Was hilft gegen Trauer?

  • Also meine Hündin ist 10 Jahre alt, heißt Enni, ist blind und hat zwei kleine und eine große Beule am Körper verteilt. Ich weiß selber, dass die gemeinsame Zeit bald vorbei ist, aber ich will es immer noch nicht wahrhaben, ich hab sie schon seit ich 3 Jahre alt bin.
    Aber was tun, wenn sie endgültig weg ist?
    Ich kann mir ein Leben ohne Enni gar nicht vorstellen. Jedes mal wenn ich darüber nachdenke wie das wohl sein wird, kommen mir die Tränen.

    Was kann ich gegen die Trauer tun? Oder was habt ihr gemacht als ihr einen Hund verloren habt?

    MfG
    Cpt_Grubba

  • Ich denke nicht das man viel gegen Trauer machen kann, du kannst die Zeit mit ihr so schön wie möglich gestalten! Sie wird immer ein wichtiger Teil in deinem Leben sein. Wenn es dann so weit ist muss man sie leider gehen lassen. Aber du wirst sie ja irgendwann mal wiedersehen!! Da bin ich mir sicher! Ich wünsch dir sehr viel Stärker in dieser schweren Zeit, und noch eine schöne Zeit mit deiner Enni =)

  • Hallo, ja das ist ganz ganz schlimm. Hier im Forum findest Du ganz viel darüber, aber wirklich durch die Trauer durch muss dann jeder für sich alleine, da kann man sich "nur" ein bisschen Trost holen, indem man hier schreibt und dann die vielen Antworten liest, darüber spricht mit lieben Freunden und die Tränen alle rauslässt, wenn einem nach Weinen ist. Und trotzdem: Auch wenn man sein Tier für immer im Herzen behält, irgendwann hat man es akzeptiert und kann damit leben, was man ja auch muss.
    Aber noch solltest du Dir nicht soviele Gedanken machen, denn Dein Hund ist ja noch bei Dir. Macht es Euch zusammen noch so schön wie möglich und denk noch nicht soviel an das, was kommt. Und dann kannst Du später auch immer daran zurückdenken, dass Du ihm ein schönen Zusammenleben geschenkt hast und er noch eine schöne letzte Zeit mit Dir hatte. Das tröstet dann später auch.
    LG Francisca

  • Hallo,

    was du gegen Trauer tun kannst? Du musst sie zulassen. Man darf traurig sein. Das ist nichts was schlecht ist. Auch mir geht es manchmal so. Und dann denke ich, dass die gemeinsame Zeit schön war und ist und man nie weiß, wann es vorbei ist. Und dass man froh sein sollte, über das, was man gemeinsam erlebt hat.

    Traurig sein ist ok, wenn es wieder aufhört. Und wenn es gar nicht mehr aufhört, dann sollte man sich Hilfe holen. Auch das ist nichts schlimmes. Ich habe schon ganz schreckliche Sachen erlebt, und später hatte ich dann immer wieder schlimme Erinnerungen daran und wurde sehr traurig. Irgendwann bin ich zum Arzt gegangen und habe ihm davon erzählt. Er sagte mir, dass ich ganz normal reagiere, und dass das alles ok sei. Es würde mit der Zeit immer besser werden. Seit diesem Gespräch geht es mir viel besser.

    Vielleicht findest du ja auch jemanden, mit dem du deine Sorgen bereden kannst und der dir sagt, dass du ganz ok bist. Es wäre doch schlimm, wenn dir der Verlust deines Hunde egal wäre, oder?

    Liebe Grüße
    Schopenhauer

  • Hallo, Hunde haben Depressionen und können genau wie Menschen traurig sein.

    Es gibt bestimmte Akupunkturpunkte, je nach "Grad" und Charkter der Depression (ängstlich, aggressiv....)muss der Akupunktuer wissen, welcher oder welche genommen werden müssen. Jeder gute Akupunkteur sollte diese kennen und richtig "treffen". Sie sind gegen genau diese Traurigkeit, Depressionen, bedrückt sein. Beim Menschen ebenso. Oftmals hängen die Traurigkeit von Besitzer und Hund übrigens zusammen.

    Zur Behandlung: Am Effektivsten ist Neuraltherapie, also die Injektion von einem Lokalanästhetikum an diesem Punkt. Ggf. muss die Behandlung wiederholt werden, bei schwerwiegenden Fällen kann man diesen Punkt auch mit Gold implantieren.
    LG

    C.

  • ach ich kann mit dir fuehlen aber lass dann die Trauer zu aber bis dahin geniesse jede Stunde mit Enni. Ich denke heute nach 15 Monaten immer noch taeglich an meine Bonny, vermisse sie so sehr aber ich denke auch an die tollen schoenen 11 Jahre die ich mit ihr hatte. Sie hatte unser Leben so bereichert und ein grosses Loch hinterlassen und das tut weh.
    Ich habe in der Zeit sehr viel geweint aber ich hatte meinen Mann der auch mit mir geweint hat. Vielleicht hast du dann einen guten Freund, der in solchen Zeiten bei dir steht.
    Ich drueck dich
    Diana

  • hi captain,

    gegen trauer hilft wohl nur trauern, bzw. die trauer zulassen.
    aber: trauer zu lebzeiten nimmt einem viel von der lebensfreude. was macht dich so sicher, dass dein hund schon bald nicht mehr leben wird?
    erblinden stört die meisten hunde nicht sooo sehr, meist kommen sie ziemlich gut klar. und beulen müssen nicht unbedingt bösartig sein. und selbst, wenn sie nicht gutartig sind, müssen sie nicht schnell zu leid und tod führen. habt ihr schon mit einem tierarzt gesprochen, wie die situation des hundes ist?

    ich habe eine 14 1/2jährige weimaranerhündin. die ersten beulen hat sie mit 8 jahren bekommen. 2 sind entfernt worden und waren gutartig. inzwischen hat sie mehrere beulen (seit über 4 jahren). verschiedene tierärzte halten sie für gutartig, können es aber natürlich nicht garantieren. schmerzen hat sie keine daran. seit ca. 3 jahren kann sie nicht mehr wirklich viel hören (vielleicht schon länger) - ich habe es lange nicht mal bemerkt, weil sie auch auf handzeichen reagiert und mich einfach gut kennt. inzwischen lässt auch ihr augenlicht etwas nach, hauptsächlich im dunkeln.
    und trotzdem ist sie ein lebensfroher, temperamentvoller hund! wenn ich ihr sagen würde, dass ich manchmal traurig bin, weil unsere uhr immer schneller runtertickt, würde sie mich wohl mit großen augen anschauen und es nicht verstehen.
    sie wird nicht mehr ewig leben, das ist mir klar. und mein leben wird um einiges ärmer, wenn sie nicht mehr bei mir ist. wann der zeitpunkt gekommen ist, kann man nicht vorhersagen. vielleicht noch ein tag, eine woche, ein monat, ein jahr oder noch länger? ich versuche, meine zeit intensiv mit ihr zu verbringen. und ich mache viele fotos, weil uns das spaß macht und mich das irgendwann vielleicht ein bisschen trösten wird, wenn ich sehe, wie lebensfroh sie auf den fotos wirkt. vielleicht kann ich mir auch lange zeit keine fotos von ihr ansehen, ohne noch trauriger zu werden.
    die zeit, die uns noch bleibt, soll auf jeden fall so schön wie möglich sein! und wenn mich mal die angst übermannt, dass ich bald ohne mein liebes olles weib leben muss, dann kuschel ich mit ihr (sie liebt kuscheln!) und es geht mir sofort besser, einfach weil sie da ist.

    ich wünsche dir, dass du die zeit mit deinem hund genießen kannst - egal ob noch kurz oder lang. ein hund, den man so lieb hat, wird einem eh immer unvergesslich bleiben und trauer lässt sich nicht vermeiden.

    liebe grüße cjal

  • Oh mann,

    ich bin ja sooo dämlich.. Habe deinen Thread völlig falsch verstanden.
    Ich kenne diese Situation auch, man kann kaum etwas sagen, nichts tröstet wirklich.

    Lass die Trauer zu, kämpfe nicht dagegen an. Das bringt nichts. Du kannst dich darauf vorbereiten, das ist schon mal was. Es wird die Hölle, wenn es soweit ist, wann auch immer das sein wird. Und man vergisst seinen Hund nie, nicht den ersten, nicht den zweiten... Er bleibt für immer in deinem Herzen.

    LG
    C.

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