• Hallo ich habe mal kurz eine Frage, und zwar juckt unserem Hund anscheinend das Auge. Gerade morgens nach dem Aufstehen (bzw. nach einem Schläfchen), juckt sie sich mit der Pfote am Auge, manchmal sogar ist das Auge verklebt oder sie tränt eine gelblich/grünliche Flüssigkeit. Außerdem blinzelt sie ständig, als wenn sie etwas im Auge stört. Jedoch konnten wir keine Rötung oder ähnliches feststellen (daher waren wie auch noch nicht beim TA), auch hat sie keinen Fremdkörper im Auge.
    Hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht und kann uns einen Tip geben?

    Danke und Gruß
    Fantac

  • Dein Hund ist noch Welpe oder?

    WElpen neigen relativ häufig zu kleinen Bläschen auf dem 3. Augenlid. Sehr häufig verschwinden die von allein, nur selten besteht Bedarf, diese ausschaben zu lassen.

    Meine hatte das auch. Wir haben eine zeitlang mit Euphrasia-Augentropfen gearbeitet um ihr das angenehmer zu machen. Irgendwann war dann schluß.

    Wenn aber trotz der Tropfen innerhalb von 2-3 Tagen keine deutliche Besserung eintritt, würde ich doch mal zum Tierarzt gehen.

  • MoinMoin!

    Ich würde trotzdem mal zum TA gehen. Der Fremdkörper oder die Entzündung kann nämlich auch unter der Nickhaut sitzen und dann kann man selbst da gar nichts sehen. Ihr habt auch noch einen Welpen, oder? Dann könnte es Konjunktivitis follicularis sein - hatten wir auch gerade und ist wohl ne typische Junghundekrankheit. Da bilden sich so Bläschen unter dem dritten Augenlid und schaben auf der Hornhaut. Daher dann auch der gelbliche Augenschmand... Da gibts in leichten Fällen ne Antibiotikasalbe für, in schwereren Fällen werden die Bläschen mit nem Skalpell aufgeschabt, damit das ganze schneller heilt.

    Erzähl, was es wirklich war, wenn du beim TA warst! :roll:

    Viele Grüße,
    Krümelmonster.

    PS: Ups, da war Pebbles schneller als ich...

  • Ja unser Hund ist noch ein Welpe. 5 Monate.
    Sind diese Bläschen denn mit bloßem Auge zu erkennen oder kann nur ein TA das sehen?
    Denn Bläschen kann ich nicht sehen und auch so tränt ihr auch nicht wirklich stark.
    Kann diese Entzündung denn auch mit Medikamenten behandelt werden und muss der Hund immer unters Messer.

    Gruß

  • Du müsstest unter das dritte Augenlid sehen - und das lass man lieber bleiben ;) Also einfach so wirst du sie NICHT sehen.


    Um die OP scheiden sich die Geister. So schnell würde ICH keinen Hund daran operieren lassen, einfach weil, wie ich ja geschrieben habe, die Blasen in den meisten Fällen von ganz allein verschwinden. Warum sollte ich dann also einen Eingriff vornehmen lassen.

  • Nein, mit dem bloßen Auge kannst du das nicht erkennen - außer, du hebst mit einer Pinzette das dritte Augenlid nach oben und guckst drunter. Das solltest du aber in jedem Fall den TA machen lassen!!!!!! Der betäubt das Auge vorher nämlich mit ein paar Augentropfen, so dass der Hund nix spürt.

    Also, WENN es diese Nickhautbläschen sind, kann man sie auch mit Antibiotikasalbe oder -tropfen behandeln. Dieses Abschaben wird wohl nur in schweren Fällen gemacht. Ob unter Vollnarkose, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht. Bei uns hat die Salbe erstmal geholfen. Diese Entzündung ist aber ein bisschen wie Herpes: Das geht nie wirklich weg und kann immer wieder auftauchen. Erst ältere Hund werden wohl irgendwann resistent dagegen.

    Die Augen von Gary haben auch nicht richtig getränt, aber er hatte jedes Mal, wenn er aufgewacht ist, so einen fetten Eiterpropfen im Augenwinkel. Wir haben uns das auch etwa 10 Tage angesehen, weil das Auge ansonsten nicht rot war, der Hund fit und es mir erst wie ganz normaler "Schlaf" im Auge vorkam. Als es aber nicht mehr wegging, ging es ab zum TA. Würde ich in deinem Fall auch machen - sicher ist sicher...

    Grüße,
    Krümelmonster.

  • Also wir haben gerade mal beim TA angerufen.
    Sie meinte nachdem wir ihr das Problem geschildert haben, das dies öfters bei kleinen Hunden vorkommen kann, da das Immunsystem noch nicht ausgereift ist und Keime ins Auge kommen können. Sie gan uns jetzt erstmal den Rat, das Auge mit abgekochtem (erkaltetem) Wasser auszuwaschen und dann sollte es eigentlich besser werden.

  • Zitat


    Also, WENN es diese Nickhautbläschen sind, kann man sie auch mit Antibiotikasalbe oder -tropfen behandeln. Dieses Abschaben wird wohl nur in schweren Fällen gemacht. Ob unter Vollnarkose, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht. Bei uns hat die Salbe erstmal geholfen. Diese Entzündung ist aber ein bisschen wie Herpes: Das geht nie wirklich weg und kann immer wieder auftauchen. Erst ältere Hund werden wohl irgendwann resistent dagegen.

    Bei Welpen wird normalerweise nur symptomatisch behandelt mit Tropfen oder so, da es sich wie richtig angemerkt meist verwächst. In sehr schweren oder immer wiederkehrenden Fällen sowie bei schon ausgewachsenen Hunden wird je nach TA eher ausgeschabt, weil durch die ständige Reizung die Gefahr einer Hornhautschädigung besteht. Rhian hat die Ausschabung gerade hinter sich. Sie wurde dazu in eine sehr seichte Narkose gelegt - für echte Chirurgie hätte das nicht gereicht. Es gibt aber auch TAs, die den Hund mechanisch fixieren und nur mit örtlicher Betäubung arbeiten. Ehrlich gesagt, kommt mir das für einen lebhaften Hund extrem stressig vor.... :schockiert:

  • Also da kann ich auch etwas zu sagen. Meine Labbi Hündin ist vor 5 Wochen wegen konjunktivitis follikularis (diese Bläschen) operiert worden. Da war sie 15 Wochen alt. Auch wenn einige meinen daß die Op. überholt und viel zu früh war, kann ich nur sagen das Sina ohne Op. irre geworden wäre . Sie hatte so staken Juckreiz, daß um beide Augen keine Haare mehr waren , hat sich ständig am Teppich gerubbelt usw. Die verschriebenen Tropfen und Salben vorher brachten keinen Erfolg. Der Juckreiz war nach Op. auch sofort weg ( dafür hat es sich schon gelohnt) , nur von der Entzündung hatten wir länger etwas. Da war ich schon etwas verzweifelt. Hab darüber hier auch ein eigenes Thema. Die Euphrasia-Tr.(von Weleda) haben schließlich den kompletten Erfolg gebracht und Sina`s Haare sind jetzt auch nachgewachsen. :2thumbs:
    Lieben Gruß und gute Besserung (halt uns hier mal auf dem Laufenden)
    Heike & Sina

  • Danke Sinamaus für diesen Beitrag! Ich denke, in diesen Fällen muss man den Erfahrungen des TA vertrauen (oder auch nicht). ;) Ich war erst auch etws irritiert, da das Ausschaben oft als veraltet dargestellt wird, aber wenn es monatelanges Leiden vermeidet, finde ich es nicht gerechtfertigt, ein Tier leiden zu lassen. Momentan kriegt Rhian noch AB-Augentropfen aus der Humanmedizin zur Nachsorge, aber ich habe auch schon überlegt, nach der Absetzung mit Euphrasia weiter zu fahren. Werde das bei der Nachkontrolle jedenfalls ansprechen! :roll:

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