Wie alten Hund mit Demenz optimal unterstützen?

  • Ich hoffe das hier vielleicht noch der ein oder andere Tipp dabei ist, der uns (und anderen Betroffenen) weiterhelfen kann.

    Mein alter Rüde (15) baut immer mehr ab. Die Herzinsuffizienz haben wir sehr gut im Griff, die Arthrose auch, mit der Taubheit arrangieren wir uns, das zunehmend schlechtere Sehen kriegen wir auch noch ganz gut hin. Was den Alltag aber zunehmend belastet ist die fortschreitende Demenz. Erst war er nur langsam und ab und an verwirrt. Inzwischen macht er manchmal in die Wohnung und beginnt zunehmend zu drohen in Situationen, die er früher zwar nicht toll fand, aber durchgestanden hat (Krallenschneiden, Zähne putzen etc.), steht immer öfter verloren mitten im Raum. Fast am schlimmsten für mich sind aber die fast konstanten Lautäußerungen. Schmerzmittel bringen keine Linderung, Karsivan auch nicht wirklich.

    Er hat aber auch noch schöne Momente, in denen er spielt, Massagen genießt oder sich an mich kuschelt. Ich würde ihn gerne besser unterstützen. Hat jemand Ideen?

  • auch noch schöne Moment

    Überwiegen die die schlechten Momente? Für den Hund? Wenn nicht, würde ich mich, so schlimm das ist, wahrscheinlich auf den Abschied vorbereiten. Ab einem gewissen Punkt gibt es kein zu früh mehr, nur noch ein zu spät.

  • Im Moment habe ich noch das Gefühl, dass es vor allem für mich sehr anstrengend ist. Gerade hat er noch zu viele gute Momente, als das es schon Zeit für den Abschied wird. Der Gedanke ist aber immer mal wieder da, wie lange wir das noch so managen können, dass er auch was davon hat. Im Moment geht es mir noch darum ihn bestmöglich in dieser Lebensphase zu unterstützen.

  • Fast am schlimmsten für mich sind aber die fast konstanten Lautäußerungen. Schmerzmittel bringen keine Linderung, Karsivan auch nicht wirklich.

    Der Abschnitt in deinem Text ist mir ins Auge gestochen. Wenn Schmerzen nicht mehr gelindert werden können, dann ist der Punkt für den Abschied da, meiner Meinung. Es ist schlimm, es tut weh, aber das ist das, was man aus Liebe zum Hund machen sollte, wenn nichts mehr hilft und alles erdenklich mögliche getan wurde.

  • Insofern der Hund wirklich durchgecheckt ist und wirklich, und damit meine ich wirklich ausgeschlossen ist, dass er Schmerzen hat, helfen dementen Hunden Routinen und Vorsorge. Kein freilauf mehr, Wohnung absichern, Hund nicht alleine lassen und immer ein Auge drauf haben.

    Und sich jeden Tag auf neue wirklich fragen, ob das für den Hund noch ein lebenswertes Leben ist.

  • Ich habe selbst einen kleinen Dementor. Er trägt drinnen dauerhaft Rüdenwindel und trägt mittlerweile, wenn Besuch kommt, einen Maulkorb, weil er seit neuestem ein Ressourcenproblem hat. Hatte er die ganzen letzten 14 Jahre seines Lebens nicht. Draußen ist er ausschließlich an der schleppleine unterwegs, Freilauf gibt es gar nicht mehr.

    Ansonsten sind wir noch nicht an dem Punkt, wo ihr seid. Aber Demenz schreitet immer weiter voran und bei uns ist karsivan und Vitamin b komplex jeden Tag Pflicht und sonst wie gesagt Routine und er muss halt nie alleine sein.

  • Fast am schlimmsten für mich sind aber die fast konstanten Lautäußerungen. Schmerzmittel bringen keine Linderung, Karsivan auch nicht wirklich.

    Der Abschnitt in deinem Text ist mir ins Auge gestochen. Wenn Schmerzen nicht mehr gelindert werden können, dann ist der Punkt für den Abschied da, meiner Meinung. Es ist schlimm, es tut weh, aber das ist das, was man aus Liebe zum Hund machen sollte, wenn nichts mehr hilft und alles erdenklich mögliche getan wurde.

    Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Schmerzen als Ursache für die Lautäußerungen konnten ausgeschlossen werden. Daher helfen Schmerzmittel nicht.

    Was scheinbar am ehesten hilft, sind Spiel- und Pysioeinheiten, alles wo die grauen Zellen noch mal feuern können. Danach wirkt er in der Regel ein paar Stunden lang deutlich entspannter und weniger verwirrt.

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