Epilepsie Verlauf und wir sind verzweifelt đą
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Danke dir fĂŒr deine lieben Worte â ich fĂŒhle mich da so sehr wieder. Man ist dauerhaft angespannt und bei jedem Zucken oder rhythmischen GerĂ€usch schieĂt sofort die Angst hoch, dass der nĂ€chste Anfall kommt.
Bei Olga kommt noch dazu, dass ihr Bruder einen Hirntumor hatte und ihre Schwester ebenfalls AnfĂ€lle hat, allerdings wohl bei Bewusstsein bleibt. Wie genau die aussehen, weiĂ ich leider nicht. Dazu ist Olga auch noch Allergikerin. Bei uns kommen manche AnfĂ€lle aus der Ruhe heraus, andere leider nicht â das macht es fĂŒr mich noch beĂ€ngstigender.
Ich weiĂ im Moment wirklich nicht, wie ich die Zeit bis Montag ĂŒberstehen soll, ohne durchzudrehen. Aber ich werde das alles auf jeden Fall beim Neurologen ansprechen. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst â das hilft trotzdem irgendwie nicht ganz alleine damit zu sein
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Hi,
Schau mal hier: Epilepsie Verlauf und wir sind verzweifelt đą*
Dort wird jeder fĂŒndig!-
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Hast Du Videos von den AnfĂ€llen? Die wĂŒrde ich einem Facharzt unbedingt zeigen.
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Ich habe heute ein Video gemacht, und werde es am Montag der Neurologin zeigen.
Ich hoffe, dass der Spuk bald ein Ende hat, und wir endlich Wissen, was los ist đ„ -
Ja das kann ich auch mit empfehlen, Videos machen, AnfÀlle akribisch notieren und ggf. auf ZusammenhÀnge achten.
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Olga hat es leider nicht geschafft.
Nachdem Olga letzten Samstag in der Klinik war und wir am Montag noch bei der Neurologin waren, sollte sie ab Dienstag Phenoleptil bekommen. Die erste Tablette am Dienstagmorgen hat sie gut vertragen. Am Abend bekam sie die zweite Tablette â und dann fing alles an.
Olga begann plötzlich im Kreis zu laufen, hatte keine Kontrolle mehr ĂŒber ihre Blase und wirkte völlig verĂ€ndert. Ich dachte zunĂ€chst, das wĂ€ren Nebenwirkungen der Tabletten. Die Klinik riet mir am Telefon, es erst einmal zu beobachten. Doch als das Kreiswandern wieder begann und Olga plötzlich vor Schmerzen aufschrie, sind wir sofort losgefahren.
Auf dem Weg in die Klinik ist sie fast kollabiert. Dort musste sie direkt in den Schockraum und bekam Sauerstoff. Sie wurde stationÀr aufgenommen.
Am Mittwoch wurden ein Röntgen vom Brustkorb und ein Ultraschall vom Bauch gemacht â beides ohne Befund. Nur ein Keilwirbel wurde gesehen, was laut Ărzten anatomisch nicht ungewöhnlich ist.
Am Donnerstagabend wurde ein MRT gemacht. WĂ€hrend Olga noch in Narkose lag, kam der Anruf, der mein Leben in StĂŒcke gerissen hat:
Olga hatte eine groĂe Masse im Gehirn, die stark auf die linke GehirnhĂ€lfte drĂŒckte. Das AusmaĂ war erschreckend, die Prognose mehr als schlecht. Es gab keine reale Chance mehr.
In Absprache mit den TierÀrzten habe ich die schwerste Entscheidung meines Lebens getroffen und Olga nicht mehr aufwachen lassen.
Was mich fast zerreiĂt, ist der Gedanke, dass sie seit Dienstag allein in der Klinik war â und ich nicht bei ihr, als sie gegangen ist. Ich stehe unter Schock, kann kaum klar denken und fĂŒhle mich, als hĂ€tte ich sie im Stich gelassen. Mein Herz ist gebrochen.
Run free, mein Herz, mein Seelenhund. đ
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Das tut mir unfassbar leid zu lesen.
Ich wĂŒnsche dir viel Kraft fĂŒr die kommende Zeit.
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Herzliches Beileid.
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Mein Beileid, das ist jetzt eine schwierige Zeit. Viel Kraft dafĂŒr
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Was mich fast zerreiĂt, ist der Gedanke, dass sie seit Dienstag allein in der Klinik war â und ich nicht bei ihr, als sie gegangen ist.
Auch meine PudelhĂŒndin muĂte ihre letzte Nacht und den folgenden Morgen bis zur OP alleine in der Klinik verbringen, und wurde dann aufgrund neuer Erkenntnisse noch wĂ€hrend der Narkose eingeschlĂ€fert. Ich kann daher gut nachfĂŒhlen, wie sehr dich das belastet.
NatĂŒrlich stirbt jeder geliebte Hund irgendwann, und das ist schwer genug. Aber es stand fĂŒr mich nie auĂer frage, daĂ ich bis zuletzt bei ihr sein wĂŒrde, und das war bei dir mit Sicherheit genau so. Und dann kam es doch anders.
Aber du hast deine HĂŒndin nicht im Stich gelassen! Du hast sie in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich tierĂ€rztlich versorgt, immer mit der Hoffnung auf Besserung. Du hast ihr jede Chance gegeben. DaĂ sie ein Leiden hatte, das bereits zu weit fortgeschritten war, konnte niemand ahnen. Sie noch einmal aus der Narkose und in dieses Leiden hinein aufwachen zu lassen, nur um sich zu verabschieden, konnte ja keine Alternative sein. Man sucht sich so etwas nicht aus, aber du hast im Sinne deiner HĂŒndin gehandelt.
Ich wĂŒnsche dir viel Kraft fĂŒr die kommende Zeit.

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Danke dir fĂŒr diese liebevolle und verstĂ€ndnisvolle Nachricht. Was du geschrieben hast, trifft sehr genau, was mir im Kopf und im Herzen herumgeht. Ich hadere immer wieder mit dem Gedanken, nicht bei ihr gewesen zu sein, und deine Worte helfen mir sehr, das ein wenig anders zu sehen. Es tut mir sehr leid, dass du deine HĂŒndin auf eine Ă€hnlich schwere Weise verloren hast.

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