Tierschutzhund total ruhelos
-
-
Hallo,
Wir haben seit Montag einen Hund aus dem Tierschutz. Henry ist 1 1/2 Jahre alt und ein Mali Mix. Er wurde wohl auf der Straße gefunden und saß dann ein paar Monate im Tierheim und kam dann vor ca 3 Wochen auf eine Pflegestelle hier in DE. Seit Montag abend ist er nun bei uns.
Wir besitzen noch einen Amstaff Mix, 5 Jahre. Sehr sozial, sehr anhänglich und im Haus eigentlich eher die schlafende Knutschkugel. Draußen gibt er gerne Gas.
Wir sind uns bei Henry über die Rasse sehr bewusst, bzw bei dessen Ansprüchen.
Er ist absolut menschenfreundlich. Saugt gefühlt alles auf wie ein Schwamm und will alles erleben.
Uns ist bewusst dass der kleine Kerl viel Wechsel durch hat, nie was gelernt hat und einfach zeit benötigt um anzukommen. Deswegen nun zu unserem Problem bzw Frage.
Henry ist absolut ruhelos. Er will immer nur mit unseren Diego zocken. Das unterbinden wir im Haus. Draußen ist das in Ordnung bis zu einem gewissen Grad. Auch dort unterbinden wir es irgendwann, da unser großer gerne spielt aber nicht durchgehend und sehr sehr geduldig ist mit dem kleinen. Das nimmt er auch gut an, natürlich muss man das öfter machen aber das ist ok.
Auch drinnen rennt er dann nur getrieben durch die Wohnung, schafft es sich vllt mal für wenige Sekunden sich hinzulegen. Aber rennt dann wieder durch die Gegend. Versucht natürlich immer wieder den ersthund zu belästigen.
Er kommt bisher nur in seinem Laufstall im Schlafzimmer zur Ruhe. Da jault er vllt kurz und 2 Minuten später ist er im Koma.
Wir denken es ist absolute Reizüberflutung und das unbekannte in der Wohnung leben. Natürlich benötigt er auch entsprechend auslastung. Aber wir denken grade, dass es eher an den zu vielen Reizen und Veränderungen liegt. Er wird noch viel Zeit benötigen um anzukommen.
Nun handhaben wir es so, dass wir ihn nach der Zeit im Garten, Gassirunden usw. In den Laifstall tun. Gerne auch noch mit Kauartikeln. Dort schläft er dann auch bzw kann auch in ruhe liegen ohne zu schlafen. Er benötigt diese Ruhe.
Wie gehen wir am besten vor, dass er auch bei mehr Freiraum zur ruhe kommt? Was ist zu viel verlangt? Wie gehen wir am besten vor?
Wiw sind eure Erfahrungen?
Nach geeigneten Trainer schauen wir grade.
-
27. März 2026 um 12:46
schau mal hier:
Tierschutzhund total ruhelos - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Der Hund ist seit Montag da. Natuerlich dreht der am Rad. Der kennt weder euch, noch den Hund, noch die Umgebung, usw. Lasst ihm Zeit, unterbindet das staendige rumrennen/nerven vom anderen Hund und sucht - fuer spaeter! - eine sinnvolle Auslastung.
-
Ich habe keine Erfahrung mit der Rasse, aber das Verhalten an sich kenne ich schon ganz gut.
Ich bin grundsätzlich kein Fan davon, Hunde zur Ruhe zu zwingen… aber es gibt einfach Hunde und Situationen, wo genau das nötig ist, weil sie es alleine nicht schaffen und sich immer weiter hochschaukeln. Das, was du beschreibst, klingt für mich genau danach. Dieses Rumrennen baut nichts ab, im Gegenteil, der Hund fährt sich damit nur weiter hoch, weil er sowieso schon nicht weiß, wohin mit all den Reizen, der Energie und dem Stress.
Ich glaube, die größte Schwierigkeit ist hier wirklich die Balance zu finden… Energie rauslassen, ohne ihn weiter hochzufahren. Und das ist ehrlich gesagt gar nicht so einfach.
Im Haus würde ich tatsächlich erstmal komplett jegliches Spielen streichen. Zuhause wäre für mich ganz klar Ruheort, nichts, was ihn zusätzlich pusht, auch kein ständiger Kontakt zum Ersthund, wenn der ihn wieder hochzieht. Draußen würde ich es ähnlich halten. Gassi passiert ja aktuell hoffentlich sowieso an der Leine, idealerweise doppelt gesichert… das würde ich einfach nutzen und bewusst ruhige, eher langweilige Runden gehen, ohne Action, ohne Dauerbespaßung.
Auch beim Schnüffeln würde ich ein bisschen schauen. Viele sagen immer, das entspannt… stimmt oft, aber es gibt eben auch Hunde, die sich darüber noch mehr reinsteigern, gerade wenn sie sowieso schon drüber sind.
Da liegt auf jeden Fall ein gutes Stück Arbeit vor euch, aber das ist absolut machbar. Man muss sich nur klar machen, dass man da gerade keinen „normalen“ entspannten Hund vor sich hat, sondern einen ganz anderen Typ, mit dem man erstmal auch ganz anders umgehen muss.
-
Ungeachtet der Rasse ist das Verhalten jetzt nicht so ungewöhnlich.
Mit jedem Sitting-Hund bin ich zum Ruhen erstmal in einen separaten Raum gegangen und hab mich auf die Couch gelegt und Hund ignoriert. So konnte Hund lernen, dass jetzt nichts passiert, er aber auch nicht allein ist. Irgendwann stellt er das dann auch fest und legt sich hin.
Genauso dosiert erfolgte der Kontakt mit meinen Altrüden, die jede Hibbeligkeit unterbunden haben. Beim sechsten Aufenthalt war das Thema dann auch erledigt und es gibt Kontaktlliegen.
Mit dem Laufgitter habt ihr ja schon eine Möglichkeit gefunden, ihn einzugrenzen - wäre dann natürlich gut, wenn der Rest der Meute auch ruht.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!