Bellen in geregelte Bahnen lenken
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Hallo, ich melde mich nach langer Zeit auch mal wieder.
Unser Zwerpudel ist jetzt 2 1/2 Jahre alt und ich komme aktuell bei seinem Verhalten nicht weiter.
Er hat als er etwa 1 1/2 Jahre war mit dem „wachen“ angefangen. Also hat gebellt, wenn es geklingelt hat, wenn jemand an unserem Haus vorbei läuft und so. Da er da keine Aufgabe übernehmen soll, habe ich ihn in sein Körbchen geschickt, wenn es klingelt und Besuch kommt. Er darf dann erst raus, wenn die erste Aufregung vorbei ist. Er geht auch ins Körbchen, sobald es klingelt, aber am Bellen hat sich gar nichts getan. Er sitzt im Körbchen und bellt da. Ich kann das noch am ehesten, nach 2/3 Bellern abbrechen, aber wenn ich nicht auf dem gleichen Geschoss bin rastet er richtig aus. Bei Menschen, die die Straße entlang gehen, kucke ich, sage die dürfen da sein, und sage ihm er soll ruhig sein. Das hat bisher auch nicht zu wirklichem Erfolg geführt. Es wird eigentlich nur schlimmer. Mittlerweile bellt er meinen Mann an, wenn dieser vom Keller hoch kommt. Er bellt Besuch an, wenn dieser vom Stuhl aufsteht oder sich im Raum bewegt (das macht er wenn er in seinem Körbchen ist, ist er schon draußen bellt er nur selten den Besuch an). Ich denke er ist unsicher, weiß aber nicht wie ich das in die richtigen Bahnen gelenkt bekomme. Mit Leine im Körbchen anbinden, solange Besuch da ist? In die Box? Oder in ein extra Zimmer? Das klappt halt nicht, wenn die Kinder den ganzen Mittag Besuch haben. Ich schicke ihn mittlerweile konsequent von fremden Kindern weg, wenn ich sehe dass er sehr aufgeregt ist, aber Kinder finden ihn natürlich super und wollen mit ihm auch mal spielen, ihn von allem fern zu halten kann ja auch nicht das Zeil sein.
Auch wenn er das Auto meines Mannes hört wird direkt gebellt oder wenn jemand mit dem Schlüssel ins Haus kommt wird ausgerastet. Er hat definitiv das Gefühl es ist seine Aufgabe, obwohl ich ihm das von Anfang an anders vermittelt habe (zumindest versucht, wie man merkt eher nicht mit Erfolg). Wie kann ich ihn da unterstützen, dass er das nicht in dem Umfang muss? Ich habe schon zwei Trainer angeschrieben, ob sie das mal bei uns vor Ort einschätzen und Tipps geben würden, habe aber von beiden keine Rückmeldung erhalten. Bei Besuch findet er sonst schon zur Ruhe und legt sich auch hin und schläft. Jetzt hoffe ich auf das Wissen von euch. Vielen Dank und liebe Grüße - Vor einem Moment
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Hi,
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Ich hab keine Ahnung, wie sinnvoll das bei dem Hundetyp ist, aber bei uns funktioniert Gegenkonditionierung bei sowas tatsächlich am besten. Nur mal als Gedankenanstoß, weil du bisher nur aversiv trainierst, wenn ich das richtig verstehe.
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Machst du irgendeinen Hundesport?
Wenn nein, dann würde ich sagen, der ist unterfordert.
Denn das, was er als seine Aufgabe sieht, soll er ja (verständlicherweise) nicht machen.
Besuch hat am Hund nichts zu suchen! Fertig Ende!
Ist schwieriger Erwachsenen Menschen beizubringen. Kinder verstehen das eigentlich schnell.
Und der Hund hat nicht am Besuch zu tun.
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Ich habe fast dasselbe Problem mit unserem 7-jährigen Zwergpudel, der seit knapp 5 Monaten bei uns lebt (ich hab das im Forum auch schon mal angesprochen). Er rastet völlig aus, wenn jemand ins Haus kommt, ob mit oder ohne Klingel, wohl auch vor Freude wenn unsere (erwachsenen) Kinder kommen. Auch ich kann ihn inzwischen ins Körbchen schicken. Aber auch er bellt da einfach erst mal weiter. Irgendwann beruhigt er sich.
Wir gehen insgesamt ca. 2 Stunden laufen pro Tag und abends noch ein bisschen Training und Spiel. Das mach ich hauptsächlich mit unsere zweijährigen ZP-Hündin. Er kommt dann oft hinzu und ich integriere ihn dann.
Mehrhund - ist er evtl. auch unterfordert? Seine Vorbesitzerin sagt, bei ihr habe er nur "rumgelegen" weil sie wenig Zeit für ihre Hunde hat. Sie war ganz erstaunt, was er an Tempo etc. drauf hat, als ich ihr mal ein Video von einem Spaziergang geschickt hatte.
Im Büro ist er unglauglich brav - da kann kommen wer will - liegt im Körbchen und rührt sich nicht, auch wenn unser Sohn zur Arbeit kommt (er arbeitet mit in unserem Betrieb). Unser Sohn kommt morgens kurz ins Büro bevor er in die Werkstatt geht und begrüßt (streichelt) die Hunde. Da bewegt er sich nicht mal, reagiert null. Schon komisch der Unterschied.
Ich habe inzwischen eine Hundetrainer kontaktiert - das dauert noch, bis er Zeit hat zu uns zu kommen.
Märchen - wie funktioniert so eine Gegenkonditionierung?
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