Hormonelle Angst
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Hallo.
Ich habe eine Dackeldame, die jetzt zwei Jahre alt ist. Leider habe ich ein etwas größeres Problem:Sie wird alle 8 Monate in etwa läufig. Während der ersten Läufigkeit inklusive anschließender Scheinschwangerschaft hatte sie starke Angstzustände, sodass sie sich draußen nicht mehr lösen konnte und auch an Spazierengehen war nicht zu denken, sie hat sofort die Bremse eingelegt und wollte fliehen, trotz vermeintlich reizarmer Umgebung. Diese Zustände haben rund fünf Monate nach Ende der Scheinschwangerschaft angehalten und waren dann plötzlich weg. Sie konnte sich auf mich sehr plötzlich sehr gut konzentrieren und war stets ansprechbar und abrufbar. Bei der zweiten und letzten Läufigkeit im Dezember 2025 war dann alles gut, bis es zur Scheinschwangerschaft im Februar 2026 kam. Dort entwickelte sie wieder diese starken Ängste und auch hier war an laufen nicht zu denken. Der Tierarzt rät zur Kastration nach sechs Wochen nach Ende der Scheinschwangerschaft, also Anfang Mai. Der Tierarzt hat die Scheinschwangerschaft mittels Laktostop beendet, sie hat jetzt auch keine Milch mehr, das Gesäuge ist auch wieder normal.
Die Frage ist, was tun. Die Angst wird Anfang Mai nicht verschwunden sein, also dann, wenn kastriert werden soll. Wird die Angst sich durch die Kastration verfestigen? Oder kann es noch weiter die Angst lösen? Die Angst, so sagt der Tierarzt, wird hormonell verursacht sein, da sie vor der ersten Läufigkeit (als Welpe, Junghund) und auch nach der ersten Scheinschwangerschaft dann wieder keine Ängste hatte und freudig die Welt erkundet hat.
Ich habe bereits CBD-Tropfen,Zylkene und L-Tryptophane verabreicht, aber ohne Wirkung.
Vielen Dank vorab. -
22. März 2026 um 09:25
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Wie sieht es denn ansonsten Gesundheitlich aus??
Meine Djazzy hatte während ihren ersten Läufigkeiten starke Stimmungsschwankungen, depressive anwandlungen, und zeigte starkes Meideverhalten und Angst mir gegenüber, wenn ich zu schnell auf sie zu lief, ihre Schwester, oder das Pony verbal korrigierte, oder die in einem etwas unfreundlicherem Ton ansprach.
Ich habe dies hauptsächlich auf die Hormone geschoben, und begann Mönchpfeffer zu füttern.
Nach der Läufigkeit im Sommer 2025 verschlimmerte sich die Depression, sie verkroch sich oft in dunklen Ecken.
Dann wurde sie mit dem Futter mäkelig, und verweigerte es schließlich ganz.
->sie hatte kein Fieber, kein Erbrechen und normalen Kot
Sie wurde beim Tierarzt auf den Kopf gestellt, und das Blutbild zeigte Entzündungswerte, und Werte, die auf eine Magen Darm Infektion hindeuten.
Sie bekam Medikamente gegen Bauchschmerzen, Säureblocker und eine radikale Ernährungsumstellung (nur noch selbstgekocht nach Ausschlußdiät).
Nach und nach wurde sie wieder fröhlicher, zeigte keine grundlosen Ängste mehr, und die letzte Läufigkeit im Februar war sie zwar doppelt so liebesbedürftig und kuschellig, aber sie hatte keine Stimmungsschwankungen mehr

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Hallo!
Es tut mir leid für euch, dass ihr das durchmachen müsst. 😢
Bei uns war es ähnlich. Nellie war 2x läufig und beide Male waren sehr schlimm. Weinen, totale Futterverweigerung, Milcheinschuss, Panik etc.
Auch Nellie bekam deswegen verschiedene Medikamente.Schon nach der ersten Läufigkeit riet man uns zur Kastration. Nach der zweiten hatten wir keine Wahl, da sich auch die Gebärmutter noch entzündete.
Ich hatte auch sehr große Angst vor der OP und davor, dass sich die Panik manifestiert. Letztlich verlief alles problemlos. Bei Nellie musste neben den Eierstöcken auch die Gebärmutter entfernt werden. Sie erholte sich gut von der Kastration und die Panik war weg. Nellie ist seit der Kastration ein „neuer Hund“. Es geht ihr um Welten besser. Das Hormonchaos hat sie sehr belastet.
Ich möchte dir mit unserer Erfahrung Mut machen. Bei uns hat es sich zum Guten entwickelt.Ich drücke euch die Daumen!
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Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe beim Tierarzt bereits ein großes Blutbild inklusive Schilddrüsenuntersuchung machen lassen, alles ohne Beanstandung. Drinnen ist sie sehr fröhlich. Während der Scheinschwangerschaft hat sie fast nichts gefressen, selten Leckerli. Jetzt hat sich das wieder normalisiert, sie frisst wieder sehr gut. Nur draußen zeigt sie eben nach wie vor diese Angst.
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Könnte es sein, dass sie sich draußen generell eigentlich nicht so wohl fühlt und das durch die hormonelle Veränderung "einfach" richtig zu Tage kommt?
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Vielleicht kannst du für die Entscheidungsfindung zu einem Tierarzt gehen, der auch Verhaltenstherapie anbietet? Denke, der könnte das besser entscheiden, ob eine Kastration Auswirkungen auf das Angstverhalten deiner Dackeldame hat und wann dein erzieherischer bzw. verhaltenstherapeutischer Einfluss größer ist, mit oder ohne Kastration.
Östrogene beruhigen einen Hund ja auch, tragen zu seiner Souveränität bei. Die gehen durch die Kastration runter.
Alles Gute für euch! -
Wenn deine Hündin alle 8 Monate läufig wird, könntest du die Kastration auch etwas nach hinten verschieben. Ich empfinde 6 Wochen nach Ende als relativ früh. In meiner Praxiszeit haben wir zu 2-3 Monaten geraten, bei Hündinnen, welche alle 7 Monate läufig werden. Und je nachdem wäre ihr Verhalten bis dahin wieder beinahe im "normalen" Rahmen.
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Ein weiterer kurzer Erfahrungsbericht:
Ich habe meine Dackeline aus den gleichen Gründen kastrieren lassen. Die Problematik hat sich bei ihr allerdings über einen längeren Zeitraum aufgebaut, sodass die Kastration mit vier Jahren erfolgte.
Neben der Nervosität und der permanenten Unruhe war für sie auch die Scheinträchtigkeit an sich (also die "Welpenpflege" und der damit einhergehende Stress) sehr belastend. Um ihr das alles zu ersparen, habe ich mich zur Kastration entschlossen und das Hormonchaos war damit beendet. Hier gab es keinerlei Nachteile, weder physisch noch psychisch. Alles lief hervorragend. Der Eingriff lag zeitlich so ziemlich mittig zwischen den Läufigkeiten, sodass die Scheinträchtigkeit abgeklungen war und alles zur Ruhe gekommen ist.
Sie war danach ihr Leben lang ausgeglichen und mein ständiger Begleiter in allen Lebenslagen. Sie wurde 16 Jahre alt.
Ich würde es demnach in so einer Situation wieder so machen.
toi toi toi und alles Gute für Euch 🍀🍀🍀
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