Desorientierung und völlige Verunsicherung zum Zweiten, neurologische Ursache?
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Vor gut einem Jahr habe ich diesen Thread eröffnet Völlige Verunsicherung nach Sedierung? da mein Hund neurologische Störungen nach einer Narkose hatte.
Gestern hatte sie eine erneuten Anfall.
Um vier Uhr in der Früh bin ich aufgewacht, weil sie auf meinen Beinen lag und sich ständig bewegt hat. Sie hat sich nicht getraut vom Bett zu hüpfen. Als ich ihr runter geholfen hatte, ist sie völlig ziellos und desorientiert durch die Wohnung gelaufen, ich bin mir auch nicht sicher, ob sie mich wirklich erkannt hat.
Hier ein Video:
Externer Inhalt youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Habe dann einen Videoanruf mit meinem TA gemacht, er meinte, ich solle eine Runde raus und mich dann wieder melden. Treppe konnte sie nicht laufen, sie wäre völlig unkoordiniert runter geflogen. Also kleine Runde gemacht, TA wieder angerufen, Termin für den Vormittag abgemacht.
Beim TA hat er sie einmal grundsätzlich untersucht. Neurologische Ausfälle vom Rückenmark her sind auszuschließen, die Stellreflexe sind gegeben. Ausserdem kann eine Spondylose aufgrund der letztjährigen Röntgenbilder ausgeschlossen werden. Augen sehen soweit in Ordnung aus und sie reagiert, sehen tut sie also. Er hat ein neurologisches Blutbild bei Laboklin machen lassen. Stand heute Nachmittag fehlen noch der Neosporose-Wert und der MDR1-Wert, der Rest ist unauffällig. MDR1 stand letztes Mal im Raum, da sie als Aussiemischling auf Butorphanol hätte reagieren können. Aber eigentlich kann man das jetzt ausschließen, da die Symptome ja dieses Mal ohne ersichtlichen Auslöser auftraten. Egal, ich wollte es trotzdem auch getestet haben. Grundsätzlich sind mein TA und ich uns einig, dass es irgendein Problem mit dem Gehirn sein muss.
Danach war ich kurz draussen, Urin und Kot löst sie normal, markiert aber nicht und läuft halt völlig gestresst und desorientiert kreuz und quer durch die Gegend.
Zuhause kam sie nur für einen kurzen Moment wirklichen zur Ruhe und hat geschlafen, ansonsten ist sie unruhig durch die Wohnung getigert. Sie hat sich nicht in ihre Hundebetten getraut, genauso wenig wie sie aufs Sofa oder ins Bett wollte. Sobald der Untergrund weich wurde, hat sie sich nicht mehr getraut. Ausserdem ist sie ständig gegen Sachen gelaufen, beim TA ist sie z.B. über die Waage oder den Fuss des Behandlungstisches gestolpert.
Abends war ich um sieben Uhr und um etwa elf Uhr mit ihr draussen, da hat sie aber nur gepinkelt. Danach konnte sie noch einmal etwas schlafen. Um drei Uhr hat sie mich erneut geweckt und da musste sie dann gross. Die Symptome waren nach wie vor da. Danach bin ich erst heute um neun Uhr wieder aufgewacht und da lag sie wieder bei mir im Bett und war wieder normal.
Mein TA wird jetzt mit der Tierklinik Zürich Kontakt aufnehmen, da sich nur durch ein MRI und evtl. eine Liquorpunktion eine mögliche Diagnose finden lassen kann.
Irgendwelche Erfahungen, Ideen oder sonst was?
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10. Februar 2026 um 16:53
- Vor einem Moment
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she-ra81
10. Februar 2026 um 17:01 Hat den Titel des Themas von „Desorientierung und völlige Verunsicherung zum Zweiten.“ zu „Desorientierung und völlige Verunsicherung zum Zweiten, neurologische Ursache?“ geändert. -
Ohjeeee, das tut mir sehr leid für Euch
. Wann war das letztjährige Röntgen? Was ist ein MRI?Wir waren mit unserem 2023 verstorbenen Rüden in der Neurologie LMU München. Dort sind alle gängigen Untersuchungen möglich. Bei unserem Manni wurde auch die Liquorpunktion vorgenommen, ebenso MRT vom Kopf.
Alles Gute und viele Daumendrücker für Euch.
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Ohjeeee, das tut mir sehr leid für Euch
. Wann war das letztjährige Röntgen? Was ist ein MRI?Wir waren mit unserem 2023 verstorbenen Rüden in der Neurologie LMU München. Dort sind alle gängigen Untersuchungen möglich. Bei unserem Manni wurde auch die Liquorpunktion vorgenommen, ebenso MRT vom Kopf.
Alles Gute und viele Daumendrücker für Euch.
Das war im Januar, dabei habe ich eigentlich vorsorglich auf HD und ED röntgen lassen. Knie und unterer Rücken war auf drauf. Also damals hatte sie keine Probleme. Nur am Tag nach der Narkose hatte sie den ersten Anfall.
MRI = MRT Magnetresonanztomograph. Zürich ist zum Glück auch eine veterinärmedizinische Universitätklinik, die können alles machen. CTs hätten wir ein paar in der Nähe, aber das bringt hier vermutlich halt nichts.
Was war denn bei deinem Rüde?
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Ohjeeee, das tut mir sehr leid für Euch
. Wann war das letztjährige Röntgen? Was ist ein MRI?Wir waren mit unserem 2023 verstorbenen Rüden in der Neurologie LMU München. Dort sind alle gängigen Untersuchungen möglich. Bei unserem Manni wurde auch die Liquorpunktion vorgenommen, ebenso MRT vom Kopf.
Alles Gute und viele Daumendrücker für Euch.
Was war denn bei deinem Rüde?
Nachdem wir Manni in der LMU/Neurologie+Internistischer Bereich komplett durchuntersuchen ließen war die Diagnose Lafora-Epilepsie. Lafora ist keine "echte" Epi, wird aber dazu gezählt. Desweitern hatte er wohl ein nicht darstellbares neoplastischen Geschehen im Gehirn, sowie ein autoimmun bedingtes Siccasyndrom. Von den ersten Auffälligkeiten bis zu unserer Entscheidung ihn zu erlösen vergingen knapp 1 1/2 Jahre.
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Ich musste rein von der Schilderung her auch an etwas Epilepsie-artiges denken, gerade wegen der Desorientierung. Ich bin selbst Epileptiker und kenn diesen Zustand leider viel zu gut - kann also auch sein, dass ich da was reininterpretiere, aber ich denke, da seid ihr schon auf dem richtigen Weg.
Hab leider keine Tipps o. Ä. für euch, Epilepsie ist ja leider nicht gleich Epilepsie :/ Aber ich drück euch ganz ganz fest die Daumen, dass sich was findet und dass es gut behandelbar ist.
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Ich musste rein von der Schilderung her auch an etwas Epilepsie-artiges denken, gerade wegen der Desorientierung. Ich bin selbst Epileptiker und kenn diesen Zustand leider viel zu gut - kann also auch sein, dass ich da was reininterpretiere, aber ich denke, da seid ihr schon auf dem richtigen Weg.
Hab leider keine Tipps o. Ä. für euch, Epilepsie ist ja leider nicht gleich Epilepsie :/ Aber ich drück euch ganz ganz fest die Daumen, dass sich was findet und dass es gut behandelbar ist.
Ich habe null Erfahrung mit Epilepsie, habe es bisher nur bei einer Stallkatze gesehen. Da war es halt so typisch mit krampfen. Sie krampft ja überhaupt nicht. Und vorallem, kann das so lange dauern? Dieses Mal ging es etwa 24 Std, das letzte Mal waren es erst etwa 10 bis 12 Std, dann war es gut und nach etwa 24 Std hatte sie noch einmal eine kurze, weniger starke Episode von 2 bis 3 Std.
Nachdem wir Manni in der LMU/Neurologie+Internistischer Bereich komplett durchuntersuchen ließen war die Diagnose Lafora-Epilepsie. Lafora ist keine "echte" Epi, wird aber dazu gezählt. Desweitern hatte er wohl ein sowie ein autoimmun bedingtes Siccasyndrom. Von den ersten Auffälligkeiten bis zu unserer Entscheidung ihn zu erlösen vergingen knapp 1 1/2 Jahre.
So ganz scheint mir Lafora nicht zu passen, sie ist zu jung (3.5 Jahre), keine der häufig betroffenen Rassen und die Symptome sind doch eher anders.
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Sie krampft ja überhaupt nicht. Und vorallem, kann das so lange dauern?
Epileptische Anfälle können viele Formen annehmen - die Krampfanfälle sind eben die Form, die allgemein am bekanntesten ist. Aber ein epileptischer Anfall kann z. B. auch einfach eine Episode von geistiger Abwesenheit sein. Das sind dann sogenannte Absencen und der Epileptiker ist dann für die Dauer des Anfalls schlicht nicht ansprechbar. Sowas kann auch mit Desorientierung einhergehen, gerade nach Anfällen, und diese Phase kann mehrere Stunden bis Tage andauern. Bis sich das Gehirn eben erholt hat.
Ob ein Anfall tatsächlich so lange dauern kann wie bei Mara (abgesehen vom Status Epilepticus - das scheint mir hier aber eher nicht der Fall zu sein), weiß ich gerade gar nicht.
Die Erholungsphase kann aber gut und gerne ne Woche oder länger dauern, ich kenn das von mir selbst - nach einem Anfall wurde ich direkt ins Krankenhaus eingeliefert, ich war da noch gar nicht wieder bei Bewusstsein, und bin erst so 2-3 Tage später wieder wirklich wach gewesen. Die haben mich halt auch mit Diazepam abgeschossen, um einen Status Epilepticus zu verhindern... So ungefähr ne Woche nach dem Anfall war ich dann auch wieder rundum fit. Es dauert halt einfach, weil diese Anfälle eine massive Belastung für den Körper sind, egal welche Form die annehmen.
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Epileptische Anfälle können viele Formen annehmen - die Krampfanfälle sind eben die Form, die allgemein am bekanntesten ist. Aber ein epileptischer Anfall kann z. B. auch einfach eine Episode von geistiger Abwesenheit sein. Das sind dann sogenannte Absencen und der Epileptiker ist dann für die Dauer des Anfalls schlicht nicht ansprechbar. Sowas kann auch mit Desorientierung einhergehen, gerade nach Anfällen, und diese Phase kann mehrere Stunden bis Tage andauern. Bis sich das Gehirn eben erholt hat.
Das ein Anfall nicht zwangsläufig mit Krämpfen einhergeht, weiss ich. Sie war allerdings durchaus ansprechbar. Der Rückpfiff hat z.B. noch funktioniert. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob sie mich erkannt hat und einfach nicht wie normal reagieren konnte, oder ob sie nicht realisiert hat, wer ich bin.
ZitatOb ein Anfall tatsächlich so lange dauern kann wie bei Mara (abgesehen vom Status Epilepticus - das scheint mir hier aber eher nicht der Fall zu sein), weiß ich gerade gar nicht.
Dieses Mal ging es etwa 24 Std. Beim letzten Mal hat es auch langsam angefangen, hatte etwa 36 Std. nach der Narkose einen ersten Höhepunkt, war dann praktisch weg und ist nach etwa 50 Std. nach der Narkose noch einmal kurz aufgeflammt.
ZitatDie Erholungsphase kann aber gut und gerne ne Woche oder länger dauern, ich kenn das von mir selbst - nach einem Anfall wurde ich direkt ins Krankenhaus eingeliefert, ich war da noch gar nicht wieder bei Bewusstsein, und bin erst so 2-3 Tage später wieder wirklich wach gewesen. Die haben mich halt auch mit Diazepam abgeschossen, um einen Status Epilepticus zu verhindern... So ungefähr ne Woche nach dem Anfall war ich dann auch wieder rundum fit. Es dauert halt einfach, weil diese Anfälle eine massive Belastung für den Körper sind, egal welche Form die annehmen.
Klar, so ein Anfall ist für das Gehirn eine "Höchstleistung". Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass sie jetzt übermäßig müde ist, eher wieder wie vorher.
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Ausserdem ist sie ständig gegen Sachen gelaufen, beim TA ist sie z.B. über die Waage oder den Fuss des Behandlungstisches gestolpert.
Dazu fällt mir meine Hündin ein, die nach einigen Anfällen blind wurde. Bei ihr hielt die Blindheit ca. 24 Stunden an, danach konnte sie wieder normal sehen.
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Dazu fällt mir meine Hündin ein, die nach einigen Anfällen blind wurde. Bei ihr hielt die Blindheit ca. 24 Stunden an, danach konnte sie wieder normal sehen.
Sie sieht. Ich war ja während dem Anfall beim TA. Er hat die Auge, soweit es seine Mittel hält zulassen, untersucht und hat nichts Auffälliges gefunden. Auch den zu Boden fallenden Wattebausch hat sie wahr genommen.
Aber irgendwie scheint die Verbindung von Augen zum Hirn zum Rest vom Körper nicht so richtig zu funktionieren.
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