Folgen Kastration

  • frage an alle halter von spät kastrierten rüden: was hat der eingriff bei eurem hund verändert? ist er vom wesen anders geworden? wie sah´s nach dem eingriff mit der gesundheit aus?
    meiner ist 7, 5 jahre alt und wird demnächst wahrscheinlich auch seine bönger abtreten müssen...

  • Was heißt für dich den "spät"?

    Ein Rüde würde mit 2,5 Jahren enteiert, der Andere mit 1,5 Jahren und Numemr 3 ist noch beiert*gg*

    Also zur Moppeligkeit neigen sie danach schon, was sollen sie auch anders tuuuun? Man hat ihnen ja alles genommen ;)
    naja da kann man gut gegenarbeiten.

    Ich denke es kommt darauf an WARUM man kastriert, liegt es an einem Erziehungsproblem dann passiert recht wenig beim Verhalten. Liegts an der Manneskraft und den dazugehörigen Hormonen und Stressbedingten Frauensyndromen dann werden sie schon ruhiger.

    Der entmannte Russell Terrier ist nur wenig ruhiger geworden, aber ruhiger in Bezug auf läufige Mädels schon. Er hat einen besseren Appetit entwickelt und leidet nicht mehr in den Läufigkeitszeiten.
    Der Kastrierte Retriever-Hovawart-Mix (der wurde mit 2,5Jahren kastriert), wurde ruhiger auch in bezug auf Mädels aber auch so. Hat NOCH mehr Appetit entwickelt und bei dem muss man extrem aufpassen er ist eh schon zu dick.
    Manche Hündinnen haben beide Rüden immernoch gerne, sie drehen aber nicht mehr so extrem durch und leiden oder brechen aus/hauen ab und suchen die Ladys.
    Fressen zu Läufigkeitszeiten auch normal (haben ja sonst nichts mehr zu tun) und singen auch keine Arien mehr vor Fenstern, Türen und auf dem Balkon.
    Also falls du das so meintest.

  • Unseren ersten Hund Billy mussten wir aufgrund von Krebs kastrieren lassen. Er hat sich absolut verändert.
    Das Fell ist schlechter geworden, er neigte zu Fettleibigkeit. Er bekam so Fetteinlagerungen im Bauchraum - der TA meinte, das wäre wie beim Eunuchen, da kann man nur extrem mit der Fütterung aufpassen.
    Der Charakter hat sich verändert - in vielen Fällen zeigte er Dessintresse. OK bei Hündinnen war es auch nicht schlimm aber so grundsätzlich ist er super ruhig und ein absoluter Einzelgänger geworden.
    Ich habe es immer bereut, dass wir ihn haben Kastrieren lassen müssen aber leider ging es nicht anders.

    Ich würde einer Kastration bei Paul (grundsätzlich beim Rüden) nur aus gesundheitlichen Gründen und wenn es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt zustimmen.

    LG
    Ulli

  • Der Rüde meiner Schwester wurde mit 10 Jahren wegen Hodentumor kastriert. Er hat sich überhaupt nicht verändert vom Charakter oder Fell her. Bloss der Appetit wurde grösser.

  • Was "das Einzelgängerische" angeht, hmm unser Großer war immer shcon eher Einzelgänger und hat nur selten gespielt (nur dem den RICHTIGEN Hunden)*g*.
    Das kann ich da nicht sagen und unser kastrierter Terrier, der war auch schon immer ne Mimose was andere Hunde angeht und hat sich seine Spielpartner total ausgesucht und ruhiger war er eigentlich auch schon immer, der war nie extrem aufgedreht.
    Draußen dreht er zwar mehr auf, aber schon deutlich ruhiger als manch anderer oder unser zweiter Terrier.

    Was "agil" also sonst noch beschreibt war bei uns eh schon so gegeben, von daher kann ich das nicht beurteilen. Warten wir auf mehr Kommentare :)
    Das Fell wurde bei uns druch das "barfen" wieder toll, lag also wahrscheinlich eh nur am Futter.

  • Zitat

    Was heißt für dich den "spät"?

    naja, auf jeden fall nach dem erwachsenwerden. und meiner ist ja auch schon ein älterer herr :^^:


    Zitat

    Der Charakter hat sich verändert - in vielen Fällen zeigte er Dessintresse.

    davor hab ich halt angst :/


    Zitat

    Ich würde einer Kastration bei Paul (grundsätzlich beim Rüden) nur aus gesundheitlichen Gründen und wenn es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt zustimmen.

    ich seh das auch so. hab schon als 13jährige, als ich ihn damals bekommen hab, gesagt, dass nur was operatives gemacht wird, wenn´s unumgänglich ist.
    naja, jetzt hab ich die wahl zwischen dauerhaft medis geben und kastration. seine prostata ist so vergrößert, dass er schon probleme beim kotabsetzen hat... und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das besser ist, ihn mit chemie vollzustopfen.
    vor allem, weil er ja noch so einige andere zipperlein hat...
    oder meint ihr, dass das sinnvoll ist mit medikamenten?

  • Ohje :(

    Naja, ich würde (bzw.) lasse auch nur kastrieren (oder rate dazu) wenn gesundheitlich etwas ist oder der Rüde zu sehr leidet in den Läufigkeitsperioden. besonders wenn er in einer gegend wohnt wo viele Damen sind!
    Da dauern die perioden dann nämlich schon ein paar Wochen an. Eine wird läufig und die anderen "och ja, ich könnt ja auch mal wieder..." und schwupps wird sie dann auch Läufig*gg*

    Also Grundsätzlich bin ich eiegntlich gegen chemische Medis! Wenns nicht anders geht, dann ja, aber sonst würde ich immer erst alles andere abgraben (Homöopathie und anderen Hausmittelchen).
    Ich glaube ich würde eher zur Kastra tendieren als zu den medis.
    ich weiß nicht, ich bin kein Freund davon Medis zu geben!
    Vorallem nicht wenn sie sicherlich recht hoch dosiert sind, oder?

    Habt ihr Homöopathie schon in erwägung gezogen? Oder geht das für den Fall gar nicht?

  • Zitat

    Naja, ich würde (bzw.) lasse auch nur kastrieren (oder rate dazu) wenn gesundheitlich etwas ist oder der Rüde zu sehr leidet in den Läufigkeitsperioden.


    seh ich auch so. so an sich -vom verhalten her- scheint´s ihm nichts auszumachen, dass wir in einer sehr stark von läufigen hündinnen frequentierten gegend wohnen.
    aber jetzt halt das mit der prostata...
    lasse auf jeden fall noch mal herz und prostata mit ultraschall untersuchen, aber die tierärztin meinte, dass ´ne kastra das beste wäre :/
    und da er halt aufgrund seiner rückenprobleme früher oder später wahrscheinlich wieder medikamente braucht, will ich ihn nicht auch noch wg der prostata damit "zumüllen".
    und dazu kommt ja noch, dass wir erst mal abklären lassen müssen, dass nix am herzen ist...

    Zitat

    Habt ihr Homöopathie schon in erwägung gezogen? Oder geht das für den Fall gar nicht?


    mir wurde diesbezüglich gar nichts dazu gesagt.
    ob solche homöophatischen sachen auch bei akuten beschwerden helfen? :???: hier in der tierklinik hab ich - bis auf bachblüten - noch nie irgendwelche homöopathika zu gesicht bekommen. muss ja nix heißen, aber ich glaube, die behandeln eher konservativ. muss ich das nächste mal noch mal fragen =)

  • Hallo!

    Wir haben mal einen 10jährigen Rüden wegen massiver Prostataveränderungen und Herzproblemen, die durch interessante Hündinnen verschlimmert wurden, kastrieren lassen. Bei kam es zu Fellveränderungen (farbloser und wollig) und zu Problemen mit anderen Rüden.
    Er begann etwa 6 Mon nach der Kastra an sehr interessant zu riechen. Er war immer ein selbstbewußter Kerl, der versuchte Oberhnad zu gewinnen, das hat sich auch nach der Kastra nicht verändert. Also hat er sich massiv gegen aufdringliche Rüden gewehrt, die das natürlich gar nicht verstanden und so kam es mehrfach zu unschönen Situationen. Vorher gab es diese Probleme nicht. Alles wurde durch Imponiergehabe und "Düfte" geregelt.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Er war immer ein selbstbewußter Kerl, der versuchte Oberhnad zu gewinnen, das hat sich auch nach der Kastra nicht verändert. Also hat er sich massiv gegen aufdringliche Rüden gewehrt, die das natürlich gar nicht verstanden und so kam es mehrfach zu unschönen Situationen. Vorher gab es diese Probleme nicht. Alles wurde durch Imponiergehabe und "Düfte" geregelt.

    ja, das hab ich auch schon gehört, dass die geruchsveränderung probleme bereitet. hab in dem zusammenhang auch schon gelesen, dass diverse sprays da abhilfe schaffen sollen.
    aber ob´s hilft...
    naja, mit rüden hat´s meo eh nicht so. schlimmer wär´s, wenn´s auch mit hündinnen so gar nicht mehr gehen würde.

    so äußerliche sachen wie fellveränderungen sind zwar auch nicht schön, aber mir in dem moment total egal.
    hauptsache, es geht ihm besser.

    und was mich ja doch etwas beruhigt: bisher hat noch keiner hier geschrieben, dass er durch den eingriff menschen gegenüber aggressiv werden könnte. das hab ich nämlich auch schon zu hören bekommen :schockiert:

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