Unerträgliche Trauer nach dem Tod unserer geliebten Amelie die an Diabetis Mellitus litt

  • Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich schreibe heute von unserer geliebten Pudel-Terrier Hündin Amelie die wir Vorgestern nach langer schwerer Krankheit, sie litt an Diabetis-Mellitus, über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten. Dieser Schritt war so unfassbar schwer wie auch leider unausweichlich.

    Amelie wurde 14 Jahre alt und litt seit 4,5 Jahren an Diabetis. Sie musste 2 mal täglich mit je 8 Einheiten Insulin versorgt werden. Damit sie mit Insulin versorgt werden konnte, setzte es voraus, dass sie entsprechend Futter zu sich genommen hatte. Sie bekam entsprechendes Diabetisfutter und anfangs funktionierte es auch sehr gut. Dann hatte sie irgendwann keinen Appetit mehr und wir stellten auf ein anderes Diabetisfutter um. Alles was wir entschieden haben wurde immer engmaschig mit dem Tierarzt besprochen. Auch das mit dem neuen Futter funktionierte anfangs wunderbar. Aufgrund der Diabetis, erblindete unsere kleine Maus. Das war für uns als Hundebesitzer zuerst ein Untergang. Doch es stellte sich heraus, dass Amelie gut mit ihrer Erblindung klar kam. Sie bewegte sich zuhause so gut, so das ein Außenstehender hätte denken können dass sie gar nicht blind ist. Wir stellten keine Möbel um und ließen nichts im Weg stehen so das Amelie sich frei in der Wohnung bewegen konnte. Zudem haben wir ihr Komandos wie zum Beispiel "Vorsicht" beigebracht, so dass Amelie auch draußen an ruhigen Orten, problemlos ohne Leine laufen konnte und durch das Kommando "Vorsicht" gegen keine Hindernisse gelaufen ist. Es klappte wunderbar über ganz viele Jahre. Wir haben sie überall mit hin genommen, haben Campingurlaube mit ihr gemacht und Amelie führte ein ganz normales Hundeleben an unserer Seite. Sie durfte alles, auch mit ins Bett und auf das Sofa. Amelie war unserer Lebensmittelpunkt und wir ihrer. Ein liebes treues süßes kleines Hundemädchen.

    Dann kam der Tag, an dem wir feststellen mussten, dass Amelie auf Kommandos nicht mehr sofort reagierte. Man musste lauter sprechen, dann funktionierte es noch. Kurze Zeit später wurde Amelie taub. Die Erkrankung an Diabetis nahm seinen Lauf. Das seien leider alles Begleiterscheinungen einer Diabetis sagte uns der Tierarzt. Dennoch, Amelie führte weiterhin an unserer Seite ein schönes Leben. Wir ließen sie jetzt nicht mehr frei draußen laufen sondern leinten sie an. Das gab ihr Sicherheit. Am Anfang diesen Jahres stellten wir fest, dass sie kaum noch ihr Futter angerührt hat. Futtern muss sie aber um das die Insulineinheiten gerechtfertigt waren. Ich habe dann angefangen für Amelie zu kochen. Hühnchen mit Reis und/oder Kartoffeln. Klappte Anfangs auch ganz gut. Dann mochte sie auch dieses Futter nicht mehr. Leckerchen, speziell für Diabetishunde, nahm sie allerdings noch. Aber ihr Gesamtzustand veränderte sich zusehends zum schlechteten. Sie hatte weniger Lust auf Gassirunden und wurde auch immer mehr orientierungslos. Sie lief plötzlich vor Möbel und fand auch manchmal ihren Wassernapf nicht mehr. Zudem wurde sie Inkontinent und meldete sich nur noch manchmal an der Tür wenn sie Pippi musste. Amelie war immer ein extrem Stubenreines Tierchen. An einigen Tagen hat sie mehrere Wassernäpfe leer getrunken (typisch für eine Überzuckerung) manchmal gab es normale Tage an denen sie nicht viel gesoffen hat. Sie fing dann irgendwann an gelb zu Erbrechen. Manchmal jeden Tag dann wieder mit 2 bis 3 Tagen Pause dazwischen. Es wurde immer schwerer Amelie zu regulieren und mit Insulin zu versorgen. Manchmal konnten wir sie gar nicht spritzen weil sie zuvor kein Futter zu sich genommen hat. In all den geschilderten Phasen, wurden diese erneuten Umstände immer wieder mit dem Tierarzt besprochen. Er hat uns dann sanft darauf vorbereitet, dass die Endphase einer Diabetiserkrankung bei unserem Hund nun eingetroffen ist. Schweren Herzens mussten wir unsere geliebte Amelie am 16.2. gehen lassen. Wir befinden uns in einem totalen Schockzustand und können es nicht fassen, dass unsere kleine Maus nicht mehr da ist. Sie fehlt in jeder Situation. Ich sehe sie zuhause noch überall liegen. Ich rieche sie noch und es zerreißt uns fast das Herz. Wir haben alles für sie getan und selber dafür deutlich zurückgestellt (was wir auch sehr gerne gemacht haben) und dennoch haben wir den Kampf verloren.

    Ich stelle mir so viele Fragen ob ich noch etwas hätte besser machen können. Der Tierarzt hat gesagt, wir hätten mehr für dieses Tierchen gemacht als wir hätten gemusst und 14 Jahre ist ein stolzes Alter für einen an Diabetis erkrankten Hund. Aber das tröstet mich nur bedingt.

    Ist einer von euch auch in der Situation einen Diabetiskranken Hund zu haben?

    Wie sind eure Erfahrungen damit?

    LG

  • Das tut mir sehr leid, dass ihr eure Hündin gehen lassen musstet. Ihr habt alles für sie getan und ich denke, dass sie bei euch ihr Leben genossen hat und genau wusste, dass ihr sie geliebt habt. Ich wünsche euch viel Kraft für die Trauer.

  • Danke für deine lieben Worte Jonah.

    Ja sie hat ihr Leben bei uns genossen und ihr fehlte an nichts. Sie bekam immer sofort die tierärztliche Versorgung sofern diese nötig war. Und dennoch hat sie rückblickend ein sehr schönes Leben bei uns gehabt.

    Aber jetzt mit diesem Verlust umzugehen ist so schwer. Im Moment hallen die letzten Tage in ihrer schweren Krankheit uns noch sehr nach.

  • Tut mir sehr leid für euch, es ist so unfassbar schwer die Entscheidung zu treffen und seinen geliebten Hund zu verlieren. Viele hier kennen den Schmerz und auch die Fragen die ihr euch stellt.

    Nachdem was du geschrieben hast, habt ihr alles was möglich war getan, leider sind irgendwann die Möglichkeiten ausgeschöpft und die Zeit gekommen.

    Trost gibt es derzeit nicht, nehmt euch die Zeit zum trauern die ihr braucht, seid verzweifelt, wütend, heult, was auch immer.

    R.I.P. Amelie

  • Ich weiss wie schwer es ist, einen geliebten Vierbeiner gehen lassen zu müssen. Du hast mein tiefstes Mitgefühl. Aber schau, Deine Kleine war schwer krank, ganz schwer krank und unsere Hunde zeigen uns n i e das ganze Ausmaß ihrer Krankheit, sie leiden stumm. Und es ist so gut, dass Ihr sie habt gehen lassen. Sie kann frei und ohne Schmerzen durchs Regenbogenland toben und sie wird Euch eines Tages abholen, wenn auch Ihr diesen Weg geht. Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit.

  • Mein Beileid zu deinem Verlust.

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hast du alles getan was du konntest.

    Du hast Amelie trotz der schweren Diagnose ermöglicht ein erträgliches Leben zu führen. Sie wurde bestens versorgt und geliebt.

    Irgendwann endet jedes Leben. Der Kopf weiß das, aber das Herz wehrt sich und will den Tod ungeschehen machen.

    Gerade weil du so viel für sie denken, planen und tun musstest trifft es dich besonders hart und du denkst du hättest mehr machen müssen damit das Unvermeidbare nicht geschieht.

    Das ist aber nicht möglich.

    Du trauerst jetzt und nimmst Abschied. Es tut sehr weh.

    Ich wünsche dir viele Menschen, die dich unterstützen und ein Stück Weg mit die gehen.

  • Es tut mir sehr leid, dass ihr euren Hund gehen lassen musstet.
    Mein herzliches Beileid.
    Egal, was wir auch versuchen, das Leben ist leider nur endlich und unsere
    geliebten Fellnasen, haben leider nur ein kürzeres Leben.

    Ihr habt alles getan, was ihr konntet und der letzte Liebesbeweis ist dann auch,
    sie gehen zu lassen, wenn sie nicht mehr können.

    Mit dem Verlust umzugehen ist sehr schwer und es gibt leider keinen allgemeinen
    Rat, um es erträglicher zu machen. Ich hoffe auch, dass ihr liebe Menschen habt, die euch in dieser Zeit eine Stütze sind.

  • Mein Beileid

    Ja, das Loch in das man fällt scheint unendlich zu sein.

    Ihr habt das beste für Sie getan, mehr ging nicht.

    Das ...aber vielleicht hätte man noch.....

    bringt nichts, Euch nicht und Ihr hätte es nur leid gebracht.

    Ihr habt Ihr über die Regenbogenbrücke gholfen und Ihr damit Schmerzen und Leid erspart. Alles gut. Fühl dich fest gedrückt , dieses Leid kennen viele hier.

  • Du arme - es ist immer so schwer loszulassen.

    Und die Frage, ob es richtig war oder man noch etwas hätte tun können, kennt wahrscheinlich fast jeder, der diese Entscheidung mal treffen musste.

    Versuch, Dich nicht damit zu quälen. Es gab keine Heilung. Selbst wenn man nochmal 3 Wochen gewinnt, kommt dann wieder eine schlechte Phase. Und ob jeder weitere Versuch etwas gebracht hätte weiß man nicht. Wahrscheinlicher ist in so einer Phase, dass weitere Tage mit Leid dazu gekommen wären. Und da ist jeder Tag einer zu viel.

    Du hast Ihr einen großen Gefallen getan, hast Deinen Schmerz für Ihre Schmerzfreiheit in Kauf genommen. Das ist Liebe.

    Lieber 2 Wochen zu früh, als einen zu spät!

    Viel Kraft für die kommende Zeit:kleeblatt:

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