Überforderung mit neuem Hundeleben

  • Wir waschen die Pfoten nicht weil sie dreckig sind, sondern wegen aktuellem Schnee und Streusalz. Davon werden ihre Pfoten leicht gereizt und gerötet und der Tierarzt meinte, mit lauwarmen Wasser waschen.

    Ist es wirklich Salz? Bei uns ist weniger Salz das Problem (da eigentlich verboten), sondern eher Splitt. Wir versuchen, die Hunde vor der Haustür noch mal durch Schnee gehen zu lassen, was bei uns auch geht (eigener Garten). Falls das mit dem Tablett und Wasser nicht funktionieren sollte, dann wenigstens ein feuchtes Handtuch, über das sie laufen muss? Besser als nichts. Das Pfoten reinigen haben wir unseren Hunden auch angewöhnt, aber nicht als Erstes. Es gibt auch immer ein Signalwort (Pfötchen) und hinterher Leckerlis. Wir machen es auch nicht nur, wenn es sein muss, sondern immer. Also auch bei trockener Witterung, wenn die Pfoten sauber sind.

    Ihr habt den Hund gerade mal 3 Wochen. Die richtig großen Rückschritte kamen bei uns z.B. noch viel später, als der Hund sich getraut hat zu zeigen, wie viel Angst er eigentlich hat. Ich würde bei euch noch gar keine Prognose abgeben, in welche Richtung es letztlich geht.

    Was ich aber vergessen habe zu erwähnen ist, dass der Trainer meinte, wenn sie selbstbewusster wird, dass das mit Bellen/Knurren/Schnappen erst mal schlimmer werden kann. Falls das eintreten sollte, hoffe ich, dass wir nicht zu sehr überfordert sind.

    Das wäre ein Szenario. Es könnte aber auch passieren, dass sie mit mehr Sicherheit auf diese Strategien weniger ausweichen muss. Sie muss Vertrauen gewinnen. In euch und in sich. Ihr müsst Vertrauen gewinnen. In sie und in euch. Das ist ein Prozess, der dauert. Wir haben es Kaffeebohnenschritte genannt. Und das waren mal 2 Schritte vorwärts, 1 zurück, 2 vorwärts, 3 zurück. Wir waren zwischendurch sogar mal bei gemahlenem Kaffee (also noch viel, viel kleinere Schritte). Vermutlich werden wir nie den Hund haben, den wir uns ursprünglich vorgestellt haben. Aber wir haben einen tollen Hund, der uns richtig viel Freude macht. Trotz aller Herausforderungen. Wenn er uns anstrahlt und das kleine Stummelschwänzchen wedelt, kann man nur grinsen und sich freuen. :smiling_face_with_hearts:

  • Nun ja, der Hund schnappt nach Menschen (seinen Besitzern) und laut Beschreibung auch nach Menschen und Hunden draußen auf einem Spaziergang. Da gehört ein Maulkorb drauf. Jetzt schon, nicht erst, wenn es "schlimmer" geworden ist. Was ist die Steigerung von Schnappen?
    Zumindest aber mal außerhalb der Wohnung. Drinnen können die Besitzer es sich ja überlegen, ob sie das Risiko eingehen wollen, die Passanten draußen und ihre Hunde aber nicht.
    Ich verstehe gerade nicht so wirklich, warum das hier eher verharmlost wird und: schauen wir doch mal, wie es sich entwickelt...
    Ein Maulkorb ist kein Weltuntergang. Wenn der Hund beim Abschnappen ein (freudig draufzulaufendes und ja, sollte nicht) kleines Kind ins Gesicht schnappt, aber sehr wohl. Für den Hund absolut, der ist dann bissig-nicht vermittelbar, ggf. durch die Entstellung aber auch fürs Kind. Ich will wirklich nichts schwarzmalen und vielleicht "verwächst" es sich, aber bis man das weiß, würde ich dringend im Sinne aller (auch des Hundes) außerhalb der Wohnung zu einem Maulkorb tendieren. Ich meine, würde hier jemand schreiben, mein Schäferhund ist für mich nicht einschätzbar und schnappt für mich nicht wirklich vorhersehbar nach xyz, vielleicht nach dir, wenn du vorbei läufst oder nach deinem Hund...
    Ist doch egal, ob der TS-Hund hier im Thread das aus Unsicherheit tut, er tut es :ka:

  • Da gehört ein Maulkorb drauf. Jetzt schon, nicht erst, wenn es "schlimmer" geworden ist. Was ist die Steigerung von Schnappen?

    Hat dem jemand widersprochen?

    Mir fehlt aber in der ganzen Diskussion ein wenig die Hilfestellung für die Halterin, die aktuell ziemlich überfordert ist mit der Situation. Sie hat den Hund seit kaum 4 Wochen. Der Hund schnappt in für ihn bedrohlichen Situationen. Wie finde ich da als Halter die richtige Größe? Wie vermesse ich die Hundeschnauze? Vllt. sogar, wenn der Hund auch das nicht zulässt? Was ist überhaupt ein theoretisch passender Maulkorb, worauf kommt es an (ok, das kann man noch irgendwo im Internet nachlesen, z.B. hier)? In die Zoohandlung gehen und mal ein paar Körbe überstülpen geht ja nicht (und sei es nur, um überhaupt ein Gespür dafür zu bekommen). Also bleibt nur das Netz. Die Auswahl ist riesig. Und selbst wenn man keinen optimal sitzenden Maulkorb haben möchte, kann man da schon mal arg verloren sein. Ich bin ehrlich froh, dass wir das Thema erst in Angriff nehmen mussten, als eine solide Vertrauensbasis vorhanden war. Ich wüsste von daher auch nicht, was ich jemandem in der vorliegenden Situation raten soll.

  • Ach bitte. Ungefähr jeder ist auf Social Media mittlerweile, da findet man entsprechend vernünftige Anbieter mit Reichweite die hervorragende Beratung bezüglich MK anbieten und teils sogar MK zum anprobieren schicken.

    Ist jetzt nicht so schwer und Gewöhnung hin oder her , da gehört jetzt draußen ein MK drauf um zu verhindern das da eine Situation eskaliert. Das es vielen HH , grade Anfängern , mehr als schwer fällt einen nicht neutralen Hund sicher durch die Umwelt zu führen ist ja nichts neues . Da ist man doch besser abgesichert mit MK.

  • Danke euch! Wir haben einen Maulkorb besorgt.

    Wir sind immer noch sehr unsicher mit der ganzen Situation, holen uns am Samstag noch eine Zweitmeinung eines anderen Trainers ein.

    Sie übergibt sich übrigens beim Autofahren, ich denke das ist die Kombination aus Nervosität und Reiseübelkeit. Hat jemand hierzu Erfahrungen?

  • Danke euch! Wir haben einen Maulkorb besorgt.

    Wir sind immer noch sehr unsicher mit der ganzen Situation, holen uns am Samstag noch eine Zweitmeinung eines anderen Trainers ein.

    Sie übergibt sich übrigens beim Autofahren, ich denke das ist die Kombination aus Nervosität und Reiseübelkeit. Hat jemand hierzu Erfahrungen?

    Nur nüchtern Auto fahren. Das legt sich normalerweise irgendwann.

  • Danke euch! Wir haben einen Maulkorb besorgt.

    Wir sind immer noch sehr unsicher mit der ganzen Situation, holen uns am Samstag noch eine Zweitmeinung eines anderen Trainers ein.

    Sie übergibt sich übrigens beim Autofahren, ich denke das ist die Kombination aus Nervosität und Reiseübelkeit. Hat jemand hierzu Erfahrungen?

    Nur nüchtern Auto fahren. Das legt sich normalerweise irgendwann.

    Mein Hund übergibt sich im Auto, wenn er nüchtern ist. Hat lange gedauert bis wir das rausgefunden haben.
    Also da muss man auch ein bisschen probieren.

    Darf ich fragen, warum ihr eine Zweitmeinung holt? Der erste klang doch sehr vernünftig oder verwechsle ich das? Ist halt immer das Problem, dass man dadurch sehr verunsichert werden kann.

  • Ich bin anfangs immer nur kurze Strecken <5 Min und bevorzugt zu besonders coolen Gassirunden gefahren. Und ansonsten würde ich kein grosses Ding aus Verladung, Start und Fahrt machen. Kurven natürlich sanft fahren.

    Meine Madame muss bei Fahrtantritt immernoch sanft in ihre Box geschoben werden (obgleich sie sonst Höhlen mag), kotzt aber nicht mehr, stresshechelt auch nicht und legt sich halbwegs zeitnah ab. (Auto-fan wird sie aber vmtl nie.)

  • Moment. Chillt mal. "Coole Gassirunden"? Wir reden hier immer noch über einen Direktimport aus dem Ausland, der erst ganz kurze Zeit da ist und generell ängstlich. Hier wurden viele gute Ratschläge gegeben, aber ganz wichtig ist vor allem auch Ruhe, Routine, ankommen lassen. Nicht zu viel Abwechslung und mit allem Überfluten. Schauen, was dem Hund gut tut und sich gegenseitig kennen- und vertrauen lernen.

    Maulkorb ist auf jeden Fall wichtig, habt ihr einen passenden aus Metall besorgt? Viele tappen ja in die Falle einen von diesen furchtbaren Maulkörben aus dem normalen Zoohandel zu kaufen.

    Die Empfehlungen vom Trainer klangen gar nicht so schlecht, hat der Wunsch nach einer Zweitmeinung einen bestimmten Grund?

    Ich kann total verstehen, wie belastend die Situation für euch sein muss. Es ist auch okay sich einzugestehen, dass man das nicht für sich will. Aber ich kann euch nur Mut machen, es gibt in der kurzen Zeit doch schon Sachen, die besser werden. Und es lohnt sich so sehr, die schwierige Anfangszeit mit einem Hund durchzustehen. Die Bindung und die Liebe kommt. Das dauert einfach ein bisschen.

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