Irgenwie gibt mir folgendes zu denken:

    Zitat

    Angst hat und nicht kuscht


    und

    Zitat

    Manch ein Hund lernt "sitz" an einem Tag und nach einer Woche sitzt der Befehl. Er braucht dafür doppelt so lange. Er vergisst Dinge auch sehr schnell, man muss jeden Tag dran bleiben und alles festigen.


    Diese Gedankengänge stehen im Wege.
    Hatte ja oben schon bemerkt: warum soll er kuschen wenn er Angst hat. Es hört sich an als wenn er sich auf euch nicht verlassen kann (keine Führung).

    Erst wenn ihr es mit dem Hund zusammen erarbeitet, nicht auf die Zeit schaut, kann es sich langsam festigen. Natürlich gehört dazu das man immer in der Situation, in der es gebraucht wird, dran bleibt.

    Die Erziehung als einen besonderen Teil zu sehen macht es nicht wirklich einfach. Zeig ihm jeden Tag was er in welcher Situation machen soll. Das festigt (das gewünschte Verhalten, Vertrauen und Bindung).

    Vielleicht hast du ja praktische Beispiele für das "schwer zu erziehen".

    Und was den anderen Hund betrifft: sie scheinen so zufrieden miteinander zu sein. Jeder findet seinen Weg. Wenn er um Tipps bittet ist es an der Zeit sich einzubringen. Vorher kann sowas eher das Gegenteil bewirken.

  • Danke Fräulein Wolle. So einen Tipp habe ich hier gesucht. Ich werde es so umsetzen. Das ist besser als das ewige erklären. ;) Mit der Aufmerksamkeit: Ja ich muss mich schon immer zusammenreißen ihn nicht zu viel zu beachten. Wir haben für uns schon ein paar Regeln aufgestellt. Naja Regeln klingt so starr. Ein paar Grundsätze.

    Terry:
    Du hast mich falsch verstanden. Ich möchte doch nicht das mein Hund kuscht. Ich habe versucht zu erklären dass er leicht angstaggressiv ist. Ich meine damit, dass er in einer bedrohlichen Situation in der er Angst hat nicht wegrennen würde sondern nach vorn geht, das heißt angreift.

    Ich habe dazu gelesen, dass es zwei Arten von Hunden gibt (auf dieses Problem bezogen):
    die einen rennen weg, verkriechen sich
    die anderen gehen auf das Angstauslösende Objekt los

    Der Korrektheit halber: es gibt natürlich nicht nur A und B sondern auch Mischformen und ausgeprägteres Verhalten und weniger ausgeprägtes Verhalten.

    Pflicht des Halters ist es den Grund der Angst ausfindig zu machen und daran zu arbeiten. Und das machen wir.

    Warum er Angst vor bestimmten Leuten hat haben wir leider noch nicht rausfinden können. Richtig definiert ist unser Hund etwas scheu. Dieses Merkmal kann übrigens einfach und ohne Grund, ohne schlechtes Erlebnis dasein. Züchter schließen diese Scheu bei der Zucht aus, wie auch andere "schlechte" Eigenschaften, da solche Hunde schwierig sind. Nun unser Hund ist nicht vom Züchter und er war von Anfang an scheu.

    Das hat Vorteile und viele Nachteile.

    Was machen wir in einer solchen Situation:
    Ich ziehe ihn hinter mcih und stelle Blickkontakt mit ihm her. Wenn es möglich ist und die Angst nicht zu stark spreche ich die Person freundlich an und erkläre kurz was los ist. Immer mit Blick auf den Hund. Eine andere Möglichkeit ist, dass ich ein schönes Spielzeug aus der Tasche zaubere (nach dem Blickkontakt, also wenn er von seiner Angst abgelenkt ist) und ihn damit ablenke und das "Angstobjekt" positiv verknüpfe. Er hat zum Glück nicht so viel Angst, dass er sich total versteift. Es ist auch schon besser geworden.

    Üben ist für mich ganz klar auch Alltag. Wir gehen aus die Hundewiese und da wird er abgerufen. Dafür muss ich über Straßen, da wird Halt und Blickkontakt geübt. Dann kommt ein Geländer da wird Drunter und Alehopp gemacht. Ich habe nicht meine festgelegten 10 min in denen ich übe.

    Er kann mehr als er braucht. Aber er ist kein Arbeitshund. Er muss nicht Hüten oder bewachen oder Jagen oder... . Deswegen sind das unter anderem seine Aufgaben. Deswegen kann er mehr als er braucht. Ganz einfach. Eine andere Aufgabe ist das Tragen seiner Taschen (ganz wenig Gewicht wegen dem Alter und Wachstum).

    Er ist nicht in dem Sinne stur. Klar er ist 11 Monate. Da testet er schonmal ob er sich hinsetzen muss oder nicht. Und er muss jedes Mal. Das ist das Normalste in dieser Phase. Aber er kennt seine Grenzen, fest und sicher. Dennoch Pupertierende, egal welcher Spezies testen aus. Und da muss man feste Strukturen setzten, das weiß ich.

    Ich finde es schade, dass hier spekuliert wird, dass ich vieles falsch mache. Meinem Hund keine Sicherheit biete etc. Ich mache vielleicht nicht alles richtig. Aber wer das von sich behauptet ist schon recht eingebildet.

  • Schön, daß ich etwas helfen konnte. Das mit dem zu viel Beachten kenne ich auch, meine sind ja auch die goldigsten liebsten schönsten Mitgeschöpfe auf dem Erdball..


    Aber versucht vielleicht auch mal bei besonderen Situationen, also Dinge, die ihm wichtig sind, zu entscheiden, also daß ihr euch wirklich nicht manipulieren laßt...
    Meinem Großen ist z.B. die Kontrolle über die einzelnen Zimmer wichtig. D.h. wenn ich eh in ein Zimmer will, stellt er sich vor die Tür und sieht erst mich und dann den Türgriff an... Früher habe ich die Tür einfach geöffnet, weil ich ja eh reinwollte. Aber so nach und nach habe ich gemerkt, daß er in der Wohnung mehrere Dinge (Sofa usw.) für sich beanspruchen wollte. Da habe ich über den Umgang nachgedacht und seitdem muß er erst von der Tür zurücktreten, und warten bis ich ihm das ok gebe.. Damit weiß er, daß wirklich ich entscheide und nicht auf seinen Blick hin für ihn geöffnet habe... Vielleicht fallen Euch ja auch solche Kleinigkeiten auf... Z.B. beim Streicheln, oder beim Futter...
    Es geht ganz schnell, wo man von einer Situation, die man selber zu kontrollieren glaubt in eine rutscht, die der Hund ganz heimlich still und leise manipuliert.


    Und viel Erfolg auf der Hundewiese.. Versuch Dir selbst zu liebe locker zu bleiben, auch wenn andere oft Sch.... bauen... Ich weiß echt, wie schwer das ist, aber leider wollen die meisten keine Hilfe...

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