Haarausfall und Leckzwang

  • ich habe mir jetzt auch darüber gedanken gemacht, dass ich mir ihr zu einen Hautspezialisten gehe.

    Also wie ich das richtig verstanden habe, hat wohl möglich ihr Hund die selben Syntome gehabt wie meiner?!?!?

    Aus rein interesse, dürfte ich frage, was genau gemacht wurde, bzw. was bei ihren Hund geholfen hat, weil sie sagten ihr hund sei jetzt wie der alte. also gesund.

    klar, ich werde mich jetzt auf die suche machen nach einen Arzt, der am nächsten meines Wohnortes ist. aber ich möcht mich gern Erkundigen, das ich vergleichen kann, dass mit ihrer Aussage und deren Aussage des Arztes. Weil das wäre für mich ja noch zum Vorteil, weil dann kann ich ja mit dem Arzt darüber sprechen, was mir geraten wurde bzw. das ich nicht ganz wie eine Blöde stehe und nix verstehe.

    Also würde mich freuen, wenn sie mir sagen was geholfen hat.

  • Also er hatte auch ganz dollen Juckreiz, hat sich das Fell unterm Bauch, Genitalbereich, Brust, unter den Achseln alles weg geleckt.
    Er hatte gerötete Haut und Lust am Leben war gleich Null.

    Was für eine Kur das war, welche wir mit ihm gemacht haben, kann ich nicht genau sagen :ops:
    Zumindest war es kein Antibiotika, Penicillin oder sonstwas, sondern wirklich ein Mittel gegen Milben.
    Dieses wurde über 6 Wochen lang, einmal die Woche gespritzt.

    Durch den Bluttest den wir gemacht haben, stellten sich eben auch andere Allergien raus und durch die war sein Immunsystem wahrscheinlich so geschwächt, dass die Milben sich ungehindert vermehren konnten.

    Also mussten wir nicht nur was gegen die Milben unternehmen sondern auch gegen die anderen Allergien.
    Darunter sind:
    Futtermittelallergie
    Zecken und Flohallergie
    Ärelergische Reaktionen bei verschiedenen Grassorten.

    Im Moment braucht er recht starke Tabletten gegen seine Allergie gegen Gräser, er bekommt Spot-On Präparate gegen Zecken und Flöhe und Spezialfutter.
    Die Tabletten hat er im letzten Winter nicht gebraucht, anscheinend gerade jetzt wegen dem Frühling.

    Ich kann dir nun nicht sagen ob es bei deinem Hund wirklich die selben Milben sind oder doch andere.
    Das kann die nur ein Spezialist sagen.
    Einen Bluttest würde ich auch gleich machen lassen, man hat ja gesehen was plötzlich für Allergien dabei rauskommen.

    Die Allergien hat er aber auch erst letztes Jahr bekommen, davor die Jahre war alles bestens.
    Und dadurch, dass er seine ganzen Mitteelchen bekommt...ist er wirklich wieder wie früher und ganz der Alte.

    Vielleicht hat dein Hund ja auch "nur" eine Allergie gegen Pollen...da gibt es wirklich vieles was sein könnte...gerade auch weil du gar nicht weißt was für Milben und ob überhaupt welche da sind.

    Ach und OT und nicht bös gemeint,
    hier im Forum duzen wir uns alle...also bitte nicht wundern wenn ich immer "Du" schreibe :^^:

  • Zitat

    ich habe mir jetzt auch darüber gedanken gemacht, dass ich mir ihr zu einen Hautspezialisten gehe.

    Sehr gute Entscheidung! :gut:

    Du kannst die Ärztin, deren HP ich Dir vorhin genannt habe, auch anrufen. Die ist wirklich sehr kompetent. Und sie kann Dir vielleicht auch einen geeigneten TA in Deiner Nähe empfehlen.

    Mein Hund hatte ja auch starke Hautprobleme, und wir sind wie folgt vorgegangen:

    Zuerst wurden Parasiten wie Milben, Flöhe etc ausgeschlossen bzw behandelt.

    Dann wurde die Haut auf bakterielle Infektionen und Hefepilze untersucht und auch diese gegebenenfalls behandelt.

    Außerdem haben wir einen Allergietest machen lassen. Meine TÄ empfiehlt den subkutanen Test, bei dem die Allergene in die Haut eingeritzt werden. Hierbei können allerdings nur Umweltallergien festgestellt werden, keine Futtermittelallergien. Es gibt noch einen Bluttest, bei dem beides untersucht werden kann. Allerdings ist dieser Test nicht ganz so zuverlässig.
    Die Allergene versuchen wir soweit wie möglich zu vermeiden. Mein Hund ist zB auf Hausstaubmilben allergisch, daher muss ich die Decken einmal pro Woche waschen. Sie ist auch gegen diverse Pollen allergisch, daher dusche ich sie im Sommer nach dem Gassi gehen öfter mal mit ab, um das Fell von den Pollen zu befreien. Je nachdem, auf was Dein Hund allergisch ist, gibt es verschiedene Wege, Allergene zu vermeiden bzw zu reduzieren.
    Außerdem bekommt mein Hund ein Medikament, Atopica, das ist speziell für Allergien mit Hautproblemen. Leider sehr teuer, dafür hat es aber weniger Nebenwirkungen als Cortison.

    Wenn ihr den Verdacht auf eine Futtermittelallergie habt, solltet ihr auch eine Ausschlussdiät durchführen.
    Hier füttert ihr mehrere Wochen lang ausschließlich etwas, das der Hund noch nie vorher bekommen hat. Und zwar eine Eiweißquelle (zb Pferdefleisch) und eine Kohlehydratquelle (zB Hirse). Wenn das Befinden besser wird, kann man nach und nach andere Komponenten zufüttern, und so herausfinden, was der Hund verträgt.

    Alles ein recht mühsamer Weg. Doch indem man nach und nach die Ursachen herausfiltert, kann man ganz gezielt ansetzen und die Hautprobleme behandeln.

    Ich drücke euch die Daumen!

    LG, Caro

  • Zitat

    Außerdem bekommt mein Hund ein Medikament, Atopica, das ist speziell für Allergien mit Hautproblemen. Leider sehr teuer, dafür hat es aber weniger Nebenwirkungen als Cortison.


    LG, Caro

    Jop, die gleichen Tabletten bekommt unser im Moment auch.
    Jetzt sind wir dabei die Tabletten zu reduzieren, mal gucken was draus wird.

  • Hallo,

    ich kenne das nicht nur von meinem Hund. Denke, es wird allergisch sein. habt ihr mal eine Ausschlußdiät gemacht? Habt ihr mal einen Blutallergietest gemacht?

    Viele TA kennen sich mit Allergien gar nicht aus. da gibt es Flohstichallergie, Futtermittelallergie, Pollenallergie, Futtermilbenallergie, Hausstaubmilbenallergie....

    POllen und hausstaub kann man per Hauttest rausbekommmen. Man schert den Hund und macht die Plaster für den Test drauf. Habe erst kürzlich einen Hund erlebt, der binnen kurzer Zeit sein Fell verlor. Diagnose:Gräser- und Weizenallergie.

    Mein Hund hat Futtermittelallergien. Per Bluttest und Ausschlußdiät kam heraus, dass mein Hund an sich gar nichts verträgt. Man muss auch immer Konservierungsmittel, Hefen, Biotin..... berücksichtigen. Mein Hund frißt so seit drei Jahren Exclusion Hirsch und Kartoffeln, siehe http://www.futterfreund.de und es ist endlich gut. Allerdings darf ich auch sonst nichts füttern. Leckerchen brate ich aus Hirschfleisch.

    Gegen Futtermilbenallergie kann man das Futter 2-3Tage bei -20°C einfrieren. Das hilft und wirkt Wunder. Könnte die Ursache bei eurem Hund sein.

    Hausstaubmilbenallergie. Hier alles bei mind. 60°c waschen, wo der Hund liegt.

    Natürlich kann auch eine Kontaktallergie wie z.Bsp. vom Teppich oder Putzmittel vorliegen.

    Flohstichallergie: Da hilft Flohprophylaxe.

    Da sich aber dein Hund zw. den Zehen juckt, vermute ich eher Kontaktallergie bzw. Futtermittelallergie. Da juckt es zw. den Zehen. Dann schleckt der Hund und es wird alles nur schlimmer. Mach hier lauwarme Fußbäder, mach es trocken und mach Babyrutschsocken drum, die du mit Malerkrepp festmachst. Dann kann sich Hund nimmer lecken.

    Auch kann die Leckdermatitis von extremer Langweile herrühren. Alles möglich.

    Da dein Hund aber die schwarzen Flecken hat, vermute ich doch eher ein gestörtes Immunhaut system wegen Allergien. Das schwarze sind vermutlich Malassezien, eine Hefepilz, den man mit Terzolinshampoo bzw. Terzolincreme in den Griff bekommt. Auch auf diese Malassezien kann ein Hund allergisch reagieren. Dazu kommt oft eine bakterielle Entzündung, die man mit Antibiotika behandelt. Davon halte ich aber nichts.

    Dann überleg mal, ob dein Hund oft im Wasser ist, auch das zerstört die Haut.

    Hat man denn mal ein Hautgeschapsel untersucht? Nur dann weiß man, was an der Haut genau los ist.

    Ich kann dir nur sagen, dass ich 2 Jahre brauchte, um herauszubekommen, auf was alles mein Hund allergisch ist und von den TAs bekam ich am wenigsten Hilfe. Allerdings hatten wir sonst alles: Futtermilbenallergie, Futtermittelallergie, Pollenallergie, Flohstichallergie, Malassezien, bakterielle Hautentzündung.....Juckreiz zw. den Zehen, massive Ohrenentzündungen. Dünnes Fell.

    Erst als ich wußte, was mein Hund noch fressen darf, bekamen wir alles in den Griff.

    Wenn es doch mal zu akuten Problemen kommt, bekommt mein Hund Ceterizintabl. 10mg pro 10kg Körpergewicht, das hilft gegen die Juckerei. Cortison brauchen wir seit 4 Jahren keines.

    Du siehst, es gibt eine extreme Bandbreite an Möglichkeiten und ich wünsche dir, dass man feststellt, an was dein Hund leidet, denn nur dann wirds besser.

    Grüße Schopenhauer

  • Meiner braucht im Moment zwei Stück am Tag. :schockiert:
    Mit der nächsten Packung wollen wir versuchen eine am Tag zu geben, dann 1/2, dann nur noch alle zwei Tage und so weiter.
    Unser TA meinte wir müssen gucken wie es geht.

    Wir kennen welche die konnten die Dosis gar nicht runter schrauben, weil der Hund sofort wieder mit Juckreiz drauf reagiert hat.

    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zu letzt ;)

    Letzten Winter hat er nichts gebraucht, liegt wohl wirklich am Frühling.

  • Wir hatten auch große Probleme mit den Sarkoptesmilben. Erst wo ich den TA gewechselt habe, wurde es festgestellt. Unser alter TA hat sie 6 Monate lang auf Allergien behandelt, obwohl es jetzt rausgekommen ist dass sie gar keine hat!!! Der TA wo ich jetzt bin, meint auch dass Futtermittelallergien nie über einen Bluttest festgestellt werden kann, sondern nur über eine Ausschlußdiät. Der Körper bildet wohl immer Antikörper gegen den Futtermitteln die gerade gefüttert werden. Ich habe zu der Zeit schon gebarft, unsere bekam vor allem Rind, Lamm und Huhn und genau dagegen wäre sie angeblich allergisch.
    Übers Blut wurde dann der Sarkoptestitor bestimmt, normal ist 10, unsere hatte 60, es war also schon sehr fortgeschritten. Die Behandlung hat ca acht Wochen gedauert und nach sechs Monate wurde einen neuen Test gemacht. Da hatte sie nur noch einen Titor von 17. Also wurde sie jetzt noch einmal behandelt und in sechs Monate wird der nächste Test gemacht. Diese Viecher brauchen wohl sehr lange bevor sie sich aus dem Körper verabschieden.
    Mittlerweile füttern wir auch wieder die Sachen wogegen sie angeblich allergisch ist ( nach und nach ausprobiert, nur zur Sicherheit ).

    Lass mal einen Sarkoptes Test machen, der kostes nicht so viel und dann kannst du vielleicht schon mal eine Sache ausschliessen ;)

  • Zitat

    Meiner braucht im Moment zwei Stück am Tag. :schockiert:
    Mit der nächsten Packung wollen wir versuchen eine am Tag zu geben, dann 1/2, dann nur noch alle zwei Tage und so weiter.
    Unser TA meinte wir müssen gucken wie es geht.

    Wir kennen welche die konnten die Dosis gar nicht runter schrauben, weil der Hund sofort wieder mit Juckreiz drauf reagiert hat.

    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zu letzt ;)

    Letzten Winter hat er nichts gebraucht, liegt wohl wirklich am Frühling.

    Die Tabletten sind bei uns auch nur ein Bestandteil der Behandlung.
    Durch das richtige Futter, regelmäßiges Baden, wöchentliches Waschen der Decken, tägliches Staubsaugen und eben die Atopica-Tabletten haben wir den Juckreiz inzwischen sehr gut im Griff.

    Daher ist es auch so wichtig, dass man die Ursachen möglichst genau lokalisiert.

  • Bei uns haben die Atopica-Tabletten überhaupt keine Besserung gebracht. Eher im Gegenteil, anscheinend ist unser Hund auf irgendwas (Ummantellung, Trägerstoff....) allergisch. Ganz genau haben wir es nicht rausgefunden, da wir aufgrund der heftigen Reaktionen das Mittel absetzen mußten. Ich glaub ich hab sogar noch welche rumliegen.
    Bei uns half dafür Cetirizin gut. Dank der Hyposensibilisierung und der Eigenblutbehandlung geht es unserem Hund diesen Sommer überraschend gut. Hoffentlich bleibt es so :gott:

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