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Hundeführerschein

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    Hallo!


    Was haltet ihr von einem deutschlandweiten Pflichthundeführerschein? :verweis: Also, mit Untersuchung des Wohnraums und realistischem Wesenstest, wie weit derjenige mit der Erziehung klar kommt, und vor allem 50% Theorie, also wo das Wissen des (zukünftigen) Hundehalters abgefragt wird. Außerdem Zuchtverbot für nicht gegebene/vorhandene Grundvorraussetzungen. Seid ihr dafür? Und wie stellt ihr euch das im Detail vor?


    Gruß/Esmeralda

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  • Grundsätzlich keine schlechte Idee :dafür:
    Nur.. ich fürchte, nicht leicht umzusetzen. Die Überprüfung, ob jeder einen gemacht hat... zufällige Überprüfung auf der Straße wär wohl das einzige. Und das ist nicht wirklich zuverlässig.. (wie oft seid ihr schon geprüft worden, ob ihr hundesteuer zahlt??)


    Und das Problem wär wahrscheinlich, dass die Leute, die wirklich mit dem Hund arbeiten/leben möchten, den gerne und bereitwillig machen, das sind aber im Normalfall auch nicht die Leute mit Problemhunden. Und die Leute, die sich mit Hunden null auskennen, glauben leider meistens von sich selber, dass sie so perfekt sind, dass sie dort nie freiwillig hingehen...


    Aber auf alle Fälle - wenn sowas eingeführt wird, dann für ALLE. Egal ob Pekinese oder Beagle oder Labbi oder DSH oder oder oder..


    lg
    schnupp & Rasselbande

  • Ja, genau, für alle. Denn es sollten ja nicht nur Leute vor z.B. Dobermannbissen geschützt werden, sondern auch z.B. Malteser vor Mästung.


    Also, wie gesagt, nicht nur die Geschicklichkeit im Umgang mit der Leine beim Gassigehen, sondern auch das Wissen der Leute sollte geprüft und geschult werden. Wie halt bei einer Fahrschule für Autos.


    :juggle:


    Die Kontrolle aller wäre natürlich ne Herausforderung. Aber es gibt doch auch schon viele Ordnungsamtsmitarbeiter, die nur noch für Durchsetzung der Einhaltung der Leinenpflicht eingesetzt werden (smile*). So schwer kann es also nicht sein.


    Oder, ich denke solche Leute die auf irgendeine Art und Weise auffällig werden, sollten das vorweisen, bzw. dazu gezwungen werden.


    Gruß/Esmeralda

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  • ALSO: Wenn so ein Hundeführerschein eingeführt wird, dann muss es aber auch einen Kinderführerschein geben! Denn langfristig sind natürlich die Auswirkungen einer falschen Kindererziehung sehr viel gravierender als die einer falschen Hundeerziehung. Dieser "Spaß" nur am Rande.


    Der Verwaltungsaufwand wäre viel zu groß und damit wäre ein Hundeführerschein viel zu teuer. Die Kosten würden den Nutzen um einiges übersteigen. Ziel ist es ja, "unliebsame" Hunde/bzw. Halter aus dem Verkehr zu ziehen. Es wäre also viel kostengünstiger für den Staat (bzw. den Steuerzahler), die Kosten der Hundehaltung zu erhöhen (z.B. kosten in Hamburg sogenannte "Kampfhunde" 600 EUR Steuern/Jahr), damit es sich schlichtweg niemand mehr leisten kann, einen Hund zu halten und dadurch würde automatisch die Zahl der "unliebsamen" Hunde samt Halter sinken, wenn man voraussetzt, dass es nicht nur die "REICHEN" sind, die ihre Hunde "schlecht" erziehen.


    Eine weitere Überlegung: WER SOLL DIESEN FÜHRERSCHEIN BEZAHLEN??? Vielleicht hast Du ja keinen Auto-Führerschein (meine Fahrschulzeit ist schon etwas her) aber alleine der kostet ja mittlerweile schon locker 1000 EUR und das müsste der Hundeführerschein dann ja wohl mindestens kosten!


    Und wie soll überprüft werden, ob derundder Hundehalter auch tatsächlich so einen hat? Wie oft gibt es denn Führerscheinkontrollen beim Auto? Wenn man nicht gerade besonders auffällt, wird doch keiner merken, dass man einen solchen Lappen nicht hat! Wobei sich die Notwendigkeit in einem solchen Fall eh erledigt hätte!


    Und was passiert mit den Tieren, die bei dem Führerscheintest durchfallen? Eingeschläfert????? Weitervermittelt????


    Ich habe keine Lust jedesmal beim Gassigehen nach meinem Führerschein gefragt zu werden. Da käme ich mir vor wie im letzten "Polizeistaat". Und da wäre ich wieder beim Anfang meines Postings. Dann müsste auch jede Frau mit einem Kinderwagen nach ihrem "Führerschein" gefragt werden.


    ABER: Ich möchte hier nicht die Stimmung verderben, auch wenn ich es sicher schon getan habe. Das ist die analytische Volkswirtin in mir!


    Ich habe die Möglichkeiten eines Hundeführerscheines schon oft mit Freunden durchdiskutiert, aber es handelt sich bei diesen "Idealvorstellungen" um einen Wunschtraum, der sich leider nicht rechnet. Traurig aber wahr! In Zukunft (so wie auch in der Vergangenheit) wird einfach viel über Geld sanktioniert werden. Steuern hoch und die Hundezahl verringert sich, so einfach ist das (wie man ja auch bei den "Kampfhunden" sieht - die Tierheime sind voll!)! Das da auch liebe Tiere (von lieben Haltern - das ist nicht zu trennen!!!) mit unter den Tisch fallen, interessiert niemanden wirklich ernsthaft (zumindest nicht von den Verantwortlichen!)...


    Das einzige, was meiner Meinung nach wirklich hilft ist, dass sich jeder Hundehalter an die eigene Nase fasst und RÜCKSICHT nimmt. Wer sich gut in die Gesellschaft einpasst, dem wird auch nichts passieren. Dann fallen vorallem "schlechte" Hundehalter auch gleich viel mehr auf - das man dann solche wirklich auffallenden "Subjekte" besser kontrolliert, sollte selbstverständlich sein. Hier könnte man ansetzen und meines Wissens nach passiert hier auch schon einiges mehr als noch vor einigen Jahren - gerade durch die Kampfhunddebatte losgetreten!


    Ein andere Vorschlag: Warum wird die Begleithundeprüfung nicht mehr standardisiert und allgemeiner anerkannt??? Das ist doch schon so eine Art Führerschein.

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